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Hilfe bei Hypoglykämie

  • Christina

    Rang: Gast
    am 17.09.2004 13:41:13
    Hallo!

    Meine Arbeitskollegen haben mir heute eine Frage gestellt, die ich leider nicht beantworten konnte und ich hoffe ihr könnt mir helfen.

    Was passiert, wenn ein Diabetiker der alleine lebt nachts gegen 2.00 Uhr eine schwere Unterzuckerung mit Bewusstlosigkeit bekommt und nicht sofort Hilfe bekommt?

    Sie wollten eigentlich konkret wissen was z.B. in der Zeitspanne zwischen 2.00 bis ca. 10.00 passieren kann und ob da Lebensgefahr besteht.

    Ich muss ehrlich sagen ich habe mir da noch nie Gedanken darüber gemacht, weil ich bisher noch nie alleine gelebt habe und im Notfall immer sofort jemand da wäre.

    Vielen Dank für Eure Hilfe von Christina
  • fliesgen

    Rang: Gast
    am 17.09.2004 13:56:45
    Hallo Christina,
    genau davor hatte ich anfänglich auch eine Rieseangst. Ich konnte gar nicht einschlafen. Ich stand nachts immer auf und habe meinen Blutzucker gemessen.
    Meine Angst war aber wohl unbegründet. Mein Zucker fällt nachts nicht so tief, weil wohl auch die Wirkung meines Medikaments (Amaryl) nachts nachlässt. Ich habe dann gelesen, dass es in seltenen Fällen vorkommen kann, aber man wohl meistens vor einer Ohnmacht aufwacht. Deshalb soll man immer schnelle Kohlenhydrate (Zucker oder Apfelsaft) in greifbarer Nähe vom Bett haben. Wenn der Blutzucker dastisch sinkt, hat man wohl nicht mehr die Zeit danach zu suchen oder in die Küche zu gehen. Ich habe auch gelesen, dass die Leber massig Glukose ausschüttet und man so eine nächtliche Unterzuckerung übersteht. Am nächsten Morgen fühle man sich ziemlich mies, man habe Kopf und Gliederschmerzen. Das sei ein Zeichen für eine Hypoglykämie und man müsse dann zum Arzt, weil man nicht richtig eingestellt sei.
    Gruß
    Oliver von fliesgen
  • Maike

    Rang: Gast
    am 17.09.2004 22:31:13
    Hallo Christine,
    ich bin Typ 1 Diabetiker und hatte schon zwei schwere nächtliche Hypoglykämien. D.h. ich war bewußtlos, total verkrampft und der Notarzt hatte 3 Stunden zu kämpfen bis ich aus ärztlicher Sicht wieder ansprechbar war. Als ich morgens um 8 Uhr aufwachte, hatte mir meine Frau gesagt, dass ich eine schwere Hypo hatte und der Notarzt dagwesen sei. Ich hatte nicht eine Sekunde mitbekommen was da passiert war. Man kann natürlich auch ins Koma fallen, jenachdem wieviel Insulin man gespritzt und wie wenig man ge-gessen hat,oder wie schwer man körperlich gearbeitet hat. Bei den Schulungen von Diabetikern bekam ich dann einen sog. An-passungsplan für Kurzzeitaktivitäten, Tagesaktivität, Zusatz- BE mit einer Faustregel:pro 30 Min. Aktivität mittlerer Intensität 1ne Zusatz BE. und ein Plan Zugabe von Zusatz- BE in Abhängigkeit von der Blutzuckerhöhe. Bis zu der Bewußtlosigkeit hat mir kein Arzt solche Infos gegeben, obwohl ich schon 18 Jahre Typ 1 er war und ständig in ärztlicher Obhut. Vielleicht kannst du ein Paar Info's gebrauchen.
    Gruß
    Maike
  • Reinhard

    Rang: Gast
    am 18.09.2004 09:44:36
    Hi Maike,

    Korrektur: Eine Hyperglykämie nennt man Koma, nicht eine Unterzuckerung. von Reinhard
  • Elsbeth

    Rang: Gast
    am 18.09.2004 09:49:53
    Hallo Christina,

    Typ 2er haben kaum je eine schwere Hypo, es sei denn, sie machen drastisch was falsch mit ihrer Therapie. Bei Typ 1 kann das schon eher vorkommen. Lebensgefahr besteht nicht. Wenn jemand allerdings längere Zeit nicht gefunden wird, können Schäden am Gehirn auftreten.
    So ein Fall wurde in einer Diabetes-Klinik geschildert, die Betroffene wurde aber erst nach zwei Tagen gefunden.

    Beim diabet. Koma, also der Hyperglykämie, ist Lebensgefahr gegeben, wenn nicht ärztlich eingeschritten wird. von Elsbeth
  • Alex_65

    Rang: Gast
    am 02.08.2005 19:10:23
    Hallo allesamt.
    Das mit den nächtlichen Hypos ist nicht ganz so spassig. Ich hatte mehrere heftige Hypos - alle Nachts oder in den frühe Morgenstunden.
    Nach dem ersten heftigen solchen Hypo hat mein Arzt mich auf tierische Insuline umgestellt, und danach kam das nicht mehr vor, bis Novo Nordisk das Semilente mc suis vorübergehend vom Markt nahm (Lieferschwierigkeiten während x Monaten ??) und ich auf ein anderes Insulin umgestellt wurde. In diesen 1 1/2 Jahren hatte ich mindestens 3 heftige Hypos Nachts, bis ich mal von der Ambulanz aus dem Koma geholt werden musste.
    Jetzt habe ich wieder Semilente schweinisch und erwache Nachts bei Unterzuckerung, stehe auf, esse was und fühle mich so sicher wie seit langem nicht mehr. von Alex_65
  • Anna

    Rang: Gast
    am 21.01.2009 14:28:20
    Hallo,

    ein mir sehr nahe stehender mensch hat seit ca. 30 jahren DM 1 und hatte früher auch das tierische insulin und dann probleme mit dem neuen.

    ich weiß, daß er in letzter zeit 3x eine sehr heftige hypo hatte, nachts, er war nicht allein und bekam glucagon.
    aber was ist, wenn er wieder allein lebt ????????

    ich habe echt angst.

    und du meinst, umstellung wieder auf das tierische hilft?
    ich mache mir echt große sorgen. von Anna