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Victoza
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am 10.07.2011 18:36:22
Hat jemand Erfahrung mit Victoza, was haltet ihr davon?
Wie hoch war ggf. eure Dosis, wie waren eure Werte und eure Abnahme, wielange habt ihr es gespritzt und waren eure Werte nach dem absetzen wieder höher?
Habe es etwas über 4 Wochen gespritzt, 0,6 mg. Meine Werte waren innerhalb einiger Tage super, der Hb1C bei 5,6 aber wegen zu geringer Abnahme habe ich es absetzen müssen
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am 10.07.2011 19:52:08
Moin Linda,
Victoza ist in erster Linie ein Medikament zur Normalisierung des Blutzuckers und hat bei vielen Nutzern die gern genommene Nebenwirkung, dass die auffällig viele Kilos loswerden können. Einem Arzt, der mir das anders rum verklickern wollte, würde ich persönlich nicht vertrauen.
Andererseits sind alle Victoza-User Alpha-Tester. Es gibt keine nennenswerte Langzeit-Erfahrung mit dem Medikament. Es stellt mit seiner Hauptwirkung zwar nur eine natürliche Funktion mehr oder weniger wieder her, nämlich die rechtzeitige passende Insulin-Bestellung, wenn neu verdaute Glukose aus dem Darm in den Blutkreislauf übergeben wird, und genau dafür wurde es entwickelt, aber niemand weiß bis heute, welche Risiken mit 5 und mehr Jahren Gebrauchszeit verbunden sein können. Die meisten Erfahrungsschilderungen, von denen ich weiß, wirst Du hier mit dem Stichwort Victoza in der Suchfunktion finden.
Nicht so schön wie Victoza bei normaler Ernährung, aber trotzdem erstaunlich wirksam funzt für den gesunden BZ häufig diese kleine seit mehr als 5 Jahren weltweit bewährte Anleitung.
Bisdann, Jürgen -
am 10.07.2011 20:43:04
Hallo Jürgen, wie meinst du das, "wenn ein Arzt dir das andersrum verklickern wollte" ?
Mein Arzt meinte, dass er es nicht gerne verschreibt und auch nur wenn jemand der stark übergewichtig ist und Diabetes hat. Beides trifft leider bei mir zu!
Leider sind meine Werte nach Absetzung sofort wieder angestiegen und liegen eigentlich permanent bei 125 (Durchschnitt bei 4 Tage ohne Kohlenhydrate und Obst), egal ob vor oder 2 Std. nach Nahrungsaufnahme, der Nüchternwert ist ebefalls so hoch.
Diese Anleitung hatte den einen Tag schon jemand für mich gepostet und die hatte ich mir auch gleich ausgedruckt;-)
Ich stelle hier vielleicht ein paar dumme Fragen, aber bin halt noch nicht erfahren was T2 angeht;-)) -
am 10.07.2011 20:49:38
Jetzt habe ich mit gerade nochmal diese Anleitung angeschaut, wennich das jetzt richtig sehe, sind ja meine Werte nach dem Essen, also 2 Std. danach völlig normal, oder???
Nur der nüchtern Wert früh morgens ist mit 125 zu hoch, stimMTS´??? -
am 11.07.2011 11:10:49
Hallo Linda,
ich versuche mal nachzuvollziehen was sich dein Arzt bei der Verschreibung von Victoza gedacht hat. Vielleicht verstehst du dann besser was er mit dir macht.
In einigen Fällen funktioniert es tatsächlich, dass bei neudiagnostizierten Typ2-Diabetikern allein durch starke Abnahme von ca. 10% der Diabetes wieder zurückgedreht werden kann. Dabei ist vollkommen egal, ob die Abnahme durch Hungern, durch Victoza, durch intensiven Sport, durch LCHF oder durch sonst was erreicht wird. Für das Zurückdrehen gibt es auch keine Garantie, aber wenn es manchmal funktioniert, dann sollte man das auch versuchen. Dein Doc hat das versucht mit dem Ergebnis, dass Victoza bei dir nicht die gewünschte Abnahme gebracht hat und folglich das manchmal mögliche Zurückdrehen bei dir nicht eingetreten ist.
