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Haferdiät
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ferrato
Rang: Gastam 03.04.2015 08:30:04
Ulf schrieb:
Wenn es dabei um häufige BZ-Kontrolle gehen sollte (vermute ich jetzt mal einfach, ohne das ganze Forum zu durchforsten :)) - da gäbe es ja sogar brauchbare Methoden zur durchgehenden Kontrolle, die auch noch dazu bezahlbar ist (gut, geschenkt wird einem auch nichts). ... ich denke da an das FGM, was ich hier selbst am Arm habe und was mir ganz gute Dienste leistet.
............
...Wer aber bereit ist irgendwas um 125 Euro im Monat hinzulegen, ist damit gut bedient (meine Meinung).
Hallo Ulf,
Du erlaubst mir an dieser Stelle mal ein offenes Wort,
Findest Du es tatsächlich gut, hier permanent das FGM anzupreisen? Du bist, wenn ich mich noch recht an einen Beitrag von Dir erinnere, selbstständig und kannst Dir das als Selbstzahler leisten. Damit bist du in einer weit komfortableren Situation als die meisten in diesem Forum. (Ist nur eine Einschätzung von mir, ohne jemandem zu nahe treten zu wollen.) Wenn Du der Meinung bist, es bringt Dir was, dann soll Dir das ohne Wenn und Aber gegönnt sein. Aber therapeutisch ist ein solches Gerät zur permanenten Überwachung von BZ Verläufen nur bei häufigen HYPOS, insbesondere in der Nacht, sinnvoll und wird dort auch von den Kassen übernommen, zumindest für einige Zeit. Dann sollte es aber ein richtiges CGM mit HYPO Warnfunktion sein.
Bei erhöhten Werten, z.B. den Verläufen nach Mahlzeiten hat es schlicht und einfach keinen Nutzen. Hier reicht eine BZ Messung 1-2 Stunden nach dem Essen völlig aus, um Klarheit zu erlangen. Daher wird es in diesen Fällen von der Kasse nicht übernommen. Denn bei den hohen Kosten sollte schon ein therapeutischer Nutzen vorhanden sein.
Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass ein Pumpenträger hier anderen Insulinpflichtigen Diabetikern raten würde, sich diese als Selbstzahler zu beschaffen, wenn die Kasse eine solche abgelehnt hat. Und die Vorteile der Pumpentherapie sind sicher unstreitig.
Erschwerend kommt noch dazu, dass es durchaus speziell auf neudiagnostizierte TYP2 DiabetikerInnen mit noch wenig Erfahrung demotivierend wirken kann, wenn Du ihnen durch das Bewerben des FGM's suggerierst, nur gutverdienende Selbstzahler können sich eine optimale Therapie leisten, obwohl dies gar nicht so ist.
Ich will Dich hier keinesfalls persönlich angreifen, ich hoffe, Du fasst es nicht so auf.
Und um dem mögliche Vorwurf, hier würde Neid mitspielen, entgegenzuwirken, noch eine kurze Anmerkung. Ich hatte im Rahmen meiner Pumpeneinstellung ein CGM für ca 4 Wochen, hautsächlich, um nächtliche Verläufe zu dokumentieren. Ich war froh, als ich das Ding nicht mehr tragen musste.
Also, nichts für ungut :-)
Ich wünsche Dir schon mal frohe Ostern.
Bearbeitet von User am 03.04.2015 08:35:05. Grund: Korrektur -
am 03.04.2015 10:27:28
ferrato schrieb:
"Und um dem mögliche Vorwurf, hier würde Neid mitspielen, entgegenzuwirken, noch eine kurze Anmerkung. Ich hatte im Rahmen meiner Pumpeneinstellung ein CGM für ca 4 Wochen, hautsächlich, um nächtliche Verläufe zu dokumentieren. Ich war froh, als ich das Ding nicht mehr tragen musste."
Dem kann ich nur zustimmen. Ich habe jahrelang im medizinischen Bereich gearbeitet und hätte aufgrund der Beziehungen meines Chefs leicht eine Insulinpumpe haben können, Ich wollte aber kein solches Anhängsel mit mir heruMTRagen, ich kam mit ICT gut zurecht.
Ich ziehe es vor, mich selbst zu beobachten und meine Erfahrungen daraus zu holen. Ich möchte mich nicht von technischen Dingen abhängig machen. Besonders dann nicht, wenn sie überflüssig sind.
Für Typ2 sind sie das wohl in den meisten Fällen.
Nicht falsch verstehen, diese Dinge haben durchaus ihre Berechtigung, aber wie von ferrato ausgeführt, sollte ihre Benutzung schon Sinn machen.
Bearbeitet von User am 03.04.2015 10:29:17. Grund: * -
am 03.04.2015 12:02:12
@ferrato
Ich hoffe eigentlich immer, eine offene, ehrlich und konstriktive Meinung mitgeteilt zu bekommen. Es stünde mir weder zu Dir etwas zu "erlauben" oder zu verbieten. Ob mir das, was jemand sagt, immer gefällt, ist eine andere Sache - wenn man in ein solches Forum geht, muß man bestimmte Dinge aushalten können oder lässt es lieber sein.
Was ich wirklich bedauerlich fände: sollte der absolut gar nicht beabsichtigte Eindruck entstanden sein, ich wolle etwas "bewerben".
Ursprünglich war ich für mich auf der Suche nach ergänzenden Informationen zu dieser neuen Technik und hatte gehofft, z.B. in so einem Forum mich darüber austauschen zu können. Gut - hier gab es dazu nur eine Frage, da kann man aber gut einsteigen und dazu etwas anmerken (das wäre ja Sinn eines Forums).
Für mich ist die benannte Technik in dieser Form auch noch halbwegs neu - ich versuche da seit einigen Wochen gerade Erfahrungen zu sammeln und möchte meine Eindrücke wiedergeben können. Mit "bewerben" hat das für die Technik allein, also wirklich nichts zutun.
