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Unterschiedliche Messergebnisse
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Conny
Rang: Gastam 11.07.2009 15:58:31
Moin,
bin noch ganz frisch in der Diabetesgemeinde, und somit noch ziemlich unwissend/unsicher in der ganzen Materie ;)
Zu meinem Problem, als ich gestern aus dem Krankenhaus entlassen wurde, habe ich dann bei meinem Diabetesarzt ein BZ-Messgerät "Bayer Contour" bekommen.
Aus Neugierde habe ich heute mal 3 Messungen an verschiedenen Fingern direkt hintereinander durchgeführt.
Ergebniss: 214, 137 und 184
Was kann da schieflaufen, oder ist dieses Gerät einfach nur Schrott ?
Im Moment mache ich halt weiterhin jeweils 3 Messungen und nehme den Mittelwert um die Insulinmenge zu berechnen, aber das kann doch nicht Sinn und Zweck der Sache sein.
Wie gesagt, bin noch ganz neu und für jeden Tipp dankbar.
Schönes WE noch und Gruß
Conny
PS: Sorry, habe zuerst ins falsche Board (Ernährung) geschrieben, der andere Beitrag kann gelöscht werden.
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Mathias
Rang: Gastam 11.07.2009 18:56:17
Ein Problem bei der Messung ist, dass Du beim Anstechen, um die Blutung anzuregen, auch Blutplasma herausdrückst. Das ergibt dann den Messfehler.
von Mathias -
asd
Rang: Gastam 11.07.2009 19:25:02
Dein Gerät ist nicht Schrott, es kann nur nicht so genau messen wie ein Laborgerät. Daraus ergeben sich Abweichungen, die sind normal.
Du musst auch nicht dreimal messen, einmal reicht. Ob du jetzt etwas höher oder tiefer bist, ist nicht so entscheidend bei der Insulinmenge, du kannst ja zwei Stunden nach dem Essen kontrollieren, ob du zu viel oder zu wenig gespritzt hast. Und mit der Zeit merkst du, was du machen musst.
Sonst kannst du auch mal messen, bevor du zum Arzt gehst. Dann hast du einen Anhaltspunkt, wie viel dein Gerät daneben ist ... aber das ist dann auch nicht in Stein gemeisselt.
Schau einfach, dass du saubere Hände hast (hatte letztens einen Wert von 20, was niemals stimmen konnte, hab dann die Hände gewaschen und war auf 5.7 unten ...) -
Campi30
Rang: Gastam 11.07.2009 23:12:38
solche differenzen sind nicht normal....da stimmt was nicht! von Campi30 -
Jürgen
Rang: Gastam 12.07.2009 13:36:13
Die 214, 137 und 184 wollen aus jeweils einem winzigen Tropfen sagen, dass da gerade in jedem Liter Blut 2,14 - 1,37 oder 1,84 g Glukose am Umlaufen waren. Diese Wahnsinnsmengen machen deutlich, wie groß der Einfluss minimaler Rückstände etwa von Seife oder Nahrungsmitteln am Finger sein muss, die ja durchaus von Finger zu Finger sehr verschieden sein können.
Um's diese Einflüsse zu minimieren, wische ich den ersten Tropfen immer gründlich ab, der ja die Rückstände in seiner Umgebung dann schon aufgenommen hat, und teste erst aus dem zweiten. von Jürgen -
Campi30
Rang: Gastam 12.07.2009 14:28:48
ich habe auch schon testreifen verballert und hatte höchsten ne abweichung von +/- 5..aber bestimmt nicht 90....mit 134 wäre man ja fast gesund und mit 2++ ja Diabetiker ! von Campi30 -
Conny
Rang: Gastam 12.07.2009 15:14:06
Moin,
erstmal Danke für die Reaktionen.
Wie schon gesagt, bin "Neu-Diabetiker" und noch nicht so ganz firm in der ganzen Materie.
>> SCHNIPP
wäre man ja fast gesund
<< SCHNAPP
Mal ein paar Zahlen ;)
Am 23.06 wurde ich mit einem BZ-Wert von 524 und HbA1c von 18,1 ins Krankenhaus eingeliefert.
