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ganz große Probleme meinen Diabetes zu akzeptieren!!!!
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Gast
Rang: Gastam 20.06.2011 11:59:32
Hallo,
ich, weiblich, 25 Jahre, seit 16 Jahren Diabetiker, seit ca 10 Jahren mit Pumpe habe extreme Probleme meinen Diabetes in den Griff zu bekommen bzw. mich konzequent an die Regeln zu halten ( wie regelmäßig BZ messen, Essen richtig mit dem BE einschätzen, abwiegen oder so und dann auch richtig abspritzen).
Ich bin seit ich 18 bin auch bei keinem Diabetologen mehr. Noch habe ich keine Spätfolgen bzw bemerke was in diese richtung. Immer wenn ich mir die Spätfolgen mal wieder vor Augen führe, kann ich mich für etwa 3 Tage zusammen reißen und das meiste richtig machen. Doch leider klappt das nicht auf die dauer.
Ich habe auch angst mit dieser Geschichte zu einem Diabetologen zu gehen.
Kann mir hier irgendjemand helfen!!! oder hat mir evtl nützliche Tips was ich tun könnte.
Liebe Grüße und schon mal Danke im Vorab
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am 20.06.2011 14:54:48
moin weiblich,
gratuliere zum Aufgeraffthaben für diesen Beitrag :-)
Hat wahrscheinlich einiges an Überwindung gekostet, und deswegen gleich vorab die Bitte: Wenn Dir hier nicht gefallen sollte, was der eine oder die andere dazu schreibt, verbuch's nicht als Deinen persönlichen Rückschlag und bleib trotzdem dran. Du brauchst ja nicht drauf zu antworten. Hier und in anderen Foren schreiben nun mal dauerhaft mehrheitlich solche Leute mit, die ihren BZ in dem Rahmen geregelt kriegen, in dem sie ihn haben wollen, und die eigentlich nicht nachvollziehen können, was Du da machst. Dazu gehör ich auch, auch wenn ich heute zwar schon 5mal gepent und erst 1mal gemessen hab. Und ich bin Typ2. Wenn Du lieber unter Typ1 bleibst, wäre insulinclub.de Deine Adresse.
Anyway, auch wenn Du noch so großes Verbesserungs-Potenzial bei Dir vermutest, kannst Du in all den Jahren mit Deinem engsten Lebenspartner nicht wirklich alles falsch gemacht haben. Denn sonst wäre er ja in schöner Unregelmäßigkeit mit schweren Hypos oder Ketos mit Dir zur Notaufnahme ins kranke Haus gefahren und hätte Dir wahrscheinlich auch schon den einen oder anderen schlecht übersehbaren Folgemist verpasst. Auch da hättest Du also offenbar noch einiges an ungenutztem Potenzial ;-(
Was machst Du eigentlich den Rest vom Tag, ich meine, in der Zeit, die Du nicht damit verbringst, Deinen Diabetes nicht zu akzeptieren? Und wer verschreibt Dir eigentlich Dein Insulin und Dein Pumpengedöns?
Bisdann, Jürgen -
Gast
Rang: Gastam 20.06.2011 20:13:30
Hey,
ich kann das ein wenig nachvollziehen was du hier schreibst. Auch ich hatte die ersten drei bis vier Jahre ein großes Problem damit meinen Zucker zu akzeptieren. Bin mittlerweile 24 und seit 7 Jahren Typ 1er. Auch ich habe mich nie an meine BEs gehalten, nicht richtig gespritzt, nicht richtig gegessen und so weiter. Bei mir kam hinzu das ich mehr Angst vor einer Hypo als vor einer starken Überzuckerung hatte, so dass ich immer viel zu wenig Insulin gespritzt hatte. Am Anfang "trieben" mich meine Eltern noch zu meinem Diabetologen, dann ging ich nur noch sehr selten zu ihm. Irgendwann lag mein hba1c bei über 12%. Ich hatte mich nie an irgendetwas gehalten und meinen Zucker überhaupt nicht im Griff...ich hab ihn damals auch nicht akzeptiert. Irgendwann in meinem ersten Hochschulsemester begegnete ich dann zuhause bei einem Mitstudenten dessen Onkel, auch Typ 1er. Er hatte bereits 2 Herzinfarkte und einen Schlaganfall hinter sich, die Sehstärke war stark beeinträchtigt und er hatte Nervenstörungen an seinen Füßen. Auch ihm war sein Diabetes über noch einen viel längeren Zeitraum "egal" gewesen. Hab mich damals eine Stunde mit ihm unterhalten und auch wenn es sich ein wenig filreif anhört, danach meine Einstellung zu meinem Diabetes radikal geändert. Es war ein Schock zu sehen wohin der Diabetes einen führen kann, wenn man sich nicht damit abfindet/ihn akzeptiert/ sich auf ihn einstellt.