Jetzt behandelt er deinen Diabetes wieder ganz konventionell entsprechend der Leitlinien und da kommt Victoza, auch wegen der hohen Kosten, noch lange nicht dran. Erst einmal kommt die Forderung nach Lebensstilumstellung, dann dazu Metformin, dann weitere Medis, ... und für jeden Schritt wird mindestens ein Quartal mit schlechter BZ-Führung benötigt. Du siehst also, dass du viel besser kommst, wenn du mit den dir zur Verfügung stehenden Mitteln den BZ ab sofort selber möglichst gesund führst.
Wenn du die Chance siehst, mit anderen Mitteln schnell 10% abzunehmen, dann kannst du es ja mal probieren. Wie schon gesagt gibt es dabei keine Garantie aber immerhin die Chance zum Zurückdrehen des Diabetes. Zuletzt wurde das wieder in dieser Studie festgestellt. Aber wenn das nicht einmal mit Victoza bei dir funktioniert hat, dann dürfte es auch sonst sehr schwierig sein. Du kannst dir höchsten mal den Weg von Sudda ansehen, vielleicht wäre das etwas für dich.
LG Rainer -
Gast
Rang: Gastam 11.07.2011 13:36:35
schrieb:
Reduktions-Diät heilt Typ-2-Diabetes mellitus
...die anderen elf absolvierten allerdings die 8-wöchige Rosskur. Danach waren sieben von ihrem Diabetes befreit. Der durchschnittliche HbA1c-Wert der Teilnehmer sank innerhalb kurzer Zeit von 7,4 auf 6,0 Prozent...
wat sollen solche schwachsinnslinks? "diät heilt dm" ??? ein a1c von 6,0 ist kein dm? ihr widersprecht euch selbst ständig - mit dem link wird doch wieder klar bewiesen, dass typ2 "angefressen" ist (was angeblich nicht stimmt!) und wenn "gesunde" werte ein "beweis" für heilung oder befreiung von dm sind, dann sind 1000e vom dm geheilt (egal ob durch hungern oder medikamente) -
am 11.07.2011 14:45:48
Jau! Voll suuuupi auch der Schluss der Heilung ;-)
schrieb:
Ausschlaggebend für die Pathogenese des Typ-2-Diabetes mellitus sind aber nicht die angehäuften Fettspeicher, sondern die aktuelle Stoffwechselsituation.
Diese hatten sich bei drei Teilnehmern wieder so weit verschlechtert, dass ihre orale Glukosebelastung die erneute Entwicklung eines Typ-2-Diabetes mellitus anzeigte, obwohl der HbA1c-Wert noch nicht wieder angestiegen war und die Gewichtszunahme der Teilnehmer (im Durchschnitt 3,1 kg) noch nicht auf die drohende Gefahr hinwies.
Merke:
In der effektheischenden Headline und im ersten Teil macht das Gewicht den Diabetes und nun am Ende doch die Stoffwechselsituation?
Und der Diabetes wird wieder mehr, obwohl noch keine ausreichende Gewichtszunahme dafür verantwortlich gemacht werden kann?
Also einmal mehr mit dem üblichen erschreckend großen Aufwand und gewohnt kläglichem Ergebnis ABER den Typ2 an den populistischen Dicken-Pranger gestellt. Toppen kann solchen Schwachsinn eigentlich nur noch die weißkittelige Leserschaft, die unsere Behandlung an so fundierter Wissenschaft ausrichtet. -
am 11.07.2011 16:34:11
Mit meinem "jugendlichen Leichtsinn" denke ich, wenn ich ich mir das was ich bisher so gelesen habe und durch den Kopf gehen lasse, das Diabetes vom Grund schon als Gendefekt zählt, und man eine Veranlagung dazu hat , man es sozusagen vererbt bekommen hat.
Werde ich im Laufe meines Lebens übergewichtig dann besteht bei diesem Personenkreis die Gefahr, dass sie natürlich auch an Diabetes erkranken, ebenso kann aber auch ein dünner Mensch, dem Diabetes sozusagen in die Wiege gelegt wurde, daran erkranken.
