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Augenprobleme bei Diabetes Typ 1 Neuling
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Helga Barta
Rang: Gastam 23.02.2005 22:19:12
Hallo,
ich schreibe hier für meinen Mann Wolfgang.
Er ist 41 Jahre alt und bei ihm wurde am 15.02.05 Typ 1 Diabetes festgestellt.
Die Augenprobleme fingen an als die ersten Symptome von Diabetes anfingen, und waren mal für kurze Zeit weg. Jetzt ist er seit 1 Woche im Krankenhaus und die Augenprobleme fangen wieder stark an. Die Ärzte sagen es würde besser werden, aber mein Mann sagt das es immer schlechter wird. Er sieht alles nur noch verschwommen, nur noch sehr große Zahlen und Buchstaben kann er lesen. Ihn macht es sehr nervös das die Ärzte nichts machen, und er soll noch mind. 4 Wochen im Krankenhaus bleiben.
Gibt es hier jemand der ähnliches durchgemacht hat und mir Ratschläge geben kann?
Viele Grüße
Helga von Helga Barta -
Elsbeth
Rang: Gastam 24.02.2005 09:34:40
Hallo Helga,
wenn Dein Mann erst so kurzfristig als Typ 1 erkannt wurde, ist es eher unwahrscheinlich, daß er schon schwere Augenschäden hat. Sehprobleme treten auf, wenn starke BZ-Schwankungen bestehen bzw. wenn ein zuvor hoher BZ-Wert normalisiert wird. Das darf aber mittels Insulin nicht zu abrupt geschehen, sonst wird die Netzhaut geschädigt. Er sollte Geduld haben und sich jetzt auch keine Brille verschreiben lassen, dennoch unbedingt den Augenarzt aufsuchen.
Warum soll er denn so lange im kranken Haus bleiben?
Er braucht natürlich unbedingt einen Diabetologen und eine gründliche Schulung, am besten mit Dir zusammen.
von Elsbeth -
Helga
Rang: Gastam 24.02.2005 11:00:35
Hallo Elsbeth,
danke für deine Antwort.
Ich weiß mein Mann sollte etwas geduldiger sein, aber das ganze war zuviel für ihn.
Er war sonst noch nie so krank, und nun das...
Als er letzten Dienstag ins Krankenhaus kam, hatte er den Zuckerschock und war wie der Arzt sagte in einer lebensbedrohlichen Lage. Ein paar Tage später sagte ihm der Arzt auch das er im Koma lag. Wolfgang wurde auch noch nicht gesagt warum er so lange im Krankenhaus bleiben muß. Er hat aber jetzt auch einen zu hohen Blutdruck, und die Blutzuckerwerte sind auch noch zu hoch. Und sein neues Messgerät stimmt auch noch nicht genau.
Viele Grüße
Helga -
Elsbeth
Rang: Gastam 25.02.2005 10:08:05
Hallo Helga,
ein diabet. Koma, also wenn die BZ-Werte sehr hoch sind, ist tatsächlich lebensgefährlich. Ich hoffe, im Krankenhaus gibt es Diabetologen, die die Entgleisung in den Griff bekommen. Wenn das der Fall ist, wird es ihm schon bald besser gehen. Streß erhöht auch die Zuckerwerte. Falls Du Dich über Diabetes informieren willst, gibt es im Internet massenhaft gute Infos, sicher auch im Archiv dieser Seite und hier:
http://www.diabeticus.de
Ich wünsche Euch alles Gute! von Elsbeth -
Kaminski Walter
Rang: Gastam 26.02.2005 20:01:35
Hallo Helga
Ich bin 48 Jahre Typ 1 und habe seit Dezember 2004 30Jahre Diabetes. In der kurzen Zeit kann der Diabetes nicht die Augen schädigen, bin ich mir ganz sicher.
Der Blutdruck könnte es sein.
Ich war 25.02.2005 beim Augen Arzt zur kontrolle, nach 30 Jahren Diabetes habe ich noch keine Schädigung durch Diabetes.