Mein hba1c liegt mittlerweile um die 6% und ich habe festgestellt das es viel leichter ist bewusst mit Diabetes umzugehen. Seitdem die Zuckerwerte stimmen nehme ich den Diabetes nicht weiter als Erkranlkung wahr, sondern als Herausforderung.
Deshalb bitte ich dich: Geh wieder regelmäßig zu einem Diabetologen, fange an BEs zu berechnen, richtig zu spritzen und sammel dabei deine Erfahrungen. Je mehr Erfahrungen du gesammelt hast, desto rutiniertet wird dein Umgang mit dem Zucker.
Heutzutage hat man als Diabetiker das große Glück das es nahezu perfekte Möglichkeiten gibt sein Leben wie ein "Gesunder" zu führen.
Grüße,
Martin
P.S.
Du brauchst keine Angst haben zu einem Diabetologen zu gehen, auch wenn du lange nicht da warst... geht offen damit um, das ist das beste. -
Gast
Rang: Gastam 20.06.2011 21:48:03
Hallo Jürgen,
danke für deine Antwort.
Ich weiß dass ich den ersten schritt schon gemacht habe weil ich mich hier gemeldet habe.
Zu deiner Frage wer mir mein Zeug verschreibt : mein Hausarzt
Ab und zu macht er auch mal nen Hba1c bei mir, der letzte lag bei 9,1%
Ich weiß dass ich noch glück habe dass ich noch keine spätfolgen bemerke.
Du hast ja recht, so ganz und gar mach ich´s nicht falsch. Nur bekomm ich´s einfach nicht geregelt das ganze so richtigin griff zu bekommen. Ich war in den letzten 6-7 Jahren nicht mehr im krankenhaus wegen einem unterzucker bzw auch nicht wegen zu hohem.
Ich werde mich evtl dann doch noch auf insulinclub.de registrieren bzw umsehen.
Ich gehe ansonsten noch vollzeit zum arbeiten als HEP.
Du meintest noch ich soll mir nichts draus machen bzw. an mir zweifeln wenn jemand etwas doofes bzw nicht ganz passendes zu meinem Beitrag kommentiert.
Glaub mir in den 16 jahren mit diabetes musste ich mir schon so einiges anhören.
ich wollte hier einfach mal heraus finden ob es noch andere diabetiker gibt die evtl ein ähnliches Problem haben wie ich und wie sie damit umgehen bzw. ob sie ein "gegenmittel" gefunden haben was mir evtl auch helfen könnte.
Grüße Moni
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Gast
Rang: Gastam 20.06.2011 21:54:07
Hi Martin,
Danke für deinen Tipp, war mein fehler hätte vielleicht dazu schreiben sollen, dass es mich noch nicht mal erschüttert wenn ich sehe was der "falsch geführte" Diabetes anrichten kann.
Ich habe Tag für Tag mit Behinderten zu tun, zum einen von Geburt an und zum anderen von Unfällen her.
Dadurch bin ich einfach vieles gewohnt.
Bei mir war es anfänglich schon auch so, dass meine Mum mich immer zum Diabetologen gezogen hat. Doch als ich 18 wurde und der Kinderdiabetologe mich nicht weiter behandelt hat, hat es dann angefangen dass ich voll geschludert habe.
Mir machen weder die extrem hohen werte noch die extrem niedrigen werte etwas aus.
Ich weiß echt nicht wie ich es schaffe aus dem teufelskreis raus zu kommen.
Aber es tut gut zu wissen dass man mit diesem Problem doch nicht so ganz alleine ist. Ich habe in meiner Familie noch 2 weitere Diabetiker, sind aber beide viel älter wie ich. Die haben auch immer einen Hba1c von so 6% und das funktioniert bei denen auch alles immer ganz prima.
Deswegen wollte ich jetzt einfach wissen ob es evtl auch noch diabetiker gibt, denen es auch so geht wie mir.
Liebe Grüße Moni -
am 20.06.2011 23:36:14
Moin Moni,
HBA1c um 10 ist mit Typ2 in so fortschrittlichen Ländern wie USA Normalbehandlung mit Tabletten, und zwar sogar bei CVD-Hochrisiko-Patienten. Und Du wirst garantiert den einen oder anderen Typ1-Pumpi finden, der Deine 9,1 locker jedes Quartal toppen kann. Klar wäre damit jede Menge Folgekrankheiten die Regel. Aber wir wissen hier alle, dass jede Regel zu ihrer Bestätigung auch die eine oder andere überzeugende Ausnahme braucht - also warum nicht Dich?
Keine Ahnung, mit welchem Rezept Du von Deinem Trip runter könntest. Ehrlich. Bei mir hat damals für die ersten bald 10 Jahre gereicht, dass der Dok mir zu Anfang erzählt hat, dass ich auch dann über kurz oder lang all diesen diabetischen Sch... kriege, wenn ich zu 150% seinen besten Dok-Anweisungen folge und dass kein INSULINER seinen BZ dauerhaft im Rahmen von wirklich gesund steuern könnte.