Wie auch an anderer Stelle müsste man den Ansatz ein wenig im Zusammenhang betrachten. Über den sinnvollen Einsatz im Fall eines insulinpflichtigen Diabetikers kann ich gar nicht sprechen, da ich z.B. der nicht bin (und viele Andere sind das ja nun zwangsläufigerweise auch nicht). Genau da denken wir Beide dann auch nachvollziehbar unterschiedlich - das was für Dich (oder Andere) richtig ist, passt bei mir z.B. aus verschiedenen Gründen gar nicht und umgekehrt kann ein Typ1-Diabetiker in aller Regel auch überhaupt nicht so klar kommen, wie das z.B. bei mir geht. Das auch nicht auf jeden Typ2er mein praktizierter Ansatz übertragbar sein wird, ist auch klar. Das heißt aber nicht, dass man dann nicht darüber reden braucht, da man ja jedem die Chance einräumen können sollte, alle Wege für sich persönlich abzuschätzen.
Ich sehe natürlich, dass ich vielleicht in meiner persönlichen Situation etwas anders aufgestellt sein mag - das meine ich übrigens ausdrücklich gar nicht mit Blick auf das Geld (das ist vermutlich sooo anders als bei Anderen gar nicht), sondern mehr auf die mir zur Verfügung stehende Zeit oder besser die Zeiteinteilungsmöglichkeit. Und ehrlich - ich habe extra sogar darauf hingewiesen, das bei meinem Therapieansatz möglicherweise leider viele Menschen scheitern können, weil manche Dinge sich nicht so einrichten lassen.
Schau mal: wenn man mir unterstellen wollte, ohne Hirn und Verstand einfach nur dumm mit irgendeiner fadenscheinigen These auf jemanden einzudreschen, warum sollte ich dann ehrlicherweise neben Vorteilen auch eben Nachteile beschreiben? "Werbung" geht anders ...
Das FGM hat sich für mich (das mag an meiner Persönlichkeitsstruktur liegen und aber eben auch in engem Zusammenhang mit meiner Herangehensweise an das Thema), als mind. vorübergehende, sehr sinnvolle Ergänzung herausgestellt oder bestätigt. Und Du hast recht - für Dich muss und kann das nicht stimmen, weil diese Therapieform unpassend wäre - bei anderen passts dagegen schon.
Nie würde ich Dir und Anderen sagen wollen: mach das genau so - das passt immer - Du bist doof, wenn Du das so machst, wie bisher.
Ich bin da bisher nicht besonders darauf eingegangen (und möchte das auch nur aus gegebenen Anlass mal jetzt kurz tun): passiert es gerade hier nicht ständig, dass einseitig aus der Warte insulinpflichtiger Diabetiker erklärt wird: nimm Insulin und Du hast kein Problem mehr? Wie verheerend falsch ist diese Aussage bei all den Leuten, die aus medizinischer Sicht das überhaupt nicht brauchen! Wenn man sagt: lass doch im Zweifel mal ein Gesamtbild erstellen, wird mir z.B. unterstellt, ich wolle mit Kanonen auf Spatzen schiessen - allerdings wäre das dann eben ein "Kanönchen" gegen die "Atombombe" mit Insulin jeden glücklich machen zu wollen.
Zumindest dieser Eindruck wird hier manchmal vermittelt ... auch "mal ganz ehrlich" ...
Nehmen wir es mal so: ich habe mit jener Technik eine gute (wichtige) Selbstkontrolle und bin in die Lage versetzt, mein Verhalten als Diabetiker im Zusammenhang mit der Ernährungsweise nach dem hier so verächteten LOGI optimal anzupassen und über einen längeren Zeitraum noch besser zu lernen. Ich gehe gar nicht davon aus, ein FGM auf Dauer zu "brauchen". Und das Ganze hat hier bei mir im benannten Zusammenhang auch schon eben schon sichtbare Erfolge gebracht - ich konnte relativ leicht selbst meine Vermutung bestätigt sehen, dass mein BZ in der Nacht deutlich zu weit absackt (das habe ich dann natürlich auch auf herkömmliche Weise nachvollzogen), ich habe mein orales AntiDiabetika sogar absetzen können und kann vielleicht tatsächlich (zumindest aktuell) dauerhaft darauf verzichten.
BTW: als selbstständig Tätiger bzw. Firmeninhaber bin ich privatversichtert (nicht immer ein (von mir übrigens ungewolltes) "Privileg" ...) und muß in dem Fall viele Dinge bis zu einem halbwegs hohen Betrag X selbst tragen. Tatsächlich macht sich eine solche Technik (bei meinem Therapieansatz) dann schnell bezahlt - das ist einfach nur eine banale Frage nach finanziellem Kosten-Nutzenverhältnis.
Du hattest geschrieben:
"Erschwerend kommt noch dazu, dass es durchaus speziell auf neudiagnostizierte TYP2 DiabetikerInnen mit noch wenig Erfahrung demotivierend wirken kann, wenn Du ihnen durch das Bewerben des FGM's suggerierst, nur gutverdienende Selbstzahler können sich eine optimale Therapie leisten, obwohl dies gar nicht so ist."
Wo habe ich das denn getan? Ich habe lediglich daruf hingewiesen, das man es aktuell eigentlich nur als Selbstzahler am ehesten bekommt - und ehrlich, darin sehe ich schon ein Problem für manche Leute. Ich habe im engen Freundeskreis Leute, die mit Hartz4 auskommen müssen - die haben nie und nimmer eine Chance, sich sowas auch nur im Ansatz zu erträumen, so lange die Krankenkassen das noch nicht übernehmen. Und ich tue mich auch schwer, in finanzielle Möglichkeiten anderer Menschen reinzureden. Für viele sind die 169 Euro dieses FGM-Startersets schon zuviel, Andere würden sagen: "geschenkt".
Und ich will auch nicht zu denen gehören, die den Leuten vorschreiben: kauf Dir mal nicht jedes Jahr ein neues iPhone, dann klappt das auch mit der Selbstzahlerei für so ein Teil besser - sowas fände ich anmassend und ausgesprochen dumm (selbst wenn im Grunde etwas dran wäre oder ist).
