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  • DM1Diabetes

    Rang: Gast
    am 02.04.2015 12:30:55
    Ulf schrieb:


    ... und zum Messknecht oder hypersensiblen Zahlenabhängigen der dann nur noch um das Thema Diabetes dreht wird man damit auch nicht - die Auswertung ist so banal einfach und klar gemacht, dass ein Blick ohne Zahlenleserei genügt um zu sehen, wo man steht.

    Beste Grüße,
    Ulf



    Bei psychisch stabilen Menschen triftigen es sicher zu. Bein einIgen Usern hier im Forum würde aber nicht die Hand ins Feuer legen, ob sie nicht doch Messner werden.
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    am 02.04.2015 12:38:59
    TypEinser schrieb:
    Hi Ulf!

    In Verbindung mit einem Tagebuch ist die Abbott-Messkiste wohl recht gut.

    Wobei mir der Sensor dann doch zwischendurch im Weg ist...
    Im Moment komme ich gut mit der ICT klar, und 4 – 5 Messungen am Tag reichen durchaus.
    Besondere Umstände benötigen natürlich mehr Messungen, aber vorgesehen sind für Insulinpflichtige 400 Teststreifen/Quartal, das macht dann rund 4,4 Messungen/Tag.

    Wer mit Prä-Diabetes nach "Purea-Vorgaben" vorgeht, der muss viel Geld in wenig Nutzen investieren – kein Arzt in Deutschland wird die Teststreifen verordnen.



    Das "Tagebuch" bringt das FGM mit - es gibt da eine kostenfreie Software für PC und Mac dazu, bei der das alles dauerhaft auswertbar ist. Mich stört der Sensor nicht, aber klar - das sind Dinge des persönlichen Empfindens :)

    Ich habe das nicht aus Sicht des Insulinpflichtigen gesehen - das bin ich ja zum Glück nicht, auch wenn man mich im ersten Ansatz vor ein paar Jahren "gerne" dazu gemacht hätte. Und klar - die "besonderen Umstände" müssen im Raum stehen - interessant ist es für solche Sponatdauermessungen um überhaupt erst mal ein umfassendes Bild zu bekommen oder auch zur Begleitung anderer Ansätze.

    Du hast natürlich recht, das kein Arzt nach Wünschen und Vorlieben der Patienten verordnet (das ist auch grundsätzlich mal richtig so) - im Zweifelsfall würden das die Kassen nicht zahlen (die Regeln sind ja klar). Wer wie ich und andere tatsächlich aber andere Wege geht, für den ist das eine wirklich tolle Möglichkeit ... was ich übrigens im ganzen Ausmaß erst erkannt hatte, nachdem ich das hatte. Klar - zahlen muß ich selbst - unnötig oder gar nutzlos empfinde ich es aber nicht. Aber logisch - das ist eine reine Philosophiefrage, die man nicht weiter diskutieren muß (Standpunkte sind bekannt :) ).

    Den Nutzen des Systems erkennen gerade in den letzten Wochen offenbar auch immer mehr Krankenkassen - aktuell beginnt ja gerade ein Zulassungs"wellchen" für die ersten Fälle (zu denen man aber eher nicht gehören wird, wenn man das Teil nur aus persönlichen Befindlichkeiten haben möchte - bei der aktuellen Sprachregelung in Deutschland wird z.B. eine damit begleitete Ernährungsumstellung sicher (noch) nicht dazu gehören).

    Beste Grüße,
    Ulf
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    am 02.04.2015 12:49:31
    DM1Diabetes schrieb:
    Bei psychisch stabilen Menschen triftigen es sicher zu. Bein einIgen Usern hier im Forum würde aber nicht die Hand ins Feuer legen, ob sie nicht doch Messner werden.



    Na, die Kirchen werden es Dir "danken", wenn Du "Messner" als "psychisch unstabil" bezeichnest :) ...