Ich glaube, für meine Person kann ich noch von Glück reden, dass bei mir eher zufällig Diabetes erkannt wurde und ich nun noch gegensteuern kann. Meine Stoffwechsel funktioniert nur mäßig und irgendwie ist alles in den Fettzellen gelagert und das körpereingene Insullin kommt nicht raus. Ich kann mir also vorstellen, wenn ich weiterhin Abnahme und sich das Körperfett verringert, dass da dann auch wieder etwas geht und meine Körper es evenutell auch ohne Medikamte schafft, hoffe ich zumindestens.
Schade fand ich halt nur, dass ich in den 4 Wochen 2,7 abgenommen habe, dass mit der geringsten Dosis Victoza, meine Werte 1 a waren aber ich die Spritze absetzen musste. Ich fand nicht das 2,7 kg in 4 Wochen wenig war?!
Die Seite von Sudda finde ich ganz Klasse, nach rund 4 Tagen kann ich nur bestätigen, dass es wirklich nicht so schwer ist auf Kohlenhydrate zu verzichten. Ich bin bisher nur einen Tag "rückfällig" gewesen und musste mir in meinen Magerquark ein paar Kirschen untermischen. "Leider" esse ich einfach zu gerne Obst
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am 11.07.2011 18:19:56
Hallo Linda,
du musst nicht "no carb" essen, "low carb" reicht vollkommen aus. Die paar Kirschen und andere köstlichen Sachen in kleinen Mengen kannst du dir auf jeden Fall gönnen - guten Appetit.
LG Rainer -
am 11.07.2011 18:53:15
Moin Linda,
als ich vor 20 Jahren meine Typ2-Ernennung bekam und nach dem Essen von normal vielen KHs zunächst erst einmal einen hohen Anstieg gemessen hab (Messen war damals für Typ2 praktisch verboten und nach dem Essen sowieso), haben mir mehrere Ärzte das mit meiner Insulin-Resistenz erklärt, und ich hab's geglaubt. Da müsse nach dieser Erklärung also erst einmal so viel Insulin ausgegeben werden, bis die Menge groß genug sei, damit sie nach etwa einer Stunde nach dem Essen endlich ausreicht, den Widerstand zu überwinden, den mein Fett ihr entgegen setze, die Glukose glücklich in die Zellen zu verteilen.
Nur, wieso eigentlich Widerstand, wenn Fettzellen um ein Vielfaches mehr Insulin-Rezeptoren als alle übrigen Zellen haben? Und, wenn über den Zeitraum von einer Stunde praktisch überhaupt kein wirksames Insulin im Blut angesammelt werden kann, weil jeder Tropfen Insulin im Blut nach weniger als 5 Minuten nur noch die Hälfte wirkt und nach weiteren weniger als 5 Minuten nur noch wie ein viertel Tropfen usw. usw.?
Die Erklärung gab es ohne großes Trara und wie selbstverständlich allgemein bekannt im Vorlauf zu Byetta, dem ersten marktreifen Inkretin-Mimetikum: Nicht die Insulin-Resistenz, die die Insulin-Wirkung verhindert, macht die diabetisch hohe BZ-Spitze nach dem Essen, sondern der Umstand, dass zur gegessenen Glukose passend diabetisch defekt überhaupt kein Insulin bestellt wird. Und Inkretin-Mimetika wie Byetta, Victoza und eine Reihe weiterer Präparatie, die mehr oder weniger kurz vor der Marktreife stehen, gleichen diesen Defekt wieder wenigstens zu einem Teil aus.
