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Neuling mit Diabetes oder doch nicht?

  • Rang: Anfänger
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    Mitglied seit: 28.09.2011
    am 28.09.2011 18:03:58
    Hi there,
    ich bin der Neue hier und habe einige Fragen. Kurz die Situation:

    Ich bin 60 Jahre, schlank, treibe regelmäßig Sport (Kraft und Ausdauer). Lebe sehr gesundheitsbewusst.
    Mache seit 2 Jahren low-carb, weil:
    a) mein Nüchternblutzucker immer so um 100 war
    b) mein Hba1c zwischen 5.5 und 6.0
    c) Mutter hatte Diabetes (mit 50 diagnostiziert)

    Low Carb hat leider keine Besserung des Blutzuckers gebracht, Hba1c gestern bei 5.9.
    C-Peptid: 0.6

    Meine BZ-Werte sind nach dem Essen üblicherweise wie folgt:
    1 Stunde: 120 bis 130
    2 Stunden: 120
    3 Stunden: unter 110

    Nüchtern immer so um die 100. Keine Medikamente.
    Cholesterin und Blutdruck sind unauffällig.

    Mein Doc sagte, ich hätte kaum noch Insulin (wg. sehr niedrigem C-Peptid) und er würde empfehlen, zum "Schutz der Bauchspeicheldrüse" eine geringfügige Dosis Insulin zu spritzen. Das wäre besser als Tabletten. Damit könnte man die Restfunktion der Bauchspeicheldrüse lange erhalten. Die meisten würden damit zu lange warten???

    Wer hat damit Erfahrung und kann mir mehr sagen bzw. meine BZ-Werte beurteilen?

    Danke.

  • Gast

    Rang: Gast
    am 28.09.2011 19:54:05
    es kommt natürlich darauf an -wann- das blut zur c-peptidbestimmung abgenommen wurde.
    nach dem essen steigt das insulin damit auch das c-peptid. die halbwetzeit von c-peptid ist rund ne stnde die von insulin nur 4,3 minuten.
    daher wäre es günstig gewesen zwei werte zu haben 1 nüchtern 2 30 min nach glucose.
    grundsätzlich ist der vorschlag deines arztes absolut vernünftig und sinnvoll, denn er vemutet bei dir einen lada, und da ist frühes spritzen 1000pro !
    zudem es meist bei echter ict mit basis / bolus landet, eben bei restproduktion mit geringen mengen und meist sehr praktisch ohne unterzuckerungsprobleme.
    dein arzt scheint einer der wenigen mit weitsicht zu sein, vertraue ihm. andere warten bis was passiert.
  • Rang: Anfänger
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    Mitglied seit: 28.09.2011
    am 28.09.2011 21:01:30
    Zunächst mal Danke für die Antwort.
    Also ich könnte natürlich noch mal ne C-Peptid Messung (z. B. 1 Stunde nach dem Essen) machen lassen, um zu sehen, ob dann noch Insulin da ist, bzw. mehr davon.

    Da meine Zuckerwerte ja eigentlich noch im grünen Bereich sind, wollte ich eigentlich so weitermachen wie bisher: Sport, Low-Carb, Idealgewicht halten. Spricht da etwas dagegen?

    Was könnte man denn mit oralen Medikamenten (Tabletten) erreichen, bzw. wäre das sinnvoll?
    Falls ja, welche?
    Danke.
    Bearbeitet von User am 28.09.2011 21:03:39. Grund: Nicht angegeben
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    am 29.09.2011 08:14:49
    Hallo Fuchs,

    bei den BZ-Werten würde ich auch erst einmal ohne Medis weiter machen. Diese Werte zeigen ja, dass deine BSD für deine low-carb-Ernährung noch genug Insulin bereitstellen kann. Dein Doc hat wirklich viel Ahnung vom Diabetes, aber wahrscheinlich keine Ahnung davon, wie gut man den Diabetes mit low-carb im Griff haben kann.

    Halte dir den Doc unbedingt warm. Es gibt nur wenige, die dir bei diesen guten Werten eine Insulintherapie anbieten. Die frühzeitige basale Unterstützung der BSD mit einem Langzeitinsulin ist wirklich das beste, was man machen kann. Sobald du merkst, dass deine Werte langsam weiter nach oben wandern (bei LADA würde das auf jeden Fall passieren), solltet du bei dem Angebot zugreifen. Wenn die Werte so gut bleiben brauchst du das nach meiner Meinung erst mal nicht.

