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LOGI - unlogisch?
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am 28.07.2011 15:20:28
Hallo Ihr,
ich bin ja nun ein Diabetikerfrischling und versuche mich umfassend zu informieren. Vor allem natürlich wenns ums Essen geht ;o)
Nun wurde ich hier vom Forum auf LOGI aufmerksam gemacht und ich hab mir das mal so grob angeschaut.
Was mir so GAR NICHT in den Kopf will, ist das viele Fett.
In der Schulung hab ich nun gelernt, dass der BZSpiegel auch mit dem Blutfett zu tun hat, denn das verhindert die Insulinwirkung (Insulinresistenz) in den Zellen.
- Warum sollte ich jetzt noch mehr Fett zu mir nehmen, wenn LOGISCH wäre, Fett zu reduzieren?
- Wie kann es für den Körper gut sein, viel Fett zu essen? Der Stoffwechsel würde sich umstellen, steht auf der HP, aber ist das sinnvoll/nötig/gesund?? (Cholesterin, Harnstoff, Kreatinin etc).
- ODER sind mit Fett ausschließlich die "guten" Fette (einfach ungesättigten) gemeint?
Aber warum wird dann in dem LOGI-Forum Majonaise etc empfohlen? Von "gutem" Fett kann da ja keine Rede sein.
Ich hätte noch mehr Fragen, aber ich fände es gut, wenn ihr, die ihr Erfahrung mit LOGI habt, etwas darüber berichtet.
Ich stehe LOGI skeptisch, aber nicht abwehrend gegenüber und würde gerne mehr darüber erfahren, bevor ich mir eine Meinung bilde.
lg Arvida -
Gast
Rang: Gastam 28.07.2011 16:40:13
1. jeder krämer lobt seine ware!
2. auch ohne logi haben jahrzehntelang diabetiker "gesund" gelebt.
3. logi ist genau so gut, wie alle anderen "diäten" - wer will der kann, wer nicht, lässt's bleiben.
und wenn ich auf logi-seiten lese:schrieb:
"Die Menschen werden immer dicker. Schlanke Erwachsene sind heutzutage schon seltene Exemplare, mollige die Regel und richtig dicke ganz alltägliche Erscheinungen. Und das in einer Zeit, da die ganze Welt vom Schlankheits- und Fitnesswahn besessen scheint. Was läuft schief? Die Ursachen sind hausgemacht: Wir haben uns im Laufe der letzen Jahrhunderte eine Umwelt geschaffen, in der wir immer weniger Energie verbrauchen. Obendrein essen wir mehr als nötig. Aber dicke Bäuche sind alles andere als erstrebenswert – vor allem aus gesundheitlichen Gründen. Um die epidemische Verbreitung von Übergewicht und Fettleibigkeit zu stoppen, suchen Wissenschaftler in aller Welt nunmehr schon seit Jahrzehnten nach einer Lösung..."
und die meint dr.worm gefunden zu haben (warum ist logi dann nicht die etablierten ernährungsmethode??). warum werden denn die menschen immer dicker? weil sie sich falsch ernähren und zu viel essen!! aber auch zu zeiten als "logi" überhaupt noch nicht existierte, hat es dicke menschen gegeben, aber die mehrheit war normalgewichtig (und trotzdem gab es diabetiker!). ausserdem stimmt es ja (angeblich) gar nicht, dass die dicken automatisch typ2-kandidaten sind! also jeder nach seinem pläsier! -
am 28.07.2011 17:53:43
hallo kritischer Gast,
ich kann dir da nur recht geben. Ich persönlich war noch nie ein Anhänger von irgendwelchen "Diäten" bzw. "Essempfehlungen"
Als ich kurz nach meiner Diagnose hierher kam hab ich das LOGI auch nur am Rande registriert und seitdem ehrlicherweise auch garnicht mehr weiter beachtet. Etwas Grundwissen über Zucker, KHs etc. waren natürlich notwendig und den Rest hab ich dann eigenständig entschieden, ausprobiert, angepasst und siehe es klappt prima.
Letztendlich esse ich aber wahrscheinlich auch inetwa LOGI-gemäss.
Man muss wirklich selber rausfinden was seinem BZ gut tut und was nicht. Mittlerweile hab ich dadurch auch schon wieder Lebensmittel eingeführt die ich vorher strikt weggelassen habe.
