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Victoza
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am 10.07.2011 18:36:22
Hat jemand Erfahrung mit Victoza, was haltet ihr davon?
Wie hoch war ggf. eure Dosis, wie waren eure Werte und eure Abnahme, wielange habt ihr es gespritzt und waren eure Werte nach dem absetzen wieder höher?
Habe es etwas über 4 Wochen gespritzt, 0,6 mg. Meine Werte waren innerhalb einiger Tage super, der Hb1C bei 5,6 aber wegen zu geringer Abnahme habe ich es absetzen müssen
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am 10.07.2011 19:52:08
Moin Linda,
Victoza ist in erster Linie ein Medikament zur Normalisierung des Blutzuckers und hat bei vielen Nutzern die gern genommene Nebenwirkung, dass die auffällig viele Kilos loswerden können. Einem Arzt, der mir das anders rum verklickern wollte, würde ich persönlich nicht vertrauen.
Andererseits sind alle Victoza-User Alpha-Tester. Es gibt keine nennenswerte Langzeit-Erfahrung mit dem Medikament. Es stellt mit seiner Hauptwirkung zwar nur eine natürliche Funktion mehr oder weniger wieder her, nämlich die rechtzeitige passende Insulin-Bestellung, wenn neu verdaute Glukose aus dem Darm in den Blutkreislauf übergeben wird, und genau dafür wurde es entwickelt, aber niemand weiß bis heute, welche Risiken mit 5 und mehr Jahren Gebrauchszeit verbunden sein können. Die meisten Erfahrungsschilderungen, von denen ich weiß, wirst Du hier mit dem Stichwort Victoza in der Suchfunktion finden.
Nicht so schön wie Victoza bei normaler Ernährung, aber trotzdem erstaunlich wirksam funzt für den gesunden BZ häufig diese kleine seit mehr als 5 Jahren weltweit bewährte Anleitung.
Bisdann, Jürgen -
am 10.07.2011 20:43:04
Hallo Jürgen, wie meinst du das, "wenn ein Arzt dir das andersrum verklickern wollte" ?
Mein Arzt meinte, dass er es nicht gerne verschreibt und auch nur wenn jemand der stark übergewichtig ist und Diabetes hat. Beides trifft leider bei mir zu!
Leider sind meine Werte nach Absetzung sofort wieder angestiegen und liegen eigentlich permanent bei 125 (Durchschnitt bei 4 Tage ohne Kohlenhydrate und Obst), egal ob vor oder 2 Std. nach Nahrungsaufnahme, der Nüchternwert ist ebefalls so hoch.
Diese Anleitung hatte den einen Tag schon jemand für mich gepostet und die hatte ich mir auch gleich ausgedruckt;-)
Ich stelle hier vielleicht ein paar dumme Fragen, aber bin halt noch nicht erfahren was T2 angeht;-)) -
am 10.07.2011 20:49:38
Jetzt habe ich mit gerade nochmal diese Anleitung angeschaut, wennich das jetzt richtig sehe, sind ja meine Werte nach dem Essen, also 2 Std. danach völlig normal, oder???
Nur der nüchtern Wert früh morgens ist mit 125 zu hoch, stimMTS´??? -
am 11.07.2011 11:10:49
Hallo Linda,
ich versuche mal nachzuvollziehen was sich dein Arzt bei der Verschreibung von Victoza gedacht hat. Vielleicht verstehst du dann besser was er mit dir macht.
In einigen Fällen funktioniert es tatsächlich, dass bei neudiagnostizierten Typ2-Diabetikern allein durch starke Abnahme von ca. 10% der Diabetes wieder zurückgedreht werden kann. Dabei ist vollkommen egal, ob die Abnahme durch Hungern, durch Victoza, durch intensiven Sport, durch LCHF oder durch sonst was erreicht wird. Für das Zurückdrehen gibt es auch keine Garantie, aber wenn es manchmal funktioniert, dann sollte man das auch versuchen. Dein Doc hat das versucht mit dem Ergebnis, dass Victoza bei dir nicht die gewünschte Abnahme gebracht hat und folglich das manchmal mögliche Zurückdrehen bei dir nicht eingetreten ist.
Jetzt behandelt er deinen Diabetes wieder ganz konventionell entsprechend der Leitlinien und da kommt Victoza, auch wegen der hohen Kosten, noch lange nicht dran. Erst einmal kommt die Forderung nach Lebensstilumstellung, dann dazu Metformin, dann weitere Medis, ... und für jeden Schritt wird mindestens ein Quartal mit schlechter BZ-Führung benötigt. Du siehst also, dass du viel besser kommst, wenn du mit den dir zur Verfügung stehenden Mitteln den BZ ab sofort selber möglichst gesund führst.