In dieses fatal gesetzte Setting spazierte schließlich dieser neue spät berufene ältere Typ1-Kollege mit seinem ekelhaft gesunden 5er 1c, der dann jeden Tag von mir wissen wollte, warum ich mir für den selben Preis nen meilenweit schlechteren antun mochte. - Das ist inzwischen auch schon wieder gut 10 Jahre her ;-)
Bisdann, Jürgen -
Gast
Rang: Gastam 21.06.2011 22:48:24
hjt schrieb:
Klar wäre damit jede Menge Folgekrankheiten die Regel. Aber wir wissen hier alle, dass jede Regel zu ihrer Bestätigung auch die eine oder andere überzeugende Ausnahme braucht - also warum nicht Dich?
ganz toll, jürgen, andere mit wahrscheinlichkeiten zu motivieren, besonders weil du genau der bist, der ständig auf gesunden hba1c von mindestens 5 rumreitet und erklärt, dass über 140-120-100 gar nichts geht. du schwafelst, wie dir's gerade passt. (so was nannte man früher scharlatan!). auch wenn es arg "böse" klingt - wer weiss, dass er dm hat und sich nicht an gewisse vorgaben hält (und das über jahre) macht eindeutig etwas verkehrt! es stellt sich doch klar die frage: ist dir deine gesundheit nix wert? und wer meint, mit einem 1c von 9 hat er soviel nicht verkehrt gemacht beweist ganz klar unkenntnis des dm und der realität. noch kannst du dir die spätfolgen "vor augen führen" - wenn du pech hast ist's irgendwann duster und du kannst führen, was du willst, nur sehen wirst du nix mehr. wann warst du das letzte mal beim augenarzt zur retinakontrolle, wann beim neurologen, werden beim hausarzt die nephrologischen werte überprüft? fakt ist (und das werden tausende betroffene bestätigen - egal, was in den usa oder anders wo gemacht wird), wer seinen dm schleifen lässt, pinkelt sich selbst ans bein - das problem ist, nass wird es erst später (wenn du dein leben geniesen willst!). es ist jedoch schön, dass du wenigstens bemüht bist, daran und bei dir etwas zu verändern (im positiven sinne). ich wünsche dir dabei viel erfolg und ... lass den inneren schweinehund endlich sterben! -
am 22.06.2011 09:00:24
[quote=ein erhobener Zeigefinger](der)...beweist ganz klar unkenntnis des dm und der realität.[/quote]
Du hast in allem was du über den Umgang mit DM geschrieben hast ja recht. Ich persönlich sehe das ähnlich so.
Nur hast du dabei übersehen dass die Realität hierbei eben auch anders aussieht. Kaum jemand lebt konsequent gesund und nach medizinischen Vorgaben und schon garnicht im Alter von schlappen 25 Jahren. Den Einen "erwischt" es und der andere "überlebt". Und die, die regelkonform leben haben auch keine Garantie für ein langes Leben.
--- Rauchen kann wahrscheinlich tötlich sein! Jetzt rauch ich erstmal eine ---
Bearbeitet von User am 22.06.2011 09:04:51. Grund: Nicht angegeben -
Gast
Rang: Gastam 22.06.2011 13:42:23
schrieb:
dass die Realität hierbei eben auch anders aussieht. Kaum jemand lebt konsequent gesund und nach medizinischen Vorgaben und schon gar nicht im Alter von schlappen 25 Jahren
keine ahnung, woher du dein wissen beziehst, aber ich bezweifle ganz stark, dass "kaum jemand konsequent gesund lebt (jedoch kenne ich keine prozentzahlen). und auch glaube ich, dass die "ungesunde lebensweise" keine frage des alters, sondern der erziehung ist. weiterhin reden wir nicht "von mal über die stränge schlagen", sondern jahrelangem "konsequenten" vernachlässigen der gesundheit und die wahrscheinlichkeit, dass sich das rächt, ist recht gross. eigentlich kann es mir ja egal sein, wie jeder mit sich und seinem körper umgeht - nur dann soll er nicht mit weinerlicher stimme sein vers hier ablassen. mag böse klingen, ist aber auch so gemeint! :0) -
Gast
Rang: Gastam 22.06.2011 16:43:54
genau wie dich einiges stört . deine klugscheißerei, und diffamierung anderer (die von dummheit geprägt ist) stören hier.
daher ist es alleine die sache eines posters - und nicht deine - hier fragen zu stellen.
vor allem ! -gesund leben- ist ein spruch, weiter nichts, denn was wirklich gesund ist darüber gehen die meinungen der experten völlig kontrovers.