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Haferdiät
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ferrato
Rang: Gastam 03.04.2015 08:30:04
Ulf schrieb:
Wenn es dabei um häufige BZ-Kontrolle gehen sollte (vermute ich jetzt mal einfach, ohne das ganze Forum zu durchforsten :)) - da gäbe es ja sogar brauchbare Methoden zur durchgehenden Kontrolle, die auch noch dazu bezahlbar ist (gut, geschenkt wird einem auch nichts). ... ich denke da an das FGM, was ich hier selbst am Arm habe und was mir ganz gute Dienste leistet.
............
...Wer aber bereit ist irgendwas um 125 Euro im Monat hinzulegen, ist damit gut bedient (meine Meinung).
Hallo Ulf,
Du erlaubst mir an dieser Stelle mal ein offenes Wort,
Findest Du es tatsächlich gut, hier permanent das FGM anzupreisen? Du bist, wenn ich mich noch recht an einen Beitrag von Dir erinnere, selbstständig und kannst Dir das als Selbstzahler leisten. Damit bist du in einer weit komfortableren Situation als die meisten in diesem Forum. (Ist nur eine Einschätzung von mir, ohne jemandem zu nahe treten zu wollen.) Wenn Du der Meinung bist, es bringt Dir was, dann soll Dir das ohne Wenn und Aber gegönnt sein. Aber therapeutisch ist ein solches Gerät zur permanenten Überwachung von BZ Verläufen nur bei häufigen HYPOS, insbesondere in der Nacht, sinnvoll und wird dort auch von den Kassen übernommen, zumindest für einige Zeit. Dann sollte es aber ein richtiges CGM mit HYPO Warnfunktion sein.
Bei erhöhten Werten, z.B. den Verläufen nach Mahlzeiten hat es schlicht und einfach keinen Nutzen. Hier reicht eine BZ Messung 1-2 Stunden nach dem Essen völlig aus, um Klarheit zu erlangen. Daher wird es in diesen Fällen von der Kasse nicht übernommen. Denn bei den hohen Kosten sollte schon ein therapeutischer Nutzen vorhanden sein.
Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass ein Pumpenträger hier anderen Insulinpflichtigen Diabetikern raten würde, sich diese als Selbstzahler zu beschaffen, wenn die Kasse eine solche abgelehnt hat. Und die Vorteile der Pumpentherapie sind sicher unstreitig.
Erschwerend kommt noch dazu, dass es durchaus speziell auf neudiagnostizierte TYP2 DiabetikerInnen mit noch wenig Erfahrung demotivierend wirken kann, wenn Du ihnen durch das Bewerben des FGM's suggerierst, nur gutverdienende Selbstzahler können sich eine optimale Therapie leisten, obwohl dies gar nicht so ist.
Ich will Dich hier keinesfalls persönlich angreifen, ich hoffe, Du fasst es nicht so auf.
Und um dem mögliche Vorwurf, hier würde Neid mitspielen, entgegenzuwirken, noch eine kurze Anmerkung. Ich hatte im Rahmen meiner Pumpeneinstellung ein CGM für ca 4 Wochen, hautsächlich, um nächtliche Verläufe zu dokumentieren. Ich war froh, als ich das Ding nicht mehr tragen musste.
Also, nichts für ungut :-)
Ich wünsche Dir schon mal frohe Ostern.
Bearbeitet von User am 03.04.2015 08:35:05. Grund: Korrektur -
am 03.04.2015 10:27:28
ferrato schrieb:
"Und um dem mögliche Vorwurf, hier würde Neid mitspielen, entgegenzuwirken, noch eine kurze Anmerkung. Ich hatte im Rahmen meiner Pumpeneinstellung ein CGM für ca 4 Wochen, hautsächlich, um nächtliche Verläufe zu dokumentieren. Ich war froh, als ich das Ding nicht mehr tragen musste."
Dem kann ich nur zustimmen. Ich habe jahrelang im medizinischen Bereich gearbeitet und hätte aufgrund der Beziehungen meines Chefs leicht eine Insulinpumpe haben können, Ich wollte aber kein solches Anhängsel mit mir heruMTRagen, ich kam mit ICT gut zurecht.