Wenn du die Chance siehst, mit anderen Mitteln schnell 10% abzunehmen, dann kannst du es ja mal probieren. Wie schon gesagt gibt es dabei keine Garantie aber immerhin die Chance zum Zurückdrehen des Diabetes. Zuletzt wurde das wieder in dieser Studie festgestellt. Aber wenn das nicht einmal mit Victoza bei dir funktioniert hat, dann dürfte es auch sonst sehr schwierig sein. Du kannst dir höchsten mal den Weg von Sudda ansehen, vielleicht wäre das etwas für dich.
LG Rainer -
Gast
Rang: Gastam 11.07.2011 13:36:35
schrieb:
Reduktions-Diät heilt Typ-2-Diabetes mellitus
...die anderen elf absolvierten allerdings die 8-wöchige Rosskur. Danach waren sieben von ihrem Diabetes befreit. Der durchschnittliche HbA1c-Wert der Teilnehmer sank innerhalb kurzer Zeit von 7,4 auf 6,0 Prozent...
wat sollen solche schwachsinnslinks? "diät heilt dm" ??? ein a1c von 6,0 ist kein dm? ihr widersprecht euch selbst ständig - mit dem link wird doch wieder klar bewiesen, dass typ2 "angefressen" ist (was angeblich nicht stimmt!) und wenn "gesunde" werte ein "beweis" für heilung oder befreiung von dm sind, dann sind 1000e vom dm geheilt (egal ob durch hungern oder medikamente) -
am 11.07.2011 14:45:48
Jau! Voll suuuupi auch der Schluss der Heilung ;-)
schrieb:
Ausschlaggebend für die Pathogenese des Typ-2-Diabetes mellitus sind aber nicht die angehäuften Fettspeicher, sondern die aktuelle Stoffwechselsituation.
Diese hatten sich bei drei Teilnehmern wieder so weit verschlechtert, dass ihre orale Glukosebelastung die erneute Entwicklung eines Typ-2-Diabetes mellitus anzeigte, obwohl der HbA1c-Wert noch nicht wieder angestiegen war und die Gewichtszunahme der Teilnehmer (im Durchschnitt 3,1 kg) noch nicht auf die drohende Gefahr hinwies.
Merke:
In der effektheischenden Headline und im ersten Teil macht das Gewicht den Diabetes und nun am Ende doch die Stoffwechselsituation?
Und der Diabetes wird wieder mehr, obwohl noch keine ausreichende Gewichtszunahme dafür verantwortlich gemacht werden kann?
Also einmal mehr mit dem üblichen erschreckend großen Aufwand und gewohnt kläglichem Ergebnis ABER den Typ2 an den populistischen Dicken-Pranger gestellt. Toppen kann solchen Schwachsinn eigentlich nur noch die weißkittelige Leserschaft, die unsere Behandlung an so fundierter Wissenschaft ausrichtet. -
am 11.07.2011 16:34:11
Mit meinem "jugendlichen Leichtsinn" denke ich, wenn ich ich mir das was ich bisher so gelesen habe und durch den Kopf gehen lasse, das Diabetes vom Grund schon als Gendefekt zählt, und man eine Veranlagung dazu hat , man es sozusagen vererbt bekommen hat.
Werde ich im Laufe meines Lebens übergewichtig dann besteht bei diesem Personenkreis die Gefahr, dass sie natürlich auch an Diabetes erkranken, ebenso kann aber auch ein dünner Mensch, dem Diabetes sozusagen in die Wiege gelegt wurde, daran erkranken.
Ich glaube, für meine Person kann ich noch von Glück reden, dass bei mir eher zufällig Diabetes erkannt wurde und ich nun noch gegensteuern kann. Meine Stoffwechsel funktioniert nur mäßig und irgendwie ist alles in den Fettzellen gelagert und das körpereingene Insullin kommt nicht raus. Ich kann mir also vorstellen, wenn ich weiterhin Abnahme und sich das Körperfett verringert, dass da dann auch wieder etwas geht und meine Körper es evenutell auch ohne Medikamte schafft, hoffe ich zumindestens.
Schade fand ich halt nur, dass ich in den 4 Wochen 2,7 abgenommen habe, dass mit der geringsten Dosis Victoza, meine Werte 1 a waren aber ich die Spritze absetzen musste. Ich fand nicht das 2,7 kg in 4 Wochen wenig war?!