    (ich habe natürlich verstanden, was Du meinst)

    Aber schon klar - zum Zahlenknecht sollte man mit all den Möglichkeiten die es gibt nicht verkommen, zumal all diese Zahlen auch nur gaaaanz relativ zu betrachten sind. Das Leben sollte lebenswert und frei von zwanghaften Verhalten bleiben - absolute Zustimmung.

    Wo die Grenze zum Zwanghaften überschritten wird, ist dann allerdings sicher auch individuell unterschiedlich und im Grunde kann es für den Austausch hier egal sein, wie man das selbst aus seiner Warte empfindet. Urteile in so einem Bereich über Andere zu fällen (die man eigentlich in ihrem Lebensumfeld nicht kennt), ist dann als Ferndiagnose vermutlich müssig.
    Da hallte ich es dann doch auch so, das diesbezüglich jeder nach seiner Fasson glücklich werden wollte.

    Insofern: will jemand Zahlenknecht sein und hat damit seinen Frieden ist das ebenso akzeptabel, wie wenn ein Anderer meint, dass das für ihn/sie zuviel Einschränkung und Zwang bedeutet (oder auch unnötig ist).

    Beste Grüße,
    Ulf
  • DM1Diabetes

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    am 02.04.2015 13:00:16
    Ich interessiere mich eher für ein echtes CGM mit Hypo-Warnung als für ein FGM. Dabei geht es mir nicht um irgendwelche Ausschläge nach dem Essen, ich weiß wie ich meinen Bolus berechnen kann dass es passt. Es geht um daß rechtzeitige erkennen und gegensteuern von Hypos, besonders bei Sport. Da werden die Symptome alzuleicht überdeckt .

    P.S. Der Messwertwahn trägt hier schon religiös- fundamentalistische Zuge hier ;-)
  • ferrato

    Rang: Gast
    am 02.04.2015 13:19:20
    DM1Diabetes schrieb:
    Ich interessiere mich eher für ein echtes CGM mit Hypo-Warnung als für ein FGM. Dabei geht es mir nicht um irgendwelche Ausschläge nach dem Essen, ich weiß wie ich meinen Bolus berechnen kann dass es passt. Es geht um daß rechtzeitige erkennen und gegensteuern von Hypos, besonders bei Sport. Da werden die Symptome alzuleicht überdeckt .

    P.S. Der Messwertwahn trägt hier schon religiös- fundamentalistische Zuge hier ;-)



    Genau.
    Das rechtzeitige erkennen und dass Gegensteuern von Hypos ist auch die einzige plausible Anwendung dieser Geräte und wird in solchen Fällen schon heute von der Kasse übernommen, manchmal aber nur auf bestimmte Zeit, um z.B. nächtliche BZ Verläufe zu erkennen.
    Wenn ich 2 Stunden nach einem Essen einen Wert von 200 messe, ist es Therapeutisch von keiner großen Bedeutung, wie die Werte in 5 Min. Schritten dorthin aussehen.
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    am 02.04.2015 13:27:05
    Ulf schrieb:
    Na, die Kirchen werden es Dir "danken", wenn Du "Messner" als "psychisch unstabil" bezeichnest :) ...

    Ulf



    Den Kirchen wird es egal sein, den Mesner, auch Kirchendiener genannt, schreibt man mit einem "s".
    Wir wollen doch hier keine Berufsgruppe diffamieren.
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    am 02.04.2015 13:49:36
    EH schrieb:
    Den Kirchen wird es egal sein, den Mesner, auch Kirchendiener genannt, schreibt man mit einem "s". Wir wollen doch hier keine Berufsgruppe diffamieren.



    Ein "s" oder zwei "ss" - offenbar auch Ansichtssache.

    Damit es nicht von mir kommt: https://de.wikipedia.org/wiki/Messner

    Und laut Duden ist BEIDES möglich :) Hurra, wir dürfen beide recht haben - das es sowas mal gibt, oder?
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    am 02.04.2015 14:09:10
    ferrato schrieb:
    DM1Diabetes schrieb:
    Ich interessiere mich eher für ein echtes CGM mit Hypo-Warnung als für ein FGM. Dabei geht es mir nicht um irgendwelche Ausschläge nach dem Essen, ich weiß wie ich meinen Bolus berechnen kann dass es passt. Es geht um daß rechtzeitige erkennen und gegensteuern von Hypos, besonders bei Sport. Da werden die Symptome alzuleicht überdeckt .