Ich ziehe es vor, mich selbst zu beobachten und meine Erfahrungen daraus zu holen. Ich möchte mich nicht von technischen Dingen abhängig machen. Besonders dann nicht, wenn sie überflüssig sind.
Für Typ2 sind sie das wohl in den meisten Fällen.
Nicht falsch verstehen, diese Dinge haben durchaus ihre Berechtigung, aber wie von ferrato ausgeführt, sollte ihre Benutzung schon Sinn machen.
Bearbeitet von User am 03.04.2015 10:29:17. Grund: * -
am 03.04.2015 12:02:12
@ferrato
Ich hoffe eigentlich immer, eine offene, ehrlich und konstriktive Meinung mitgeteilt zu bekommen. Es stünde mir weder zu Dir etwas zu "erlauben" oder zu verbieten. Ob mir das, was jemand sagt, immer gefällt, ist eine andere Sache - wenn man in ein solches Forum geht, muß man bestimmte Dinge aushalten können oder lässt es lieber sein.
Was ich wirklich bedauerlich fände: sollte der absolut gar nicht beabsichtigte Eindruck entstanden sein, ich wolle etwas "bewerben".
Ursprünglich war ich für mich auf der Suche nach ergänzenden Informationen zu dieser neuen Technik und hatte gehofft, z.B. in so einem Forum mich darüber austauschen zu können. Gut - hier gab es dazu nur eine Frage, da kann man aber gut einsteigen und dazu etwas anmerken (das wäre ja Sinn eines Forums).
Für mich ist die benannte Technik in dieser Form auch noch halbwegs neu - ich versuche da seit einigen Wochen gerade Erfahrungen zu sammeln und möchte meine Eindrücke wiedergeben können. Mit "bewerben" hat das für die Technik allein, also wirklich nichts zutun.
Wie auch an anderer Stelle müsste man den Ansatz ein wenig im Zusammenhang betrachten. Über den sinnvollen Einsatz im Fall eines insulinpflichtigen Diabetikers kann ich gar nicht sprechen, da ich z.B. der nicht bin (und viele Andere sind das ja nun zwangsläufigerweise auch nicht). Genau da denken wir Beide dann auch nachvollziehbar unterschiedlich - das was für Dich (oder Andere) richtig ist, passt bei mir z.B. aus verschiedenen Gründen gar nicht und umgekehrt kann ein Typ1-Diabetiker in aller Regel auch überhaupt nicht so klar kommen, wie das z.B. bei mir geht. Das auch nicht auf jeden Typ2er mein praktizierter Ansatz übertragbar sein wird, ist auch klar. Das heißt aber nicht, dass man dann nicht darüber reden braucht, da man ja jedem die Chance einräumen können sollte, alle Wege für sich persönlich abzuschätzen.
Ich sehe natürlich, dass ich vielleicht in meiner persönlichen Situation etwas anders aufgestellt sein mag - das meine ich übrigens ausdrücklich gar nicht mit Blick auf das Geld (das ist vermutlich sooo anders als bei Anderen gar nicht), sondern mehr auf die mir zur Verfügung stehende Zeit oder besser die Zeiteinteilungsmöglichkeit. Und ehrlich - ich habe extra sogar darauf hingewiesen, das bei meinem Therapieansatz möglicherweise leider viele Menschen scheitern können, weil manche Dinge sich nicht so einrichten lassen.
Schau mal: wenn man mir unterstellen wollte, ohne Hirn und Verstand einfach nur dumm mit irgendeiner fadenscheinigen These auf jemanden einzudreschen, warum sollte ich dann ehrlicherweise neben Vorteilen auch eben Nachteile beschreiben? "Werbung" geht anders ...
Das FGM hat sich für mich (das mag an meiner Persönlichkeitsstruktur liegen und aber eben auch in engem Zusammenhang mit meiner Herangehensweise an das Thema), als mind. vorübergehende, sehr sinnvolle Ergänzung herausgestellt oder bestätigt. Und Du hast recht - für Dich muss und kann das nicht stimmen, weil diese Therapieform unpassend wäre - bei anderen passts dagegen schon.