Und abgesehen von den FGMs: LOGI, als Therapieansatz ist tatsächlich auch nicht ganz so billig - kostengünstiger ist Reis, sind Nudeln ... Fastfood oder der 1-Euro Burger ... und die meisten anderen, Nicht-LOGI-Lebensmittel sind es auch. Vielleicht auch ein Grund, warum hierzulande Ernährungsempfehlung offiziell so ausfallen.
Auch das ist übrigens ein Nachteil, den man bei aller "Werbung" (wie Du sagst) doch auch sagen können muß - es stimmt doch leider. Und es stimmt dann eben schlimmerweise auch, dass sich jemand mit Hartz4 oder teils auch unwürdig bezahlter Jobs "LOGI" bestenfalls in einer Form leisten kann, wo hier ständig geäußerte (Anti-)Thesen dann stimmen: das nämlich die Lebensqualität verloren gehen.
Insofern stimmt es dann schon auch, das manche Ansätze in der Summe für manche Leute zwar richtig wären, aufgrund unserer gesellschaftlichen Bedingungen aber eben nicht greifbar sind.
Nein - ich unterstelle Dir keinen Neid, warum sollte ich das tun.
Die letzten paar Tage hier in diesem Forum haben mir aber etwas anderes gezeigt:
Der ganz große Fehler dieser Plattform ist, dass:
1. erkennbar niemand moderiert - vor allem der Betreiber sich nicht zu kümmern scheint ... wie geht sowas bei einem Forum, bei dem man sich über medizinische Dinge austauscht?
2. nicht zwischen verschiedenen Diabetes-Typen und Ansätzen getrennt wird - das meine ich schon technisch allein im Forum. Man könnte das über verschiedene Bereiche regeln ...
Insbesondere Punkt 2 schafft zwar eine "spannende" Diskussionsatmosphäre mit garantiertem Sprengstoff, aber ist es das wirklich, was man bei so einem Thema haben will? Keine Ahnung ob das dem Betreiber nicht klar ist, dass das teilweise auch Negativwerbung für ihn selbst ist oder zumindest werden kann ...
Ich möchte weder als "LOGI-Terrorist" oder "Werbeagentur von Abbott" gelten, wie vermutlich ebenso nicht EH und Co. als "I love Insulin / Insulin über alles" dastehen möchtem. Das passiert aber, wenn man diese Ansätze so banal mischt und in einen Topf schmeisst und manche Leute dann fast schon verständlicherweise nicht trennen können ...
Ich will wirklich niemandem zu nahe treten, aber es ist hoffentlich schon klar, dass das hier eine durchaus schlimme Aussenwirkung hat? Warum müssen hier solche Einbahnstrassen entstehen, wo so viele Wege zum Ziel führen können? Warum kann man nicht einfach akzeptieren, das wir allesamt unterschiedliche Ausprägungen der Erkrankung Diabetes haben und in dieser Unterschiedlichkeit auch verschiedene Wege zum Ziel führen.
Will man das hier (zumindest seitens einiger User) wirklich nicht?
... das geht schon auch, aber dann sollte man das Forum mit dem Untertitel versehen:
- Eigentich nur für "richtige" Diabetiker mit Insulinpflicht (orale Antidiabetika geduldet) -
Damit wüsste man wenigstens gleich, das man gegebenfalls nicht dazupasst, muss andere nicht unnötig nerven und spart sich das Interesse lieber für andere Austauschmöglichkeiten auf.
Ist eigentlich im Ansatz klar, wie das ankommt, wenn da steht "... ist vermutlich nur ein Prä-Diabetiker ..."? Gibt es tatsächich so ein Kastendenken hier? Und darf wirklich niemand Fragen stellen, die Manchen als dumm erscheinen ohne gleich auch mit entsprechender Breitseite genau das dem Gegenüber hinzuschleudern?
Ich habe mich leider erst im Nachhinein hier etwas tiefer eingelesen ... und: Leute - es ist zum Teil echt gruselig.
Bevor jetzt der Hinweis kommt: "Was willst Du denn dann hier?":
Ich möchte mich wie andere auch zum Thema Diabetes mit Euch und Anderen austauschen, Erfahrungen weitergeben, Fragen stellen (dürfen) und gerne auch von Anderen in falschen Ansätzen korrigiert werden, wenn das richtig und nötig ist.
Es mag sein, das jeder von uns in Begeisterung über eine bestimmte Erfahrung über das Ziel hinausschiesst und ein wenig nervt - aber das kann man doch in der Regel tolerieren.
@ferrato
Ich möchte Dir danken, dass Du mich in dieser Form angesprochen hast.
Sorry, das meine Antwort jetzt GAAAANZ LANG geworden ist - sieh es als Zusammenfassung einiger Gedanken der letzten Tage.
Ich möchte Dir und allen anderen dann auch zunächst ein ganz schönes Osterfest wünschen. Mit Blick auf das, was Ostern bedeutet, können wir es vielleicht mit etwas Willen schaffen, uns hier besser mit allen Ecken und Kanten zu tolerieren und in allen Widersprüchen anzunehmen.
Beste Grüße,
Ulf -
am 03.04.2015 12:40:04
@Ulf, ich habe da eine Bitte an dich:
Bitte mache zu deinem FGM einen eigenen Thread auf! In dem kannst du das Gerät dann diskutieren und gleichzeitig aufhören, alle anderen Threads damit zuzuspammen und deine Werbung überall zu setzen.