Zu deinem Zitat....
ein Zusammenhang zwischen dem zunehmenden Gewicht der Menschen und der Anzahl der Ernährungsphysiologen und Diäten ist ja offensichtlich. Das kann man bzw. ich natürlich so oder umgekehrt sehen ;-)
ketzerische Grüsse
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am 28.07.2011 19:32:08
Hallo Alle Leutchen
ich für mich habe einen Teil vom LOGI - Programm übernommen welches ich aus meiner Sicht sininnvoll mit NORMALER Kost kombiniere.
Und ich habe auch vieles Verteufelt und Esse diese Dinge wieder , aber eben maßvoll.
Einmal in der Woche gibs ne Sünd und dann Sch... ich auf den BZ.
Aber nur einmal.
Dann gibst auch ne ganze Pizza extra Groß vom Italiener.
------ ( H4 ) Spagetti natürlich auch ! -------
LG Anni Jeder findet seinen Weg und am Ende haben alle ihr Ziehl erreicht ! -
am 28.07.2011 19:44:19
AnnimauS11 schrieb:
Hallo Alle Leutchen
ich für mich habe einen Teil vom LOGI - Programm übernommen welches ich aus meiner Sicht sininnvoll mit NORMALER Kost kombiniere.
Und ich habe auch vieles Verteufelt und Esse diese Dinge wieder , aber eben maßvoll.
Einmal in der Woche gibs ne Sünd und dann Sch... ich auf den BZ.
Aber nur einmal.
Dann gibst auch ne ganze Pizza extra Groß vom Italiener.
hört sich gut an Anni :-)
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am 28.07.2011 19:46:13
Wie schon gesagt: ich möchte nicht verteufeln, ich möchte verstehen!
Rainer, kannst du was dazu schreiben? Soweit ich weiß, isst du nach LOGI, oder?
Arvida -
am 28.07.2011 19:49:53
was nutzt Dir, wenn wer auch immer was dazu schreib? Was bei Dir was bewirkt, kannst Du nur selbst ne Stunde nach dem Essen messen :-( -
am 28.07.2011 20:12:24
Naja, Jürgen...
vielleicht kann mir jemand Antworten auf meine oben genannten Fragen geben. Die sind eher theoretischer Natur und haben nur indirekt mit MEINEM Essen, sondern viel mehr mit LOGI zu tun, verstehst du?
Ich denke, keiner wird sich ein Essverhalten aneignen, von dem er nicht überzeugt ist und das er nicht versteht. Und da Rainer, soweit ich das in Erinnerung habe, nach LOGI isst, müsste er doch zumindest annähernd meine Fragen beantworten können. Das gilt natürlich nicht nur für Rainer, er war nur ein Beispiel.
Arvida -
am 29.07.2011 00:37:07
hallo Arvida,
zum Thema LOGI: Ich bin mal auf die LOGI-Site gegangen um mich schlau zu machen. Jetzt, 1 Stunde später bin aber reichlich enttäuscht und muss dem "kritischen Gast" mit seiner Aussage "jeder Krämer lobt seine Ware" in diesem Punkt noch mehr recht geben.
Was nun folgt soll jetzt nicht als Kritik an der LOGI-Methode verstanden werden denn ich weiss dass man Texte nur beliebig genau lesen muss um sie zerhackstückeln zu können. ;-)
Auf den Seiten wimmelt es nur so von ungefähren, unpräzisen und allgemeinen Aussagen. Letztendlich ist LOGI für jeden gut. Selbst bei Ausnahmen wie Leistungssportlern oder Vegetariern wird ein paar Sätze später geschrieben dass auch hier LOGI...
Um hier aber keine Doktorarbeit daraus zu machen.... von "viel Fett" wie du anfangs schreibst hab ich nichts gelesen.
Schon garnicht das du noch mehr Fett essen sollst. (Das würde selbst Dr. Worm nicht schreiben) ;-)
Deshalb denke ich solltest du dich nicht zu sehr nur auf LOGI versteifen.
Achja, die Majonnaise: Die hab ich anfangs auch gemieden wie der Teufel. Mittlerweile bin aber draufgekommen wenn ich die KH´s auf einen Tee- oder Esslöffel umrechne, dann bleibt meist nicht mehr viel von den KH´s übrig.
