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Umfrage zu Nebenwirkungen von Insulinen
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Sabine
Rang: Gastam 12.09.2004 23:31:41
Hallo Anke,
hochgereinigtes Schweineinsulin unterscheidet sich nur in einer Amminosäure vom menschlichen Insulin. Leider ist tierisches Insulin zugunsten von gentechnisch hergestelltem nahezu vom Markt verschwunden. Für Diabetiker wie ich, die nur mit diesen Insulinen leben können, ist die medizinische Versorgung nicht mehr gesichert. Noch produziert Berlin Chemie und ich kann Insuline von Novo Nordis (Actrapid MC suis und Insulatard MC) oder CP Pharma aus der Schweiz importieren, allerdings mit einer Lieferzeit von 14 Tagen. Da tierische Insuline in deutschen Kliniken nicht mehr vorrätig sind, kann es zu lebensbedrohenden Situationen kommen. Genau das ist mir vor zwei Jahren passiert. Wußtest Du, daß es in Deutschland ca. 30000 diabetische Hunde gibt, für die wegen einer Unverträglichkeit von gentechnisch hergestellten Insulinen uneingeschränkt hochgereinigtes Schweineinsulin produziert wird? von Sabine -
Anke
Rang: Gastam 13.09.2004 15:16:04
Hi Sabine !
Ja, die Bezugsquellen für tierisches Insulin hatte ich auch raus gesucht, als ich mit Daniela in Kontakt stand. Ist wirklcih ärgerlich, dass es so viel Mühe bedarf, um ans "tägliche Insulin" zu kommen.
Kennst du Statistiken, wie häufig Insulinunverträglichkeiten auftreten ? Welche Insuline oft und welche selten betroffen sind ? Untersuchungen darüber, wie zwischen einer Unverträglichkeit auf das Insulinmolekül selber und auf die Inhaltsstoffe unterschieden wird ?
Falls du da Quellen weisst, würde mich das sehr interessieren.
Nein, die Behandlung diabetischer Hunde ist mich nicht vertraut ... ;-)
Viele Grüsse Anke -
Anke
Rang: Gastam 13.09.2004 15:21:54
P.S.: Wie ist das zu verstehen, dass "die medizinische Versorgung mit tierischem Insulin nicht gesichtert ist" und zugleich für Hunde "uneingeschränkt produziert wird" ? Auf welche Quellen beziehst du dich da ?
LG Anke -
Sabine
Rang: Gastam 13.09.2004 18:28:47
Hallo Anke,
die wichtigsten Studien dazu hat hat Professor Teuscher (Bern) gemacht: www.insulin.ch Sie betreffen die Unverträglichkeit gentechnisch hergestellter Insuline (Insulinmolekül) bei 10 % der insulinabhängigen Diabetiker. Im englischsprachigen Raum wird von besonderen Problemen mit Humalog berichtet. Infos unter.
www.iddtinternational.org und www.members.tripod.com/diabetics_world. Berichte über Todesfälle (dead-in-bed-syndrom) kommen auch aus Canada. Aus mir unerklärlichen Gründen wird in Deutschland die Problematik ignoriert und negiert. In Zentraleuropa sind 10000 Diabetiker abhängig von tierischen Insulinen, in Deutschland 1% von 1,4 Mio. insulinpflichtigen Diabetiker, 9% haben teilweise massive Probleme mit gentechnisch hergestellten Insulinen, die von den Behandlern nicht in Zusammenhang gebracht werden. Die seit zwanzig Jahren von den Herstellern geforderten Studien zu Unbedenklichkeit sind bis heute nicht erfolgt. Ignoriert wird die Problematik auch von der DDG, DDU und DDB, die Einfluß nehmen könnten über Publikationen und Informationen an die Diabetologen (DDG). Ich hatte vergangene Woche ein Gespräch mit dem International Insulin Task Force (IDF) Prof. Mbanya. IDF wird die Betroffenen unterstützen durch Verhandlungen mit den Herstellern tierischer Insuline und durch Veröffentlichungen. Derzeit entscheidet die EU Kommission über die Sicherung der Verfügbarkeit tierischer Insuline. Hiltrud Breyer (MEP) hat die Anfrage für mich eingereicht. Eine Petition von mir wurde vom EU Parlament geprüft und genehmigt und zur Bearbeitung ebenfalls an die EU Kommission gegeben. Drück die Daumen!
Das Insulin für den Hund ist Caninsulin (30/70) von der Firma Intervet (ehemals Insulin Hoechst aus der Humanmedizin) von Sabine -
Anke
Rang: Gastam 14.09.2004 14:44:23
Hi Sabine !
Vielen Dank für die Links ! Zwar bin ich momentan noch am Umziehen und werde vor Oktober nich grossartig Zeit für meine sonstigen Interessen haben, habe mir "für danach" aber alles einmal ausgedruckt.
Nachdem die Unveträglichkeit offenbar ein immer wieder anzutreffendes Thema ist, erstaunt mich selber auch, dass sie nicht zum Thema gemacht wird. Den einzelnen Ärzten kann man das gar nicht unbedingt zum Vorwurf machen: ich weiss aus eigener Erfahrung, dass man zu diesem Thema im Rahmen von Fortbidungsveranstaltungen etc. einfach nichts erfährt - und deshalb bei der Diagnosen-Suche natürlich auch nicht dran denkt. Offen bleibt allerdings auch für mich immer noch die Frage: ist das Insulin selbst oder sind die Inhaltsstoffe für die allerg. Reaktion verantwortlich (was einfach viel wahrscheinlicher scheint). Aber da finde ich dann ja sicher Infos zu auf den Seiten, die du mir genannt hast.
Danke und viele Grüsse !
Anke -
sarah
Rang: Gastam 07.06.2007 10:10:39
hi anke
stimmt es dass, das novorapid krebs verursachen kann?? von sarah