Vielen Dank!1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 03.04.2015 12:43:22
Jetzt warst Du aber fleissig. Komm grad von meiner NW Stunde zurück, hab mir die Verwüstungen in meinem Wald angeschaut. Um noch mal auf LOGI zu kommen: irgend einen Plan muss man sich ja machen, nach der Dignose, was isst Du ab jetzt, wie bewegts Du Dich, vor Allem, es muss mir Spass machen, weil es mein ganzes weiteres Leben dauert. Und da wird LOGI natürlich teuer. Ich will nicht Gemüse haben, sondern gutes Gemüse, wenn ich schon Brot esse, muss es ein guter Bäcker sein und mein Fleisch hätte ich gerne vom Hofladen und und und. Je älter man wird, um so mehr lege ich Wert auf Qualität. Wenn ich Kassenpatient wäre, könnte ich viel sparen und mir Insulin verschreiben lassen. Ich müsste es selbst zahlen und muss sowohl beim Arzt un im KH aufpassen, dass mir nicht ganz wichtige Dinge aufgeschwatzt werden. Letztens wollte mich einer ganz schnell operieren um sein Operationssoll aufzufüllen. Als privatpatient must Du Dich gut auskennen heutzutage. -
am 04.03.2017 15:39:37 | IP (Hash): 1369008475
So, vor ein paar Tagen war es mal wieder so weit. Angetrieben durch die sich deutlich verschlechternden NBZ Werte der letzten Monate, habe ich mich mal wieder auf Hafer gesetzt. In den Posts oben von 2015 sieht man, dass ich davon viel halte. Auch wenn ich mir zu diesem Zeitpunkt noch unterirdischste Häme anhören musste. Aber gut, ich bin ja gerne etwas vor der Zeit, heute wollen plötzlich alle Hafer :-))
Meine NBZ Werte waren seit Dezember praktisch nicht mehr 100. Damals machte ich dahingehend bereits sehr beeindruckende Erfahrungen, Hafer senkte pp Werte und NBZ. Seit drei Tagen esse ich nur erwärmten Hafer. Ich begrenze die gesamte Tagesmenge nicht strikt. Pro Portion nehme ich da 70g Vollkornhafer und erwärme diesen im doppelten Volumen Wasser. Dadurch entsteht der bekannte Haferbrei, den ich mit frischen Früchten und Zimtextrakt (entcumarisierten 10:1 Cassia) serviere. Mit den Früchten muss man etwas aufpassen, da zB Banane dann doch pp zusammen mit dem Hafer drastisch durchschlägt. Hafer wird an sich immer als langsames Kohlenhydrate bezeichnet, allerdings gilt das auf keinen Fall für die Breivariante. Spitzen nach 20 Minuten sollten also beachtet werden. Bei mir unter Prädiabetes komme ich mit Banane an die 200. Das könnte man durch gezieltes Bewegen nach dem Oatmeal entsprechend abfangen.
Heute habe ich dann zum ersten Mal den NBZ gemessen: 81! Ich kann mich nicht einmal mehr daran erinnern, wann ich zum letzten Mal so einen Topwerte hatte. 1-2 Tage hänge ich noch dran.
(Für ein paar links, warum Hafer: meinen Post vom 28.03.2015 beachten)
Bearbeitet von User am 04.03.2017 15:45:22. Grund: Hafer Kur Diabetes -
Cracktros
Rang: Gastam 04.03.2017 15:57:12 | IP (Hash): 67031262
Es gibt geschmacklich beinbruckendere Rezepte, die ähnliche Wirkung haben als der dröge Brei.
Übrigens, es soll 1 Wochenende Diät volkommen ausreichend sein, um 4 Wochen keine Haferdiät zu benötigen.
Eventuell hatte die Kritik etwas mit der Übertreibung zu tun.
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DO NOT FEED THE TROLL!!!
Bearbeitet von User am 04.03.2017 15:59:01. Grund: - -
am 04.03.2017 16:55:46 | IP (Hash): 1369008475
Derzeit wird drei Tage empfohlen. Danach zur Auffrischung ein mal im Monat ein Hafertag. Die Menge soll auf drei Mahlzeiten pro Tag bei 75g begrenzt werden, laut Diabetes Ratgeber. Aber daran halte ich mich nicht. -
am 06.03.2017 10:27:58 | IP (Hash): 2108455638
Sooooooo neu ist die Hafer-Aktion ja nun wirklich nicht.
Und ist ja echt schön, dass Deine Werte jetzt passen.
Hast Du eventuell auch ein neues Teststreifen-Döschen angefangen?
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http://www.diabetes-online.de/a/die-wichtigsten-werte-ein-ueberblick-1776718 -
am 16.03.2017 13:35:12 | IP (Hash): 807953588
Nee, das ist noch das offene Döschen. Ich glaube, im Januar habe ich das aufgemacht.
Ich möchte jetzt noch einmal eine Lanze für die Haferkur brechen. Das geht hier zu sehr unter, also die besondere Kraft des Hafers. Ich bin natürlich nur ein Einzelfall, aber was hier gerade mit meinen Werten passiert, grenzt an ein Wunder. Wie ich bereits erwähnte, waren meine Nüchternwerte der letzten Monate dauerhaft nicht mehr unter 100, meist um 110, Ausreißer über 120.
Nach der Haferkur hat sich mein NBZ bei Werten deutlich unter 90 stabilisiert, heute z.B. 84. Darüber hinaus sind meine pp Werte erheblich unter den Werten von vor der Haferkur. Gestern hatte ich nach 100g Vollkornnudeln (Trockenmasse) eine Spitze von 159 ca. 30 Minuten nach dem Essen. 8 Minuten später lag ich bei 120. Nicht nur sind die Spitzen deutlich flacher, sehr überraschend ist die wieder enorm schnelle Antwort meiner BSD. Das sind nun Werte eines völlig unauffälligen Verlaufs. Nach jetzigen Werten liegt das sogar deutlich unter Prädiabetes, also weder gestörte Glukosetoleranz noch gestörte Nüchternglukose.
Es wäre sehr schön, wenn ein T2er sich hier bereit erklärt, die Haferkur durchzuführen. Nur um mal zu schauen, ob andere auch einen so deutlichen Effekt sehen. Vielleicht Jürgen? Wir haben bei dir ja schon gesehen, dass du ein Carb-responder bist. Ich könnte mir vorstellen, dass der Hafer bei dir noch einmal ein Positivschippe oben drauf legt.
