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Günstige BZ-Teststreifen
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Dr. Raimund Meyer
Rang: Gastam 05.10.2009 15:28:40
Hallo,
ich bin seit Mai Diabetiker und muß taeglich 4x spritzen. Ergo messe ich 4-5 mal täglich meinen BZ.
Die typischerweise in den Apotheken zu bekommenden Teststreifen kosten bis zu 70 Cent. In Internet-Apotheken sinkt dieser Preis auf circa 50 Cent/Streifen.
Von einem Anbieter in D. (keine Apotheke) bekommt man nun Teststreifen eines amerikanischen Herstellers (Streifen sind anscheinend in USA und EU zugelassen) für circa 17-20 Cent. Vergleichsversuche von mir zeigten keinerlei Messabweichungen zwischen den verschiedenen Systemen..
Fragen nun: 1) Warum vertreibt keine (Internet-) Apotheke derart günstigen Teststreifen. Oder würden die bisher billigen Teststreifen dann auch wieder 50-70 Cent kosten, falls eine Apotheke zwischengeschaltet wird?
2) Meine Privatversicherung verlangt von mir, daß ich die Teststreifen aber über eine Apotheke beziehe. Warum? Anscheinend haben auch die Versicherungen wenig Interesse am Sparen.
Wenn man sich das so anschaut, dann versteht man langsam wo das Geld im Gesungheitswesen versickert. Weder die Ärtze noch die Apotheker (was ich ja noch bedingt verstehe) haben wenig Interesse am Sparen, aber anscheinend auch nicht die Versicherungen. Und wie schauts mit den Patienten aus? Bin ich der Einzige den dieser bestens funktionierende Lobbyismus nervt oder gibt es noch Andere die ähnlich denken. Um Anregungen und günstige Bezugsquellen wäre ich dankbar.
Grüße Raimund -
peter
Rang: Gastam 05.10.2009 20:21:43
wie das mit privaten ist wei´ich nicht, aber die gkk bezahlen generell 28,5e für 50, nur die aok nur 28e.
völlig egal was der hersteller oder händler oder zwischenhändler, will.
INSULINER bekommen die streifen verordnet, und zuzahlungsfrei.
man kann sein rezept in der apo , in der internetapo,
oder beim diabetesversender einlösen.
der vorteil der versender liegt einfach an den möglichkeiten die apos nicht bieten.
du bekommst immer etwas dazu(tw recht nützliches)
immer das gerät das du möchtest(sofern lieferbar)
und die besorgen infomaterial das man sich wünscht.
bei den mittleren mit persönlichem kontakt bekommt man auch streifen , kanülen, lanzetten auf anruf und schickt das rezept nach..................................usw.
wenn jetzt einer die streifen für 10e anbietet nutzt mir das garnichts, denn die kasse bezahlt den regelsatz.
zudem nutze ich die streifen für das gerät, das mir zusagt.
von peter -
Jürgen
Rang: Gastam 05.10.2009 20:58:05
Moin Raimund,
gut funktionierende und etwa um die Hälfte billigere Teststreifen haben mich auch schon mal umgetrieben. Damaliges Fazit von zusammen bestimmt 2 Tagen am Stück telefonieren bis in die Höhen von diversen Krankenkassen und ins Gesundheitsministerium: Bezahlt werden die Streifen, die der Dok aufschreibt (wie ja Peter auch schon geschrieben hat - ist inzwischen leicht modifiziert), und nirgendwo ist eine Stelle auszumachen, die ein konkretes Interesse an günstigeren Preisen hätte und die in unserem System nutzen könnte. Deswegen sind alle Ansätze, die ich bisher dazu gesehen hab, nach spätestens einem halben Jahr wieder eingeschlafen.
Natürlich ist die Situation voll verrückt. Denn auf der anderen Seite wird uns Usern auf allen Ebenen und dann auch noch von so tollen Meinungsmachern wie Fakt & Co. vorgehalten, dass wir zu teuer wären. Aber echt recherchieren tun die da auch nicht :-(
Bisdann, Jürgen -
Raimund
Rang: Gastam 05.10.2009 23:11:39
Hallo Jürgen, Hallo Peter
nun es ist ja schon mal ermutigend, zu sehen, daß man nicht der erste ist, der sich mit derartigen Fragen beschäftigt. Und daß dies ein Kampf gegen Windmühlen ist, glaube ich gerne. Lassen wir mal die GKK außen vor. Daß es dort noch komplizierter und undurchschaubarer ist, ist mir irgenwie klar.
Trotzdem werde ich nicht so leicht aufgeben. Neben dem finanziellen Aspekt geht's hier auch um's Prinzip.
