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  • Bianka

    Rang: Gast
    am 05.01.2005 21:34:17
    Hallo!
    Ich bin neu hier (Typ I Diabetiker), hab aber schon `ne Menge von euch gelesen.
    Letzte Woche ist eine Bekannte von mir an Unterzuckerung in der Nacht gestorben.
    Sie war erst 32 jahre alt. Ich komm damit nicht klar. Hat einer von euch auch schon Erfahrungen damit?
    Bianka
  • Lovely

    Rang: Gast
    am 05.01.2005 23:57:44
    Hallo Bianka.

    Mein aufrichtiges Beileid. Es ist keine schöne Erfahrung, den Tod eines jungen Menschen mit zu erleben. Dadurch dass Du auch Diabetes hast, löst es natürlich Ängste aus, das kann ich nachvollziehen.

    Tod durch Unterzucker kann, soweit ich weiß, nur durch zwei Situationen auftreten:
    1.) Alkohol
    2.) Sehr starke Überdosis Insulin (Selbstmord)

    In all meinen Schulungen wurde immer wieder bestätigt, dass man an einem "normalen" Unterzucker nicht sterben kann, es sei denn einer der o.g. Faktoren kommt hinzu.

    Wenn zu wenig Zucker im Blut ist, also Unterzucker, dann schüttet die Leber ein Gegenhormon aus, welches wiederrum die Ausschüttung von Glucose bewirkt. Selbst wenn man einige Zeit bewußtlos ist (z.B. im Schlaf nicht aufwacht), dann greift trotzdem dieser natürliche Mechanismus, durch den man irgendwann wieder wach wird.

    Weißt Du näheres über die Umstände des Todes von Deiner Bekannten, außer dass sie Unterzucker hatte? Ist sichergestellt, dass die Todesursache der Unterzucker war? Denn einige Stunden nach dem Tod sinkt der Zucker bei jedem Toten. Hatte Deine Bekannte andere Krankheiten, die die eigentliche Todesursache sein könnten?

    Das schlimmste an Deiner jetzigen Situation, neben der Trauer, scheint wohl zu sein, dass Du große Angst hast, dass Dir ähnliches widerfahren könnte. Darum halte ich es für sehr wichtig, sich die genauen Umstände an zu schauen, damit Du diese Angst verlierst. Mit einer permanenten Angst verliert man nämlich ein großes Stück Lebensqualität und das sollte man nicht hin nehmen.

    Gruß,
    Lovely
  • Wolfgang

    Rang: Gast
    am 06.01.2005 02:10:58
    Lieber Unterzuckergeplagten,

    leider ist die Unterzuckerung bes. nachts unter Verwendung von NPH-Insulinen (Verzögerungsins.) immmer eine latente Gefahr, die bei mir 2 x fast zum Tode geführt hätte - ohne Selbstmordabsichten übrigens. Sport in Verb. mit Insulin _kann_ je nach KH-Art zu einem niedrigen Zuckerspiegel führen. Sollte man das nachts "verschlafen", kann es lebenfsgefährlich werden. Diese Todesgefahr in den genannten Fällen habe nicht ich vermutet, sondern hat der Notarzt mit der Bemerkung "5 vor 12" unterstrichen. Der Blutzucker war anfänglich nicht meßbar bei seinem Einsatz an meinem Bett.
    Man soll wg. Unterzucker nicht in ständige Angstpsychosen verfallen, sich des Problems aber immer bewußt sein - gerade nachts. Sinkt der Zucker nämlich zu stark ab, während gespritztes Insulin weiterwirkt, hilft auch die Gegenreaktion des Körpers (Glukagon u.a.) nicht mehr.
    Also sollte gerade nachts nach 2-4 Std. nach dem Spritzen des Verzögerungsinsulins gemessen werden, besonders am Anfang, aber zur Absicherung der Therapie auch später (zumindest stichprobenartig), weil sich die Wirkung eines Insulins im Lauf der Zeit auch individuel ändern kann.

    Es sei nochmal hervorgehoben, dass die Meinung, ein Insulinüberhang könne vom Körper ausgeglichen werden, in der Tat tödlich sein kann. Eine möglichst genaue Einstellung ist gerade nachts lebenswichtig.