Zur Kur: Ich habe 4 Tage lang Hafer gegessen und Portionen à 70-80g (kleine Tasse) im Topf mit dem doppelten Volumen Wasser erhitzt. Kurz aufblubbern lassen, dann mit Früchten servieren und gerne mit Zimt garnieren für mehr Geschmack. Ich habe die Gesamtmenge Hafer nicht begrenzt, also immer einen Topf angesetzt, wenn ich Hunger hatte. -
am 16.03.2017 13:44:29 | IP (Hash): 2108455638
Hi!
Das klappt nicht nur bei T2.
Bis auf die Nummer mit den "8 Minuten" textest Du auch nachvollziehbare Werte!
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http://www.diabetes-online.de/a/die-wichtigsten-werte-ein-ueberblick-1776718 -
am 16.03.2017 14:06:01 | IP (Hash): 807953588
Interessant. Ich dachte bei T1 fällt Hafer ein wenig raus.
P.S.: Die Nummer mit den 8 Minuten habe ich verifiziert. Es ist jetzt bei jedem Essen so. Innerhalb von wenigen Minuten sinkt der Spiegel wieder.
Bearbeitet von User am 16.03.2017 14:08:33. Grund: . -
am 16.03.2017 14:15:42 | IP (Hash): 2108455638
Vollkornnudeln sollte da eher Güterzugmäßig unterwegs sein...
Hafer verbessert die Insulinsenitivität, und da T1 gerne mal eine Down-Regulation herbeiführen war Hafer früher DAS Mittel der Wahl.
Funktioniert aber nach wie vor auch heute und wird für eine Up-Regulation gerne genommen.
Stichworte wären hier Teupe Chrostek Up Down Regulierung. Liest sich gut und der Doc hat da zu vielen Themen gute Erklärungen.
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am 17.03.2017 00:12:42 | IP (Hash): 1716330021
Vollkornnudeln sind bei mir schon etwas besser. Aber so groß ist der Unterschied zu normalen Nudeln gar nicht. Ähnlich wie beim Vollkornbrot. Da landete ich früher bei einer Scheibe Roggenvollkorn mal bei 160. Deshalb bin ich bei Vollkornbrot auch vorsichtig geworden. Aber grundsätzlich gilt natürlich: je langsamer desto besser. Also lieber Vollkorn als geschältes Korn. -
am 20.03.2017 11:14:40 | IP (Hash): 1740081233
So, nun sind ca. 3 Wochen um. Die NBZ-Werte "normalisieren" sich nun wieder Stück für Stück. In den letzten Tagen konnte ich beobachten, wie mg für mg dazukam, heute dann wurde die 100er Schallmauer erreicht. Damit kommt das gut hin mit dem angegebenen 4-Wochenrhythmus, den man bei Hafer einhalten sollte. -
Dibein
Rang: Gastam 21.03.2017 11:47:35 | IP (Hash): 1773721363
purea schrieb:
So, nun sind ca. 3 Wochen um. Die NBZ-Werte "normalisieren" sich nun wieder Stück für Stück. In den letzten Tagen konnte ich beobachten, wie mg für mg dazukam, heute dann wurde die 100er Schallmauer erreicht. Damit kommt das gut hin mit dem angegebenen 4-Wochenrhythmus, den man bei Hafer einhalten sollte.
Hi Purea,
Es ist aber während der Hafertage normal das der BZ recht "stark" ansteigt? Ich habe heute morgen 45gr lediglich mit Wasser und Süssstoff vernascht und hatte nach einer Stunde einen BZ von 217 (Ausgangswert 114mm/dl). Ich meine das sind 2,3 BE gewesen. (Ich habe dazu eine leckere Metformin 1000mg inhaliert)
Gruß
Dirk
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DO NOT FEED THE TROLL!!! -
am 22.03.2017 00:28:46 | IP (Hash): 1736532990
Moin Dirk,
ja, die pp Werte sind gerade zu Anfang nach einem warmen Haferfrühstück recht hässlich, deine Beobachtung ist normal. Man muss auch beachten, dass es sich bei erwärmtem Hafer keineswegs mehr um langsame KH handelt. Der entstehende Brei ist ja ein gelöstes zähflüssiges Mahl und kommt entsprechend schnell im Körper bzw BZ an. INSULINER also besonders aufmerksam bleiben während der Hafertage.
Der Hafereffekt schlägt dann zwischen den Hafermahlzeiten und beim NBZ nach und nach richtig ein. Probiere es einfach mal drei Tage konsequent mit Hafer zB nach dem obigen Rezept vom Diabetesratgeber und ziehe dann in den Tagen darauf eine Bilanz mittels Insulinverbrauch, pp Werten und NBZ.
Ich vermute, dass nicht nur der Hafer für den starken Effekt verantwortlich ist (zB durch Beta Glucan), sondern dass auch die verringerte Kalorienzufuhr und der über die Hafertage stattfindende innere (Organ-)Fettabbau eine Rolle spielen.
1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
Dibein
Rang: Gastam 22.03.2017 01:06:08 | IP (Hash): 1773721363
Moin Purea,
Danke für die Beschreibung. Ich finde die Wirkung von so einer Händchen voll Hafer, wenn das auch gequollen schon ein Berg ist, beeindruckend.
LG
Dirk
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Elfe
Rang: Gastam 22.03.2017 19:22:37 | IP (Hash): 579817800
purea schrieb:
Probiere es einfach mal drei Tage konsequent mit Hafer zB nach dem obigen Rezept vom Diabetesratgeber und ziehe dann in den Tagen darauf eine Bilanz mittels Insulinverbrauch, pp Werten und NBZ.
Der Diabetesratgeber-Link von purea läuft ins Leere - hier der vollständige Link
http://www.diabetes-ratgeber.net/Ernaehrung/Was-bringen-Haferkuren-bei-Diabetes-492633
Wird auch hier - durch Experten - kritisch gesehen.
Aktuell ist die Haferkur über die Sendereihe 'Ernährungs-Docs' im Gespräch
ndr.de/ratgeber/gesundheit/Diabetes-Typ-2-erkennen-und-behandeln,diabetes
https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/haferkur100.pdf
Meine, daß durch Haferkur etc. hier eher die Gewichtsabnahme im Fokus steht, andere Zutaten durchaus erlaubt sind, Kohlenhydrate durch ausgerechnet Haferflocken eher nicht bewiesen wird, schon gar nicht als Wundermittel für eine Insulinwirkungsverbesserung.
