Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.
Umfrage zu Nebenwirkungen von Insulinen
-
Daniela
Rang: Gastam 06.08.2004 00:03:18
So, werde jetzt mal einfach eine Umfrage starten.
Der Grund: Es gibt einige Diabetiker, die an argen Nebenwirkungen mit Insulinen leiden, u.A. ich auch.
Kaum ein Arzt nimmt es für voll und man wird sogar noch zum Psychologen geschickt.
Ich würde euch bitten an der Umfrage teilzunehmen um denen zu helfen, die wirklich unter den Humaninsulinen, Analoga leiden.
http://www.white-she-wolf.de/phpBB2/viewtopic.php?t=2
Danke im Voraus und Grüße, Daniela
-
Anke
Rang: Gastam 07.08.2004 13:39:17
Hallo Daniela !
Habe aus Interesse deinen Fragebogen geöffnet und deine Kommentare gelesen. Was du durchzumachen scheinst, klingt wirklich einigermassen bescheiden :-(. Zu deinen Symptomen zwei Bemerkungen: bist du sicher dass ein Teil der Symptome (Übelkeit, Herzjagen, Kopfschmerzen, Verwirrtheitszustände, Lähmungserscheinungen etc.) nicht von einer starken Unterzuckerung her stammen ? Es klingt jedenfalls nicht ganz untypisch. Zumal wenn du sagst, du merkst eine Hypo oft erst unter 30 mg/dl. Ein Teil der anderen Symptome (Ödeme, rote Augen, Erytheme, Hautjucken; Knochenschmerzen, Knötchen etc.) klingt dagegen ziemlich nach einer Allergie/rheumatischen Erkrankung - ob tatsächlich das Insulin daran schuld ist (unwahrscheinlich) könntest du nur feststellen, indem du eine ganze Zeitlang auf ein anderes Insulin umstellst (z.B. Humalog oder Normalinsulin statt NovoRapid). Erst einmal würde ich allerdings dringend auf Suche nach anderen Ursachen für diese allergischen/rheumatischen Symptome gehen. Lass dich am besten von deinem Hausarzt an einen guten Rheumatologen überweisen. Viele Symptome, die du geschildert hast, treten sehr typisch in der Rheumatologie auf, lass´ es doch abklären. Eine Erkrankung aus diesem Formenkreis würde "im akuten Schub" auch BZ-Schwankungen erklären, von denen du schreibst.
Ich wünsche dir eine rasche Ursachenabklärung und dann: gute Besserung !
Viele Grüsse Anke -
Daniela
Rang: Gastam 07.08.2004 15:13:30
Hallo Anke,
es sind keine Unterzuckerungen!
Ohne Insulin geht es mir prächtig, keine Ödeme, keine Lymphdrüsenschwellungen, keine Verwirrung, Taubheit, Lähmungserscheinungen..
Auch die Augen sind ohne Insulin nicht rot, ohne Insulin könnte ich Bäume ausreissen.
Ich habe einen ganzen Kühlschrank voller Insuline:
Humalog, NovoRapid, Insuman Rapid/Infusat, Protaphan, Lantus (habe ich verschenkt), Actrapid.
Alles durchgetestet, ging kurzfristig gut, wurde dann aber wieder schlimm.
Und nun?
Habe gerade eine Einheit zur Korrektur gesetzt, sofort stellten sich Halsschmerzen und Co ein.
Sorry, aber es ist INSULINERmittelt, ob es allergisch ist wird sich rausstellen.
Die Ödeme sind mit Wassertabletten nicht behandelbar, es ist eher was in Richtung Angioödem, wieso will da niemand was von wissen?
Lies Dir doch mal den Waschzettel der Insuline durch, das habe ich auch getan NACHDEM sich das alles eingestellt hat.
Habe mit einigen Pharmaleuten gesprochen, die mir das Ganze bestätigen konnten, oder besser sie schließen es nicht aus.
Wieso streiten Ärzte das ab?