    Beste Grüße

    WOLFGANG

    ********** von Wolfgang
  • Elsbeth

    Rang: Gast
    am 06.01.2005 09:24:23
    Hi Bianka,

    an einer Hypo stirbt man/frau so schnell nicht, da müssen andere Faktoren/Krankheiten eine Rolle gespielt haben. Mir ist ein Fall bekannt, in dem eine junge Frau mit Hypo viele Stunden allein in der Wohnung lag und dann gefunden wurde. Sie war nicht gestorben, hatte aber schwere Gehirnschäden erlitten und konnte ihr Studium nicht mehr fortsetzen. von Elsbeth
  • Bianka

    Rang: Gast
    am 06.01.2005 10:45:23
    Hallo!
    Danke für eure Antworten.

    Leider wurde bei meiner Bekannten die genaue Ursache nicht untersucht. Da sie häufiger an Unterzuckerungen mit Bewußtlosigkeit litt, wurde davon ausgegangen, daß eben diese die Ursache war.

    Außerdem hatte sie wohl das Problem, daß ihre Bauchspeicheldrüse meist garnicht, manchmal aber wohl arbeitete. Das wird wohl der Grund gewesen sein.

    Anderer Krankheiten hatte sie meines Wissens nicht.

    Mit der Angst, daß einem das selber auch passieren kann, ist es tatsächlich so, daß ich zur Zeit Nachts kein Basalinsulin spritze, mit der Konsequenz natürlich, daß die Morgenwerte dementsprechend schlecht sind.

    Ich weiß, das das keine Dauerlösung ist. Aber genau damit hatte ich eh immer meine Probleme. Bei normaler Dosierung (z.B. 14 Einheiten) sind die Werte trotzdem schlecht, bei Erhöhung um 2 Einheiten wird man plötzlich schweißgebadet wach und schafft es kaum noch, sich was Süßes in den Mund zu schieben.

    Aber wenigstens werde ich noch wach. Also hilft auch kein Jammern. Weiter ausprobieren, vielleicht mit mehr Vorsicht, und hoffen, daß man irgendwann mal das Richtige findet.

    Liebe Grüsse

    Bianka
  • Lovely

    Rang: Gast
    am 06.01.2005 12:46:45
    Hallo Bianka.

    Nein, nicht ausprobieren! In einem solchen Fall ist es sinnvoller in einer Klinik oder ambulant bei einem guten Diabetologen neu eingestellt zu werden. Wenn die Basalrate paßt, dann wacht man weder schweißgebadet auf, noch ist der Zucker morgens zu hoch. Sicher gibt es immer mal Schwankungen, die sind dann aber moderat. Aber es ist nicht gut, wenn Du längere Zeit aus Angst keine Basalrate spritzt. Ich empfehle Dir im übrigen eine neue Schulung, denn das gibt Dir wieder neue Sicherheit.

    Wolfgang schrieb von der Auswirkung von Sport. Dass Sport eine Gefahr bergen kann, ist richtig. Ich habe es in meinem Beitrag nicht angesprochen, weil ich davon ausgegangen bin, dass jeder Diabetiker wenigstens eine Schulung besucht hat und weiß, dass man bei starker körperlicher Aktivität sein Insulin reduziert und/oder zusätzliche Kohlenhydrate isst. Wenn man diese Regeln beachtet, dann sinkt auch die UZ-Gefahr durch Sport auf ein Minimum.

    Elsbeth sprach Gehirnschäden durch UZ an. Leider weiß man in diesem Fall nicht, wie es genau zu dem UZ gekommen ist, welche Umstände eine Rolle spielten. Und leider werden solche Fälle auch kaum näher untersucht und öffentlich gemacht, um anderen Diabetikern zu helfen. Ich meine nämlich, je mehr Wissen jeder einzelne hat, desto mehr kann er sich vor Gefahren schützen.