Wenn Du fragen hast sende mir eine e-Mail.
Walter von Kaminski Walter -
Georg
Rang: Gastam 27.02.2005 09:10:53
Nein, Walter, so massive Sehstörungen kann ein schwankender Blutdruck nicht auslösen, wohl aber ein schwankender Blutzucker bzw. wenn ein hoher BZ gesenkt wird. Die Normalisierung kann aber Tage bis Wochen dauern. von Georg -
Jana
Rang: Gastam 14.03.2005 02:55:44
Hallo in die Diskussionsrunde,
ich glaube, zu diesem Thema kann ich etwas mehr sagen. Ich bin 27, seit 26 Jahren Typ I, insulinpflichtig und seit 9 Jahren durch den zucker erblindet. Allerdings Sehschädigung tritt nicht nur bei starker Blutzuckerschwankung auf. Im Laufe der Jahren kann es auch einfach so zu den Augenproblemen kommen. Aber für deinen Mann und dich ist es ganz neu und bestimmt ein bisschen schockierend. Ein bisschen Geduld und später eine gute Diabetikerschulung sowie regelmäßige Blutzucker-, Blutdruck- und Augenkontrolle benötigt dein mann. Ich hoffe, dass es deinem Mann wieder etwas besser geht und/oder vielleicht ist er schon zu Hause. Gerne würde ich eure Fragen auch privat beantworten. von Jana -
Name
Rang: Gastam 19.03.2005 11:22:06
Mein Diabetologe hat mir gesagt dass bei Beginn der Insulintherapie sich kurzfristig die Sehkraft verändern kann. Der Grund ist dass sich der Blutzuckerspiegel auch auf die Sehkraft auswirkt.
Wenn der Körper wieder Insulin bekommt und sich der Blutzuckerspiegel wieder senkt passt sich auch die Sehstärke an. Das kann ein paar Monate dauern.
Aber zum Augenarzt >>muss<< man sowieso mindestens einmal im Jahr -
Abaka
Rang: Gastam 24.03.2005 00:13:00
Ich brauche dringend Hilfe. Paßt zwar nicht genau in diess Thematik, dennoch ist mein Mann aufgrund von Diabetes blind und dreht völlig durch.Genau in dieser Minute, 23 Uhr, hat er heimlich das Haus verlassen, Ich weiß nicht, wo er ist. Was soll ich tun? Ich bleibe am Rechner. Bitte helft mir. Abaka -
Abaka
Rang: Gastam 24.03.2005 00:13:00
Ich brauche dringend Hilfe. Paßt zwar nicht genau in diess Thematik, dennoch ist mein Mann aufgrund von Diabetes blind und dreht völlig durch.Genau in dieser Minute, 23 Uhr, hat er heimlich das Haus verlassen, Ich weiß nicht, wo er ist. Was soll ich tun? Ich bleibe am Rechner. Bitte helft mir. Abaka -
Helga
Rang: Gastam 29.03.2005 02:01:30
Hallo,
danke,danke,danke!!!
Sorry das ich mich jetzt erst melde, aber ich und meine Kinder haben sehr schwer die Grippe gehabt.
Meinem Mann Wolfgang geht es wieder sehr gut, seine Sehkraft ist wieder voll da!
Gott sei Dank denn in 2 Wochen läuft die Krankmeldung ab und er will wieder arbeiten gehen.
Vielen Dank für eure Beiträge es hat uns geholfen das ganze zu verstehen.
Liebe Grüße
Helga -
Helga
Rang: Gastam 29.03.2005 02:07:49
Hallo Abaka,
ich habe erst heute deine Nachricht gelesen.
Ist dein Mann wieder zuhause?
Welchen Zuckertyp hat er 1 oder 2 und wie lange hat er schon Zucker?
Ist dein Mann auch erst am Anfang der Erkrankung?
Wäre schön wenn du dich mal melden könntest.