Vielen Dank für die Antwort und Grüße, Daniela -
Anke
Rang: Gastam 07.08.2004 17:22:07
Hallo Daniela !
Irgendetwas in der Medizin abzustreiten wäre tatsächlich kontraproduktiv, denn eigentlich "gibt es nichts, was es nicht gibt". Ich denke aber, dass sich jeder Arzt, zu dem du gehst, erst einmal nach dem richtet, was wahrscheinlich und was unwahrscheinlich ist. Und die Symptome, die du schilderst, sind als Nebenwirkung von Insulin (glücklichwerweise !) sehr unwahrscheinlich. (Auch wenn sie natürlich prinzipiell möglich sind).
Ich find´s also nachvollziehbar, wenn die Dottores diesen Gedanken primär vernachlässigen und nach anderen Ursachen suchen.
Ist denn schon mal eine Allergieabklärung bei dir gelaufen ?
Ist schon mal eine rheumatologische Abklärung gelaufen ?
Sorry, nein, hau mich nicht ... die Symptome klingen einfach ungeheuer typisch für so etwas.
Ob Insulin dabei evt. eine Triggerfunktion haben könnte, weiss ich nicht. Eher unwahrscheinlich.
Aber wie ist das - du trägst doch die Pumpe ? Welches Insulin hast du grade drin ? Wann ist es wieder los gegangen - nach einer Bolusgabe ? Oder nach einem Bolus extra mit einem anderen Insulin aus deinem Vorrat ?
Die Basalrate läuft ja vermutlich permanent - wann tritt denn nichts von den Symptomen auf ?
Viele Grüsse Anke -
Daniela
Rang: Gastam 07.08.2004 20:25:53
Hallo Anke,
es tritt verstäkt nach dem Bolen auf und nichts ist nur wenn ich kein Insulin (kein Basal) habe :-(
Diese Symptome klingen verdächtig nach der generalisierten Form von Insulinunverträglichkeit, ganz einfach.
Auf Medizin Worldwide wirst Du sie unter Allergien wiederfinden, suche im Netz nach Quincke-Ödem und allergischer Arthritis.
Auch bei IgG-vermittelten Allergien sind diese Symptome bekannt.
So wie Du reagieren übrigens viele.
Ach ja, so ist das nun mal.
Unverträglichkeiten von Humaninsulinen sind bekannt und sie äußern sich ganz genau so wie ich es beschrieben habe!
Nur in Deutschland will niemand etwas davon wissen..
Alles Liebe und Gute, Daniela -
Christine
Rang: Gastam 08.08.2004 13:52:49
Hallo!
Darf ich fragen, welche Nebenwirkungen du hast?
Gruß,
Christine -
Anke
Rang: Gastam 08.08.2004 14:14:00
Hallo Daniela !
Vermutlich nervt´s, wenn alle "so reagieren" ...?! Sorry :-). Aber lass dich vom Gefühl "keiner glaubt mir" nicht übermannen. Viele (nicht alle !) chronisch Kranke sehen die Ursachen gleich welcher Leiden fälschlicherweise sehr oft einzig in ihrer chronischen Krankheit. Dottores, die bei ihren Patienten so etwas oft erlebt haben, sind in dieser Hinsicht dann natürlich bei jedem Patienten sehr kritisch. Und hinterfragen. Und hinterlassen dabei leider auch oft den Eindruck, sie würden einen nicht ernst nehmen.
Die Symptome der generellen Insulinunverträglichkeit sind identische mit Symptomen JEDER anderen generellen Unverträglichkeit . Deshalb findest du sie nicht nur u.a. auf der Packungsbeilage von Insulin, sondern sogar auf den Packungsbeilagen der meisten Medikamente. Pharmafirmen zählen lieber "zuviel als zuwenig" mögliche Nebenwirkungen auf, da sie sich nur so von evtl. Schadensersatzansprüchen distanzieren können.