    Ich selbst hatte mal eine UZ-Situation vor etlichen Jahren, da hab ich wohl nachts unterzuckert und bin am nächsten Tag erst nachmittags gegen halb vier Uhr aufgewacht bzw. zu mir gekommen. Ich war allein, darum konnte mir niemand helfen. Bleibende Schäden hat es nicht bewirkt. Als das passierte war mein Zucker nicht gut eingestellt. Ich hatte extreme Schwankungen und war besessen davon, meinen Zucker möglichst niedrig zu halten um Spätschäden zu vermeiden. Die Ursache für den UZ war eindeutig zuviel Insulin, also ein klarer Fehler meinerseits.

    Ich nehme mittlerweile seit ca. 2-3 Jahren das Lantus als Basalinsulin. Dadurch, dass es 24 Std. (bei mir sogar 26 Std.) wirkt, sinkt das UZ-Risiko in der Nacht deutlich ab, weil es nicht wie ein NPH-Insulin eine Wirk-Spitze hat. Es wäre noch eine weitere Möglichkeit für Dich, Bianka, dieses (bei einer Neueinstellung) auszuprobieren.

    Gruß,
    Lovely
  • Bianka

    Rang: Gast
    am 06.01.2005 14:06:35
    Danke!
    Werde deinen Rat zu Herzen nehmen.
    Ich denke, eine Neueinstellung beim Diabetologen wäre wirklich sinnvoll, allein, um wieder mehr Sicherheit zu erlangen.
    Mein Hausarzt (Internist - nicht Diabetologe) erzählt mir schon seit einem Jahr, ich müßte geduldiger sein. so schnell bräuchte man keine Überweisung zum Diabetologen.
    Aber das werde ich wohl mal selbst in die Hand nehmen müssen.
    Übrigens, hast du jetzt keine Angst vor Unterzuckerung, nachdem dir das vor ein paar Jahren mal so passiert ist?
    Und welchen Zielwert hast du jetzt? Du hast geschrieben, früher waren dir die niedrigst möglichen Werte am wichtigsten.
    Bis dann
    Bianka
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 06.01.2005 15:01:54
    hallo bianka ,
    bitte hoehre auf loveley und gehe so schnell wie moeglich zu diabetologen.
    1. lass dir da vom arzt nicht reinreden, du hast ein recht darauf.
    2. ich komme gerade vom augendoc, die naechsten laserungen stehen an, macht es mir nicht nach!! eine gute bz einstellung ist das a und o um folgen zu verhindern.
    herzliche gruesse klaus von klausdn
  • Lovely

    Rang: Gast
    am 06.01.2005 16:14:29
    "" Mein Hausarzt (Internist - nicht Diabetologe) erzählt mir schon seit einem Jahr, ich müßte geduldiger sein. so schnell bräuchte man keine Überweisung zum Diabetologen. ""

    Bitte?????
    Das ist unverantwortlich seitens des Arztes!!!
    JEDER Diabetiker sollte bei einem Diabetologen in Behandlung sein!

    Hier ist ein Link, mit dem Du einen Diabetologen in Deiner Nähe raussuchen kannst:
    http://www.diabsite.de/wegweiser/diabetologen/index.html

    Der Hausarzt muss Dir eine Überwesiung ausstellen. Andernfalls würde ich die Krankenkasse anrufen und fragen, was Du machen kannst. Denn ein zweites mal pro Quartal 10,- Euro zahlen, nur weil der Hausarzt die Überweiung verweigert, würde ich nicht.

    Zu Deinen Fragen:
    Nein, ich habe keine Angst vor einer nächtlichen Unterzuckerung, jedenfalls nicht mehr seit ich das Lantus nehme. Und selbst wenn ich morgens mit unter 50 aufwache, was manchmal passiert, wenn ich abends bei zwei Glas Wein nicht für ausreichend hohen Zucker in der Nacht sorge, dann habe ich auch keine große Angst. Die Tatsache, dass das Lantus so gering und lang wirkt, gibt mir Sicherheit.

    Mein Zielwert zum Einschlafen ist 120-140, mit Alkohol 160-180. Meine Nüchternwerte liegen eigentlich immer unter 100, meist um 70-80. Es gibt für mich persönlich nur einen Nachteil beim Lantus: 2 Stunden nach dem Aufstehen geht der Zucker hoch. Da ich abends um 18.00 Basal spritze, reicht der Insulinspiegel für den morgendlich Zuckeranstieg nicht aus. Hier muss ich, wenn ich das nicht durch Frühstück kompensiere, 2 zusätzliche Einheiten um 9.00-10.00 morgens spritzen. Dieser kleine Nachteil wäre für mich aber kein Grund, auf das Lantus zu verzichten.