Hintergrund: Für die passende Insulin-Bestellung sind gesund Darmhormone zuständig, die Inkretine (Inkretin-Effekt). Ihre Bestellung sorgt dafür, dass die neu verdaute Glukose bei ihrem Übergang in den Blutkreislauf in die Pfortader darin auf ihrem kurzen Weg in die Leber mit der passenden Menge Insulin zusammen trifft. Und beide zusammen werden dann in der Leber zum allergrößten Teil schon verwurstet und die Glukose entweder als Glykogen in den Leberspeicher eingelagert oder zu Speicherfett, den Triglyzeriden, umgeformt und nur zu einem so kleinen Bruchteil direkt zur weiteren Verteilung in den Ganzkörper-Umlauf gegeben, dass der BZ in der Spitze unter 140mg/dl bleibt, also unter 1,4 Gramm Glukose pro Liter Blut.
Diabetisch defekt funktioniert diese Inkretin-Insulin-Bestellung immer weniger bis überhaupt nicht mehr. Und dann kommt immer weniger Insulin zusammen mit der Glukose in die Leber (und nicht immer mehr, was immer weniger wirkt!), und dann geht eben immer mehr Glukose mit immer höherem BZ völlig unbehandelt zunächst einmal in den Ganzkörper-Umlauf, bis sie dabei - zum größten Teil auf ihrem Rückweg - auch bei den Beta-Zellen im Pankreas vorbei kommt und selbst das zu ihrem Wegpacken notwendige Insulin anfordern kann. Zwar mit in der Spitze ner guten Stunde Verspätung, aber dann funzt die Verteilung aus dem Blutkreislauf prächtig, wenn und so lange noch ausreichend viele Beta-Zellen funktionieren und Insulin ausgeben.
So weit und so lange noch ausreichend viele Beta-Zellen funktionieren, können dann eben Byetta und Victoza & Co den BZ-Anstieg mit dem normalen Einverleiben von KHs noch in gesunden Grenzen halten, indem sie wieder für die passende Insulin-Bestellung sorgen, mit der Glukose und Insulin auf dem kurzen Weg in die Leber in der Pfortader passend zusammen treffen.
Und wer sich weniger KHs einverleibt, ist natürlich entsprechend weniger auf diese Funktion angewiesen :-)
Bisdann, Jürgen -
am 12.07.2011 17:55:05
@Rainer
"No carb" soll ich nur 2 Wochen machen und dann ist "Low Carb" verordnet
@Jürgen
Ein Insulklin Restinenz test wurde bei mir auch gemacht, der zeigte völlig normale Werte, wahrscheinlich hat Victoza dann auch bzgl. meiner Werte so super angeschlagen.
Ich finde es halt auch sehr komisch, dass ich nach 2 Std. Essen völlig normale Werte habe, zwischen 115 und 120 nur nachts und morgens in der früh, wenn ich aufstehe zu hohe Werte bei ca. 120 -125 habe, nach 1 Std., also nachdem ich aufgestanden bin u nd mich schon ein wenig bewegt habe, ist der Wert dann aber schon bei 100 -
am 18.07.2011 13:25:12
Hi,
ich habe im Internet gelesen, dass Victoza auch enorme Nebenwirkungen haben soll. Leider hab ich hierzu noch nicht meinen Hausarzt befragt, vielleicht könntet ihr mir da ja weiterhelfen. Im Gespräch mit Freunden wurde mir letztens auch erkärt, dass Victoza auch kleine Mengen an Zink enthält. Dass Zink ja allgemein gut sei, ist unlängst bekannt, was ich jedoch nicht wusste, ist der Vorsorgeffekt von Zink. Dieser soll angeblich einer Erkrankung vorbeugen...Hier schließt sich meine zweite Frage an...ich hab neben meiner Diabetes eine Nickelallergie. Enthält Victoza nun gewiss Zink und falls ja, wäre es schädlich für mich oder sind es zu geringe Mengen?
Vielen Dank -
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Gast
Rang: Gastam 13.10.2011 10:23:22
Hallo, ich nehme nun seit 8 Monaten Victoza, Nach einer Eingewöhnungszeit von 14 Tagen von 0,6 auf 1,2 umgestellt. Mein Langzeitwert hat sich 6,9 auf 6,3 verändert. Gewicht um 4 Kg gesenkt. Stuhlgang teilweise etwas fester, aber hier kommen vermutlich auch die veränderten Essgewohnheiten zum tragen. Der Hunger wird verringert, somit werden die Ausscheidungen auch geringer. Ich bin 76 Jahre alt, mein Ausgangsgewicht lag bei 97kg, heute bei 93 Kg. 182 cm groß. Keinerlei Unterzuckerung! -
am 13.10.2011 11:57:43
Glückwunsch zum HbA1c von 6,3 und vielen Dank für den Bericht.