Es macht etwas stutzig, dass du sagst: kein Insulin-keine Symptome ! Denn der Zustand "kein Insulin" sollte in jeder halbwegs guten Einstellung niemals auftreten, da der Stoffwechsel im absoluten Insulinmangel sofort zu übersäuern beginnt, was unbehandelt in der Ketoazidose mündet.
Insulin in Form von Verzögerungsinsulin oder als Basalrate bei Pumpenträgern ist also immer im Blutkreislauf zu erwarten.
Und ist offenbar bei dir nicht immer mit besagten Symptomen behaftet.
Sobald zweifelsfrei fest steht, dass das Insulin der Auslöser deiner Unverträglichkeitsreaktionen ist (?!), bleibt leider nicht viel anderes, als die Insuline systematisch durch zu probieren.
Hier ist die Wahrscheinlichkeit, dass du auf einen Hilfsstoff (Lösungsmittel etc.) im Insulin reagierst, wesentlich grösser als dass der Auslöser das Insulinmolekül selbst ist.
Zur Zeit sind etwa 40 verschiedene Insuline auf dem Markt, die bekanntesten Hersteller sind NovoNordisk, Aventis Pharma, Lilly, Braun Ratiopharm, Berlin-Chemie. Letztere stellt meines Wissens auch noch Schweine-Insuline zur Verfügung.
Am besten mit den Firmen telefonieren, welche Erfahrungen bestehen und vor allem auch die jeweiligen Inhaltsstoffe (!)vergleichen. Und dann mit einem guten Diabetologen ein Schema erarbeiten, welche Insuline du am ehesten vertragen könntest und wie ihr sie am besten ausprobiert.
Ich drücke dir die Daumen !
Viele Grüsse Anke -
Daniela
Rang: Gastam 08.08.2004 16:24:22
Hi Anke,
wenn ich sage "kein Insulin" dann meine ich kein extern zugeführtes Insulin wirklich!
D.h. KEINE Basalrate, kein Essensinsulin - der Witz ist, dass es tatsächlich funktioniert hat!
Mein BZ war nicht höher als 170 mg/dl.
Ich habe aber auch 2 Wochen von fast nichts gelebt..
So, dann wollte ich wieder essen und begann mit einem Basalinsulin, am darauffolgenden Morgen war mein BZ niedriger, den nächsten Tag erhöht. Also Dosis erhöhen, das gleiche Spiel, erst niedriger, dann höher, usw..
Das ging solange bis ich ab mittags zu unterzuckern begann.
Ich legte die Pumpe wieder an.
Dann habe ich so starke Nebenwirkungen gehabt, dass ich das Insulin wieder abgesetzt habe und es war abermals so, dass mein BZ nicht höher als 170 mg/dl lag.
So, wenn ich jetzt die Pumpe dran hab und morgens mit knapp 200 mg/dl aufwache, ohne Insulin mit 170 mg/dl, was soll ich tun?
Ich habe eine Basalrate von mittlerweile 12 Einheiten obwohl ich ohne Insulin dieselben Morgenwerte aufweise.
Sorry, aber ich verstehe es nicht.
Zu den Nebenwirkungen: Es gibt noch mehr Diabetiker mit Insulin, die dieselben Probleme haben.
Zu den Insulinen:
Es ist alles das gleiche, die Zusatzstoffe sind immer dieselben!
Wenn es nicht am Insulin liegt habe ich wohl keine Chance auf Besserung, insofern das Insulin samt Zusatzstoffen die Ursache ist.
Berlin-Chemie verwendet z.B. dassselbe wie Lilly, ich glaube die kaufen untereinander zu. Es bleibt mir als Hoffnung nur, dass der Auslöser tatsächlich das Insulin ist und das wird sich ja demnächst zeigen.
Und dass es unmittelbar mit dem Insulin zu tun hat, das merke ich ja, wenn ich nur Basal laufen lasse geht es mir besser als wenn ich das Essen abdecke.
Nebenbei wirken einige Insuline bei mir kaum noch, mein C-Peptid ist aber noch immer an der untersten Grenze, ich bräuchte theoretisch kein Basal!
