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hbca1 erst 6,1 jetzt zw. 5,3 und 5,4

  • Gast

    Rang: Gast
    am 03.08.2011 16:27:56
    Hallo,

    vor einem Jahr war ich zufällig beim Diabetologen der hatte bei mir (m 33Jahre, 91kg, hbca1 6,1) eine Insulinresistenz festgestellt (keine Medis). Er hatte mich sofort ins DMP aufgenommen. Durch Schulungen, Sport und umgestellter Ernährung bin ich jetzt bei 5,3 bzw. 5,4. Aufgrund der Aufnahme ins DMP ergeben sich für mich aber auch andere Probleme (bsp: unbezahlbare Prämie für Berufunfähigkeitsversicherung etc.)

    Meine Frage:
    Gibt es hier jemanden der auch am Anfang solche Werte hatte?
    Wie lange werde ich die Werte noch halten können? Ab wann werde ich Medikamente nehmen müssen??

    Ich messe sehr viel (1h/2h) auch in unregelmäßigen Abständen der 1h Wert ist nie (auch nicht nach Buffettessen über 110) der zwei Stundenwert meist wieder <100.
    Nun messe ich auch schon mal eine halbe Stunde oder 20min. nach Süßigkeiten und Kuchen etc. ich habe selbst dann noch nie einen Wert über 135 gehabt.
    Früh schwankt der Wert zwischen 85 und auch schon mal 105/108. Meine Frau hat bei Vergleichsmessungen unter identischen Voraussetzungen meist höhere Werte als ich.(die hat einen Hbca1 von 5,0 gesund)
    Bekomme ich auf jedenfall Diabetes auch wenn ich die Disziplin weiter führe? Der Arzt meinte ja. Im Internet finde ich wiedersprüchliche Aussagen. Die einen meinen ich kann jetzt aktiv Prävention leisten aber von wieviel Jahren sprechen wir da? Muß ich demnächst auf jedenfall Tabletten nehmen? Oder kann es auch sein, daß ich mit 45 oder 50 noch ohne Medis und Spritzen auskomme....?
  • Gast

    Rang: Gast
    am 03.08.2011 17:56:22
    sorry aber deine frage ist als wenn du uns für wahrsager hälst. und das sind nicht nur wir nicht, das sind auch wahrsager nicht (sondern nur betrüger)
    nur eins ist definitiv das dmp hat mit einer bu absolut nichts zu tun, du brauchst nur ein einziges mal die quartalsuntesuchung nicht zu machen und schon wirst du gestrichen, daher ist das wirklich kein problem.
    das problem ist --> wenn der versicherungsfall eintritt und rauskommt (kommt meistens raus) daß du die diagnose diabetes verschwiegen hast, alles was du eingezahlt hast auch hättest verbrennen können, denn normalerweise kenne ich niemanden der es geschafft hat mit dm eine bu abzuschließen (außerder dm wird ausgeschlossen, und dann brauchst du keine, denn alles was passiert wird auf den dm geschoben.
  • Gast

    Rang: Gast
    am 03.08.2011 20:43:07
    schrieb:
    daß du die diagnose diabetes verschwiegen hast


    ohne medis die diagnose dm bei einem hba1c von 5,3 bzw. 5,4?? die diagnose lautete "insulinresistenz" und das ist keine krankheit. selbst bei a1c von 6,1 muss noch kein dm vorliegen. also kann er seine bu-vers. abschliessen ohne falsche angaben machen zu müssen (solange keiner die dignose dm stellt!).
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    am 03.08.2011 22:15:19
    Moinmoin,

    Insulinresistenz heißt der höher als gesunde Blutzucker, bevor er die Grenzwerte zur Diagnose Diabetes überschreitet. Und niemand hat bis heute eine Ahnung davon, wie sich was weiter entwickelt, wenn man so früh wie Du drauf aufmerksam wird und seinen Blutzucker - GLÜCKWUNSCH - systematisch so gesund einrichtet, wie Du das gemacht hast. Die wenige Ahnung kommt daher, dass der Blutzucker erst seit etwa 20 Jahren überhaupt in größeren Höhen über den Diagnose-Grenzwerten systematischer beobachtet wird und erst seit etwa 10 Jahren auch in der gesunden Höhe und knapp drüber.

