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Alternative Behandlungsmethoden?
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Ines
Rang: Gastam 13.01.2005 14:45:50
die letzten postings, insbesondere die im kinderforum über den sinn und den unsinn alternativer behandlungsmethoden bei diabetes haben mich bewogen, folgendes anzumerken:
- ... "früher wurde bei diabetes nur gestorben"
im prinzip ja, trifft aber nur zu, wenn das gebiet des in weltmaßstab kleinen europa betrachtet wird ...
- mindestens hunderte jahre vor der kenntnis von diabetes in europa war die krankheit in anderen erdteilen bereits bekannt und wurde erfolgreich behandelt
(wir europäer befanden uns zu diesem zeitpunkt mindestens im tiefsten mittelalter und haben hexen verbrannt)
- die traditionelle chinesische medizin kennt den "auflösenden durst" - aus einem werk des 15.Jh ist neben der diätischen behandlung ein arzneimittel bekannt, daß aus gerösteten schwarzen sojabohnen und schlangenkürbiswurzel besteht, des weiteren wird ein dickflüssiger absud aus geköchelten schwarzen sojabahnen empfoheln, von dem man täglich mind. 6 wochen lang mind. 2 tassen trinken soll
- die taditionelle chinesische medizin kennt auch massage gegen zuckerkrankheit, die der tuina-therapeut durchführt
- beide methoden werden AUCH HEUTE in chinesischen krankenhäusern erfolgreich angewendet
- indische ärzte behandelten bereits vor hunderten von jahren zuckerkranke mit asclepiadacaesäure - erfolgreich
- yoga regt u.a. auch die funktion der bauchspeicheldrüse an
ALSO: gibt es wirklich keine alternativen für metformin und co und insulin?
nur um eins klarzustellen: ich habe bisher mit allen genannten methoden keine erfahrungen gemacht.
aber ist es wirklich erforderlich, immer nur schwarz-weiß zu denken, ohne auch mal über den tellerrand zu gucken und alle, die sich nicht "normgerecht" verhalten/verhalten wollen und nach alternativen gucken, zu stigmatisieren?
von Ines -
klausdn
Rang: Gastam 13.01.2005 16:37:27
hallo ines,
du hast viele beispiele fuer behandlungsversuche aufgefuehrt, worauf viele warten, das kannst du aus vielen beitraegen lesen, ist der nachweis fuer die wirksamkeit.
warum wird nicht ein einziger versuch hier gemacht die wirksamkeit nachzuweisen.
freiwillige findet man in deutschland massenweise. das waehre die moeglichkeit millionaer zu werden.
und so unbekannt war dm in europa nicht auch nicht in den jahrhunderten zuvor, und behandlungsversuche gab es hier auch genau wie in china indien, usw..
du glaubst doch nicht im ernst, wenn in china dm erfolreich behandelt werden koennte, !
das waehre der exportschlager, weltweit !!!
und ich wuerde meiner kk billiger werden, insulin zum aspirinpreis.
mfg klaus von klausdn -
Ines
Rang: Gastam 13.01.2005 17:16:54
einen versuch wär´s doch wert, oder? ;o)
die taditionellen chinesen findest Du auch hier, brauchst nicht mal nach china zu fahren und Deine krankenkasse hätte nicht diese fahrtkosten!
ne, mal im ernst, könnte es nicht sein, daß dies zumindest die behandlung unterstützt und tatsächlich besserungen erreicht werden?
übrigens: die traditionelle chinesische medizin ist immer ganz genau auf den einen patienten eingestellt, denn jeder mensch ist anders. deshalb ist das mit dem "exportschlager" eigentlich absurd, jeder patient kriegt genau die medikamentierung oder die massage, die er, und nur er, braucht.
von Ines -
cheyenne
Rang: Gastam 13.01.2005 20:34:15
Einen Versuch ist es durchaus wert,
meine ich :)
Die Chinesen sind kluge Leute und
ihre Heilkunst wäre nicht uralt, wenn
sie reiner Unsinn wäre.
Abgesehen von einigen Ausnahmen verhindert halt eine unüberbrückbare Kluft zum westlichen Denken eine sinnvolle Symbiose. -
Thomas 2002
Rang: Gastam 13.01.2005 21:34:11
ich könnte alternative behandlungsformen als ergänzung zur konventionellen behandlung vorstellen. dass heist aber auch dass ein 1er immer INSULINER bleiben wird. es ist aber bestimmt nicht verkehrt, an entspannungsübungen wie yoga teilzunehmen. wunder gibt es allerdings nur in der kirche :-(. dazu müsste es aber auch götter geben. -
Dirk
Rang: Gastam 16.01.2005 23:43:41
Hallo Ines,
hast Du Dich näher damit beschäftigt? Es gibt doch in Deutschland TCM Krankenhäuser.
Ich habe mich mit Yoga und Diabetes beschäftigt und dazu einige Kliniken in Indien ausfindig gemacht. Mein Plan ist, dort einmal hinzufahren. Die Krankenhäuser sind sehr billig und es tut auf jeden Fall gut, mal eine zeitlang nur Yoga zu machen.
Übrigens ist Yoga eigentlich nicht eine Entspannungsmethode. Es geht eher darum, das eigene Leben im Einklang mit seinem Körper, der Natur und den Mitmenschen in den Griff zu bekommen. Das hat auch sehr viel mit Gesundheit, also auch Diabetes zu tun.
Grüsse,
Dirk
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Ines
Rang: Gastam 17.01.2005 09:23:05
hallo Dirk,
ich beschäftige mich erst seit einiger zeit mit dem thema. leider habe ich noch keinen tcm-mediziner in meiner umgebung auftreiben können.
tcm halte ich auch deshalb für sehr sinnvoll, weil sie einen ganzheitlichen ansatz hat - ähnlich wie bei yoga sollen die energien fließen und in einklang gebracht werden. ich habe neben dem diabetes eine autoimmune lungenerkrankung und pcos. nachdem was ich gelesen habe, liegen die ursachen für alle 3 erkrankungen eng beieinander.
derzeit renne ich allerdings zu 3 fachärzten, die nur ihr fachgebiet kennen und außer bei blutuntersuchungen keine grund der gegenseitigen abstimmung sehen.
das ist das dilemma unseres gesundheitssystems.
an dien indien-erfahrungen wäre ich sehr interessiert.
liebe grüße Ines