Eine allergische Reakton führt manchmal auch zu Insulinresistenz, vielleicht eine Erklärung..
Schönen Sonntag, ist herrliches Wetter, nur a bisserl arg warm :-)
Grüße, Daniela -
Daniela
Rang: Gastam 08.08.2004 18:59:29
Oh, ganz viele ekelhafte Erscheinungen..
Ödeme, Herzschmerzen, Verwirrungszustände, Lähmungserscheinugen am Mundwinkel, Lymphrüsenschwellungen, Schmerzen in den Knocken/Gelenken, Vergesslichkeit, rote Augen und mehr..
Ich krieg das nicht immer so zusammen.
Grüße, Daniela -
Anke
Rang: Gastam 09.08.2004 13:54:31
Hi Daniela !
Typ II-Diabetes ?!
Als ich "Pumpe" hörte, war ich automatisch von Typ I ausgegangen :-).
Kann aber schlecht sein, wenn du mit +/-170 mg/dl eine Woche ohne Insulin auskommst ...
Was spricht in diesem Fall gegen Tabletten ?
Viele Grüsse Anke -
Daniela
Rang: Gastam 09.08.2004 17:59:53
Ich bin Typ I, habe GAD Antikörper. Nur habe ich noch Restproduktion oder meine Pankreas schüttet ab und zu doch mal was aus, solange bin ich noch nicht im Club der süßen Dichter :-D
Kannst ja mal schauen was sich auf meine Umfrage bisher getan hat..
http://www.white-she-wolf.de/phpBB2/viewtopic.php?t=2
Grüße, Daniela
-
DerHerrGandalf
Rang: Gastam 10.08.2004 14:19:17
Hm. Habe schonmal davon gehört. Die Antwort, die ich im Hinterkopf auf dein Problem habe, ist tierisches oder menschliches Insulin. Wenn el dottore nicht Freiwillig darauf zurückgreift, stelle dich stur. Oder gehe zum nächstem Dottore. von DerHerrGandalf -
Daniela
Rang: Gastam 10.08.2004 20:07:18
Mein Dottore hats bestellt, es dauert nur etwas bis es ankommt.
Mir geht es aber um viel mehr, ich hatte vorher Diabetologen, die nicht im Traum daran gedacht haben mal was an diesem Zustand zu ändern.
Außerdem geht es anderen ähnlich, sie werden nicht für voll genommen und leiden mit dem Insulin heimlich vor sich hin, sind vielleicht nicht mehr arbeits- und lebensfähig!
Deutsche Ärzte wollen das nicht sehen, es kommen nur Kommentare wie "das ist aber extrem selten"..
Ist es das wirklich, oder wollen sie das nur?
Daher stelle ich die Frage in allen möglichen Foren und hoffe so einen Einblick darüber zu erhalten wieviele internetnutzende Diabetiker Nebenwirkungen und welche verspüren, wieviele nicht.
Deswegen richtet sich die Umfrage an alle, eine Statistik ist nur soviel wert wie die Gruppe, die an der Umfrage teilnimmt!
Du scheinst keine Probleme mit dem Insulin zu haben, schreibe es doch bitte einfach hier oder direkt unter die Umfrage,
http://www.white-she-wolf.de/phpBB2/viewtopic.php?t=2
damit auch Diabetiker ohne Sorgen mit Insulin an der Umfrage beteiligt sind :-)
Alles Liebe und Grüße, Daniela -
Daniela
Rang: Gastam 11.08.2004 02:00:00
Es kommt auch Österreich oder der Schweiz. Noch stellt Berlin-Chemie welches her, wird aber nicht mehr lange so gehen.. Ich verwende momentan noch Humaninsuline und Analoginsuline. Ja, leider melden sich nicht alle dafür.. Aber trotzdem, je mehr Stimmen sich erheben desto mehr wird man erreichen! Grüße, Daniela -
DerHerrGandalf
Rang: Gastam 11.08.2004 13:11:38
Typ 2 oral. Lese aber alles mögliche, was mit DM zusammenhängt. Kommt wohl früher oder später auch auf mich zu.
