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Diabetes und Essstörungen

  • Anja

    Rang: Gast
    am 04.09.2003 18:03:23
    Hallo, hat jemand hier Erfahrungen, mit Essstörungen? Was nützt mir die beste Diät, wenn ich sie nicht immer einhalten kann? Kann man das überhaupt?
    Ich habe große Probleme, meinen Diabetes(2) im Griff zu haben- oft gehts mir so schlecht, dass mir das dann auch völlig egal ist. von Anja
  • Anke

    Rang: Gast
    am 04.09.2003 18:42:01
    Hallo Anja !

    Ganz sicher schafft es niemand, sich immer an alle Regeln zu halten, die Diäten so mit sich bringen. Wenn die Diät allerdings gar nicht einzuhalten ist, ist es eine schlechte Diät. Hat du neben all den Dingen, die du nicht in Unmengen essen solltest auch einen konkreten Plan für die, die sich "gefahrlos" essen lassen ?! Manchmal hilft es ja schon, sich bis zur nächsten Kohlenhydrathaltigen Mahlzeit damit über Wasser zu halten, wenn der Hunger viel zu gross wird. Wenn ich da z.B. so an Tomatensalat mit Mozarella denke, Oliven dazu, ein paar nette kleine Gewürzgurken. Oder gebackene Auberginenscheiben mti Olivenöl, Salz und Knoblauch mit einer Portion Tzatziki (wie schreibt man das ?) und einem Stückchen Schafskäse garniert. Gibts suuuuper Rezepte. Zucchinigemüse mit Paprika und Tomaten. Zur Abwechslung mal Käsesalat, obwohl da natürlcih die Kalorien schreien, wenn die Portionen zu gross und häufig werden. Aber die Möglichkeiten sind einfach unbegrenzt, auch wenn nicht jeder so gerne Gemüse nibbelt wie ich.
    Und wenn das zur Diät-Einhaltung auch nichts bringt - unbedingt Stellen anlaufen, die Erfahrung im Bereich Essstörungen haben, denn damit lebt´s sich wirklich nicht unbeschwert. Der Hausarzt kann meistens schon Adressen nennen, oder du fragst mal bei der kassenärztlichen Vereinigung nach.
    Allem voran die Diät noch mal hinterfragen, denn die Diabetes-Diät macht schliesslich einen raschen Wandel durch und nicht alle Ärzte können immer auf dem aktuellen Stand sein - mal bei den Diabetes-Zentren anfragen ...
    Ich wünsch dir zu den Mahlzeiten guten Apetit und dazwischen viele andere schöne Beschäftigungen !

    Viele Grüsse Anke
  • Anke

    Rang: Gast
    am 04.09.2003 18:42:01
    Hallo Anja !

    Ganz sicher schafft es niemand, sich immer an alle Regeln zu halten, die Diäten so mit sich bringen. Wenn die Diät allerdings gar nicht einzuhalten ist, ist es eine schlechte Diät. Hat du neben all den Dingen, die du nicht in Unmengen essen solltest auch einen konkreten Plan für die, die sich "gefahrlos" essen lassen ?! Manchmal hilft es ja schon, sich bis zur nächsten Kohlenhydrathaltigen Mahlzeit damit über Wasser zu halten, wenn der Hunger viel zu gross wird. Wenn ich da z.B. so an Tomatensalat mit Mozarella denke, Oliven dazu, ein paar nette kleine Gewürzgurken. Oder gebackene Auberginenscheiben mti Olivenöl, Salz und Knoblauch mit einer Portion Tzatziki (wie schreibt man das ?) und einem Stückchen Schafskäse garniert. Gibts suuuuper Rezepte. Zucchinigemüse mit Paprika und Tomaten. Zur Abwechslung mal Käsesalat, obwohl da natürlcih die Kalorien schreien, wenn die Portionen zu gross und häufig werden. Aber die Möglichkeiten sind einfach unbegrenzt, auch wenn nicht jeder so gerne Gemüse nibbelt wie ich.
    Und wenn das zur Diät-Einhaltung auch nichts bringt - unbedingt Stellen anlaufen, die Erfahrung im Bereich Essstörungen haben, denn damit lebt´s sich wirklich nicht unbeschwert. Der Hausarzt kann meistens schon Adressen nennen, oder du fragst mal bei der kassenärztlichen Vereinigung nach.
    Allem voran die Diät noch mal hinterfragen, denn die Diabetes-Diät macht schliesslich einen raschen Wandel durch und nicht alle Ärzte können immer auf dem aktuellen Stand sein - mal bei den Diabetes-Zentren anfragen ...
    Ich wünsch dir zu den Mahlzeiten guten Apetit und dazwischen viele andere schöne Beschäftigungen !