    Mein Zielwert bei Korrekturen liegt bei 100-120, ich habe den Korrektur-Wert 40 je Einheit. Also bei einem 200-er Wert korrigiere ich mit 2 Einheiten.

    Mein Zielwert für Autofahrten liegt bei 140. Einen Wert von 160 korrigiere ich nicht, wenn ich danach Auto fahre.

    Heute achte ich nicht mehr auf möglichst niedrige Werte, sondern eher darauf, dass mein Zucker möglichst stabil im Bereich 80-140 ist. Ich kann mich auf meinen Zucker verlassen, habe Sicherheit. Ausrutscher gibt es natürlich auch, aber die sind allesamt erklärbar, weil sie dann auf einen Fehler meinerseits zurückzuführen sind. Es passiert kaum, dass ich mir einen "komischen" Wert mal nicht erklären kann.

    Meine gute Einstellung habe ich meiner tollen Diabetologin zu verdanken. Ich hatte super Schulungen und kann über alles mit ihr reden. Meine HbA1c-Werte im vergangenen Jahr waren 6,2 - 6,0 - 6,3 - 6,3....und das gibt mir ein gutes Gefühl und Lebensqualität.

    Gruß,
    Lovely
  • Lovely

    Rang: Gast
    am 06.01.2005 17:24:39
    Hallo Klaus.

    Das hört sich nicht so gut an (Laserungen).

    Werden Deine Augen denn auch mit (jetzt) guter Einstellung noch schlechter?

    Ich selbst habe das große Glück, dass meine minimalen Veränderungen bei der letzten Untersuchung im Dezember nicht mehr zu sehen waren. Und das nach über 32 Jahren Diabetes! Und trotz sehr schlechter Einstellung in manchen Jahren....z.B. Pubertät.

    Wie lange besteht Dein Diabetes schon und wann fing es an mit den Augen, dass sie schlechter wurden?

    Gruß,
    Lovely
  • Thomas 2002

    Rang: Gast
    am 06.01.2005 18:11:04
    suche dir einen gescheiten hausarzt.

    bist du auf pumpe? einige sollen damit gute erfahrungen gemacht haben...
  • diawolf

    Rang: Gast
    am 06.01.2005 18:33:08
    Wer seinen Zucker nur schwer in den Griff bekommt, sollte sich um eine Pumpe bemühen-man lebt dann wesentlich ruhiger.Natürlich sind auch damit nächtliche Hypos nicht völlig aus der Welt.Aber alles wird überschau- und beeinflußbarer.
    Die Pumpe ist ein wesentlicher Beitrag zur stabilen Stoffwechseleinstellung und seit mein Sohn eine hat, hatte er nachts keine bedrohlichen Unterzuckerungen mehr, die vorher mit Basalinsulin öfters auftraten. Die meisten, die ich kenne, sind davon begeistert.
    Bei mir haben sich im laufe der Jahre auch beginnende Veränderungen des Augenhintergrundes, die allerdings noch nicht behandelt werden mußten, zurückgebildet und das nach 36 Jahren Diabetes. von diawolf
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 06.01.2005 19:07:39
    hallo loveley,
    ich glaubeangefangen hat es mit den augen , weil ich im kh von weit ueber 600 schnell runtergeholt werden musste. das ist das ergebnis meiner nachforschungen, ich mache das ja erst seit 9mon deswegen lese ich alles was erreichbar ist.
    daher auch meine warnung, mit dm laesst sich gut leben, die folgen sind schlimmer.
    daher auch mein interesse und bemuehen ,
    habe allerdings ausserordentlich gute aerzte,
    leider nehmen manche aerzte s.o. , aber auch manche dmler die sache ein bisschen zu leicht, und folgen sind, wenn sie da sind nicht rueckgaengig zu machen.
    was ich tun kann : zielwert 100 so konst. wie moeglich, ergebnis hba1c , 5,0 5,1 5,1 .
    und noch ein rat lieber einmal mehr messen als zuwenig, dh auch pp1, pp2 , nachts alle zwei h
    damit man weiss wann der bz morgens hoch geht. natuerlich nicht jede nacht aber so alle zwei- drei wochen tu ich mir das schon an.
    das ist kein problem fuer einen nachtmenschen.
    herzliche gruesse klaus von klausdn
  • Lovely

    Rang: Gast
    am 06.01.2005 19:42:07
    Hallo Klaus.

