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Diabetes und Panikattacken

  • Kerstin

    Rang: Gast
    am 22.04.2004 02:00:00
    Hey Typ 1 DiabetikerInnen!

    Gibt es unter euch Diabetiker die, so wie ich, mit zeitweise auftreteneden Panikattacken zu kämpfen haben, bzw. eine Angststörung haben.

    Die Schwierigkeit die ich damit habe ist, dass die aufkommenden Sympthome bei einer Panik fast identisch mit einer Unterzuckerung sind (Herzrasen, Schweißausbrüche, Schwindel, Desorientierung u.a.). Dadaurch habe ich ein großes Stück meiner Sicherheit bei der Erkennung einer Unterzuckerung eingebüßt. Deshalb teste ich meinen Blutzucker wesentlich häufiger als vorher - und wohl normal. Zehn mal am Tag ist nichts Ungewöhnliches für mich.

    Meine frührere Sicherheit im Umgang mit meinem Zucker ist nicht mehr da.
    Die Paniktacken habe ich zwar nicht mehr so häufig, aber meine Unischerheit ist geblieben, weil ich nie genau weiß ob es eine Unterzuckerung oder wieder ein Angstgefühl ist, was ich fühle.
    Hat jemand von euch Erfahrung damit? Würde mich darüber gerne mit anderen Diabetikern austauschen.

    Freue mich über Nachricht!

    Kerstin
  • Elsbeth

    Rang: Gast
    am 23.04.2004 09:55:45
    Hallo Kerstin,

    ich bin Typ 2 und leide auch nicht an Panikattacken.
    Ich kenne aber Leute, die - auch ohne Diabetes -
    darunter leiden. Eine Psychotherapie ist unverzichtbar.
    Es gibt übrigens auch Psychotherapeuten, die sich auf
    Diabetiker spezialisiert haben:

    http://www.diabetes-psychologie.de/ptplz.htm
    von Elsbeth
  • Claudia

    Rang: Gast
    am 23.04.2004 11:04:46
    Hallo, ich bin auch Diabetikerin (Typ2) und habe eine Angststörung, Panikattacken. und eine Deppression. Meine Störung wird mit Antidepressiva behandelt und Psychotherapie. Ich habe ein Riesenbündel an Problemen: AD`s sorgen für Gewichtszunahme etc. Ich habe im Moment weniger das Problem mit Hypos, weil meine Werte viel zu hoch sind, ich bekomme sie nicht in Griff. Es ist wirklich schwierig, aber zu schaffen. Ich habe in den vergangenen Jahren immer wieder geschafft, das Ruder rum zu reisen und werde es auch diesmal!!!!
    Es gab auch immer einen Unterschied zwischen Panikattacken und Hypos: Bei Hypos ist die Angst nicht da, nur die Symptome: Zittern, Übelkeit, Schwitzen etc. Bei Panikattacken steht die Angst und Panik im Vordergrund. Ganz wichtig: Kaffee etc meiden, Koffein hat das Ganze immer verschlimmert.

    Und Psychotherapie wäre gut. Es gibt viele Selbshilfebücher zum Thema Panikattacken, damit man das Ganze verstehen lernt, das nimmt auch schon viel Angst und Druck.
    Ich weiß wie schwer das ist - es gibt auch zwei Bücher: Psychodiabetologie und Diabetes ist meine Sache, die die psychische Seite des Diabetes ansprechen.
    Hast Du denn Panikattacken WEGEN des Diabetes oder unabhängig davon?
    Ich wünsche Dir alles Gute!
    Liebe Grüße!
  • Markus

    Rang: Gast
    am 23.04.2004 11:56:26
    Ich hatte nach einer schweren Hypo (ca. 1 Jahr her) auch große Probleme Hypos sicher zu erkennen. Selbst bei Werten von 250 hatte ich aus Angst/Panik, vor einer erneuten schweren Hypo, die gleichen Symptome wie bei einer Hypo.
    Ich habe auch sehr häufig gemessen es waren so ca. 400 Teststreifen im Monat.
    Mein Arzt hatte mir dann ein Hypoglykämiewahrnehmungstrainig empfohlen.
    Hier lernt man dann den BZ anhand von Symptomen ect. abzuschätzen.
    Ein solches Training wird z.B. in Bad Oeyenhausen im Herz- & Diabeteszentrum angeboten.
    Mir persönlich hat es sehr viel gebracht und ich erkenne wieder wesentlich früher und sicherer eine Hypo. Vorher habe ich in der Regel eine Hypo erst bei ca. 50 mg/dl gemerkt, jetzt merke ich sie meistens schon ab 70 mg/dl (zeitweise schon bei 80 mg/dl).
    Ich kann Dir so ein Training nur empfehlen. von Markus
  • Horst

    Rang: Gast
    am 25.04.2004 11:34:23
    Geht mir genauso. Was sagt dein Arzt dazu? Meiner meinte, dass das nicht geht wegen der vielen Teststreifen.

    Gruß
    Horst
  • Daniela

    Rang: Gast
    am 26.04.2004 00:19:19
    Hallo Kerstin,

    das ging und geht mir (auch heute zum Teil noch) so. Dagegen kannst Du eigentlich nicht so besonders viel machen.
    Der Grund ist wohl psychisch zu suchen, Angst umzukippen. Das tritt besonders in Situationen auf, in denen man eben nicht zum Messen kommt und weder essen noch korrigieren kann.

    Die Zeit wirds richten, aber zur Beschleunigung kannst Du versuchen so etwas wie Autogenes Training zu machen, das sollte stärken..

    Viele Grüße, Daniela