    Viele weltweit verstreute Einzelerfahrungen deuten darauf hin, dass Du zumindest die nächsten 10 Jahre nicht zwangsläufig auf Diagnose Diabetes vorrücken musst. Aber über längere Zeiten gibt es noch kaum einzelne Erfahrungen und erst recht keine Studien.
    Allerdings sind viele Betroffene überzeugt, dass sie mit ihrem Blutzucker an der gesund kurzen Leine wie in diesem Rahmen die weitere Entwicklung der Defekte, die den Diabetes machen, durchaus auch stoppen können.

    Die Versicherungsfrage wird ja schon eifrig diskutiert ;-)

    Bisdann, Jürgen
  • Gast

    Rang: Gast
    am 04.08.2011 09:49:30
    Vielen Dank für die Antworten...

    Eine Sache noch zur Berufsunfähigkeit ich muß im Bogen ankreuzen "ob ich jemals in ärztlicher Behandlung wegen Stoffwechselerkrankungen" war das kann ich nicht mit nein beantworten sonst ist, wie bereits geschrieben im Zweifelsfall die Kohle weg. Wenn man den Punkt ankreuzt schreibt die Versicherung den Arzt an der schreibt was von Insulinresistenz aber keine medikamentöse Behandlung trotzdem muß ich locker den doppelten Beitrag zahlen eine andere Versicherung hat komplett abgelehnt.

    Außerdem führen Versicherungen sowas wie ein "Schufaregister" d.h. wenn einmal "gebrannt" ist dann gibt es immer Probleme.

    So nun sitze ich hier mit 33 berufstätig, Kind und Frau ohne eine BU Versicherung....

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    am 04.08.2011 15:30:33
    schrieb:
    So nun sitze ich hier mit 33 berufstätig, Kind und Frau ohne eine BU-Versicherung


    Und was ist daran sooo schlimm? Ich (seit dem 4.LJ DM T1, 2 Kinder, keine Frau mehr - gottlob!) habe nie im Leben eine BUV gehabt (und die "Überlebenschance" mit DM sah vor 40 Jahren noch ganz anders aus!). Warum solltest du mit einem HbA1c unter 6 (den sich die meisten mit DM nur wünschen können) Spätschäden bekommen und berufsunfähig werden. Da hätten ja Millionen von Diabetikern Grund zum "jammern"! Gib das für die Versicherung gesparte Geld für deine Gesundheit aus und denk' positiv! Im Übrigen soll es Versicherungen geben, die trotz DM eine BUV zu vernünftigen Preisen abschliessen - da wäre halt Recherche angesagt (da ich inzwischen Rentier bin, brauche ich sowas nicht mehr und habe daher darüber Null Ahnung). Des weiteren nützt dir eine BUV auch nix, wenn du arbeitslos wirst und keinen neuen Job findest....

    Gruss Rudi
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    am 04.08.2011 16:20:24
    Ne Feuerversicherung funzt auch nicht, wenn man die erst abschließen will, wenn's schon qualmt.

    Du klagst auf vergleichsweise hohem Niveau, denn Du hattest sicher auch schon vor Eintritt der größeren Wahrscheinlichkeit des Versicherungsfalls die Gelegenheit, eine BU abzuschließen. Die würde Dich danach hier in D mit dem Eintritt eben der größeren Wahrscheinlichkeit in der Form von Insulinresistenz/Diabetes nicht rausschmeißen und auch nicht in den Prämien höher stufen, wie das in vielen anderen Teilen der Welt sogar bei Krankenversicherungen mit dem Eintritt neuer Risiken üblich ist.

    Du hast JEDE Gelegenheit, Deinen Blutzucker die nächsten 70 Jahre VÖLLIG gesund zu steuern (lange völlig ohne Medis und eventuell irgendwann mit Insulin) was z.B. der Rudi einfach aus Mangel an technischen Möglichkeiten die längste seiner diabetischen Dienstzeit nicht konnte. Und auch wenn der Artbeitsmarkt noch mau aussieht, wird sich das spätestens in 10 Jahren völlig geändert haben.

    Von BUs für Diabetiker hab ich auch schon mal gelesen, auch von solchen, die aus dem Zusammenhang des Deutschen Diabetikerbundes angeboten werden. Aber auch die sind deutlich teurer und haben den Nachteil, dass Diabetesfolgen und alles, was damit zusammenhängt, und das kann juristisch schließlich JEDE Menge sein, von der Leistung ausgeschlossen sind.