    Ein HbA1c-Wert von 5,0 oder 5,1 ist aber sehr niedrig.

    Wie setzt der sich zusammen? Hast Du öfter Unterzucker oder hast Du noch eine Restproduktion von Insulin oder achtest Du peinlich genau darauf, dass die Werte nicht höher gehen?

    Ich frage deshalb, weil eigentlich ein Wert von 5,0 beneidenswert ist. Ich habe meine Ärztin auch mal gefragt, ob ich nicht besser versuchen soll, unter 6,0 zu kommen. Sie meinte aber, dass das nur mit einem starken Hang zum Unterzucker erreichbar wäre, und dann durch Schwankungen nicht gewünschten positiven Erfolg hätte. Ich solle besser "unter 6,5" als Ziel bleiben und die jetzigen stabilen Werte beibehalten.

    Gruß,
    Lovely
  • Sandra

    Rang: Gast
    am 06.01.2005 20:26:38
    hallo,

    ich glaube ein Typ 1 Diabetiker läßt sich wesentlich besser einstellen als ein Typ 2?
    Ich habe in der Klinik(eine spez. führende Diabetesklinik) auch den Zielwert 100 bekommen, den ich so gut wie nie erreiche. Der Nüchternwert war auch in der Klinik nie am Zielpunkt. Und ich wurde entlassen mit der Vorgabe nur drei mal täglich zu messen. (Die Krankenkassen bezahlen die Teststreifen nicht).

    Ich glaube es ist nicht mehr das Ziel, Diabetiker so gut wie möglich einzustellen, sondern zu sparen!!!!

    Unter diesen Umständen hat man doch gar keine Chance, die Insulindosis daheim anzupassen. Oder, wenn ich eine Hypo merke, darf ich auch nicht messen? Oder vor dem Autofahren? Das führt doch dazu, dass man aus Sicherheitsgründen eher zu hoch ist....

    Sandra
  • Lovely

    Rang: Gast
    am 06.01.2005 21:23:42
    Hallo Sandra.

    Du bist Typ 2?
    CT oder ICT?

    Mit ICT hast Du ein Recht auf genügend Teststreifen!

    Im übrigen ist es auch mein Eindruck, dass T1 besser einzustellen ist. Schon allein aus dem Grund, weil Restproduktion von Insulin nicht gegeben ist und erst recht keine Insulin-Resistenz, die ja wohl das schwierigste überhaupt zu sein scheint.

    Gruß,
    Lovely
  • Bianka

    Rang: Gast
    am 06.01.2005 21:36:50
    zu dem Eintrag von Diawolf:

    Mein Hausarzt hat mir von der Pumpe abgeraten.

    Er meinte, früher, als die Einwegspritzen noch benutzt wurden, war das eine gute Sache. Aber im Zeitalter des Pens würden doch immer mehr Menschen wieder von der Pumpe weg kommen.

    Er findet die Nachteile der Pumpe wie ständige Nadel im Bauch auch beim Sport, Duschen etc. seien größer als der Nutzen.

    Wie funktioniert denn das mit der Pumpe richtig?

    Man bekommt doch dann nur noch Kurzzeitinsulin in regelmäßigen Abständen gespritzt und deckt die Mahlzeiten dann zusätzlich ab, oder?
    Ist das ständige Kurzzeitinsulin denn besser als Langzeitinsulin?

    Und nimmt man dann nicht auch zu, wenn man nie eine Insulinpause hat?

    Ich habe nämlich durch Protaphane 12 kg zugenommen bei gleicher bzw. dann auch eingeschränkter Nahrungsmittelmenge.
    (Bin Gott sei Dank trotzdem noch knapp im Normalbereich.)

