Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.
Hilfe bei Studiumsprojekt
-
thomas2002
Rang: Gastam 01.04.2011 02:53:22
in der verfahrenstechnik wird oft mit beiwerten gearbeitet, die für größen stehen, die nicht (einfach) berechnet werden können. ursache solcher beiwerte können unvorhergesehner ereignisse sein, wie atypischer streß, ungewohntes essen, urlaub in jwd, mehrfacher sportintensität. diese "beiwerte" müssten doch statistisch errechnet werden können. als parameter ggf puls/blutdruck hinzufügen. -
am 01.04.2011 07:39:37
moin havier,
Fehler mit dem Ergebnis von großen BZ-Ausreißern nach oben und unten lassen sich nie ausschließen. Aber mit der zunehmenden Menge der qualifizierten PERSÖNLICHEN Daten lässt sich die Menge der Ausreißer verringern und auch die Weite enger eingrenzen, um die der BZ normal schwankt und um den die Ausreißer aus dem beabsichtigten Rahmen fallen.
Bisdann, Jürgen -
am 01.04.2011 07:59:21
Ich glaube das Ziel ist die Eier legende Wollmilchsau. Es gibt sicher eine gewisse Menge an Einzelfaktoren, die man halbwegs berechnen und entsprechend berücksichtigen kann. Die Faktoren (normaler Bolus, verlängerter Bolus usw, Faktoren wir Fettanteil, akute gesundheitliche zusätzliche Probleme, Stress in Familie und/oder Beruf .....) die viel Erfahrung voraussetzen, um sie halbwegs fehlerfrei zu berücksichtigen, sind aber ebenso wichtig aber auch wesentlich komplexer hinsichtlich möglicher Kombinationswirkung oder auch gegenseitig aufhebender Wirkung. Je mehr Faktoren zusammen kommen, dest komplizierter wird es. Ein entsprechendes App würde also -wie bei den Programmen zur Insulinpumpensteuerung - nur funktionieren bei Reduzierung auf einige wenige Faktoren und selbst dann bleibt ein Restrisiko. Bei der Pumpensteuerung kann ich verschiedene Faktoren erfassen, deren Berücksichtigung bei einem Bolus bleibt aber aus gutem Grund dem Betroffenen überlassen (Erfahrung). Selbst bei der Basalrate kann ich auf veränderte Vorgaben (Erkältung, Stress etc.) reagieren und das Profil für eine begrenzte Zeit anpassen. Der ICT Diabetiker braucht dafür aus meiner Sicht kein App sondern Erfahrung.
Gruß Heiner -
am 01.04.2011 09:23:22
Moin Heiner,
in dem Maße, in dem man seinen BZ-Verlauf in Abhängigkeit von den diversen Inputs intensiver beobachtet, vor allem auch nach dem Essen, wird der in immer engeren Grenzen immer zutreffender vorhersagbar. Das ist der ganze Zauber hinter 3 Wochen Dok Teupe, auf dem viele Typ1-AbsolventInnen im Verlaufe der folgenden 1-2 Quartale ihren erstaunlich hypofreien HBA1c unter 6 aufbauen.
Indem ne lernende App zum Beachten und Sammeln der entsprechenden Daten anhält, lernt sie selbst zusammen mit ihrem User, was bei dem wie funzt. Und wenn die App es kann, kann der User es auch :-)
Bisdann, Jürgen -
am 01.04.2011 10:08:32
Moin Jürgen,
hjt_Jürgen schrieb:
die Weite enger eingrenzen, um die der BZ normal schwankt und um den die Ausreißer aus dem beabsichtigten Rahmen fallen
ich sagte doch... ist wie Fahrrad fahren. Man schwankt immer um den Gleichgewichtspunkt. Mal mehr mal weniger. Der schlecht eingestellte Diabetiker wäre dann der betrunkene Radfahrer ;-)
P.S. mit Fehler meinte ich nicht die Ausreisser, sondern dass es zur Optimierung notwendig ist dass Fehler passieren. (Sonst würde es uns Menschen evolutionstechnisch gesehen nicht geben)
"Fehler" ist wahrscheinlich auch das falsche Wort.
-
am 01.04.2011 13:10:56
Moinmoin,
hab gerade die neue sukutan überflogen, Titelthema Diabetesmanagement. Dabei ist mir aufgefallen, dass ich in unserer App-Diskussion hier von der offenbar völlig falschen Annahme ausgegangen bin, dass die User damit ihren BZ nach Möglichkeit alltäglich optimal steuern wollen. Wenn ich also jetzt (1 Stunde nach dem Essen) meinen BZ bei 200 messe, spritze ich passend (gezielt gesammelte Erfahrung = Knowhow) nach und hab den in 2 Stunden wieder voll in meiner Zielspur.