Ich werde mir demnächst von einem befreundeten Arzt mal die billigen Teststreifen verschreiben lassen und damit in die Apotheke gehen. Mal schauen was passiert. Vermutlich werden Sie sich weigern die mir zu besorgen (geht nicht, Basta) oder der Preis schnellt von 10E auf 30E hoch (wäre ja auch interessant zu beobachten). Wenn das nichts fruchtet werde ich mal mit dem D-Importeur telefonieren.
Das mit den Teststreifen ist ja nur ein kleines Beispiel der Geldverschwendung im Gesundheitssystem. Es ist schon erschütternd zu sehen wie dieses System funktioniert und keiner der Beteiligten will's gewesen sein.
Gruesse Raimund -
Jürgen
Rang: Gastam 06.10.2009 01:36:26
Moin Raimund,
einmal hab ich einen Apotheker aus so ner ganzen Kreisgruppe überredet gekriegt, in einen Posten von so einer sehr günstige Alternative zu investieren. Der Apotheker selber hat 10 Geräte an seltene Selbstzahler verkauft.
Die Erwartung auf mehr hat etwa ein halbes Jahr gehalten. Dann war der Vertrieb blank, weil trotz guter Vertriebsleute und trotz gewaltigen Preisvorteils in unserem System praktisch KEIN nennenswerter Abnehmer akquiriert werden konnte.
NEIN, ich würde heute keinem Apotheker mehr vorschlagen, sich mit solchen Alternativen zu befassen, denn diesen Markt kann niemand von unten aufrollen.
Bisdann, Jürgen -
Rainer
Rang: Gastam 06.10.2009 11:39:14
Hallo Raimund,
maile mir mal bitte die Quelle für die günstigen Teststreifen. Ich selbst brauche zwar nicht mehr oft zu testen, aber ich würde sie gerne ausprobieren und weiterempfehlen wenn sie was taugen.
Besten Dank, Rainer -
Irgendwer
Rang: Gastam 07.10.2009 01:56:22
Warum nennt denn niemand den Hersteller, das Gerät und die Händler beim Namen? -
Jürgen
Rang: Gastam 07.10.2009 11:14:04
Weil das dem Forenbetreiber als unlautere Werbung angelastet werden könnte. Es gibt Foren, in denen aus miesen Erfahrungen in der Vergangenheit auch Medinamen tabu sind und nur Wirkstoffe genannt werden dürfen. von Jürgen -
Rainer
Rang: Gastam 07.10.2009 11:53:17
Hallo,
Raimund hat mir netterweise die Quelle gemailt. Das Gerät und die Preise sehen wirklich recht gut aus, ich werde es probieren.
Wer mehr wissen will, der kann bei mir gerne per eMail nachfragen. von Rainer -
Streifen
Rang: Gastam 08.10.2009 11:22:59
Lese ich da zwischen den Zeilen des Erstposters schon wieder polemisierendes Gemecker aufs das Gesundheitssystem?
Gegenfrage: Bist du beim Hausarzt oder beim Diabetologen?
Wenn der Arzt die Notwendigkeit als gegeben sieht, dass Teststreifen verordnet werden, werden die auch verordnet.
Alles Andere ist blabla. Ich hoffe, du gehörtst nicht zu den Diabetikern, die beim hausarzt bleiben, nur, weil sie zu faul sind, 15 km zu einem Diabetologen zu fahren, das gibt es nämlich auch...
Gute Besserung
von Streifen -
Raimund
Rang: Gastam 09.10.2009 15:05:07
Hallo Streifen,
ich weiss nicht was bei meiner Frage da polemisierend ist oder war.
Natürlich bekomme ich die Teststreifen bezahlt und ich bin (noch) beim Diabetologen (ich weiss allerdings nicht was das mit dem eigentlichem Problem zu tun hat).
Was ist mein Problem: Ich bin Privatpatient und habe somit das "Vergnügen" (positiv gemeint) die Kosten von Insulin und Teststreifen direkt zu sehen. Wohlgemerkt auch wenn mir das von meiner PKK bezahlt wird, regen mich die Preisunterschiede auf. Beim eigenen Geld zu sparen ist keine Kunst, mit dem Geld Anderer aber sehr wohl.