    Doch leider hatte das natürlichden den Effekt, daß ich noch mehr Insulin spritzen mußte usw. und der Zucker sich jetzt so schlecht einstellen läßt (s.o.).

    Ein Ernährungsberater hat mir daraufhin mal empfohlen, das ganze genau andersherum zu machen, nämlich 3 mal täglich essen (keine Zwischenmahlzeiten)und zwar viele Kohlenhydrate. Das soll die Heißhungerattacken vermeiden und man hat zwischendurch Insulinpausen, in denen Fett auch mal abgebaut werden kann.

    Was haltet ihr davon? Habt ihr davon schon mal was gehört?

    Übrigens wurde ich auch natütlich geschult, vor drei Jahren. Da hat das mit dem Zucker angefangen, aber da brauchte ich nur Kurzzeitinsulin. Zwischendurch habe ich das Langzeitinsulin einfach verschrieben bekommen, da der Hba1c über 11 war.

    Auf jeden Fall sollte ich doch noch mal eine Schulung mitmachen um auch den Umgang mit dem Langzeitinsulin richtig zu lernen.

    Das mit der Pumpe und der Ernährung würde mich echt noch interessieren. Vielleicht meldet sich ja noch jemand.

    Grüße
    Bianka
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 06.01.2005 22:14:15
    hallo analle,
    @loveley, in meinem pass steht typ 2a, als ich jetzt nachgefragt habe , sagte er , mal nachsehen in den unterlagen vom kh.
    ich mache da auch kein gross fragen draus, durch dmp kommen wir ganz gut weg.
    ich war nach dem kh nur zweimal im uz nicht hypo das war so unangenehm, und da haben wir jedesmal festgestellt warum , und ein programm entwickelt.
    1. mittags im bauch ne ader getroffen noch darueber gelacht, da gings abwaerts.
    2. unter90 gespritzt dann gegessen da ging es nach dem essen ab.
    drei sachen daraus gelernt.
    ader treffen sofort dose cola +1dextro= von 40 auf 100-120 nicht mehr sonst schiesst es ueber 200.
    nicht unter 100 spritzen sondern erst essen dann spritzen.
    mir nichts essbares vor die nase halten ich esse alles-- mich nicht ansprechen vor 20 minuten, reagiere unhoeflich und mehr aber will es garnicht. meine frau merkt es mir an, beim zweiten mal hatte ich die cola schon vor der nase, als ich noch gedacht habe miss mal, ich bin zwar als t2 gemeldet, habe aber kein uebergewicht, nicht gut dann piekts mehr, und keine resistenz. nur morgens faktor 1,5 sonst 1, basis 9 ie, ueber 110 1oie
    spritze actrapid , protaphane. und habe am tag noch soviel restproduktion, wenn ich nichs esse spritze ich nichts. bin aber bei der umstellung auf ict sehr gut geschult worden.
    zb wie und wann und wieviel die einheiten geaendert werden,oder die faktoren. das hiess wir geben euch das werkzeug die feinarbeit macht ihr. haben nicht alle geschafft aber da kein zwang dahinter war hat es spass gemacht. sogar das messen alle stunde.ueber 8 tage
    ich esse nur dreimal am tag und die insulinspitzen werden durch obst geglaettet.
    @ bianka, bitte entschuldige , dass ich das so ausfuehrlich geschrieben habe.war f. lov
    aber deine werte sind voellig daneben.
    ich weiss, das bei euch die hormone ja noch mitmischen aber so stark? das kann dir loveley besser sagen.
    das protaphane spritze ich ca 22,30 in den oberschenkel, da soll es langsamer wirken
    jedenfalls gehts, und nach 8 h ist es weg, oder soll weg sein. dh ab 6°° steigt der bz von 100 langsam an da man wach ist faengt auch die bsd son bisschen an um 7°° ist der
    bz bei 120 da gibt es 6 ie sea praktisch nicht
    3 be = 1 brot mit wurst /kaese und reserve fuer 1/2 apfel zb usw . geht ganz gut korrektur brauchte ich nur nach spaghetti und pizza, da kann ich nicht bremsen.
    das war nur als beispiel gedacht, lasse den eistellungsbogen mal per email schicken wenn ihr wollt(muss mein sohn machen, dazu bin ich zu dof)
    @ alle hba1c ist nicht immer das gleiche, es gibt mind 5 methoden alle geben andere werte.
    schoenen abend noch klaus
    hoffentlich seid ihr nicht eingeschlafen von klausdn
  • Sandra