@Dirk
Haferflocken gibt es in unterschiedlichen Sorten: Schmelzflocken oder Kernig.
Kernige Haferflocken könnten die Blutzuckersteigerung besser verzögern, wie auch andere Zutaten.
Genügend Quellzeit (Wärme) ist auch wichtig, weil auch dadurch die Blutzuckerwirkung (und Sättigungsgefühl) beeinflusst wird.
Glaube versetzt Berge und Versuch macht kluch.
;-) Elfe
Bearbeitet von User am 22.03.2017 19:49:04. Grund: NDR-Link gekürzt, da ...diabetes196.html mit 'S1' falsch konvertiert wird und dann ins Leere läuft -
Dibein
Rang: Gastam 22.03.2017 21:50:59 | IP (Hash): 602189161
Hi Elfe,
Danke für die Antwort. Gewichtsabnahme wäre ja jetzt auch nicht so falsch. Ich schau mal was die Links so hergeben.
Liebe Grüße
Dirk
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DO NOT FEED THE TROLL!!! -
am 22.03.2017 22:26:00 | IP (Hash): 381143310
@Elfe: Das hat mit Glaube weniger zu tun als vielmehr wahrscheinlich mit dem Beta Glucan des Hafers. Und es ist speziell der Hafer, sonst würde auch Weizen, welches ebenfalls Beta Glucan enthält, positive Effekte haben. Hat es aber nicht, sogar im Gegenteil.
Derzeit ist nur noch nicht so ganz klar, warum ausgerechnet der Hafer sich so positiv bei T2 auswirkt (wie TypEinser berichtete, können sogar T1er profitieren). Aber das es so ist, ist hinlänglich bekannt, undzwar seit Jahrhunderten sozusagen. Die Wiederentdeckung des Hafers steht somit auf soliden Füßen. -
Elfe
Rang: Gastam 24.03.2017 00:32:36 | IP (Hash): 579817800
purea schrieb:
@Elfe: Das hat mit Glaube weniger zu tun als vielmehr wahrscheinlich mit dem Beta Glucan des Hafers. Und es ist speziell der Hafer, sonst würde auch Weizen, welches ebenfalls Beta Glucan enthält, positive Effekte haben. Hat es aber nicht, sogar im Gegenteil.
Aber das es so ist, ist hinlänglich bekannt, undzwar seit Jahrhunderten sozusagen.
Also doch mehr Glaube/Vermutung als Wissen.
ß-Glucan wäre auch in Gerste u.a. drin
https://bfsdiät.de/beta-glucane-eine-uebersicht/
Ach ja, Jahrhunderte, Medicus-Zeit ist eher rückständige Denke.
Du als sogen. Prä-Diabetiker magst dir als Luxus diese unsägliche Testerei erlauben können.
Für diagnostizierte und behandelte Diabetiker eher nicht geeignet.
Bearbeitet von User am 24.03.2017 01:37:09. Grund: Korrektur Schreibfehler -
am 24.03.2017 07:36:10 | IP (Hash): 2108455638
Elfe schrieb:
Du als sogen. Prä-Diabetiker magst dir als Luxus diese unsägliche Testerei erlauben können.
Für diagnostizierte und behandelte Diabetiker eher nicht geeignet.
Die "Haferdiät" funktioniert auch diagnostizierten Diabetikern.
Alternativ geht auch ein "Obst- und Gemüsetag" mit gedünstetem Gemüse zum Frühstück, Mittags und Abends. Dazu je 3 BE Obst. Und das jeden zweiten Tag.
Nach einer Woche können sich die Insulinfaktoren erheblich verbessern!
Die Testererei ist ja nicht gänzlich unsäglich – aber mit der Aussicht, das bis zum Lebensende zu betreiben bin ich auch eher sparsam mit dem Wertenehmen... ;)
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http://www.diabetes-online.de/a/die-wichtigsten-werte-ein-ueberblick-1776718 -
am 24.03.2017 09:12:22 | IP (Hash): 1482321250
Wahrscheinlich gibt es noch sehr viel mehr Möglichkeiten, den basalen Insulinbedarf und den pro BE zu verringern, als mit Hafer oder Gemüse oder… . Aus der Selbsthilfe weiß ich von einigen, die das auch sehr schön messbar mit Opa Schnitzers Weizen geschafft haben. Ist aber auch schon ein rein praktischer Unterschied, denn Haferflocken kann ich in jedem Lebensmittelladen kaufen. Weizen und weitere Getreide zwar auch längst an vielen Stellen, aber das muss ich mir dann immer noch mahlen.
Weil die Wirkung von allem, was im Zusammenhang mit Diabetes sehr individuell ist und dabei über weite Bereiche streuen kann, halte ich die Beobachtung vom BZ für den Schlüssel zu jeder zuverlässig wirksamen Maßnahme.
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
am 24.03.2017 09:25:45 | IP (Hash): 2108455638
Fein ist auch eine Therapie, die berechenbar bleibt ;-)
Zimt & Co. machen sich gut auf Milchreis, taugt aber als "tägliche Zutat" nicht (und hält nicht das vom Shop versprochene Resultat).
Interessant ist die Hafer-Folter bei hohen Insulinfaktoren, da wird aber auch die bloße Diät eine Rolle spielen. No-Carb funtioniert auch, Stichwort wäre hier die Up-Regulation.
Gemüse/Obst-Tage haben eine "reinigende Wirkung" und sind nur im Urlaub zu empfehlen, und gedünstetes Gemüse zum Frühstückk ist auch eine Herausforderung.
Unterm Strich sind das alles keine Mittel, einen Diabetes egal welcher Form über einen längeren Zeitraum in Schach zu halten (es sei denn, man mag das Zeug.)
Und wenn man Standard-Tage mit erprobten Lebensmitteln/Bewegung einhält, dann müssen die Finger nicht so arg leiden. Auch für gute HbA1c.