Liebe Grüße
Helga -
Jutta
Rang: Gastam 05.04.2005 13:05:49
Hallo Jana, ich habe eine Tochter, die ist 37 Jahre , sie hat seit dem 15. Lebensjahr Typ 1 Diabetes und ist schwer sehbehindert. Sie wird einmal erblinden. Meine Tochter hat auf einem Auge 10% und auf dem anderen Auge 5% Sehkraft. Sie hat auch eine Vitrektomie hinter sich und ist unzählige male geläsert worden. Wie kommst Du mit der Blindheit zurecht und mit welchen Hilfsmitteln arbeitest Du (z.B. Internet) Meine Tochter hat durch den Diabetes auch noch einen Charcotfuß und schwerhörig ist sie auch. Wenn Du Tipps für mich hast, würde ich mich darüber freuen. Es grüßt Dich Jutta. -
patrick
Rang: Gastam 13.03.2006 12:41:00
ich bin 24 Jahre alt und habe typ1
bei mir war es so als ich ins krankenhaus kam nachdem bei mir zuckerfestgestellt wurde hatte ich nach 2tagen auch die probleme und konnte fast nix sehen.
nach einer woche war es aber wieder weg. -
Helga
Rang: Gastam 14.03.2006 10:48:04
Hallo,
danke für deinen Beitrag.
Inzwischen ist es ja über 1Jahr her und meinem Mann geht es sehr gut.
Nach der Entlassung von der Klinik war er ja noch 4 Wochen daheim und da wurde es mit jedem Tag besser. Seit dem hat er überhaupt keine Probleme mehr mit den Augen.
LG.
Helga -
Ulrich Ströbel, Hohe Warth 12, 32052 Herford
Rang: Gastam 05.06.2007 12:42:26
Hallo,
die Augenprobleme spielen zunächst keine Rolle, ob man Diabetiker des Typs 1 oder 2 ist.
Mit der der Diabetes-Behandlung werden vernünftige Zuckerwerte angestrebt. Damit ändert sich auch der Flüssigkeitshaushalt im Körper, d.h. der Körper ist nicht mehr so trocken. Mit der Verbesserung des Flüssigkeithaushaltes ändert sich auch die Brennweite des Auges auf ein Normalmaß, was zur Folge hat, dass die Sehschärfe korrigiert (hoffentlich letztmalig) werden muss.
Herzliche Grüße
Ulrich Ströbel von Ulrich Ströbel, Hohe Warth 12, 32052 Herford -
Varinia
Rang: Gastam 05.02.2009 13:02:05
Hallo,
ich bin 25, und habe seitmeinem 9. Lebensjahr Diabetes. Leider bin ich bis zum Jahresbeginn sehr unvernünftig bzw selbstzerstörerisch damit umgegangen! silvester passierte dann, was mein Diabetologe mir immer gepredigt hatte und ich nie glauben wollte. Ich sah auf dem rechten Auge verschwommen! erst dachte ich es käme durch die sonnenbank, da ich kurz die augen darunter geöffnet hatte und ich dachte ich hätte sie mir "verblitzt". der augenarzt stellte eine sehnervschwellung fest die in der augenklinik in mülheim mit infusionen und cortisonstoßtherapie behandelt wurde. nach 8 tagen wurde ich entlassen, doch leider hat sich das auge (bzw. gesichtsfeld) eher verschlechtert. richtige diagnosen konnten nicht gestellt werden, da man nicht genau sagen kann, ob es eine entzündung ist (die ja noch mit cortison behandelt wird) oder eine durchblutungsstörung bedingt durch den jahrelang schlechten zucker ist. werde noch immer hochdosiert mit sortison behandelt. habe meinen zucker aber gottseidank jetzt so gut es geht im griff und messe und spritze jetzt auch regelmäßig (vorher nie gemessen. nur auf verdacht gespritzt). jetzt sagte mir der arzt in der augenklinik wo ich nächste woche vll noch einmal infusionen bekommen soll, das es sein kann, das das auge sich verschlechtert hat, weil mein zucker vo n ehemals immer über 600 auf mittlerweile seit januar 100 eingestellt wurde. und dieser blutzuckerabfall zu schnell für mein auge war, sodass es sich an den guten zucker erst noch "gewöhnen" muss.