    Rang: Gast
    am 07.01.2005 08:40:24
    hallo lovely und bianka und alle,

    ich spritze 4-5 mal täglich aber mit festen be vorgaben und einem schema - also das scheint irgendso eine mischung zwischen ct und ict zu sein. ich habe eine extreme insulinresistenz, aber nicht ausschließlich durch übergewicht, das bei mir noch einigermßen im rahmen ist, sondern durch eine andere endokrinologische störung. Z.B. brauch ich spät derzeit 54 Protaphane, das ist extrem. Und wach trotzdem mit 200 auf...

    ich habe auch das gefühl, dass ich durch diese insulinmengen noch zunehme und damit alles noch schlimmer wird - es ist ein teufelskreis aus dem ich nicht rauskomme.

    hat jemand von euch erfahrung, ob es was bringt sich überwiegend von eiweißshakes zu ernähren, natürlich mit auf die BE´s angepassten insulindosen? kommt man damit wieder von den hohen mengen runter?

    Es geht doch nicht, dass die mengen immer höher werden, dann hat man ja in 0,nichts 20 kg mehr!!!

    Sandra
  • Marc

    Rang: Gast
    am 07.01.2005 13:25:56
    Hallo Bianka und die anderen lieben Leute,

    Bianka, such dir umgehend einen Diabetologen in Deiner Nähe. Es ist doch so, wenn wir Zahnschmerzen haben, gehen wir zum Zahnarzt und nicht zum Hausarzt. Genauso sollte mit dem Diabetes verfahren werden, dafür gibt es Gott sei dank Spezialisten. Die Ärzte und das Personal beschäftigen sich fast nur mit dem Diabetes.

    Deine Fragen zu der Pumpe möchte ich gerne beantworten. Ich bin seit gut 7 Jahren Diabetiker und habe bis vor 6 Wochen die ICT gemacht. Da ich auch Angst vor Folgeschäden habe, habe ich mich sehr niedrig eingestellt, das Resultat war natürlich sehr viele Unterzuckerungen. Problem ist heute, ich merke die UZ gar nicht mehr, Werte um die 30 spüre ich nicht. Im Koma war ich bisher nicht. Nach dem mir bewußt gemacht wurde, dass die vielen UZ Gehirnschäden später mal versuchen können, versuche ich nun konstante Werte zu erzielen. Ich teste eine Pumpe.

    Also die Nadel im Bauch merkst Du gar nicht. Das Tragen ist kein Hindernis. Was natürlich aufhält, ist die stündliche Basalrate zu finden. Vom morgen zum mittag scheint es zu passen, vom mittag zum frühen abend habe ich noch einige UZ, die Basalrate ist wohl noch zu hoch. Das werde ich nächste Woche mit meinem Arzt besprechen und dann ggf. runter setzen. Es ist ein kleines Puzzle.

    Mein persönliches Ergebnis nach 6 Wochen Pumpe tragen: Wer mit der ICT alles im Griff hat, sollte auch dabei bleiben. Die Lebensqualität ist mit oder ohne Pumpe dann genauso gut. Bei erheblichen BZ-Schwankungen scheint eine Pumpe sinnvoll zu sein.
    Du kannst eine Pumpe einfach testen, die Testphase dauert 3 Monate und dann entscheidest Du, ob Du sie behalten willst.

    Grüße Marc.
  • Bianka

    Rang: Gast
    am 07.01.2005 15:04:07
    Danke euch allen!
    Werde gleich montag einen Termin beim Diabetologen machen. Habt mir Mut gemacht.
    Bianka
  • joergurmel

    Rang: Gast
    am 11.01.2005 15:38:33

    Hallo!

    Mich hats auch schon mal schwer erwischt mit Unterzuckerung. 1.8 mmol/dl !
    Lag ich flach, aber meine Frau gab mir Traubenzucker bis der Arzt dann kam. Aber da war ich schon wieder auf den Beinen.