Gruß, Rainer -
am 13.10.2011 16:54:03
Nachdem ich Victoza aus o.g. Gründen absetzen sollte, habe ich nach erneuter Rücksprache mit meinem Arzt wieder anfangen ""zu spritzen, da es mir mein permanentes Hungergefühl, besonders in den Abendstunden, genommen hatte und meine Nüchternwerte sich endlich normalisiert hatten . Sollte wieder mit 0,6 ml anfangen und dann nach 2 Wochen mal die 1,2ml Dosis ausprobieren und das ging gar nicht. Habe 2 Wochen die 1,2 ml durchgehalten aber mir war ständig elend zu mute, ganz zu schweigen, dass mein Stuhlgang fast völlig versagte. Ungelogen, teilweise habe ich 45 Min auf der Toilette verbracht und das auch nur alle 3 Tage
Meine Werte sind nach wie vor gut eingestellt, der HbAaC1, vorgestern gemessen lag er bei 5,5 wieder eins runter, hurra. Leider ist mein Nüchternwert ohne Victoza nach wie vor nicht runterzubekommen. Hinsichtlich Metformin habe ich jetzt einiges ausprobiert, die Dosis von 1500 mg soll ich nicht überschreiten (abends 1000mg und morgens 500mg). Abends vor dem zu Bett gehen, einen Apfel essen, Kohlenhydrate sind am Abend eh gestrichen, habe abends auch schon die Tagesdosis ausprobiert, nichts klappt
@Rainer
In der Signatur steht seit, 2002 D2 und ohne Medis ein HbA1c von 5,6 ohne Medis, d.h. du schaffst das nur mit Low Carb? -
Gast
Rang: Gastam 13.10.2011 20:02:02
weshalb sollte victoza abends gespritzt wirkung zeigen ?
es senkt nicht den bz, es ist kein insulin.
es hilft insulin freizusetzen -aber- nur wenn glucose durch die darmwand aufgenommen wird,
wenn du also abends keine kh ißt wirkt es auch nicht. -
am 13.10.2011 22:53:00
Ich habe Victoza nicht am Abend gespritzt, das hast du falsch verstanden, es hat mir nur am Abend mein Hungergefühl genommen!
Einen Zusammenhang muss es aber geben, denn nachdem ich es wieder abgesetzt habe sind die Werte am Morgen wieder hoch!
Mit Victoza zwischen 85 - 100, ohne Victoza 120 - 130 -
am 14.10.2011 09:01:11
Hallo Linda,
hier einige Antworten, aber erst mal ein paar zusätzliche Fragen:
Wieviel Wochen ohne Victoza sind in dem traumhaften HbA1c von 5,5 enthalten? Seit wann nimmst du das Victoza nicht mehr.
Ist nur dein NBZ ohne Victoza so hoch oder auch der Ruhe-BZ zwischen den Mahlzeiten? Miss den mal, am besten vor dem Abendessen nach mindestens 4 Stunden Esspause.
Wie hoch steigt dein BZ in 1 Stunde nach dem Essen an und war es mit Victoza viel niedriger?
Wenn bei dem HbA1c wirklich schon 4 Wochen oder mehr ohne Victoza dabei waren, dann brauchst du dir über den hohen Nüchternwert keine Sorgen zu machen. Dann wären wahrscheinlich alle anderen Werte in Ordnung, nur früh steigt der BZ etwas höher an. Da das nur kurzzeitig ist, wäre das kein großes Problem.
Den Nüchternwert durch abendliches Essen oder Nichtessen nach unten zu drücken ist sehr schwer. Eigentlich ist das auch nur Kosmetik und bringt nicht viel, das kannst du dir sparen. Warum beschränkst du dich auf 1500 mg Metformin? Normal wird das bis 2000 mg dosiert und das würde ich dir auch empfehlen. Auf den NBZ hat Metformin den größten Einfluss.