Die Seite von Sudda finde ich ganz Klasse, nach rund 4 Tagen kann ich nur bestätigen, dass es wirklich nicht so schwer ist auf Kohlenhydrate zu verzichten. Ich bin bisher nur einen Tag "rückfällig" gewesen und musste mir in meinen Magerquark ein paar Kirschen untermischen. "Leider" esse ich einfach zu gerne Obst
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am 11.07.2011 18:19:56
Hallo Linda,
du musst nicht "no carb" essen, "low carb" reicht vollkommen aus. Die paar Kirschen und andere köstlichen Sachen in kleinen Mengen kannst du dir auf jeden Fall gönnen - guten Appetit.
LG Rainer -
am 11.07.2011 18:53:15
Moin Linda,
als ich vor 20 Jahren meine Typ2-Ernennung bekam und nach dem Essen von normal vielen KHs zunächst erst einmal einen hohen Anstieg gemessen hab (Messen war damals für Typ2 praktisch verboten und nach dem Essen sowieso), haben mir mehrere Ärzte das mit meiner Insulin-Resistenz erklärt, und ich hab's geglaubt. Da müsse nach dieser Erklärung also erst einmal so viel Insulin ausgegeben werden, bis die Menge groß genug sei, damit sie nach etwa einer Stunde nach dem Essen endlich ausreicht, den Widerstand zu überwinden, den mein Fett ihr entgegen setze, die Glukose glücklich in die Zellen zu verteilen.
Nur, wieso eigentlich Widerstand, wenn Fettzellen um ein Vielfaches mehr Insulin-Rezeptoren als alle übrigen Zellen haben? Und, wenn über den Zeitraum von einer Stunde praktisch überhaupt kein wirksames Insulin im Blut angesammelt werden kann, weil jeder Tropfen Insulin im Blut nach weniger als 5 Minuten nur noch die Hälfte wirkt und nach weiteren weniger als 5 Minuten nur noch wie ein viertel Tropfen usw. usw.?
Die Erklärung gab es ohne großes Trara und wie selbstverständlich allgemein bekannt im Vorlauf zu Byetta, dem ersten marktreifen Inkretin-Mimetikum: Nicht die Insulin-Resistenz, die die Insulin-Wirkung verhindert, macht die diabetisch hohe BZ-Spitze nach dem Essen, sondern der Umstand, dass zur gegessenen Glukose passend diabetisch defekt überhaupt kein Insulin bestellt wird. Und Inkretin-Mimetika wie Byetta, Victoza und eine Reihe weiterer Präparatie, die mehr oder weniger kurz vor der Marktreife stehen, gleichen diesen Defekt wieder wenigstens zu einem Teil aus.
Hintergrund: Für die passende Insulin-Bestellung sind gesund Darmhormone zuständig, die Inkretine (Inkretin-Effekt). Ihre Bestellung sorgt dafür, dass die neu verdaute Glukose bei ihrem Übergang in den Blutkreislauf in die Pfortader darin auf ihrem kurzen Weg in die Leber mit der passenden Menge Insulin zusammen trifft. Und beide zusammen werden dann in der Leber zum allergrößten Teil schon verwurstet und die Glukose entweder als Glykogen in den Leberspeicher eingelagert oder zu Speicherfett, den Triglyzeriden, umgeformt und nur zu einem so kleinen Bruchteil direkt zur weiteren Verteilung in den Ganzkörper-Umlauf gegeben, dass der BZ in der Spitze unter 140mg/dl bleibt, also unter 1,4 Gramm Glukose pro Liter Blut.
Diabetisch defekt funktioniert diese Inkretin-Insulin-Bestellung immer weniger bis überhaupt nicht mehr. Und dann kommt immer weniger Insulin zusammen mit der Glukose in die Leber (und nicht immer mehr, was immer weniger wirkt!), und dann geht eben immer mehr Glukose mit immer höherem BZ völlig unbehandelt zunächst einmal in den Ganzkörper-Umlauf, bis sie dabei - zum größten Teil auf ihrem Rückweg - auch bei den Beta-Zellen im Pankreas vorbei kommt und selbst das zu ihrem Wegpacken notwendige Insulin anfordern kann. Zwar mit in der Spitze ner guten Stunde Verspätung, aber dann funzt die Verteilung aus dem Blutkreislauf prächtig, wenn und so lange noch ausreichend viele Beta-Zellen funktionieren und Insulin ausgeben.
So weit und so lange noch ausreichend viele Beta-Zellen funktionieren, können dann eben Byetta und Victoza & Co den BZ-Anstieg mit dem normalen Einverleiben von KHs noch in gesunden Grenzen halten, indem sie wieder für die passende Insulin-Bestellung sorgen, mit der Glukose und Insulin auf dem kurzen Weg in die Leber in der Pfortader passend zusammen treffen.
Und wer sich weniger KHs einverleibt, ist natürlich entsprechend weniger auf diese Funktion angewiesen :-)
Bisdann, Jürgen