Ich persönlich achte wirklich auf die KH´s (steht ja im Prinzip fast überall auf der Verpackung) d.h. mehr als 4 bis max. 6 BE in Ausnahmefällen kommen bei mir nicht in Frage,
Und Fett ? Ich habe immer schon sehr fettreich gegessen und trotzdem kein Übergewicht. Aber das kann man sicher nicht verallgemeinern. Da ich mich aber seit DM weitaus bewusster ernähre hat sich mein Fettverbrauch (hauptsächlich beim selberkochen) natürlich auch automatisch reduziert. Witzigerweise muss ich sagen... eine gute Bratpfanne alleine kann den Fettverbrauch schon enorm reduzieren.
Im Prinzip halte ich das wie Annimaus.
Jetzt bist du genauso schlau wie vorher, ich weiss.
--- tut mir auch garnicht leid ---
P.S.
Achja... meine obige Kritik am LOGI bezog sich ausschliesslich auf die LOGI-Website von Dr. Wurm. Das LOGI-Forum ist damit natürlich nicht gemeint.
Bearbeitet von User am 29.07.2011 05:17:43. Grund: Nicht angegeben -
am 29.07.2011 09:21:37
Moin Havier,
hast Du schön geschrieben ;-) Meine 20 Diabetes-Dienstjahre haben mich vor allem eines gelehrt: Kern aller Methoden mit einem eigenen Namen ist immer ein Stück fester Glaube an die umfassende Richtigkeit als absolutes Alleinstellungsmerkmal. Und beinahe alle werden auffällig unruhig bis offen ablehnend, wenn ich das BZ-Messgerät zum einfachen Test ihrer Aussagen nehme bzw. empfehle. Da macht Logi keine Ausnahme, wie ich beim Mitschreiben im Forum immer mal wieder feststellen kann.
Für die Standardernährungs-Apostel ist unvorstellbar, dass erstaunlich viele Kohlenhydrate aus jeder Mahlzeit erst einmal zu Triglyzeriden umgebaut werden, also zu Fettt, und als solches in all die Schwimmhilfen kommen, die wir so an uns versammelt haben. KHs können nach ihrer reinen Lehre nämlich kein Fett machen, was man ja auch ganz klar daran erkennen kann, dass der Rahm auf der Milch nur bei Kühen von fetten Weiden beobachtet werden kann, oder?
Für die Standardernährungs-Apostel ist unvorstellbar, dass gegessenes Fett keineswegs sofort in die Polster gepackt, sondern neben der Energiegewinnung z.B. zur beständigen Erneuerung von Zellen verwendet wird und dass deren Strukturen auch bei gertenschlanken Menschen zu einem wesentlichen Teil aus Fett bestehen. Ganz schlimm ist für sie die Erkenntnis, dass das Cholesterin im Blut auch bei absolut fettreicher Ernährung zu wenigstens 80% in der Leber produziert wird und keineswegs überflüssiger Schmier ist, sondern notwendig zum Zellaufbau und vor allem auch zur Isolation von Nerven gebraucht wird.
Und geradezu mit dem Teufel im Bunde muss nach Auffassung der Standardernährungs-Apostel sein, wer sich statt in der Hauptsache aus KHs aus Fett ernährt und damit schlank bleibt oder gar von runder zu schlanker wird und sein Blut ausschließlich in kaputten Labors testen lässt. Oder sollte ein ordentlich funktionierendes so einem Menschen wirklich gesunde Blutfette attestieren können?
Bisdann, Jürgen -
Gast
Rang: Gastam 29.07.2011 10:50:44
nun hat uns der jürgen wieder sehr schön mit einem ellenlangen bericht "bewiesen", dass er kein standardernährungs-apostel ist. aber was wollen uns diese worte sagen? ich glaube, nichts! er versucht anderen zum wasweissichwievieltenmal zu "erklären", das nur eine ernährung, die alle werte im gesunden bereich hält, erstrebenswert ist. dass man das ohne weiteres selbst mit einer gesunden standardernährung schaffen kann verschweigt er (bewusst?). schön finde ich auch immer die "verhältnismässigkeit" seiner "beweise" - einerseits bestehen bei ihm die körperzellen zu einem wesentlichen teil aus fett (obwohl die zellen ca 55% wasser enthalten) und andererseits ernährt sich der standardernährungsapostel in der hauptsache aus kh (50-55% sind also die hauptsache von 100%). na, hauptsache es wirkt!