Nach dem überflogenen Leitartikel geht es lediglich um das Befolgen der ärztlichen Einstellung und die zuverlässige Dokumentation der daraus folgenden fachoffiziellen Eckwerte und vor allem der Hypos, so dass der Arzt ggf. etwas an der Einstellung ändern kann. Wenn die 14-Tage-Auswertung eine insgesamt unerwünscht hohe Verlaufstendenz zeigt, kann man den einen oder anderen einzelnen Parameter verstellen und jeweils eine Verstellung 14 Tage beibehalten und dann die Kuchen und Säulen vergleichen.
Dafür ist im Grunde SiDiary schon ein bisschen zu umfangreich.
Bisdann, Jürgen -
am 01.04.2011 13:45:51
Vielleicht kommen wir ja wirklich zu weit vom eigentlichen Thema ab. (Letztendlich wird es wahrscheinlich zu philosophischen Fragestellungen führen) Auf jedenfall ist es schön zu sehen dass es doch etliche gibt die sich damit beschäftigen bzw. dafür interessieren.
Ich persönlich hab mir damals ein paar der angebotenen Softwareprgs angeschaut und ganz schnell meine eigene Datenerfassung in Excel erstellt. Das hat für mich den Vorteil dass ich meine Auswertungen ständig anpassen kann und zusätzlich das ganze Geschehen verinnerliche. In meinem Fall ist die Software praktisch nur eine Rechenhilfe. Was oder wie berechnet wird steuere ich persönlich.
Lange Rede kurzer Sinn: ich bin wie Jürgen beim Thema Apps wohl auch von einer falschen Annahme ausgegangen.
-
am 05.05.2011 16:23:51
Hallo zusammen,
das sind ja alles nette Theorien... allerdings kann ich als Diabetiker Typ 1 (seit 27 Jahren) und gerade auf Omnipod umgestellt nur sagen, daß man als Pumpenträger ohne eine vernünftige Software (zur Steuerung der Basalrate, Bolis UND zur Dokumentation (Korr.-Faktor, KH, Boli) recht blöd dasteht.
Generell ist es richtig, das ein Typ 1ser über einige Erfahrung verfügt (...sollte) bezüglich einer BE-Schätzung, Boli-Menge, Spritz-Ess-Abstand, Verzögerung etc..
Allerdings hilft auch einem so erfahrenen Diabetiker eine Software, die Möglichkeiten anbietet und vor allem KHs und Bolis zeitlich nachhält und vor erneuter Boli-Gabe daran erinnert, daß man vor kurze Zeit bereits einen Boli hatte, der evtl. noch wirkt.
Die derzeit auf dem Markt befindlichen SW-Produkte sind leider alle nicht besonders praxistauglich, irgendetwas fehlt immer. Z.B. bei meinem PDM (OmniPod) hat man keine Möglichkeit, bei einem Wert unter 50 zu dokumentieren, wieviel KHs man dafür eingeworfen hat. Also kann man ohne Dokumentation auch keine Rückschlüsse ziehen, zu welcher Uhrzeit + Wert man welche Menge KHs benötigt, um zukünftig nicht zuviel oder gar zuwenig einzuwerfen.
Also, ich kann nur sagen, wenn hier jemand ist, der an dem Projekt „Eierlegende Wollmilchsau“ interessiert ist, ich bin dabei.
Wenn man die Software meines PDMs betrachtet, wird sich wahrscheinlich jeder Programmierer darüber kaputtlachen, da der Quellcode locker auf 3 Seiten DIN A4 passt (man bedenke: 8-jährige stehen auf der Straße und spielen in High-End-Grafik Top-Spiele auf Ihrem iPhone...)
Viele Grüße an alle Interessierten
Norbert -
am 05.05.2011 16:54:08
machma 3 Wochen bei Dok Teupe in Althausen und pack die in Dein Programm :-) -
am 05.05.2011 22:49:58
...es geht nicht um die Grundeinstellung oder die Therapie, es geht mir eigentlich um den Komfort, den man hat, wenn alle Komponenten untereinander kommunizieren.
Technik kann bei richtiger Nutzung einem das Leben leichter machen - leider sind die derzeitigen Programme oder Anwendungen dümmer wie der Benutzer im Bereich Pumpensteuerung/CGM.
Bei einer Pumpentherapie ist man doch genauso der Technik ausgeliefert, denn ohne die programmierte Basalrate läuft (außer der Nase) garnix.
Außerdem heißt dieser Blog ja auch "Hilfe bei Studiumsprojekt" und nicht "Wie lerne ich essen ohne Unterkiefer"