Deine Frage nach meiner Ernährung beantworte ich dir gerne. Ich habe meinen BZ mit low carb im Griff und weil ich auch gerne gut esse habe ich mich für die Variante mit viel Fett, auch viel tierischem Fett entschieden - für LCHF. Dass ich noch keine Medis brauche ist zwar sehr schön, aber das ist nicht entscheidend. Wichtig ist die gesunde BZ-Führung, die man mit low carb und den dann noch erforderlichen Medis gut erreichen kann. LCHF ist eine gesunde und praktische Ernährungsform, die für Diabetiker sehr gut geeignet ist. Trotzdem trauen sich viele Diabetiker da nicht so richtig ran. Deshalb empfehle ich alternativ auch gerne LOGI, weil der Schitt zu dieser Ernährungsform nicht ganz so groß ist. Bei LCHF oder LOGI kann man sich in den Foren mit anderen austauschen und erhält viele Anregungen und Rezepte. Es ist sehr viel Wert, wenn man mit seinem low carb nicht alleine dasteht und von den Erfahrungen anderer profitieren kann.
LG Rainer -
am 14.10.2011 14:46:50
Hallo Rainer,
die Befürchtung, dass meine Werte wieder um die 6,5 liegen werden habe ich auch, so dass ich versucht habe anhand meines Kalenders nachvollziehen wann der HbA1C gemessen wurde. Also ich habe meiner Meinung nach Anfang Juni angefangen Victoza zu spritzen, da aber durchweg nur die 0,6 ml, so ungefähr 4 Wochen waren das. Und mitte Juli wurde gemessen, da lag der Langzeitzucker bei 5,6. Dann habe ich am 8. August wieder angefangen, mit 0,6 und nach 2 Wochen 1,2 und am 19.9. habe ich wieder abgesetzt und die Blutuntersuchung war jetzt am 11. Oktober, wo dann 5,5 das Ergebnis war
Ohne Victoza sind die Werte 1 Std. nach dem Essen so um die 140 mal 5 weniger mal 5 mehr und nach 2 Std. zwischen 115 und 120. Wenn ich z.B. auf Arbeit mittags so gegen 13 Uhr was esse und bis nachmittags ( so ca. bis 16 Uhr) nichts mehr esse, also länger als 3 Std. zwischen den Mahlzeiten liegen, dann habe ich Werte zwischen 80 - 110. Wi edas bei Victoza war weiß ich nicht.
Metformin bekommt mir nicht sooo gut, so dass ich nicht merh nehmen soll, entweder Verstopfung oder Durchfall (wenn ich mal etwas fetter esse, was ich aber nicht mag) und dann habe ich seit Metformin oft Sodbrennen, deshalb soll ich nicht mehr nehmen. Auch wenn ich am Abend die ganze 1500mg Dosis nehme, bringt das nichts, dass ich den Nüchternwert runterbekomme. Mein Langzeitzucker war ja nie über 6,6 also das war der Wert wo D2 festgestellt wurde
Ich bin auf den beiden Internetseiten ab und zu habe mir auch den Flyer ausgedruckt. Bei mir geht z.B. keine Reis, da hatte ich schon einen Wert von 180 und nun lasse ich das. Mit Kartoffeln geht´s lasse ich aber überwiegend weg, da ist der Wert dann bei 150 nach 1 Std. -
am 14.10.2011 15:07:28
Hallo Linda,
also war für den guten HbA1c schon mindetens die Hälfte der Zeit ohne Victoza. Das klingt gut, zumal die anderen Werte, bis auf den NBZ, auch sehr gut aussehen.
Ich würde den leicht erhöhten NBZ so akzeptieren und in Ruhe abwarten, was beim nächsten HbA1c rauskommt. Wenn der weiter unter 6,0 liegt, dann brauchst du wirklich nichts anders zu machen. Die 500mg Metformin mehr oder weniger machen auch nicht viel aus. Wenn dir das nicht bekommt, dann bleibe bei der jetzigen Dosis.