Nie würde ich Dir und Anderen sagen wollen: mach das genau so - das passt immer - Du bist doof, wenn Du das so machst, wie bisher.
Ich bin da bisher nicht besonders darauf eingegangen (und möchte das auch nur aus gegebenen Anlass mal jetzt kurz tun): passiert es gerade hier nicht ständig, dass einseitig aus der Warte insulinpflichtiger Diabetiker erklärt wird: nimm Insulin und Du hast kein Problem mehr? Wie verheerend falsch ist diese Aussage bei all den Leuten, die aus medizinischer Sicht das überhaupt nicht brauchen! Wenn man sagt: lass doch im Zweifel mal ein Gesamtbild erstellen, wird mir z.B. unterstellt, ich wolle mit Kanonen auf Spatzen schiessen - allerdings wäre das dann eben ein "Kanönchen" gegen die "Atombombe" mit Insulin jeden glücklich machen zu wollen.
Zumindest dieser Eindruck wird hier manchmal vermittelt ... auch "mal ganz ehrlich" ...
Nehmen wir es mal so: ich habe mit jener Technik eine gute (wichtige) Selbstkontrolle und bin in die Lage versetzt, mein Verhalten als Diabetiker im Zusammenhang mit der Ernährungsweise nach dem hier so verächteten LOGI optimal anzupassen und über einen längeren Zeitraum noch besser zu lernen. Ich gehe gar nicht davon aus, ein FGM auf Dauer zu "brauchen". Und das Ganze hat hier bei mir im benannten Zusammenhang auch schon eben schon sichtbare Erfolge gebracht - ich konnte relativ leicht selbst meine Vermutung bestätigt sehen, dass mein BZ in der Nacht deutlich zu weit absackt (das habe ich dann natürlich auch auf herkömmliche Weise nachvollzogen), ich habe mein orales AntiDiabetika sogar absetzen können und kann vielleicht tatsächlich (zumindest aktuell) dauerhaft darauf verzichten.
BTW: als selbstständig Tätiger bzw. Firmeninhaber bin ich privatversichtert (nicht immer ein (von mir übrigens ungewolltes) "Privileg" ...) und muß in dem Fall viele Dinge bis zu einem halbwegs hohen Betrag X selbst tragen. Tatsächlich macht sich eine solche Technik (bei meinem Therapieansatz) dann schnell bezahlt - das ist einfach nur eine banale Frage nach finanziellem Kosten-Nutzenverhältnis.
Du hattest geschrieben:
"Erschwerend kommt noch dazu, dass es durchaus speziell auf neudiagnostizierte TYP2 DiabetikerInnen mit noch wenig Erfahrung demotivierend wirken kann, wenn Du ihnen durch das Bewerben des FGM's suggerierst, nur gutverdienende Selbstzahler können sich eine optimale Therapie leisten, obwohl dies gar nicht so ist."
Wo habe ich das denn getan? Ich habe lediglich daruf hingewiesen, das man es aktuell eigentlich nur als Selbstzahler am ehesten bekommt - und ehrlich, darin sehe ich schon ein Problem für manche Leute. Ich habe im engen Freundeskreis Leute, die mit Hartz4 auskommen müssen - die haben nie und nimmer eine Chance, sich sowas auch nur im Ansatz zu erträumen, so lange die Krankenkassen das noch nicht übernehmen. Und ich tue mich auch schwer, in finanzielle Möglichkeiten anderer Menschen reinzureden. Für viele sind die 169 Euro dieses FGM-Startersets schon zuviel, Andere würden sagen: "geschenkt".
Und ich will auch nicht zu denen gehören, die den Leuten vorschreiben: kauf Dir mal nicht jedes Jahr ein neues iPhone, dann klappt das auch mit der Selbstzahlerei für so ein Teil besser - sowas fände ich anmassend und ausgesprochen dumm (selbst wenn im Grunde etwas dran wäre oder ist).