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am 29.07.2011 11:24:25
@11
Wo Du mich so gut kennst, weißt Du doch, dass nach meiner Meinung jede Ernährung passt, mit der der betroffene Mensch mit Diabetes sich alltäglich seinen gesunden BZ macht. Er muss nur halt wenn nötig die passende Medi dazu nehmen. Und je weniger KHs, desto weniger Medi (und deren mögliche Nebenwirkungen) ist nötig.
Und unsere Körperzellen bestehen nun mal zum größten Teil aus Fett und Eiweiß und zu einem winzigen Bruchteil auch aus Wasser, auch wenn sie vorwiegend mit Wasser befüllt sind. Nach Deiner tollen Logik müsste ein mit leecker dampfendem Kaffe gefüllter Kaffee-Pott zum größten Teil aus Kaffee bestehen ;-)
Bearbeitet von User am 29.07.2011 11:25:11. Grund: Nicht angegeben -
am 29.07.2011 11:37:45
hallo Jürgen,
interessant, das mit den Triglyceriden wusste ich noch garnicht. Das würde vielleicht auch erklären warum ich nach 6 Monaten Gewichtszunahme den gleichen Betrag wieder abgenommen habe. Meine KH-Zufuhr ist sehr niedrig und meine Fett-Zufuhr nur leicht weniger. Meine Morgenwerte sind auch gesunken (Leber?) Folglich wird das im Körper vorhandene Fett zur Versorgung hergenommen. (Gürtel muss enger geschnallt werden) ;-)
@Gast: Deine Prozentrechnung kann ich nicht ganz nachvollziehen.
Grüsse
--- Echt Fett ---
Bearbeitet von User am 29.07.2011 11:44:06. Grund: Nicht angegeben -
am 29.07.2011 13:31:38
Hi !
Ich kann gar nicht Verstehen wieso Gast11 sich selbst wiederspricht in Jürgens Worte.
Natürlich hat Jürgen Recht wenn er sagt das" Nur eine Ernährung die den Wert im Grünen hält " anstrebenswert ist.
Sonst bräuchten wir hier nicht Diskutieren was uns helfen könnte.
Es ist klipp und klar nicht mehr möglich mit Diabetes in ein " NORMALES "Essverhalten zurückzu gehen.
Ausrutscher bzw "Sünden" sind uns erlaubt aber KEINE Regel.
Wer der Meinung ist das die " NORMALE STANDARDERNÄHRUNG " auch funkionoiert hat was beim lesen und zuhören beim Doc falsch gemacht oder steht einfach auf mehr Medis und deren Nebenwirkungen.
Wenn er aber die Medis nicht so " MAG " dann muß er auf selbstverstümmlung im Schleichmodus stehen.
LG Anni
Jeder findet seine Kost aber jeder muß sie neu Ordnen und Einschrenken.
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Gast
Rang: Gastam 29.07.2011 13:45:47
schrieb:
unsere Körperzellen bestehen nun mal zum größten Teil aus Fett und Eiweiß und zu einem winzigen Bruchteil auch aus Wasser, auch wenn sie vorwiegend mit Wasser befüllt sind.
sehr interessante theorie, die aber leider nicht stimmt. schon die logik sagt, wenn der menschliche körper im schnitt zu 2/3 aus wasser besteht und der ganze menschl. körper aus zellen., wie kann dann 1/3 der grösste teil sein? siehe auch hier:
http://www.erlebnis-mensch.at/zellen/zellaufbau.html. dass dieses verhältnis bei adipösen menschen nicht stimmt, dürfte bekannt sein (nur noch 1/3 wasser).schrieb:
müsste ein mit lecker dampfendem Kaffe gefüllter Kaffee-Pott zum größten Teil aus Kaffee bestehen
ich weiss nicht, aus was für steingutpötten du deinen kaffee trinkst und ob du sie nur zu einem 1/4 füllst. bei meinen fast völlig gefüllten porzellantassen macht der kaffee sehr wohl den grössten teil aus. und wenn die hülle (der pott) wie bei der zelle nur eine membran wäre, würde der kaffee fast 100% entsprechen. ich glaube fast, du verwechselst zelle und zellmembran.schrieb:
dass nach meiner Meinung jede Ernährung passt, mit der der betroffene Mensch mit Diabetes sich alltäglich seinen gesunden BZ macht.
die meinung ist sicher richtig - aber muss sie 100 mal erzählt werden (damit's auch die deppen begreifen)?