    Was noch wichig ist, bei Körperlich schwerer Arbeit oder Sport kann dies zum Problem werden.

    Wenn aus den Körperzellen (oder Muskelzellen??) das letzte Stückschen Zucker herausgeholt wird durch Sport oder Arbeit, füllt dies ja der Körper irgendwann wieder auf.
    So ca 10-12 Stunden später kanns dann gewaltig krachen, wenn der Körper den Zucker aus dem Blut nimmt um die Zellen wieder aufzufüllen.

    Trifft dies nun gerade mit der Hauptwirkzeit des gespritzten Insulins zusammen, kann das schwere Unterzuckerungen hervorrufen.

    MFG Jörg
    von joergurmel
  • Markus

    Rang: Gast
    am 20.01.2005 15:58:21
    Hallo Bianka,

    ich habe seit fast 16 Jahren Diabetes und habe seitdem auch einige Entwicklungen und auch schwere Hypos mitgemacht.
    Wenn ich hier so manches lese da könnte ich teilweise echt nur wütend werden.
    Den Arzt würde ich gerne mal kennenlernen... der so ein Schachsinn erzählt. Eine Pumpe ist auch noch heute das beste was es gibt. Der weiß wahrscheinlich gar nicht wovon er redet oder hat er auch Diabetes und hat schonmal eine Pumpe getestet ?
    Ich habe mich sehr schnell daran gewöhnt die Pumpe immer bei mir zu tragen, nach einiger Zeit merkt man es nur noch wenn sie fehlt. Eine Pumpe ist ja auch nicht viel was anderes als ein Handy oder eine Geldbörse. Das Handy trägt man ja auch meistens mit sich spazieren..
    Und die Nadel merke ich auch überhaupt nicht, nur im Sommer juckt es manchmal ein wenig, wegen den Kleberesten des Pflasters.
    Ich habe meinen HbA1c durch die Pumpe doch um einiges verbessert.
    Ich würde Dir vorschlagen Dir einen kompetenten Diabetologen zu suchen und mit dem alles zu besprechen. Vielleicht testest Du einfach mal die Pumpentherapie, zurück zu Pen/Spritze kannst Du jederzeit.
    Ob eine Pumnpentherapie besser oder schlechter ist muss jeder selber für sich entscheiden, dort gibt es keine pauschale Aussage. Die meisten sind jedoch begeistert...
    Was die Hypos anbelangt, da gibt es Hypoglykämiewarnehmungstrainings auch BGAT genannt. Bei diesem Training lernt man den BZ anhand von Symptomen abzuschätzen. Ich habe so ein Training auch mitgemacht und bin seitdem auch wesentlich sicherer geworden.

    Grüße

    Markus
  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 1
    Mitglied seit: 20.09.2015
    am 20.09.2015 11:12:09
    Mein Beileid. In welcher Hinsicht meinst du mit Erfahrung. Unterzuckerung oder einen geliebten Menschen verliehren.
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 1093
    Mitglied seit: 21.10.2014
    am 20.09.2015 11:38:45
    Der Thread ist gute 10 Jahre alt, ich finde es nicht wirklich gut, den nochmal auszugraben und nachzufragen.

    Die Ängste von Bianka sollten sich (hoffentlich) zwischenzeitlich gelegt haben, sie neu aufzuwühlen ist keineswegs hilfreich...
     2 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag.
  • Bild User
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    Punkte: 0
    Beiträge: 842
    Mitglied seit: 14.04.2015
    am 20.09.2015 15:46:21
    Gast schrieb:
    Hi Bianka,

    an einer Hypo stirbt man/frau so schnell nicht, da müssen andere Faktoren/Krankheiten eine Rolle gespielt haben. Mir ist ein Fall bekannt, in dem eine junge Frau mit Hypo viele Stunden allein in der Wohnung lag und dann gefunden wurde. Sie war nicht gestorben, hatte aber schwere Gehirnschäden erlitten und konnte ihr Studium nicht mehr fortsetzen.

    von Elsbeth




    Gott sei es gedankt Elsbeth,

    dann muss man sich ja echt nicht sorgen. Schwere Gehirnschäden - wenn es sonst nichts ist.
    Man lebt ja noch.

    LG Rolf




    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.