Und abgesehen von den FGMs: LOGI, als Therapieansatz ist tatsächlich auch nicht ganz so billig - kostengünstiger ist Reis, sind Nudeln ... Fastfood oder der 1-Euro Burger ... und die meisten anderen, Nicht-LOGI-Lebensmittel sind es auch. Vielleicht auch ein Grund, warum hierzulande Ernährungsempfehlung offiziell so ausfallen.
Auch das ist übrigens ein Nachteil, den man bei aller "Werbung" (wie Du sagst) doch auch sagen können muß - es stimmt doch leider. Und es stimmt dann eben schlimmerweise auch, dass sich jemand mit Hartz4 oder teils auch unwürdig bezahlter Jobs "LOGI" bestenfalls in einer Form leisten kann, wo hier ständig geäußerte (Anti-)Thesen dann stimmen: das nämlich die Lebensqualität verloren gehen.
Insofern stimmt es dann schon auch, das manche Ansätze in der Summe für manche Leute zwar richtig wären, aufgrund unserer gesellschaftlichen Bedingungen aber eben nicht greifbar sind.
Nein - ich unterstelle Dir keinen Neid, warum sollte ich das tun.
Die letzten paar Tage hier in diesem Forum haben mir aber etwas anderes gezeigt:
Der ganz große Fehler dieser Plattform ist, dass:
1. erkennbar niemand moderiert - vor allem der Betreiber sich nicht zu kümmern scheint ... wie geht sowas bei einem Forum, bei dem man sich über medizinische Dinge austauscht?
2. nicht zwischen verschiedenen Diabetes-Typen und Ansätzen getrennt wird - das meine ich schon technisch allein im Forum. Man könnte das über verschiedene Bereiche regeln ...
Insbesondere Punkt 2 schafft zwar eine "spannende" Diskussionsatmosphäre mit garantiertem Sprengstoff, aber ist es das wirklich, was man bei so einem Thema haben will? Keine Ahnung ob das dem Betreiber nicht klar ist, dass das teilweise auch Negativwerbung für ihn selbst ist oder zumindest werden kann ...
Ich möchte weder als "LOGI-Terrorist" oder "Werbeagentur von Abbott" gelten, wie vermutlich ebenso nicht EH und Co. als "I love Insulin / Insulin über alles" dastehen möchtem. Das passiert aber, wenn man diese Ansätze so banal mischt und in einen Topf schmeisst und manche Leute dann fast schon verständlicherweise nicht trennen können ...
Ich will wirklich niemandem zu nahe treten, aber es ist hoffentlich schon klar, dass das hier eine durchaus schlimme Aussenwirkung hat? Warum müssen hier solche Einbahnstrassen entstehen, wo so viele Wege zum Ziel führen können? Warum kann man nicht einfach akzeptieren, das wir allesamt unterschiedliche Ausprägungen der Erkrankung Diabetes haben und in dieser Unterschiedlichkeit auch verschiedene Wege zum Ziel führen.
Will man das hier (zumindest seitens einiger User) wirklich nicht?
... das geht schon auch, aber dann sollte man das Forum mit dem Untertitel versehen:
- Eigentich nur für "richtige" Diabetiker mit Insulinpflicht (orale Antidiabetika geduldet) -
Damit wüsste man wenigstens gleich, das man gegebenfalls nicht dazupasst, muss andere nicht unnötig nerven und spart sich das Interesse lieber für andere Austauschmöglichkeiten auf.
Ist eigentlich im Ansatz klar, wie das ankommt, wenn da steht "... ist vermutlich nur ein Prä-Diabetiker ..."? Gibt es tatsächich so ein Kastendenken hier? Und darf wirklich niemand Fragen stellen, die Manchen als dumm erscheinen ohne gleich auch mit entsprechender Breitseite genau das dem Gegenüber hinzuschleudern?
Ich habe mich leider erst im Nachhinein hier etwas tiefer eingelesen ... und: Leute - es ist zum Teil echt gruselig.
Bevor jetzt der Hinweis kommt: "Was willst Du denn dann hier?":
Ich möchte mich wie andere auch zum Thema Diabetes mit Euch und Anderen austauschen, Erfahrungen weitergeben, Fragen stellen (dürfen) und gerne auch von Anderen in falschen Ansätzen korrigiert werden, wenn das richtig und nötig ist.