@havier: das war nicht meine prozentrechnung, sondern jürgens: fett ist eben kein wesentlicher teil der zelle, sondern nur einer von vielen und 50% kh in der nahrung sind nicht die hauptsache, sondern etwa die hälfte. -
Gast
Rang: Gastam 29.07.2011 13:57:56
@anni: ich habe keine ahnung, was du unter "normaler ernährung" verstehst, fakt ist, dass man sich auch als diabetiker "normal" ernähren kann. ich möchte jetzt gar nicht darüber diskutieren, wie lange sich ein typ2er ohne bzw. mit minimalmedis im "gesunden" bereich aufhalten kann, versucht's solange eure bsd es mitmacht - die wenigsten kommen auf dauer ohne insulin aus (vllt. habe ich mich zu sehr auf die 1er und du auf die 2er bezogen - was wieder klar zeigt: diabetiker ist nicht gleich diabetiker).schrieb:
Es ist klipp und klar nicht mehr möglich, mit Diabetes in ein "NORMALES" Essverhalten zurückzugehen.
dass diese aussage so falsch ist, beweisen tgl. mehr wie genug Leute mit DM. allerdings fragt sich halt, was du unter "normal" verstehst. -
am 29.07.2011 14:04:38
Hi Gast !
Unter " NORMAL " Verstehe ich halt ungezwungen ohne über jeden Bissen oder Schluck nachdenken zu müssen ob er mir gut tut oder meinen BZ verhaut.
Die Nahrung als solche -- gibsts wohl nichts NORMALES ( Alles war möglich ) -- jedem nach seiner belieben bis halt der DM kam und zum Überdenken zwang.
LG Anni
Weiß nicht ob einT1 anders Nachdenken muß als ich ( T2 )
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am 29.07.2011 14:16:48
#15
Ok, ein Haus besteht also zum größten Teil aus Luft. Aber wenn ich die Struktur des Hauses zum größten Teil aus festen Bestandteilen bestehend beschreibe, trifft das doch auch in Deiner Logik zu, oder? Und wenn Du dann noch mal schaust, was Du ursprünglich kritisiert hattest?
schrieb:
z.B. zur beständigen Erneuerung von Zellen verwendet wird und dass deren Strukturen auch bei gertenschlanken Menschen zu einem wesentlichen Teil aus Fett bestehen
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am 29.07.2011 15:08:43
hallo Jürgen und Gast11,
ich glaube ihr missversteht euch einfach nur weil ihr euch nicht präzise genug ausdrückt. Ich hab da selbst jetzt etwas Verständnisschwierigkeiten. Und präzise ist bei diesem Thema einfach wichtig, insbesondere für Mitleser.
Zum Bleistift:
"zum grössten Teil". hmmm... das kann die Menge sein, die Masse, das Volumen..
So auch beim Kaffepott. Der eine versteht unter Kaffe die Flüssigkeit und der andere den reinen Kaffegehalt vermute ich mal.
Zum Thema Wasser in den Zellen:
Soweit ich weiss befindet sich etwas mehr als die Hlfte des gesammten Wassers im Körper in den Zellen. Der Rest ist ausserhalb.
Eine Zelle besteht aus der Zellflüssigkeit, dem Cytoplasma und diversen anderen "Materialien" u.a. auch Fetten.
Das Cytoplasma selbst besteht zu gut 85% aus Wasser, der Rest ist diverses "Baumaterial"
@Gast11: sorry, die Prozentrechnung hatte ich tatsächlich falsch zugeordnet ;-)
--- unterhalten sich 2 Wasser Reservoire. Sagt das Eine zum Anderen ... ---
Bearbeitet von User am 29.07.2011 15:10:07. Grund: Nicht angegeben -
am 29.07.2011 15:15:35
So, und wenn ich nun von der Struktur der Zelle spreche, meine ich wie auch bei der Struktur des Hauses das Baumaterial, also all das Material, ohne das das Wasser keinen Halt hätte. Und dieses Material besteht zum einen großen Teil aus Fett und zum anderen aus Eiweiß und zu einem verschwindenden Teil aus Wasser und Zusätzen. -
Gast
Rang: Gastam 29.07.2011 15:26:19
hallo jürgen,
>>dass nach meiner Meinung jede Ernährung passt, mit der der betroffene Mensch mit Diabetes sich alltäglich seinen gesunden BZ macht<<
das ist nicht nur deine meinung, sondern allgemein für jeden diabetiker gültig.
nur muss er das selbst ausprobieren, testen, testen.... und danach leben.