Habe gestern nach heftiger Erkältung vor 5 Wochen und 2 entzündeten Zahnwurzeln mit 5 Messungen/Tag einen HbA1c von 6,6 hingekriegt. Mit CGM oder Libre wäre wohl noch mehr möglich gewesen - aber mal im Ernst: Die Umstände waren alles andere als angenehm....
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Elfe
Rang: Gastam 24.03.2017 17:55:41 | IP (Hash): 579817800
Hallo TypEinser,
bin da ganz deiner Meinung :-)
Gemüse und Low Carb kann ich ja noch nachvollziehen.
Diese 'Hafer-Folter' eher nicht.
Welchen Sinn soll das haben, den Blutzucker mit Haferflocken in Wasser hochzujagen größer 200, wie Purea und Dirk das beschreiben ?
Habe gar nichts gegen Haferflocken, im Gegenteil.
Allerdings nehme ich auf 40 g Haferflocken 150 ml Milch, Mandeln und Leinsamen als Frühstücksmüsli.
Ist KH-mäßig auch nicht mehr, als wenn in die wässrige Pampe Obst dazu gegeben wird.
Allerdings kann ich mit Insulin die Blutzuckerwirkung abfangen, was bei Prädiabetikern und Tablettentherapie ja nicht der Fall ist.
Gruß Elfe
P.S.: Hoffe, deine entzündeten Zahnwurzeln haben sich auch erfolgreich behandeln und erhalten lassen.
Schon toll, was die Zahnmedizin heutzutage so alles kann. Habe Restaurierungsmaßnahmen auch gerade erfolgreich überstanden. -
am 25.03.2017 02:17:28 | IP (Hash): 150246075
Richtig geil ist auch das ganze Haferkorn. Das gibt es zB bei Rossmann oder DM und lässt sich toll verarbeiten wie Reis. Das kann man auch super in die Haferkur mit einbauen. Die ganzen Körner einfach einweichen, zB über Nacht, und dann nochmal kurz wie Reis kochen. Dazu kann man toll Gemüse servieren, hier mal ein Beispiel:
- Ganze Haferkörner über Nacht einweichen (wie alle Getreide, Reise und Hülsenfrüchte einweichen, um die Phytinsäure abzubauen)
- Eingeweichte Haferkörner in einem Topf mit der doppelten Menge leicht gesalzenes Wasser kochen
- Bio-Sommergemüse TK (zB von Lidl oder Aldi, 100% Gemüse) in einer Pfanne erwärmen
- Getrocknete (nicht eingelegte!) Tomaten dazuschneiden
- gekochten Hafer in die Pfanne geben und vermengen
Durch die getrockneten Tomaten kommt richtig viel Geschmack mit rein, einfach megalecker. Es entspricht immer noch den Anforderungen an eine Haferkur, da kein Fett und kein Eiweiß beigemischt wird außer dem, was im Hafer enthalten ist.
ACHTUNG: Für Müslifresser wie Elfe ungeeignet, da es Grundfertigkeiten des Kochens erfordert :)) -
Cracktros
Rang: Gastam 25.03.2017 09:32:44 | IP (Hash): 367431457
Ich wäre sehr dafür, Beiträge nicht zu stark zu verallgemeinern, sondern eine stärkere Zielgruppenorientierung durchzuführen.
Hier wird ein Lebensmittel, welches seit Jahrhunderten Typ - 1- Diabetikern nur in den Tod geschickt hat, als Allheilmittel angepriesen. Was soll mir z.B. eine Diät bringen? Esse ich weniger als 4500 Kalorien/Tag komme fange ich an abzunehmen, und lande fix im Untergewicht. Auch eine Up-Regulation, bei meinen BE/I.E Faktoren, ist nicht immer von vorteil.
Für andere aber kann solch eine Diät vorteilhaft sein....
Und dann kommt noch eines hinzu; eine Umstellung des Lifestyle, kann nur erfolgreich sein, wenn es auch den Geschmack der jeweiligen Zielgruppe entspricht.
Dieses "Allheilmittel-Prinzip" oder des Prinzip der Verteufelung ist eher etwas für ... schweigen wir mal lieber.
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am 25.03.2017 10:46:17 | IP (Hash): 22234332
Hey, Du hast recht: Vielleicht gerade mit Diabetes mellitus gibt es eine irre weite Streubreite an Handlungsmöglichkeiten, die bei den einen super funktionieren und bei anderen weniger bis gar nicht. Tatsächlich kann nur jeder schauen und raussuchen, was von all den Möglichkeiten, die er so findet, bei ihm besser funktioniert. Verallgemeinerungen nachlaufen kann da ebenso hinderlich sein wie selber eigene Erfahrungen verallgemeinern.
Allerdings weichst Du mit dem "Lebensmittel, welches seit Jahrhunderten Typ 1 Diabetiker nur in den Tod geschickt hat", gleich um mehrere Jahrhunderte von Deinem eigenen Rat ab. Denn einmal ist das ne totale Verallgemeinerung und dann auch noch voll fake=irreführend: Typ1 war bis vor weniger als 1 Jahrhundert ein absolutes Todesurteil mit mehr oder weniger kurzer Verzögerung. Alles, was die Betroffenen in dieser Verzögerungszeit gegessen haben, hat sie in den Tod geschickt. Und die Situation hat sich mit Insulin auch erst laaaangsam in dem Maße verbessert, in dem das verfügbar wurde und in dem die Medizin damit umzugehen und diesen Umgang an die Betroffenen weiter zu geben lernte.
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
Bearbeitet von User am 25.03.2017 11:48:18. Grund: Ergänzung1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 25.03.2017 11:58:07 | IP (Hash): 150246075
@Cracktros: Naja, ich habe aber mehrfach und unzweideutig darauf hingewiesen, dass es hier um T2 Diabetes geht. Auf den Hinweis von TypEinser, auch bei T1 könne von Hafer profitiert werden, habe ich erstaunt reagiert, weil ich davon bis dato nichts gehört habe. Also insofern nichts gehört, als dass die Haferkuren aus den genannten Quellen und anderen Quellen ausnahmslos die Unterstützung des T2 Regime zum Ziel haben. Aber wenn TypEinser mit Hafer gute Erfahrung gemacht hat, dann wird das schon so sein.