    Viele Grüsse Anke
  • Anja

    Rang: Gast
    am 04.09.2003 21:35:19
    Danke für Deine Antwort - wenn es mir gut geht, ist das zu schaffen, und dann weiß ich auch nur zu gut, was alles sinnvoll und gesund ist, gerade z.B. Deine Beispiele.

    MEIN PROBLEM: habe das nun zig Jahre hinter mir, Gewicht auf, ab, Jo Jo Medikamente, die Für Gewichtszunahme sorgen, Essanfälle, Panik Frust ......schlechte Werte noch mehr Frust noch mehr Panik Essen als Ersatz....keine Kraft noch irgendwas Vernünftiges zu kochen oder essen


    ich weiß nicht, ob ich das je noch in den Griff bekomme......

    Anja
  • Elsbeth

    Rang: Gast
    am 04.09.2003 22:16:54
    Hallo Anja,

    allein kannst du es nicht schaffen,
    das sagen alle Fachleute. Geh in
    eine Klinik, soviel ich weiß, gibt es
    z.B. in Prien am schönen Chiemsee
    eine.

    Betroffene sprechen davon, daß
    die Seele nicht satt wird ... von Elsbeth
  • Anja

    Rang: Gast
    am 05.09.2003 09:20:54
    Das kann ich nicht - leider - aus verschiedenen Gründen............ von Anja
  • Carsten

    Rang: Gast
    am 05.09.2003 16:24:51
    Hallo Anja,

    ich muss Elsbeth recht geben, wenn Du mit Dir selbst nicht klar kommst, dann geht es weder mit einem straffen Diätplan noch mit gut gemeinten Ratschlägen Dritter.

    Versuch Ruhe in Dein Leben zu bekommen, falls Stress im Beruf ist, dann spreche mit deinem direkten Vorgesetzten - ich glaube nicht, dass er Dir den Kopf runterreissen wird, wenn Du ein offenes Gespräch mit ihm suchst.
    Wenn dann auch noch Probleme im privaten Umfeld sind, dann kann man gar nicht viel tun, da musst dann selber die Zähne zusammenbeissen und Deine eigenen Konsequenzen ziehen und auch durchziehen.
    In verschiedenen Ortschaften gibt es sogenannte Selbsterfahrungsgruppen. Bei einer Bekannten hat dies sehr geholfen - ist wesentlich selbstsicherer geworden (zum Leidwesen ihres damaligen Partners) und hat eigentlich nur davon profitiert.

    Ich als einer, welcher eher zu mager ist, kann Dir im Punkt Deiner Essstöhrung leider kaum Ratschläge geben, da ich auch nicht weiß, was für Gefühle und was für ein Verlangen man bei sowas hat.

    Vielleicht ein simpler Rat - kauf nur frische Sachen ein, kaum Süßigkeiten und immer nur für "normale" zwei Tage.
    So kann eine Essattacke kommen - hast ja dann nichts daheim.

    Mein Bruder isst auch ein wenig viel - der hat es mit Kaugummi (besonders gegen die Fernsehlangeweile) hinbekommen.

    Evtl. kannst auch mal in ein "Frauenfitnesscenter" gehen...
    erstens schaun dir die Männer nicht hinterher und zweitens kannst dich dort auch ungestöhrt mit Frauen unterhalten, welche vielleicht auch solche Probleme haben. Auch tust was für den Körper und die Figur :o)

    Also dann,

    ich drücke Dir die Daumen, dass du es hinbekommst


    Gruß

    Carsten
  • Anke

    Rang: Gast
    am 05.09.2003 23:03:12
    Hello again ... !