habe in den 10 jahren diabetes alles versucht, von vegetarisch bis veganisch, von kh reduziert,
körner, fleisch, fisch bis fast nichts.
heute ernähre ich mich nicht nur, sondern esse mit genuss und freude war mir schmeckt.
gemäß meinem bedarf an kalorien.
immer orientiert am grundumsatz je nach betätigung, bewegung.
es ist möglich und messbar, ob mit tabs oder insulin, jedoch nur mit disziplin ohne sich zu kasteien.
verzicht auf speisen welche den bz hochtreiben, bedeutet gewinn.
gruss rudi -
Gast
Rang: Gastam 29.07.2011 15:27:27
hallo Jürgen ....
so hatte ich das schon vermutet :-)
havier
--- ... sagte das Baumaterial ! ---
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Gast
Rang: Gastam 29.07.2011 23:25:42
schrieb:
wenn ich nun von der Struktur der Zelle spreche, meine ich wie auch bei der Struktur des Hauses das Baumaterial, also all das Material, ohne das das Wasser keinen Halt hätte. Und dieses Material besteht zum einen großen Teil aus Fett und zum anderen aus Eiweiß...
und nun stellt sich die frage, was ein "grosser teil" ist, da wir ja von der zellmembran sprechen: "Zellmembran - Zwei Eiweißschichten mit einer Fettschicht dazwischen bilden die poröse, teildurchlässige Zellmembran, die die Zelle umgibt." (siehe link)schrieb:
...beständigen Erneuerung von Zellen verwendet wird und dass deren Strukturen ... zu einem wesentlichen Teil aus Fett bestehen
die zellstruktur besteht aus zellkern, zellplasma und zellmembran bzw. deren bestandteilen (und die besteht eben nicht zu einem wesentlichen teil aus fett, denn das wasser gehört ebenfalls zu den zellbestandteilen.) - die struktur eines bauwerkes besteht auch nicht nur aus der äusseren hülle... -
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am 30.07.2011 01:11:36
hallo zusammen, um jetzt vollkommene Verwirrung zu stiften ... ich hab da eine recht übersichtlicheSeite gefunden.
Da war ich aber selbst erstaunt was so alles in unseren Zellen drin ist (Kork, Holz..) ;-)
Vielleicht hilft ja auch folgende stark vereinfachte Rechnung die ich eigentlich mehr für mein eigenes Verständnis gemacht habe. [Prozentangaben aus dem Link entnommen]
Nehmen wir mal an eine Zelle wiegt 1 kg und
das Zellplasma macht 75% der Zellmasse aus.
(den Rest vergessen wir erstmal)
Dann haben wir 750g Zellplasma.
Diese 750g Zellplasma bestehen wiederum zu 50% aus Wasser
also 50% von 750g sind 375g Wasser.
Trocknen wir die 750g Zellplasma dann bleibt eine Trockenmasse von
750g minus 375g Wasser also 375g Trockenmasse übrig.
In diesen 375g Trockenmasse (ist wie beim Käse) sind circa...
55% Eiweiss
30% Kohlehydrate
12% Fett
3 % Irgendwas
...enthalten.
Das wären dann also...
206g Eiweiss
112g Kohlehydrate
45g Fett
und 12g irgendwas
Soweit verständlich (und richtig) denke ich.
Wir haben jetzt also
in 1kg Zelle 375g Wasser und das sind 37,5%
der gesammten Zellmasse
dann 45g Fett und das sind 4,5% der gesamten Zellmasse
usw usw.
Etwas Wasser und Fett die in den Resten enthalten sind kämen da noch hinzu aber die machen den Braten wahrscheinlich auch nicht mehr fett ;-)
Erschwerend käme auch noch hinzu dass es eine Menge verschiedener Zellen gibt.
--- und jetzt geh ich aber wieder in meine Zelle --- -
am 30.07.2011 11:03:46
Morgen havier !
Man das ist aber schwere Kost an so einen verregneten Samstag morgen.
Das kann ich mir nicht reinziehen.
Aber du hast dir echt fachgerechte Arbeit gemacht.
LG Anni
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Gast
Rang: Gastam 30.07.2011 12:05:15
hallo Anni,
für mich ist das eher leichte Kost. Ausserdem hab ich ja nur laut gedacht und sogar noch was dabei gelernt.
Und diesmal war auch noch ich derjenige der aus der Anfangsfrage von Arvida total vom Thema abgekommen ist.
