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Wann mit Insulin Spritzen beginnen?
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am 24.09.2011 10:20:32
Moin Rainer,
die Verwirrung ist verständlich, denn wir haben es hier mit 2 verschiedenen Ansätzen zu tun, dem medizinischen und dem proaktiven.
Medizinisch gilt der Diabetes als sich selbst verstärkende und in jedem Fall Folgekrankheiten generierende Krankheit. Um 10 Folgekrankheiten pro 100 Betroffene in 5 Jahren gelten dabei als super Ergebnis, und das wird mit so genannt scharfen Einstellungen mit 80-120 vor und mit unter 140 zwei Stunden nach dem Essen erreicht.
Dabei geht die Diabetologie IMMER vom Typ1 aus. Der bringt mit seinem in aller Regel kurzen Erkrankungs-Vorlauf keine diabetische Vorbelastung mit und hat auch nach 10 Jahren bei HBA1c 7 eben noch keine statistisch besonders nennenswerten Folgen zu beklagen.
Dagegen startet selbst der zeitnah diagnostizierte Typ2 schon mit einem krankmachenden Erkrangungs-Vorlauf von wenigstens 5 Jahren, so dass bei Erreichen der Diagnose-Grenzwerte schon 10-12 von 100 Betroffenen wenigstens 1 diabetische Folgekrankheit voll entwickelt haben.
Proaktiv will ich den größtmöglichen Nutzen aus meinem Einsatz, also Null Folgekrankheiten-Risiko. Das erreiche ich nur mit nem möglichst voll gesunden BZ-Verlauf, also hier mit der blauen Kurve.
Bisdann, Jürgen
Bearbeitet von User am 24.09.2011 10:21:44. Grund: Nicht angegeben -
Gast
Rang: Gastam 24.09.2011 13:31:14
hallo jule,
seine tabletten bez diabete wirken doch überhaupt nicht , daher ist er ja weite teile des tages über der nierenschwelle ansonsten knapp darunter, und das tut den nierchen garnicht gut.
ein erweckendes erlebnis wäre ein gemeinsamer besuch eines dialysezentrums, da trefft ihr garantiert menschen die mal so eine meinung wie dein mann hatten.
selbst die blutdruckpillensammlung zeigt daß die nicht wirken .
übrigens ist eine insulinschulung etwas anderes als was dein mann da mitgemacht hat. -
am 24.09.2011 15:49:36
Moin Jule,
in den seltensten Fällen gelingt es dem nicht direkt betroffenen Lebenspartner, dem anderen mit dem Diabetes in die möglichst gesunde Spur zu helfen. Noch seltener gegen die Behandlung durch den Arzt seines Vertrauens. Trotzdem kannst Du wahrscheinlich gar nicht anders, als weiter am Ball bleiben - aber bitte mit Achtung der Entscheidung Deines Mannes, auch wenn sie Dir unsinnig erscheint. Damit bewahrst Du ihm wenigstens die Möglichkeit, seine Entscheidung zu ändern, wenn er - hoffentlich bald - einen Grund dafür findet, der ihn überzeugt.
Daumendrück, Jürgen -
am 25.09.2011 21:15:45
Gast schrieb:
Hallo,
ich habe hier bereits mehrfach gepostet. Und ich habe immer hilfreiche Antworten erhalten. Inzwischen stellt die Sache wie folgt dar:
Mein Mann bekommt seit ca 10 Monaten folgende Medikamente:
Metobeta 200 retard, Lisinopril 20, Metformin 1000 2x tägl, HCT-Gamma 25, Galvus 50 mg. Seit gestern ist noch Glimepirid 4 mg dazugekommen, dies 1x täglich.
Die letzte Blutuntersuchung hat einen Langzeitzucker von 7,8 ergeben, nüchtern 120.
Besorgniserregend finde ich, dass sich Kreatinin- ( 1,50) und Harnsäurewerte (8,2)plötzlich erhöht haben. Die waren vorher im Normbereich. Ebenso war der Stimmgabeltest an einem Fuß nicht ok.
Meine Frage: Wann ist der Punkt erreicht an dem man mit dem Spritzen und kontinuierlichen Messen der Zuckerwerte beginnen sollte?
Lg
Jule
Hallo Jule,
bei der von Dir beschriebenen Medikamentenkonstellation und den aktuellen Laborparametern sollte man kein Glimepirid wählen, eher ist zu erwägen, abends einmal ein Basal-Insulin (analog) z.B. Lantus oder Levemir zu spritzen.
VG Brenner
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am 25.09.2011 21:19:51
Übrigens ist die Gabe von Insulin die natürlichste und physiologischste Therapie des Diebetes, egal welchen Typs!
VG Brenner