    P.S. Der Messwertwahn trägt hier schon religiös- fundamentalistische Zuge hier ;-)



    Genau.
    Das rechtzeitige erkennen und dass Gegensteuern von Hypos ist auch die einzige plausible Anwendung dieser Geräte und wird in solchen Fällen schon heute von der Kasse übernommen, manchmal aber nur auf bestimmte Zeit, um z.B. nächtliche BZ Verläufe zu erkennen.
    Wenn ich 2 Stunden nach einem Essen einen Wert von 200 messe, ist es Therapeutisch von keiner großen Bedeutung, wie die Werte in 5 Min. Schritten dorthin aussehen.



    Sowohl das CGM als auch das FGM haben seine Berechtigung, denke ich - es kommt vor allem auch auf den Einsatzzweck und die Erwartungshaltung an. Die Vorteile des CGM liegen auf der Hand, die Hypo-Warnung fehlt mir theoretisch auch, aber ICH kann damit leben.
    Und das Monitoring auf bestimmte Zeit ist ja auch das, was ich als einen Einsatzzweck meinte - dafür ist das schon wirklich prima.

    Das was ich mit den kurzen Messzyklen angesprochen hatte, sollte nur zeigen, was die Geräte machen. Ich wollte ja nicht unterstellen, dass man alle Minute dort drauf schaut.
    Die kleinen Messeinheiten lassen aber vermutlich eine etwas genauere Trendanzeige zu, da ich im Zeitraum X mit Minutenwerten eben einfach ein statistisch genaueres Ergebnis hinbekomme, als bei Messwerten alle 5 oder 10 Minuten. Gerade mit Blick auf andere Therapieformen ist das dann eben schon interessant und hätte gar nichts mit Zahlenwahn zutun.

    Das man auch damit eben umgehen können sollte, ist völlig klar, da stimme ich Dir, ferrato absolut zu.

    Beste Grüße,
    Ulf
  • DM1Diabetes

    Rang: Gast
    am 02.04.2015 16:15:34
    Ein FGM ist besser als garnichts. Da die Hürden für ein CGM so hoch sind aber die KKs nun wenigstens Bewegung beim FGM für Typ 1 Diabetiker zeigen würde ich halt ein FGM nutzen. Wobei mich im Moment die Kinderkrankheiten dieses Gerätes ein wenig abschrecken. Namentlich die Hautunverträglichkeit.
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    Mitglied seit: 29.03.2015
    am 02.04.2015 16:30:06
    DM1Diabetes schrieb:
    Ein FGM ist besser als garnichts. Da die Hürden für ein CGM so hoch sind aber die KKs nun wenigstens Bewegung beim FGM für Typ 1 Diabetiker zeigen würde ich halt ein FGM nutzen. Wobei mich im Moment die Kinderkrankheiten dieses Gerätes ein wenig abschrecken. Namentlich die Hautunverträglichkeit.



    Ah ... ich meinte das man das FGM sogar tendenziell eher aktuell bei Typ2 einsetzt? Da mag ich mich aber irren ... vielleicht was Falsches gelesen.

    Welche Kinderkrankheiten meinst Du?

    Hautunverträglichkeit konnte ich zum Glück bei mir nicht feststellen (das hatte ich nämlich im Vorfeld tatsächlich auch befürchtet).
    Manche berichten, dass die Klebung nicht durchhält - das stimmt zum Ende der Tragedauer tatsächlich, ist aber nicht das ganz große Problem und kann ja zusätzlich fixiert werden.

    Was vielleicht etwas problematisch ist, sind die tendenziell etwas niedrigeren Messwerte und die geringe Zeitverzögerung. Das sollte man beachten, um nicht falsche Schlüsse zu ziehen.

    Was gäbe es außer diesen benannten Punkten?

    Beste Grüße,
    Ulf