Was deine *Statistik* betrifft, habe ich meine systematischen Zweifel. Es werden sich vermehrt die Melden, die auch dein Problem haben.
Von wo bekommst du dein Insulin? Habe dunkel in Erinnerung, das die Herstellung innerhalb Europas wegen nachlassender Nachfrage zurückgefahren wird. Weist du da mehr? von DerHerrGandalf -
Daniela
Rang: Gastam 11.08.2004 15:28:04
Beitrag ist verschwunden :-(
Was habe ich denn böses getan? von Daniela -
Anke
Rang: Gastam 12.08.2004 00:55:11
Hi Daniela,
die Resonanz auf deinen Fragebogen ist wirklich beeindruckend ! Obwohl die geschilderten Nebenwirkungen teilweise deckend mit "normalen" Unterzucker-Symptomen sind, haben sich für die kurze Zeit erstaunlich viele DiabetikerInnen gemeldet, die Ähnliches erleben wie du. Ebenso erstaunt mich, von derartigen NW nicht in Studien etc. gehört zu haben, hier scheint wirklich Aufklärungsbedarf gegeben.
Leider bin ich nun mit Weisheit und Ratschlägen am Ende. Ein Versuch wäre noch, mit kleinen Dosen (da schwebt mir die kontinuierliche Pumpentherapie vor) einzuschleichen, was allerdings bedeuten würde: über den Tag verteilt viele kleine Mahlzeiten mit vielen kleinen Boli neben der Basalrate, so dass es nicht zu einer Gabe von mehreren Einheiten auf einmal kommt. Die Rote Liste beschreibt einige der von dir/euch genannten Symptome (z.B. die Ödeme) als vorübergehend, so dass ich mir vorstellen könnte, dass sie evtl. eine dosisabhängige Ausprägung haben. Ein weiterer Versuch wäre, zeitgleich mit einer Insulingabe ein antiallergisches Mittel zu geben, ob es hierzu bereits Untersuchungen gibt, weiss ich leider nicht. Nicht im Alleingang ausprobieren, sondern auch wieder in Zusammenarbeit mit einem Doktor... Wenn du bei der Gelegenheit ein paar Beiträge aus deiner Umfrage mitnimmst, leistet das sicherlich einen Teil Überzeugungsarbeit :-)
Viele Grüsse Anke
-
DerHerrGandalf
Rang: Gastam 12.08.2004 14:02:55
Gut zu wissen wg AU und CH. So muss (noch) niemand mit 'nem Pilotenkoffer gegen Süden ;-). Ist nur ärgerlich, dass man den Generalverdacht Hypo etc in jedem einzelfall begegnen muss
Gruß und Kuss von DerHerrGandalf -
Daniela
Rang: Gastam 13.08.2004 19:10:18
Hallo Anke,
ich habe ja eine Pumpe..
Das Problem ist ganz einfach, es besteht der Verdacht, dass ich eine Typ III-Allergie habe, das ist eine IgG-vermittelte Reaktion, die eben genau dann auftritt wenn persistierende Allergene im Körper sind, persitierend = bleibend, beständig.
Die Pumpe ist da also das Falsche.
In der Schweiz ist das sehr gut bekannt und in Deutschland eigentlich auch, habe vorgestern mit einem Immunologen gesprochen, der davon sehr wohl weiß, nur die Diabetologen wollen es nicht wissen.
Am Dienstag hatte ich eine extreme Reaktion auf eine Korrektur - ohne Unterzuckerung! BZ lag bei 140 mg/dl!
Im KH gab man mir Antihistamin und ein Glukokortikoid. Am Mittwoch setzte ich mein Insulin ab, ich legte die Pumpe ab und spritze nun nur noch Korrektur oder zum Essen (wenig kohlenhydratreiches Essen).
Würde der Arzt mir nicht geglaubt haben, könnte er es nicht verantworten mir Kortison zu spritzen, denn das bringt den BZ echt hoch.