Es mag sein, das jeder von uns in Begeisterung über eine bestimmte Erfahrung über das Ziel hinausschiesst und ein wenig nervt - aber das kann man doch in der Regel tolerieren.
@ferrato
Ich möchte Dir danken, dass Du mich in dieser Form angesprochen hast.
Sorry, das meine Antwort jetzt GAAAANZ LANG geworden ist - sieh es als Zusammenfassung einiger Gedanken der letzten Tage.
Ich möchte Dir und allen anderen dann auch zunächst ein ganz schönes Osterfest wünschen. Mit Blick auf das, was Ostern bedeutet, können wir es vielleicht mit etwas Willen schaffen, uns hier besser mit allen Ecken und Kanten zu tolerieren und in allen Widersprüchen anzunehmen.
Beste Grüße,
Ulf -
am 03.04.2015 12:40:04
@Ulf, ich habe da eine Bitte an dich:
Bitte mache zu deinem FGM einen eigenen Thread auf! In dem kannst du das Gerät dann diskutieren und gleichzeitig aufhören, alle anderen Threads damit zuzuspammen und deine Werbung überall zu setzen.
Vielen Dank!1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 03.04.2015 12:43:22
Jetzt warst Du aber fleissig. Komm grad von meiner NW Stunde zurück, hab mir die Verwüstungen in meinem Wald angeschaut. Um noch mal auf LOGI zu kommen: irgend einen Plan muss man sich ja machen, nach der Dignose, was isst Du ab jetzt, wie bewegts Du Dich, vor Allem, es muss mir Spass machen, weil es mein ganzes weiteres Leben dauert. Und da wird LOGI natürlich teuer. Ich will nicht Gemüse haben, sondern gutes Gemüse, wenn ich schon Brot esse, muss es ein guter Bäcker sein und mein Fleisch hätte ich gerne vom Hofladen und und und. Je älter man wird, um so mehr lege ich Wert auf Qualität. Wenn ich Kassenpatient wäre, könnte ich viel sparen und mir Insulin verschreiben lassen. Ich müsste es selbst zahlen und muss sowohl beim Arzt un im KH aufpassen, dass mir nicht ganz wichtige Dinge aufgeschwatzt werden. Letztens wollte mich einer ganz schnell operieren um sein Operationssoll aufzufüllen. Als privatpatient must Du Dich gut auskennen heutzutage. -
am 04.03.2017 15:39:37 | IP (Hash): 1369008475
So, vor ein paar Tagen war es mal wieder so weit. Angetrieben durch die sich deutlich verschlechternden NBZ Werte der letzten Monate, habe ich mich mal wieder auf Hafer gesetzt. In den Posts oben von 2015 sieht man, dass ich davon viel halte. Auch wenn ich mir zu diesem Zeitpunkt noch unterirdischste Häme anhören musste. Aber gut, ich bin ja gerne etwas vor der Zeit, heute wollen plötzlich alle Hafer :-))
Meine NBZ Werte waren seit Dezember praktisch nicht mehr 100. Damals machte ich dahingehend bereits sehr beeindruckende Erfahrungen, Hafer senkte pp Werte und NBZ. Seit drei Tagen esse ich nur erwärmten Hafer. Ich begrenze die gesamte Tagesmenge nicht strikt. Pro Portion nehme ich da 70g Vollkornhafer und erwärme diesen im doppelten Volumen Wasser. Dadurch entsteht der bekannte Haferbrei, den ich mit frischen Früchten und Zimtextrakt (entcumarisierten 10:1 Cassia) serviere. Mit den Früchten muss man etwas aufpassen, da zB Banane dann doch pp zusammen mit dem Hafer drastisch durchschlägt. Hafer wird an sich immer als langsames Kohlenhydrate bezeichnet, allerdings gilt das auf keinen Fall für die Breivariante. Spitzen nach 20 Minuten sollten also beachtet werden. Bei mir unter Prädiabetes komme ich mit Banane an die 200. Das könnte man durch gezieltes Bewegen nach dem Oatmeal entsprechend abfangen.