    Klingt hart. Und entlarvt meinen vorgeschlagenen Tomatensalat mit Mozarella als nicht-omnipotentes Mittel ...
    Wenn eine Klinik keine Option für dich ist, wie siehts dann mit einer ambulanten Therapie aus ? Alles, was möglicherweise helfen könnte, ist in meinen Augen einen Versuch wert (oder vielmehr Pflicht), auch wenn man sich vorher vielleicht nicht gerade viel davon verspricht.
    Diesen Teufelskreis von Fressattacken, schlechten Werten, Frust und deshalb erneuten Fressattacken kennen die meisten von uns, glaube ich (nicht jedem gehts wie dem beneidenswerten Carsten, Grüsse an dieser Stelle ...). Da gibt es auch wenig Tröstliches zu sagen, das ist einfach ganz ausgesprochen besch...eiden.
    Ich wünsche dir, dass du dir den Tritt gibst jemand Professionellen aufzusuchen, denn das sind tatsächlich die besten Anlaufstellen. Wenn dir der Hausarzt eine Essstörung diagnostiziert, bekommst du das sicher auch von der Kasse gezahlt, vorher aber noch mal bei der Kasse erkundigen, nicht dass es danach schlimme Überraschungen gibt.
    Und bis du das tust, gebe ich gerne auch noch einmal meinen Senf dazu -
    selber habe ich die Erfahrung gemacht, dass ich manchmal einzelne Probleme noch angehen kann, wenn ich das bei ihrer Gesamtheit bereits nicht mehr konnte. Zum Beispiel, dass ich das Gewicht einmal aussen vor gelassen und in Sachen Diät eine Zeitlang nur auf die Werte geguckt habe. Sprich, nur auf die Kohlenhydrate und nicht auch noch auf Kalorien. Wenn bei mir die Werte mal wieder eine Zeitlang besser sind, habe ich so viel neuen Aufschwung, dass ich dann auch wieder andere (die restlichen ...) Probleme angehen kann.
    Was mir auch immer hilft, ist viel Bewegung. Sobald man dieses Körpergefühl von etwas Leichtigkeit und Ausdauer erst mal hat, ist die Motivation hoch, viel dafür zu tun dass man es nicht wieder verliert. Und ich meine damit nicht, wie eine Iron-woman auszusehen, sondern sich in seinem Körper einfach "gut" zu fühlen. Die Sucht, beweglich zu bleiben, ist bei mir inzwischen auf alle Fälle grösser als die Sucht, wahllos alle möglichen und unmöglichen Schokoladensorten in mich hinein zu stopfen. Ich wünsch dir, dass du auch etwas findest, was für dich noch viel attraktiver ist als dieses verführerische Essen ohne Mass. Ob das nun Bewegung ist oder etwas anderes deiner Wahl - wieweit du sportlich belastbar bist, ggf. unbedingt auch erst mit dem Arzt abklären ...
    Nun erst mal wieder viele Grüsse, alles Gute weiterhin !
    Anke von Anke
  • Anja

    Rang: Gast
    am 07.09.2003 12:42:19
    Danke, Carsten


    meinen Beruf habe ich längst aufgeben müssen - ist wohl mit das Problem, ohne Sinn und "nur" zu Hause gibt es eben Frustessen....

    In einer Selbsthilfegruppe bin ich, aber da sind alle wesentlich älter.... da ist nichts mit offenen Gesprächen, die helfen.....

    ich möchte schon gern was mit Bewegung erreichen, bin aber gescheitert, und komme kaum noch aus dem Haus...... (durch eine Pflege)

    Leider habe ich keine Unterstützung zu Hause.....

    Alles Gute
    Anja
  • Anke

    Rang: Gast
    am 07.09.2003 20:56:56
    Hi Anja,

    hast du / habt ihr schon einmal probiert, durch die Sozialstation Hilfe für die tägliche Pflege zu bekommen ? (Verstehe ich das richitg, dass du jemand anderen pflegst ?) Wenn´s u.a. mit den Anti-Frustfress-Kampagnen daran scheitert, dass du zwar gern Sport treiben würdest (super !) und deinen Pflichten für diese Dauer aber nicht entfliehen kannst, muss jemand einspringen. Das ist genauso lebenswichtig wie die Pflege ...
    Anträge gibt es bei der Krankenkasse (für Geld-, Sachleistung oder eine Kombi von beiden). Wär das nicht eine Option, stundenweise entlastet zu werden, die Pflege derweil in anderen Händen zu wissen und wenigstens ab und zu auf sich gucken zu können ... ?! Könnte doch ein Ansatz sein, den Teufelskreis zu durchbrechen.
    Zu Antragstellung und entsprechenden Fragen gerne mehr, falls du interessiert bist.
    Viele Grüsse Anke.