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Diabetische Retinopathie

  • Fischblut

    Rang: Gast
    am 01.01.2010 18:12:29
    Hallo zusammen,

    mein Vater ist Diabetiker und er hat ein dickes,fettes Problem mit seinen Augen.Um euch ein einigermaßen klares Bild zu geben und ich nicht weiß,was für euch wichtig ist und was nicht,werd ich hier mal seinen Fall grob schildern.Vorab bitte ich eventuelle Fehler zu entschuldigen.Ich bin kein Arzt und gebe alles so wieder,wie ich es von meinem Vater erklärt bekommen habe.

    Mein Vater ist 71 Jahre alt und seit 56 Jahren Diabetiker Typ 1.Er ist 1,63 groß und wiegt 51 kg.Sein HBA 1c Wert beträgt 6,8%.Er ist seit 11 Jahren Insulinpumpenträger und nimmt Humaloginsulin 100.Er ist beidbeinig Unterschenkelamputiert,an seiner rechten Hand wurde der Zeigefinger amputiert,an der linken Hand der Mittelfinger.Er hatte bereits 2 Herzinfarkte und 3 Gefäßerkrankungen mit 5 Stents.

    Nun zum eigentlichen Problem: Er hat eine diabetische Retinopathie,die bereits ausgelasert wurde.Grauer Star am linken Auge,sowie am rechten Auge bereits operiert.Er hat seit Juli 2009 ununterbrochen Einblutungen im linken Auge,die so stark sind,das der Innendruck nicht gemessen werden kann.Die Augenärzte können auch nicht feststellen,wo die Blutungen herkommen.Dadurch hat er immer eine verschmierte Sicht und die Sehkraft ist nur noch sehr,sehr schwer möglich(Lesen geht gar nicht mehr).Nun soll am Dienstag,den 5.1.2010 eine Op gemacht werden.Auf dem Zettel steht:NH KRYO.Das ganze soll in der Augenklinik in Mülheim/Ruhr mit Betäubung durchgeführt werden.Wenn dann keine Blutstillung erreicht werden konnte,dann soll eine größere OP durchgeführt werden(ist allerdings noch nicht besprochen worden).Was kann bei der Vereisung passieren?Wie hoch sind die Risiken?Wie können die die Blutung zum Stillstand kriegen,wenn die noch nicht mal in der Lage sind,genau zu lokalisieren,wo die Einblutungen herkommen?Mein Vater hatte schon öfter Einblutungen,rechts wie links,aber nach ca.6 Wochen war alles wieder ok.Warum kommt diesmal die Blutung nicht zum Stillstand?Hat jemand mit dieser OP schon Erfahrung gemacht?Kann uns irgendjemand dazu etwas sagen?Positiv oder negativ?

    Bitte,es ist wirklich sehr,sehr dringend.Wir sind für jeden Rat/Hinweis/Tipp/Hilfe dankbar!!!

    Mein Vater ist völlig verzweifelt,weil er nicht weiß,was auf ihn zukommt und er nicht weiß,ob er das machen,oder besser sein lassen soll :°( von Fischblut
  • x-man

    Rang: Gast
    am 02.01.2010 03:03:41
    Nimm dein Vater irgendwelche "Blutverdünner" ?Wenn ja,welche?(auch ASS)

    Eine Möglichkeit: einen Facharzt f. Bluterkrankungen aufsuchen(Häma...)und abklären lassen ob evtl. pathologische Ursachen möglich sind(z.B.Störungen in der Gerinnungsfähigkeit des Blutes)

    Den geplanten Eingrif am Auge nur durch fachkundige und erfahrene Ärzte durchführen lassen! von x-man
  • Hella

    Rang: Gast
    am 02.01.2010 09:48:43
    Eine Ursache für Einblutungen aus der Netzhaut könnte z.B. auch zu hoher Blutdruck sein - und Rauchen ist auch schädlich.

    Bei der Krankengeschichte ist womöglich Marcumar im Einsatz?

    Wenn Lasern und Kryo nicht mehr helfen, bleibt noch die Vitrektomie. von Hella
  • Fischblut

    Rang: Gast
    am 02.01.2010 10:49:26
    Hey,
    danke für eure Antworten!Mein Vater nimmt ASS und Iscover 75 mg.Geraucht hat er noch nie.Ich weiß,das der Fall meines Vaters sehr komplex ist und über Internet kaum beantwortet werden kann,aber es ist doch auch wichtig sich verschiedene Ideen und Meinungen anzuhören. von Fischblut
  • Hella

    Rang: Gast
    am 03.01.2010 12:26:13
    Schau dich auch mal in diesem Forum um

    www.forum.netzhaut-selbsthilfe.de/forum.php

    um evtl. etwas über die erwähnte Klinik zu erfahren.
    Alles Gute! von Hella
  • x-man