Ich stelle also fest dass es Teststreifen für 10 Euro (pro 50 Stück) gibt, die in der Apotheke käuflichen jedoch alle zwischen 28 und 35 Euro kosten (auch wieder auf die 50 Stück bezogen). Mir würden die für 10 Euro (keinen Unterschied zu den Teuren festgestellt) reichen. Meine Versicherung besteht aber darauf, dass ich die Teststreifen mindestens von einer Internetapotheke beziehen soll. Jetzt frage ich: Warum gibt es diese billigen Teststreifen (grosser amerikanischer Hersteller, Teststreifen sind in den USA zugelassen) nicht bei uns in der Apotheke? Warum hat eine Versicherung kein Interesse daran zu sparen (wenn es der Patient ausdrücklich will)?. Natürlich habe ich da so meine Vermutungen (ist das jetzt schon polemisch?). Ich stelle jedoch fest, dass das System anscheinend derart konstruiert ist, dass keiner, aber auch keiner ein Interesse daran hat zu sparen (und da schliesse ich auch viele Patienten mit ein). Darüber sollte der eine oder andere mal nachdenken (die nächste Erhöhung der Beiträge steht ja anscheinend demnächst wieder an). Mit dem besser machen sollte man immer bei sich selbst anfangen. Wohlgemerkt, es geht hier nicht um Medizin, es geht um einfache Teststreifen. Un wenn jemand die für circa 20 Cent gewinnbringend herstellen und vertreiben kann, dann frage ich mich schon wo die anderen 55 Cent (Apotheke = 75 Cent) da so bleiben? Aber anscheinend bin ich neben Rainer und Jürgen einer der wenigen der sich da so seine Gedanken macht.
In diesem Sinne
Raimund -
Markus nerger
Rang: Gastam 12.10.2009 18:38:55
Also ich zahle für 4 mal 50 Streifen für das Gerät 3,90 ¤ zu.... Es ist ein USB Stick der Firme *ayer. von Markus nerger -
peter
Rang: Gastam 12.10.2009 19:12:38
auch seltsam, denn streifen(verordnete) sind absolut zuzahlungsfrei. von peter -
peter nachtr.
Rang: Gastam 12.10.2009 19:17:26
zum davor poster, du siehst als pkv-er einige dinge schief,
was du zb bei der apo bezahlst(und von der pkv ersetzt bek) zahlen die gkk nicht.
auch deine arztrechnug liegt in wesentlich anderen dimensionen, als das honorar für uns.
daher vergleichst und wertest du sachen die nicht verglichen werden können. von peter nachtr. -
Raimund Meyer
Rang: Gastam 21.10.2009 15:51:31
Hallo Zusammen,
nun ich kann mit meiner PKV erste Erfolge vermelden. Sie bezahlen mir die billigen Teststreifen aus dem Internet, obwohl diese nicht aus einer (Internet-)Apotheke kommen. Sie haben wahrscheinlich selbst gerechnet und festgestellt, dass sie dadurch circa 700 Euro pro Jahr sparen.
Was habe ich nun davon: Als Privatpatient hat man in der Regel einen (prozentualen oder wie bei mir) einen gedeckelten Selbstbehalt. Dadurch werden aber auch die monatlichen Beiträge billiger. Wenn ich diesen Selbstbehalt nun nicht überschreite, dann bekomme ich eine Beitragserstattung und fahre damit also auch etwas günstiger.
Um es nochmals klarzustellen: natürlich bezahlt meine Versicherung jeden noch so teuren Teststreifen vollständig. Ich sehe aber nicht ein, warum ich (oder besser meine Versicherung) dafür in der Apotheke 35 Euro (pro 50 Stück) bezahlen muss, wenn es für 10 Euro auch geht. Wie gesagt das ist der Ladenpreis, den alle Versicherungen dafür berappen müssen (abzgl. eventueller Rabatte)
Zudem habe ich das gute Gefühl den Pharmariesen eines ausgewischt zu haben. Ich weiss nicht wer von Euch den Film "Heilung unerwünscht" über Neurodermitis gesehen hat. Hochinteressant und sehr lehrreich. Die alles entscheidene Frage jedoch, warum ein Medikament das anscheinend so erfolgreich ist (oder wäre) und die Patienten händeringend danach lechzen, nicht auf alternativen Wegen (an den Pharmariesen vorbei) produziert und vertrieben werden kann, wurde nicht gestellt. Im Internetzeitalter sollte heutzutage doch einiges möglich sein. Wie bei den Banken darf man sich auch als Patient heute nicht mehr auf Politik, Ärtze und Pharmaindustrie verlassen, dazu ist es viel zu sehr kommerzialisiert Man muss selbst handeln, soweit das als Laie in der Medizin möglich und sinnvoll ist.