Heute habe ich dann zum ersten Mal den NBZ gemessen: 81! Ich kann mich nicht einmal mehr daran erinnern, wann ich zum letzten Mal so einen Topwerte hatte. 1-2 Tage hänge ich noch dran.
(Für ein paar links, warum Hafer: meinen Post vom 28.03.2015 beachten)
Bearbeitet von User am 04.03.2017 15:45:22. Grund: Hafer Kur Diabetes -
Cracktros
Rang: Gastam 04.03.2017 15:57:12 | IP (Hash): 67031262
Es gibt geschmacklich beinbruckendere Rezepte, die ähnliche Wirkung haben als der dröge Brei.
Übrigens, es soll 1 Wochenende Diät volkommen ausreichend sein, um 4 Wochen keine Haferdiät zu benötigen.
Eventuell hatte die Kritik etwas mit der Übertreibung zu tun.
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DO NOT FEED THE TROLL!!!
Bearbeitet von User am 04.03.2017 15:59:01. Grund: - -
am 04.03.2017 16:55:46 | IP (Hash): 1369008475
Derzeit wird drei Tage empfohlen. Danach zur Auffrischung ein mal im Monat ein Hafertag. Die Menge soll auf drei Mahlzeiten pro Tag bei 75g begrenzt werden, laut Diabetes Ratgeber. Aber daran halte ich mich nicht. -
am 06.03.2017 10:27:58 | IP (Hash): 2108455638
Sooooooo neu ist die Hafer-Aktion ja nun wirklich nicht.
Und ist ja echt schön, dass Deine Werte jetzt passen.
Hast Du eventuell auch ein neues Teststreifen-Döschen angefangen?
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DO NOT FEED THE TROLL!!!
http://www.diabetes-online.de/a/die-wichtigsten-werte-ein-ueberblick-1776718 -
am 16.03.2017 13:35:12 | IP (Hash): 807953588
Nee, das ist noch das offene Döschen. Ich glaube, im Januar habe ich das aufgemacht.
Ich möchte jetzt noch einmal eine Lanze für die Haferkur brechen. Das geht hier zu sehr unter, also die besondere Kraft des Hafers. Ich bin natürlich nur ein Einzelfall, aber was hier gerade mit meinen Werten passiert, grenzt an ein Wunder. Wie ich bereits erwähnte, waren meine Nüchternwerte der letzten Monate dauerhaft nicht mehr unter 100, meist um 110, Ausreißer über 120.
Nach der Haferkur hat sich mein NBZ bei Werten deutlich unter 90 stabilisiert, heute z.B. 84. Darüber hinaus sind meine pp Werte erheblich unter den Werten von vor der Haferkur. Gestern hatte ich nach 100g Vollkornnudeln (Trockenmasse) eine Spitze von 159 ca. 30 Minuten nach dem Essen. 8 Minuten später lag ich bei 120. Nicht nur sind die Spitzen deutlich flacher, sehr überraschend ist die wieder enorm schnelle Antwort meiner BSD. Das sind nun Werte eines völlig unauffälligen Verlaufs. Nach jetzigen Werten liegt das sogar deutlich unter Prädiabetes, also weder gestörte Glukosetoleranz noch gestörte Nüchternglukose.
Es wäre sehr schön, wenn ein T2er sich hier bereit erklärt, die Haferkur durchzuführen. Nur um mal zu schauen, ob andere auch einen so deutlichen Effekt sehen. Vielleicht Jürgen? Wir haben bei dir ja schon gesehen, dass du ein Carb-responder bist. Ich könnte mir vorstellen, dass der Hafer bei dir noch einmal ein Positivschippe oben drauf legt.
Zur Kur: Ich habe 4 Tage lang Hafer gegessen und Portionen à 70-80g (kleine Tasse) im Topf mit dem doppelten Volumen Wasser erhitzt. Kurz aufblubbern lassen, dann mit Früchten servieren und gerne mit Zimt garnieren für mehr Geschmack. Ich habe die Gesamtmenge Hafer nicht begrenzt, also immer einen Topf angesetzt, wenn ich Hunger hatte.