Im Moment spritze ich morgens 50 Einheiten 24h Insulin "Lantus" und dann 4x Actrapid je nach BZ-Messung und Tabelle als "Nachschub".
Ich glaube da kann man nicht wirklich von "Gesund" sprechen LOL
Eigentlich mache ich es ja genau so wie schon erwähnt wurde, Finger waschen und dann erst den 2. Tropfen messen.
Es ist halt so, bei den unterschiedlichen Werten ist es halt nicht einfach die Einheiten zu bestimmen die ich als "Nachschub" spritzen muss.
Naja, mal sehen was morgen der Arzt spricht ;)
Gruß Conny -
Jürgen
Rang: Gastam 12.07.2009 17:33:52
Wau! 18 hat schon was ;-(
Was hat der Dok denn mit dem Schema als Zielbereich für vor den Mahlzeiten ausgegeben? von Jürgen -
Conny
Rang: Gastam 12.07.2009 18:03:42
Mmmmh, so nen "richtigen" Zielbereich gibt es noch nicht wirklich, der Doc hat zwar gesagt, dass wir längerfristig auf <150 kommen sollten.
Da ich aber mit nur noch 54kg ins Krankenhaus eingeliefert wurde (Kampfgewicht liegt bei ca. 85kg) bin ich erstmal noch am Futtern ohne Ende um wieder ein bissle Fleisch auf die Knochen zu bekommen, und da lässt sich eine zuverlässige Tabelle noch schwer erstellen. von Conny -
Jürgen
Rang: Gastam 12.07.2009 19:50:48
Moin Conny
aus meiner Selbsthilfe-Erfahrung könnte Dein viel zu hoch verlaufender BZ dafür sorgen, dass Dir von Deinem Futter wenig bis nix auf den Rippen bleibt. Und gleichzeitig könntest Du damit sehr viel mehr Insulin spritzen müssen, als bei einigermaßen normalem BZ für die selbe Futtermenge notwendig wäre. Schau vielleicht zur Info mal hier http://www.chrostek.de/Curriculum/lipolyse , und dann liest Du vielleicht auch, was Du sonst noch auf der Seite findest. Denn in dem Maße, in dem Du dich jetzt selbst schlau machst, gelangst Du wieder in ein normales und gesundes Leben. Diabetesinfo. de ist eine weitere super Adresse :-)
Gutes Gelingen! Jürgen -
Conny
Rang: Gastam 12.07.2009 20:03:14
Danke für die Links, werde mich da mal ein bissle kundig machen :-)
evtl. hab ich mich auch ein wenig falsch ausgedrückt, es ist ja nicht so das da nix hängen bleibt, ich hab ja inzwischen schon wieder 14kg zugenommen so das ich jetzt auf ca. 68kg bin ;-)
Aber noch 10-15kg mehr könnten es aber schon noch sein.
Hab auch im Krankenhaus so Kapseln bekommen damit das Essen besser vom Körper "verarbeitet" wird und nicht nur "oben rein unten raus". von Conny -
Katja
Rang: Gastam 25.07.2009 02:04:47
Hallo Conny,
Deine Meßergebnisse liegen entschieden zu weit auseinander! Ein Meßgerät mißt "genau", wenn die Meßergebnisse höchstens 20% um den wahren BZ-Wert liegen. Wenn Du also nicht gerade Zucker an den Fingern gehabt hast, würde ich beim nächsten Arztbesuch den BZ mit einem Laborgerät(!) messen lassen und denselben Blutstropfen mit Deinem eigenen Gerät testen. Da Laborgeräte geeicht werden, darf Deine eigene Messung maximal 20% von dessen Ergebnis entfernt sein. Liegt es weiter weg, laß Dir gleich ein neues Meßgerät geben. Ob es wieder von Bayer ist oder von einem anderen Hersteller, dürfte egal sein. Ich habe die Erfahrung gemacht, daß meine Meßgeräte nur ein Jahr lang exakte Ergebnisse (±20%) geliefert haben, danach waren es nur noch Schätzeisen - und mein Blutzucker fuhr Achterbahn :-( Möglicherweise lag Dein Gerät schon länger beim Arzt...
Viele Grüße
Katja