Bei den Gesetzlichen KV ist die Situation anscheinend etwas anders. Mittlerweile ist hier jeglicher Wettbewerb ausgeschalten. Die Kosten werden einfach umgelegt. Würde ich mit denen bzgl. Teststreifen kommunizieren, dann hieße das nur Arbeit für die Sachbearbeiter. Also kein Interesse diesbezüglich. Zudem hat der Patient keinerlei Vorteile wenn er spart. Und er sieht ja auch nicht die tatsächlich anfallenden Kosten.
Ich will hier keine Lanze für die Privaten brechen, gottbehüte. Habe mich häufig gefragt, ob der Wechsel sinnvoll war. Aber immerhin gelten dort noch gewisse Marktgesetze und man findet mit seinen Argumenten anscheinend auch Gehör.
In diesem Sinne
Raimund -
Also doch
Rang: Gastam 22.10.2009 12:23:39
Zitat:Zudem habe ich das gute Gefühl den Pharmariesen eines ausgewischt zu haben.Ende.
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Also doch wieder einer, der einfach Spaß dran hat am Stänkern. Weißt du, was ICH glaube? Du solltest zusammen mit allen anderen, die ständig meckern, mal ein paar Jahre in eines der EU Länder ziehen, damit Ihr einfach mal bescheidener werdet.
Euch geht es im deutschen Gesundheitssystem einfach zu gut. Sorry. Aber ist so. Das Gemeckere gegen die Pharmaindustrie geht mir sowas von auf den Sack. Ich bin der Pharmaindustrie dankbar, denn ohne gut entwickelt Medikamente wäre ich schon elendig unter Schmerzen verreckt! Und meinetwegen sollen die sich für gute Entwicklung dum und dusslig verdienen.
Meinst du, das juckt Irgendjemanden, wenn DU der Pharmaindustrie "eins auswischst"?
Die lachen über dich. Wer bist du denn? Ein kleines Würstchen.
Du hast doch nur dein eigenes Ego befriedigt..
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mgkhjzu
Rang: Gastam 22.10.2009 20:26:27
Und noch einen drauf: Da er in einer PKV versichert ist, verdient er auch genug Pulver, zumindest mehr als der Durchschnittsbürger und dann den Pharmas (die nix anderes als Profit machen, was ja in diesem, unserem Wirtschaftssystem so angedacht ist) eins auswischen - da werden die aber heulen! Aber das sind genau die, welche mit ihrem Mercedes 500 aufwärts oder Porsche vorm Lidl + Aldi ihr Einkaufswägelchen schieben. Heisser Tipp: wenn du bei den gesetzlichen geblieben wärst, müsstest du als "Dauerkranker" 1% des Bruttos zahlen (somit würdest du bei 700 ¤ jährlich 70Tsd verdienen, aber jammern!) -
Jürgen
Rang: Gastam 22.10.2009 21:18:14
Gelb vor Neid und keine Ahnung! Alle Beamten, auch die ganz kleinen, die genau so wie jeder kleine Arbeiter mit jedem Euro rechnen müssen, z.B. die Fahrer auf dem Rettungswagen beim Notarzteinsatz, sind bei uns zulande PKV-versichert, weil Vater Staat sich dabei günstiger steht, wenn er den einzelnen Krankheitsfall per Beihilfe bezuschusst, als wenn er seinen monatlichen AG-Beitrag zur GKV liefert. Dafür dürfen sich seine Schutzbefohlenen gegen eine erkleckliche eigene Versicherungsprämie teuer vom Chefarzt behandeln lassen und die Rechnung erst einmal vorstrecken, dann anteilig von der Versicherung und dem Arbeitgeber erstatten und alle halbe Jahre nach neuen Bestimmungen um irgend welche Selbstbehalte von Seiten des Dienstherren vor der Erstattung kürzen lassen. Wer mal die Statistik bemüht, wird sehen, dass der Anteil der S-Klasse- und Porsche-Eigner sehr viel weniger als die Hälfte aller PKV-Versicherten in D ausmacht. von Jürgen -
dfhgjtz
Rang: Gastam 23.10.2009 17:44:18
Okay, Jürgen, für dich noch mal ganz alleine: Das war eine Parabel, die an der Rechenweise nix ändert. Da ich aber geschrieben hatte "als Der Durchschnittsbürger" werde ich vermutlich sogar bei "deinen Billig-Beamten" recht haben. Wieviel einer verdient oder nicht ist mir sowas von egal, wenn er aber wegen ein paar BZ-Messstreifen das Jammern anfängt, bekomme ich das grosse Grinsen. Nebenbei - Neid, was ist das? Mag sein, dass andere mehr Geld haben, ob sie mehr Lebensfreude besitzen sei dahingestellt. In diesem Sinne!