kann das sein? das heisst , gibt es jemanden der so eine erfahrung auch gemacht hat und geht das nach ner zeit wieder besser?
wäre dankbar für erfahrungsberichte oder sonstige ratschläge. danke. von Varinia -
Melanie
Rang: Gastam 10.01.2010 14:03:11
Hallo Varinia,
es würde mich sehr interessieren, ob es Dir inzwischen wieder besser geht; bzw. wie es Dir überhaupt geht.
Ich habe seit 14 Jahren Diabetes Typ 1 und bin auch nicht gerade sorgfältig damit umgegangen. Ich messe und spritze zwar regelmäßig, dennoch habe ich oft sehr erhöhte Werte. Um Arztbesuche habe ich mich ständig drumherum gedrückt, auch wenn ich von meinem Hausarzt auch inständig gewarnt wurde.
Seit Weihnachten geht es mir nicht so gut; sodass ich zum Arzt musste. Ich habe jetzt Überweisungen für Augenarzt und Diabetologen und habe wahnsinnige Angst davor bereits Folgeerkrankungen zu haben. Vor allem an den Augen; ich war seit 4 Jahren nicht mehr zur Kontrolle.
Ich hoffe, dass Du das liest und ich bald etwas von Dir höre.
Grüsse -
Alex
Rang: Gastam 27.03.2010 16:48:34
Hallo,
es gibt da aus meiner Sicht zwei verschiedene Punkte, die zutreffen könnten. Zum Einen reagiert das Auge relativ empfindlich auf Blutzuckerschwankungen. Die sind für das Auge sogar gefährlicher als permanent hohe Werte. Wenn ich lese "auf Verdacht gespritzt" bin ich recht sicher, daß eben diese Schwankungen da waren. Das wirkt auch noch ein wenig nach. Zum Zweiten verändert sich das Sehvermögen tatsächlich mit der Qualität der Blutzuckereinstellung ! Allerdings sollte sich das Sehvermögen mit besserer Diabeteseinstellung vervbessern. Trägst Du eine Brille ? Die wird dann mit schlechter Einstellung angepasst gewesen sein, und passt ncht mehr. Wie hat sich denn Dein HBA1C verändert ? Die Verbesserung ist ja tendentiell noch sehr frisch, Du solltest den Dingen zeit lassen. Wunder geschehen zwar, aber nicht auf diese Weise, und auch nur sehr selten :-).
Kopf hoch, es kann ja nur besser werden !
Grüße
Alex
P.S.: Ich bin 44, seit 38 Jahren Diabetiker, und habe einige Augen-OPs hinter mir. Ich weiß also einigermaßen, wovon ich rede :-). -
Paul - i_daishi_i@hotmail.com
Rang: Gastam 21.11.2011 22:42:27
Wenn ich die Berichte hier lese, sollte ich mich schleunigst um einen Termin beim Augenarzt und Diabetologen bemühen!
Ich bin seit 15 Jahren Typ1 Diabetiker und in der letzten Zeit tränen meine Augen zunehmend und ich sehe längst nicht mehr so scharf wie vor 5 oder mehr Jahren...
Ich hoffe, dass jeder der die Beiträge hier liest versteht, wie wichtig es ist, regelmäßig zum Arzt zu gehen, auch wenn es viel Überwindung kostet. Vorallem hoffe ich, dass ich es selbst begreife!
Typ 1 seit 96. Nie Tagebuch geführt. Immer gemessen. Immer gespritzt. 1 Jahr lang Pumpentherapie, wegen 2 Hypos mit RTW wieder eingestellt. Humalog/Levimir. HbA1c von 6,5-7,5