Wenn du den leicht erhöhten NBZ akzeptieren willst, dann darfst du den auch nur gelegentlich messen und du darfst dich nicht über die Werte ärgern. Die guten Werte nach den Mahlzeiten sind viel wichtiger und über die kannst du dich wirklich freuen.
LG Rainer -
Gast
Rang: Gastam 14.10.2011 22:26:20
Gast schrieb:
weshalb sollte victoza abends gespritzt wirkung zeigen ?
es senkt nicht den bz, es ist kein insulin.
es hilft insulin freizusetzen -aber- nur wenn glucose durch die darmwand aufgenommen wird,
wenn du also abends keine kh ißt wirkt es auch nicht.
Doch, es wirkt auch ohne Nahrungszufuhr.
Denn Inkretine wirken nicht nur auf das Ausschüttungsverhalten des in den Betazellen gespeicherten Insulinvorrates (Erstantwort) sondern auch auf die Insulinproduktion direkt.
Sie bewirken, wie auch immer nämlich, dass die Fähgigkeit der beim (Prä)Diabetiker bereits stark überforderten der Betazellen zur Spaltung von Proinsulin zu Insulin deutlich gesteigert wird.
Das ermöglicht den Betazellen wieder mehr fertiges Insulin auszuschütten, anstatt das unfertige und nur sehr gering wirksame Proinsulin abzugeben, sobald der BZ die magische Grenze von 80 mg/dl überschreitet.
Somit werden Muskel-, Fett, und Leberzellen im basalen Rahmen wieder besser mit Insulinwirkung versorgt, was insbesondere in den Leberzellen die Abgabe von Speicherzucker und vor allem die Neubildung von Zucker (Gluconeogenese) unterbindet. Eine Alternative zur nächtlichen Stabilisierung des Blutzuckers ist die Zufuhr von externem Basalinsulin.
Gruß
Joa -
Gast
Rang: Gastam 11.11.2013 11:22:55
Hallo Linda,
Ich nehme Victoza seid ca. 2 Monate. Anfangs hatte ich keinen Hunger ich habe innerhalb 3 Wochen 8 Kg abgenommen ich war echt begeistert als ich die 1. Probespritze bekommen habe aber da mein Arzt leider keine mehr hatte hat er mir Lyxumia gegeben und ich habe wieder gegessen wie vor Victoza. Jetzt hab ich Victoza auf Rezept bekommen und ich glaube es hat die Wirkung verloren leider. Wie sind denn deine Werte den ganzen tag über ?
Liebe Gruß Daniela -
am 17.02.2014 16:15:44
Hallo,
Ich bin ganz neu hier und bei mir wurde Ende Januar Diabetes bei einem Krankenhausaufenthalt festgestellt. Mein Wert lag bei Feststellung bei ca. 24 mmol. Der Langzeitwert bei 9. Ich wurde dann im Krankenhaus eingestellt mit Metformin und Levemir und Novorapid als Insuline. Mein Vater und mein Onkel habe auch beide Diabetes Typ 2 also war mir das Thema auch nicht unbekannt. Bekamm noch im Spital Ernährungsberatung und Diabetesberatung. Es wurde dann als Ziel vereinbart erst mal Ernährungsumstellung mit Sport. So dass ich versuchen wollte auf jeden Fall vorm dem spritzen weg zu kommen weil ich es persönlich als Einschränkung empfinde. Kurz vor der Entlassung aus dem Krankenhaus wurde die Insulindosen nochmal erhöht. Zuhause habe ich mich wirklich sehr umgestellt von der Ernährung. Trotz meine Bemühungen habe ich erstmal 3 kg zugenommen wobei die Werte besser wurde. Nach einer Woche wurde das Insulin nochmals erhöht.