Sabine hat mir sehr viele Infos geschickt, die werde ich auf Diabeti-Kuss.de veröffentlichen, dann gibts auch gesammelt Informationen dazu!
Du bist echt ne Liebe, Danke und Grüße, Daniela
P.S.: Meine Werte sind OHNE BASALINSULIN GENAUSO GUT WIE MIT!!! -
Daniela
Rang: Gastam 13.08.2004 19:17:34
Hi Gandalf,
keine Hypos!
Hatte am Dienstag eine extreme Reaktion, sodass ich auf die 1. Hilfe "ging", hatte vorher gemessen, 144 mg/dl, eine halbe korrigiert, während der Reaktion gemessen 140 mg/dl!
Wo ist da eine Unterzuckerung?
Grüße Dich auch :-) von Daniela -
Anke
Rang: Gastam 14.08.2004 22:32:40
Hi Daniela !
Ich sehe, dass du dich inzwischen zur Fachfrau für Typ-III allergische Reaktionen profilierst ... während meine Tips nun wirklich aufgebraucht sind :-((( Sobald ich noch eine schlaue Idee haben sollte (bzw. von jemandem kriegen sollte!), werd´ ich mich natürlich bei dir melden. Ich hoffe, dass du bei den Experten, die du im In-und Ausland zu kennen scheinst, eine erfolgreiche Therapie empfohlen bekommst !!! Ich drücke dir fest die Daumen !!! Bis dahin bleibt nicht viel, als auf antiallergische Medikation zurück zu greifen, wobei Cortikosteroide mit ihrer BZ-erhöhenden Wirkung wirklich keine gute Lösung für DiabetikerInnen sind.
Nein nein, ich bin längstens überzeugt, dass es sich bei dir nicht um gelegentliche Unterzucker-Reaktionen handelt, da brauchst du, wie in der letzten Mail, wirklich keine weiter Überzeugungsarbeit mehr zu leisten. Mein Kommentar zu Hypo-typischer Symptomschilderung hat sich auf einen Beitrag in deinem Forum bezogen :-).
Bis auf weiteres viele Grüsse und alles Gute !
Anke -
Daniela
Rang: Gastam 15.08.2004 00:10:12
Hallo Anke,
tja, Antihistamin bringt bei einer IgG-vermittelten Reaktion wohl nicht viel, wenn überhaupt, bei Glukokortikoiden weiß ichs nicht, sollten aber was bringen, sind ja entzündungshemmend.
Schaun mer mal was passiert...
Was mich verwundert ist, dass soviele ähnliche Symptome haben, damit habe ich echt nicht gerechnet!
Ich dachte da kommen Ödeme, Gewichtszunahme, Hypos..
Wenn Analoga sowas hervorrufen können wieso sind sie dann so verbreitet im Einsatz?
Das kann lebensbedrohliche Folgen haben, hast Du eine Vorstellung wie man sich im Straßenverkehr daneben benehmen kann wenn man urplötzlich an Verwirrungszuständen und Wahrnehmungsstörungen leidet?
Oder was geschieht wenn man urplötzlich so starke Herzbeschwerden bekommt und echt einfach umkippt, am Steuer, auf der Straße, auf Arbeit an der Maschine, whereever..
Und wieso ist das in Deutschland kein Thema, aber in der Schweiz so bekannt?
Wieso werden Mediziner, die diese Thematik ansprechen mundtot gemacht?
Wer hat ein Interesse daran, dass das weiterhin verschwiegen bleibt?
Vor allem aber, das ist die Härte, wieso werde ich wegen Hypoglykämie krank geschrieben obwohl im Bericht des Krankenhauses eindeutig als Diagnose "untypische allergische Reaktion" steht, weiter unten steht dann noch original die Behandlung auf anaphylaktischen Schock..
Also so wie ich das sehe und wenn sich noch mehr melden, ist das ein Fall für die Staatsanwaltschaft!
An die Presse geht es ja bereits. Es gibt zahlreiche Berichte über genau diese Nebenwirkungen von Human-, Analoginsulin!