Sorry Arvida und keine Angst, mit dem Thema gute und schlechte Öle beschäftige ich mich vorerst nicht.
Grüsse von Havier aus dem noch! sonnigen Samstag
--- ich widme mich besser wieder meinen komplexen Excel-Zellen --- -
am 30.07.2011 13:32:05
:-)
schreibt nur weiter, ich bin geduldig und warte, bis sich wieder jemand an das Ausgangsthema erinnert.
hier regnets überigens auch NOCH nicht. ich geh jetzt Pflaumen pflücken, bevor es anfängt.
lg Arvida *wink* -
Gast
Rang: Gastam 30.07.2011 16:20:03
Okay, zurück zu LOGI. Wenn ich die ganzen LOGI-Apostel richtig verstanden habe, dann läuft es ja auf eine Reduzierung von KH bei gleichzeitiger Erhöhung der Fette + Eiweisse hinaus. Wie uns hjt ja erklären wollte ("...ist unvorstellbar, dass erstaunlich viele Kohlenhydrate aus jeder Mahlzeit erst einmal zu Triglyzeriden umgebaut werden, also zu Fett...), ernähren wir uns also nur von Fett ;o). Da das Fett "aus KH" aber ebenso wirkt, wie das von aussen genossene, ist es wohl egal, ob LOGI oder nicht...schrieb:
Triglyceride
Neutralfett wird mit der Nahrung aufgenommen (exogene Triglyceride) oder im Körper synthetisiert (endogene Triglyceride). Die endogenen Triglyceride werden im Fettgewebe und in der Leber gebildet, zum großen Teil aus Kohlenhydraten. Ihre Speicherung erfolgt vor allem im Fettgewebe. Die in den Fettdepots als Energiereserve vorhandenen Triglyceride werden bei Abruf hydrolytisch gespalten. Dabei entstehen freie Fettsäuren und freies Glycerin. Da Lipide wasserunlöslich sind, werden sie im Blut an Eiweiß gebunden als Lipoproteine transportiert. Die Mukosazellen des Dünndarms bilden aus den mit der Nahrung zugeführten exogenen Triglyceriden die triglyceridreichste Lipoproteinfraktion, die Chylomikronen. Die Leber verestert freie Fettsäure, die ihr zum großen Teil aus dem Fettgewebe zugeführt werden, zu endogenen Triglyceriden. Von diesen wird ein Teil, an Eiweiß gebunden, als Prä-ß-Lipoproteide an das Blut abgegeben. Man findet also eine Erhöhung der Neutralfettwerte im Serum, wenn die Menge der Prä-ß-Lipoproteide ansteigt (bei kohlenhydratreicher Nahrung) oder Chylomikronen gebildet werden (nach einer fetthaltigen Mahlzeit).
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am 30.07.2011 18:19:28
Also nich nochn Tempo ;-)
Denn bei den Triglyceriden aus KHs hatte ich mich zum Glück mengenmäßig nicht ganz so weit raus gehängt. Fakt is halt, die sind mit Diabetes häufig erhöht, und zwar auch dann, wenn völlig fettarm gegessen wird. Und beobachtet wird auch, dass ihr Anteil sich mit gesünder gesteuertem BZ erstaunlich weit normalisieren kann.
Und auch wenn ich hier nicht zur Verteidigung von LOGI angetreten war, halte ich dem Konzept zugute, dass damit die Insulin-Anforderung durch die Mahlzeiten geringer als mit Standard-Mahlzeit-Zusammensetzung ist und der BZ leichter im gesunden Bereich zu halten geht.
Grundsätzlich ist klar, dass Triglyceride aus der direkten KH-Einverleibung nur entsprechend dem Energiegehalt der Eingabe gebildet werden können. Und selbstverständlich auch aus jeder erhöhten Glukose-Ausgabe aus der Leber.
Grundsätzlich erstaunlich scheint mir, dass bei Menschen, auch bei solchen mit Diabetes, die sich ketogen ernähren, also praktisch wesentlich aus Fett als Hauptenergie-Lieferant, der Triglyceridwert häufig im unteren Normalbereich gemessen wird. Was schlicht bedeutet, dass der jeweilige Gehalt des Blutes offenbar recht unabhängig von der Menge der frisch einverleibten Zutaten geregelt werden kann, so lange der Blutzucker im gesunden Rahmen verläuft.
Bisdann, Jürgen