Ich habe jetzt die zweite Kur hinter mir. Dieses Mal war der Effekt kaum messbar. Vorgestern hatte ich sogar einen sehr unschönen NBZ Ausreißer bei 111. Es könnte wohl daran liegen, dass ich dieses Mal entgegen der Vorgaben mit Eiweiß(Pulver) kombiniert habe. Da ich wieder voll im Sportmodus bin, wollte ich Eiweiß oben halten. Wobei das gar nicht mal unbedingt nötig ist, da Hafer immerhin 13g/100g hat. Wenn man also etwas höher geht als die empfohlenen 3x75g Hafer am Tag, kommt man vom Eiweiß her schon ganz gut klar für den Grundbedarf.
Der andere Effekt, die Hautverjüngung, hat dagegen wieder voll durchgeschlagen. Im Gesicht ist es wirklich beeindruckend und am dritten Tag stark fühl- und sichtbar. Muss aber nicht am Hafer liegen, könnte auch an der verminderten Kalorienzufuhr liegen, da der Körper so weniger Ballast aufnimmt, der auch über die Haut ausgeschieden werden müsste.
Bearbeitet von User am 25.03.2017 12:01:34. Grund: . -
am 25.03.2017 12:06:08 | IP (Hash): 65320933
http://www.insulinclub.de/index.php?page=Thread&threadID=21399
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Dibein
Rang: Gastam 25.03.2017 12:21:45 | IP (Hash): 1954279032
Cracktros schrieb:
Ich wäre sehr dafür, Beiträge nicht zu stark zu verallgemeinern, sondern eine stärkere Zielgruppenorientierung durchzuführen.
Hier wird ein Lebensmittel, welches seit Jahrhunderten Typ - 1- Diabetikern nur in den Tod geschickt hat, als Allheilmittel angepriesen. Was soll mir z.B. eine Diät bringen? Esse ich weniger als 4500 Kalorien/Tag komme fange ich an abzunehmen, und lande fix im Untergewicht. Auch eine Up-Regulation, bei meinen BE/I.E Faktoren, ist nicht immer von vorteil.
Für andere aber kann solch eine Diät vorteilhaft sein....
Und dann kommt noch eines hinzu; eine Umstellung des Lifestyle, kann nur erfolgreich sein, wenn es auch den Geschmack der jeweiligen Zielgruppe entspricht.
Dieses "Allheilmittel-Prinzip" oder des Prinzip der Verteufelung ist eher etwas für ... schweigen wir mal lieber.
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Hallo Chraktros,
Ich stimme dir da im vollem Umfang zu. Ich halte von Diäten rein gar nichts und sehe als Möglichkeit nur eine durchhaltbare, weil vielfältige Ernährungsform mit gewissen Eckpunkten die nachhaltig zum Ziel führen.
Die Hafertage würde ich daher weniger als eine Diät betrachten sondern eher als Resetknopf gegen die Insulinresistenz (Aber davon bin ich persönlich noch nicht überzeugt). Also zumindest auf das Basale Insulin hat das bei mir keinen Einfluss. Es bedarf nach wie vor die gleiche Menge an IE,s. Und die Postpr. BZ Werte haben sich auch nicht signifikant verbessert.
Was mir allerdings gefällt ist so ein schlichter gesüßter Haferbrei als schnelles Frühstück um bei Essunlusst eine Tablettenbasis zu schaffen. Gesüßt wird mit ein wenig Flüssigsüßstoff dann kommt der ganze Kram für 2 Minuten in die MW und nach durchrühren nochmal 1 Minute MW - fertig. Essen, Tabletten naschen und wieder ab in Bett.;)
Aufpassen muss man allerdings wenn man die kernigen Flocken nimmt. Die explodieren in der MW und man kann das Dingen anschließend auskärchern oder wegschmeißen.
Nicht etwa das mir das passiert wäre. :((
LG
Dirk
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am 25.03.2017 13:20:24 | IP (Hash): 150246075
Haha, die Haferbomben :-)
Dirk, kannst du kurz umreißen, wie du die Hafertage durchgeführt hast? Wieviel Gramm auf wieviele Mahlzeiten verteilt? Hattest du Beikonsum? Wieviele Tage insgesamt? Wie hast du den Hafer serviert/zubereitet? Ist deine Kur beendet? Wie haben sich NBZ pp und andere Werte/Bedarfe verändert? Etc etc
Bearbeitet von User am 25.03.2017 13:23:51. Grund: . -
Dibein
Rang: Gastam 25.03.2017 14:36:38 | IP (Hash): 1954279032
Hallo Purea,
ich habe an drei Tagen je drei "Mahlzeiten" bestehend aus 50gr Haferflocken, 300ml Wasser und etwas Süßstoff gegessen. Das ganze, wie schon gesagt, in der Mikrowelle warm gemacht und quellen lassen. Zwischendurch mal eine Tasse Rinderbrühe (ca. 2 mal am Tag).
Das ganze ist beendet (Wobei ich den Hafer als schnelles Frühstück ab und an gerne esse) und ich habe keine nennenswerten Effekte auf den NBZ und auch auf den pp BZ feststellen können. Sowohl mein Basalbedarf liegt unverändert bei 34IE Basal. Und auch das Metformin nehme ich unverändert mit 2000mg am Tag. (Wobei ich das Gefühl habe das Metformin auf meinen BZ kaum einen Einfluss hat, ohne das bisher überprüft zu haben.)
LG
Dirk
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am 25.03.2017 18:19:37 | IP (Hash): 1051217720
Danke für die Rückmeldung. Dann kann man bei dir wohl nach diesem Versuch sagen, dass du auf eine Haferkur nicht anspringst. Deine Menge ist zwar unter der Empfehlung, aber ich bezweifle irgendwie, dass es viel ausmachen würde, wenn du auf 75g hochgegangen wärst.
Schade, aber ein Versuch war es allemal wert!