Bitte glaube jetzt nicht, dass ich an Paranoia leide, was ich an Berichten darüber in den letzten Tagen gelesen habe, ich kann einfach nicht glauben, dass die Deutschen Diabetologen das abstreiten, ganz einfach, dafür muss es einen Grund haben. JeDer Diabetologe ist letztendlich Mediziner und hat demnach auch eine medizinische Grundausbildung genossen, jetzt kann man darüber spekulieren ob die medizinische Ausbildung Schrott ist oder ob Strategie dahinter steht, nimms einfach mal so hin..
Alles Liebe und Gute, Daniela -
Anke
Rang: Gastam 17.08.2004 00:03:34
Hi Daniela !
Schick mir doch deine eMail an die o.g. Adresse, dann antworte ich dir gern noch mal direkt :-)
Viele Grüsse Anke -
Sabine
Rang: Gastam 12.09.2004 17:30:15
Hallo Anke,
was bei Deinen Vorschlägen fehlt, ist der Vorschlag eine Umstellung auf tierisches Insulin. Die Nebenwirkungen sprechen für eine Unverträglichkeit gentechnisch hergestellter Insuline, die unter der Behandling mit tierischem Insulin in der Regel verschwinden. Ich habe selbst eine seit 15 Jahren bekannte Unverträglichkeit gentechnischer Insuline. Auf eine vor zwei Jahren gegebene Infusion mit Humaninsulin reagierte ich mit akutem Nierenversagen, Hirnschwellung und Atemstillstand. Die Symptome verschwanden nach Umstellung auf Schweineinsulin! von Sabine -
Anke
Rang: Gastam 12.09.2004 22:49:44
Hi Sabine !
Wurde nun im Hinterkopf abgespeichert, danke für den Hinweis !
Ehrlich gesagt bin ich sehr erstaunt, dass ausgerechnet auf tierisches Insulin (das ein Fremdeiweiss darstellt) keine allergische Reaktion erfolgt. Aber Daniela hatte mir bereits gleichlautendes gemailt und getreu dem Motto: "man lernt nie aus !" hab ich´s zur Kenntnis genommen ...
Viele Grüsse Anke -
Sabine
Rang: Gastam 12.09.2004 23:31:41
Hallo Anke,
hochgereinigtes Schweineinsulin unterscheidet sich nur in einer Amminosäure vom menschlichen Insulin. Leider ist tierisches Insulin zugunsten von gentechnisch hergestelltem nahezu vom Markt verschwunden. Für Diabetiker wie ich, die nur mit diesen Insulinen leben können, ist die medizinische Versorgung nicht mehr gesichert. Noch produziert Berlin Chemie und ich kann Insuline von Novo Nordis (Actrapid MC suis und Insulatard MC) oder CP Pharma aus der Schweiz importieren, allerdings mit einer Lieferzeit von 14 Tagen. Da tierische Insuline in deutschen Kliniken nicht mehr vorrätig sind, kann es zu lebensbedrohenden Situationen kommen. Genau das ist mir vor zwei Jahren passiert. Wußtest Du, daß es in Deutschland ca. 30000 diabetische Hunde gibt, für die wegen einer Unverträglichkeit von gentechnisch hergestellten Insulinen uneingeschränkt hochgereinigtes Schweineinsulin produziert wird? von Sabine -
Anke
Rang: Gastam 13.09.2004 15:16:04
Hi Sabine !
Ja, die Bezugsquellen für tierisches Insulin hatte ich auch raus gesucht, als ich mit Daniela in Kontakt stand. Ist wirklcih ärgerlich, dass es so viel Mühe bedarf, um ans "tägliche Insulin" zu kommen.
Kennst du Statistiken, wie häufig Insulinunverträglichkeiten auftreten ? Welche Insuline oft und welche selten betroffen sind ? Untersuchungen darüber, wie zwischen einer Unverträglichkeit auf das Insulinmolekül selber und auf die Inhaltsstoffe unterschieden wird ?