Nach zwei wochen weder abgenommen noch zugenommen. Bin ich wieder zur Diabetesberatung diese schlug mir das mittel victoza vor in erster Linie zur Senkung des Blutzuckers. Sie sagte mir auch das es den Nebeneffekt haben kann das das abnehmen damit erleichtert wird. Ich wurde umfassend über die Nebenwirkungen aufgeklärt. Letzen Mittwoch war es soweit ich hab angefangen mit 0.6mg Victoza dazu spritze ich noch für die Nacht Levemir und morgens und abends zur Mahlzeit noch Metformin 1000. Das Insulin vor dem essen sollte ich sofort weglassen. Mir wurde gesagt das die Werte wahrscheinlich hoch gehen werden. Dies ist nit der Fall ich habe besser Werte wie mit dem Insulin vor dem Essen. Nebenwirkungen habe ich auch aber sie halten sich in Grenzen. Habe übelkeit und häufiges Aufstossen.
Heute nach 5 Tage sind 4 kg weg und für mich ist der Alltag einfacher ohne das häufige Spritzen.
Ich halte euch gerne auf dem laufenden wie es mir weiter geht mit Victoza.
lg1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
Gast
Rang: Gastam 18.02.2014 09:49:52
nur zwei infos für dich:
1. ohne werte ist der längste post wertlos
2. die durchschnittliche zeit für t2 ohne insulin auszukommen liegt bei ca 10 jahren, wenn du also noch jung genug bist wirst du irgendwann wieder spritzen müssen.
bei älteren ist das andersrum, solange noch geistige beweglichkeit vorh. ist sollte die ict erlernt werden, da ist sehr viel erfahrungssache, später reichts oft nur noch zu ct mit starrem essen, und vielen problemen. -
am 18.02.2014 11:48:20
Moin Schakkeline,
Du wirst wahrscheinlich erträgliche BZ-Werte für einen Menschen mit Diabetes produzieren, vielleicht für einige Zeit auch ganz ohne Insulin. Aber wie schon geschrieben werden wir 2er im Rahmen von 8-10 Jahren alle INSULINER. Wer absolut nicht will, hängt noch ein paar Jahre mit völlig ungesund hohem BZ und nur Tabletten an und kommt, wenn er bei seiner Diagnose alt genug war, vielleicht sogar völlig ohne diabetische Folgekrankheiten in die Kiste.
Du bist noch sehr jung dran und vergleichsweise frisch mit Deiner Diagnose. Deswegen denke ich, dass Du mit einer neuen und etwas radikalen Methode gute Chancen haben könntest, wenigstens ein paar Jahre mit gesundem BZ und völlig ohne Medis zu gewinnen und dazu einen Ansatz, mit dem sich vielleicht auch die Zeit mit Tabletten bis zum Insulin noch einmal ein gutes Stück gesund strecken lässt. Und zwar geht es dabei darum, vor allem Leber und Pankreas mit einer kurzen Radikalkur von Fett zu befreien, so dass die ihre gesunde Regeltätigkeit wieder aufnehmen können.
Ich hab das außerhalb des dafür angebotenen Programms im vergangenen Sommer mal in eigener Regie gemacht und hier geschildert und könnte mir nach meinen Erfahrungen als altgedienter Insuliner gut vorstellen, dass ich heute noch kein Insulin brauchte, wenn ich das damals nach meiner Diagnose in 1991 oder 92 so gemacht hätte und dann in der Spur geblieben wäre.
Bisdann, Jürgen -
am 22.08.2018 09:42:42 | IP (Hash): 2062593111
Ich hatte meine Werte mit Metformin recht gut im Grill auch bei Entgleisungen.
Mein Arzt hat mir nach 3 Wochen Met, Victoza zum Abnehmen verschrieben, das war die Hölle. Dauerdurchfälle, Schmerzen im Bauch, Krämpfe. Ich dachte ich muss da durch und hab 2 Wochen durchgehalten, dann die Dosis erhöht. Es wurde schlimmer und ich bekam eine Magenschleimhautentzündung. Also abgesetzt.
Und nun hilft das Metformin nicht mehr. So ein Mist. Ich bin total gefrustet.
Diab2 seit Juni2018
Metformin 500 1-1-1
Victoza 1-0-0