    Rang: Gast
    am 04.01.2010 04:29:00
    Unverzüglich Schlossparkklinik ,Berlin aufsuchen -dort ist der Spezialist in Sachen Retino...!!!
  • Fischblut

    Rang: Gast
    am 04.01.2010 19:22:43
    Berlin ist leider viel zu weit.Trotzdem Danke
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 05.01.2010 12:59:51
    Moin Fischblut,

    nach Deiner Schilderung hat Dein Vater schon ne ganze Menge hinter sich, und ganz ehrlich: Er hat schon jede Menge Glück gehabt. Denn die meiste Zeit der 56 Jahre seines Diabetes hat er seinen Blutzucker mit Sicherheit nicht so weit Richtung gesund begrenzt, wie er das nach seinen HBA1c 6,8 zu schätzen jetzt tut. Denn die Möglichkeit, den Blutzucker selbst zu messen, gibt es allgemein zugänglich erst seit etwa 25 Jahren, und erst seit etwa 10 Jahren gelten kurzzeitige größere Blutzucker-Schwankungen nach den Mahlzeiten, die mit dem HBA1c überhaupt nicht erfasst werden, allgemein als schädlich vor allem z.B. für die Netzhaut. Und selbst die 6,8 würden ihm über einen Zeitraum von annähernd 60 Jahren wahrscheinlich nicht alle seine Diabetes-Folgen erspart haben.

    Die 2 "dienstältesten" Betroffenen, die ich aus der Selbsthilfe kenne, sind seit etwa 60 und etwa 50 Jahren dabei und bezeichnen sich beide als Glückspilze. Einmal weil sie schon in ihren ersten 30 Diabetes-Jahren die einzigen ohne Folgekrankheiten unter denen waren, mit denen sie zusammen ihre ersten Einstellungen erfahren und Schulungen besucht hatten, und dann weil sie inzwischen alle anderen aus ihren Anfängergruppen überlebt haben. Beide ziehen da ihre Vergleiche zu unserem kettenrauchenden Altbundeskanzler, der ja mit seiner Raucherei noch immer erstaunlich gesund jeder Wahrscheinlichkeit trotzt.
    "Sie haben also immer noch ihren HBA1c um 8?" wurde der eine kürzlich gefragt, als er wieder diesen Raucher-Vergleich brachte. Darauf er, "nönö, ich bin seit wir richtig mesen können, also seit gut 20 Jahren Nichtraucher," und auf die erstaunte Nachfrage, "wirklich gesunder Blutzucker, HBA1c um 4,8-5,3."

    Langer Schreibe kurzer Sinn: Natürlich versuchen wir alle, möglichst gesund möglichst viele Jahre zu sammeln, und dafür nehmen wir auch manche Quälerei in kauf. Aber mit der Zeit stellt sich die Frage doch immer deutlicher, ob sich die nächste Quälerei denn wirklich noch lohnt? Nicht im Sinne davon, dass man sich doch keinen neuen Anzug mehr leistet, weil man den wahrscheinlich eh nicht mehr auftragen wird. Sondern in dem, dass man das eigentlich verbesserungsbedürftige Heute mit dem vergleicht, was nach der Reparatur-Quälerei morgen an Verbesserung übermorgen realistisch möglich herauskommen kann. - Die Geschichte wäre um manchen Krieg ärmer und um manches glückliche Leben reicher, wenn rechtzeitig vorher solche Vorher-Nachher-Überlegungen angestellt worden wären.

    Daumendrück, Jürgen
  • peter

    Rang: Gast
    am 06.01.2010 17:56:21
    bitte mal gogeln, bei nebenwirkungen findet sich der
    warnhinweis ,die kombination von icover + ass führt zu blutungen, die nicht von selbst aufhören. so wie bei euch.
    nur was passiert wenn die kombi abgesetzt wird ?
    über dieses problem ein gespräch mit dem doc führen.
  • Fischblut

    Rang: Gast
    am 06.01.2010 19:18:30
    Leider können beide Medikamente nicht abgesetzt werden.Das wurde mit dem Arzt schon besprochen,weil er auch immer Nasenbluten über Stunden hatte.Trotzdem Danke für den Hinweis. von Fischblut
  • Frage

    Rang: Gast
    am 13.01.2010 10:27:06
    Könntet Ihr Euch eine zweite Arztmeinung einholen? Das würde ICH tun.
    Kauft man sich einen TV, holt man sich 10 Angebote, meim Arzt verlässt man sich leider meist nur auf eine Meinung.
    Und auf jeden Fall immer alle Medikamente angeben.
    Alles Gute. von Frage