Falls du da Quellen weisst, würde mich das sehr interessieren.
Nein, die Behandlung diabetischer Hunde ist mich nicht vertraut ... ;-)
Viele Grüsse Anke -
Anke
Rang: Gastam 13.09.2004 15:21:54
P.S.: Wie ist das zu verstehen, dass "die medizinische Versorgung mit tierischem Insulin nicht gesichtert ist" und zugleich für Hunde "uneingeschränkt produziert wird" ? Auf welche Quellen beziehst du dich da ?
LG Anke -
Sabine
Rang: Gastam 13.09.2004 18:28:47
Hallo Anke,
die wichtigsten Studien dazu hat hat Professor Teuscher (Bern) gemacht: www.insulin.ch Sie betreffen die Unverträglichkeit gentechnisch hergestellter Insuline (Insulinmolekül) bei 10 % der insulinabhängigen Diabetiker. Im englischsprachigen Raum wird von besonderen Problemen mit Humalog berichtet. Infos unter.
www.iddtinternational.org und www.members.tripod.com/diabetics_world. Berichte über Todesfälle (dead-in-bed-syndrom) kommen auch aus Canada. Aus mir unerklärlichen Gründen wird in Deutschland die Problematik ignoriert und negiert. In Zentraleuropa sind 10000 Diabetiker abhängig von tierischen Insulinen, in Deutschland 1% von 1,4 Mio. insulinpflichtigen Diabetiker, 9% haben teilweise massive Probleme mit gentechnisch hergestellten Insulinen, die von den Behandlern nicht in Zusammenhang gebracht werden. Die seit zwanzig Jahren von den Herstellern geforderten Studien zu Unbedenklichkeit sind bis heute nicht erfolgt. Ignoriert wird die Problematik auch von der DDG, DDU und DDB, die Einfluß nehmen könnten über Publikationen und Informationen an die Diabetologen (DDG). Ich hatte vergangene Woche ein Gespräch mit dem International Insulin Task Force (IDF) Prof. Mbanya. IDF wird die Betroffenen unterstützen durch Verhandlungen mit den Herstellern tierischer Insuline und durch Veröffentlichungen. Derzeit entscheidet die EU Kommission über die Sicherung der Verfügbarkeit tierischer Insuline. Hiltrud Breyer (MEP) hat die Anfrage für mich eingereicht. Eine Petition von mir wurde vom EU Parlament geprüft und genehmigt und zur Bearbeitung ebenfalls an die EU Kommission gegeben. Drück die Daumen!
Das Insulin für den Hund ist Caninsulin (30/70) von der Firma Intervet (ehemals Insulin Hoechst aus der Humanmedizin) von Sabine -
Anke
Rang: Gastam 14.09.2004 14:44:23
Hi Sabine !
Vielen Dank für die Links ! Zwar bin ich momentan noch am Umziehen und werde vor Oktober nich grossartig Zeit für meine sonstigen Interessen haben, habe mir "für danach" aber alles einmal ausgedruckt.
Nachdem die Unveträglichkeit offenbar ein immer wieder anzutreffendes Thema ist, erstaunt mich selber auch, dass sie nicht zum Thema gemacht wird. Den einzelnen Ärzten kann man das gar nicht unbedingt zum Vorwurf machen: ich weiss aus eigener Erfahrung, dass man zu diesem Thema im Rahmen von Fortbidungsveranstaltungen etc. einfach nichts erfährt - und deshalb bei der Diagnosen-Suche natürlich auch nicht dran denkt. Offen bleibt allerdings auch für mich immer noch die Frage: ist das Insulin selbst oder sind die Inhaltsstoffe für die allerg. Reaktion verantwortlich (was einfach viel wahrscheinlicher scheint). Aber da finde ich dann ja sicher Infos zu auf den Seiten, die du mir genannt hast.
Danke und viele Grüsse !
Anke -
sarah
Rang: Gastam 07.06.2007 10:10:39
hi anke
stimmt es dass, das novorapid krebs verursachen kann?? von sarah