    Beste Grüße, Rainer
  • Gast

    Rang: Gast
    am 29.09.2011 10:24:13
    sorry rainer bin da anderer ansicht , denn wenn die werte erst mal hoch gehen wobei hba1c mit 6% und low carb , eigentlich schon das ende der fahnenstange sind.
    sind alle bis dahin abgestorbenen ß-zellen verloren, deren langes üerleben durch insulin gesichert wird. gerade ladas haben mit insulin sehr lange noch geringe restproduktion zu erhalten. denn 6% heißt nichts weiter als durchschnitt 120, mit ausflügen nach oben.
    an den fuchs pillen sind die wesentlich schlechtere alternative da die schutzwirkung fehlt,
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    am 29.09.2011 11:16:04
    Danke Rainer.
    Ja, das ist ja genau die entscheidende Frage. Der Doc sagt, meine Werte seien "eigentlich" noch im grünen Bereich, aber der Hba war vor 1 Jahr noch bei 5.6, jetzt halt 5.9. Das heißt doch, dass meine BSD es nicht mehr ganz schafft, trotz low-carb. Vielleicht ist es tatsächlich besser, jetzt schon mit einer geringen Insulindosis anzufangen, damit man die noch vorhandenen Betazellen erhält???

    Zusatzfrage: Was kann man eigentlich zu den laufenden Versuchen sagen, menschliche STAMMZELLEN zu benutzen, um neue Betazellen zu bilden? Im Internet kann man da durchaus ermutigendes lesen, wenngleich eine praktische Behandlung damit wohl noch nicht da ist.
    Wäre natürlich ein Traum !!!

    Fuchs
    Bearbeitet von User am 29.09.2011 11:18:22. Grund: Nicht angegeben
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    am 29.09.2011 12:06:25
    Hallo Fuchs,

    erst mal meine Meinung zu Stammzellen: das ist bisher einfache Geschäftemacherei ohne nachgewiesene Langzeitwirkung.

    Ich glaube, du musst den HbA1c nicht so ernst nehmen. Erstens kann der gar nicht so präzise ermittelt werden und zweitens wird der möglicherweise auch von einigen Sachen beeinflusst. Viel wichtiger sind deine Tagesprofile. Bei dir sehe ich den Knackpunkt im langsamen Absinken des BZ zwischen 1 und 2 Stunden und zwischen 2 und 3 Stunden. Das zeigt deutlich, dass deine Betazellen nicht mehr viel Insulin ausgeben können. Genau daran wirst du aber auch sofort merken, wenn die Leistung der Betazellen noch mehr nachlässt. Wenn du ein "normaler" Typ 2er bist, dann werden bei deinen guten Werten vermutlich keine weiteren Betazellen absterben, wenn du LADA bist aber doch.

    Die sicherere Variante ist das Basalinsulin. Der Aufwand hält sich dabei in Grenzen, das einmal oder zweimal tägliche Spritzen ist unproblematisch - entscheiden musst du alleine.

    Beste Grüße, Rainer
  • Gast

    Rang: Gast
    am 29.09.2011 13:13:40
    Rainer schrieb:


    gekürzt

    Wenn du ein "normaler" Typ 2er bist, dann werden bei deinen guten Werten vermutlich keine weiteren Betazellen absterben, ....



    Beste Grüße, Rainer




    Wie kommst du denn auf die Idee?
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    am 29.09.2011 18:39:52
    - Eigene Erfahrungen,
    - Erfahrungen von anderen, beobachtet von Jenny Ruhl und
    - eine gehörige Portion Optimismus.

    Den Optimismus lasse ich mir auch bis zum Beweis des Gegenteils nicht nehmen.
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    am 29.09.2011 20:05:53
    Danke Rainer.
    Jetzt sehe ich schon klarer.

    Was mich auch bewegt, da ich außer Low-carb, Sport und schlank bleiben bisher eigentlich nichts weiter unternommen habe (keine Medikamente), interessiert mich auch die Frage nach supplements. Da wird ja einiges angeboten.
    Gerade lese ich über GYMNEMA SYLVESTRE, ein Kraut aus Indien, das angeblich Betazellen regenerieren kann.
    SYZYGIUM wird auch angeboten. Daneben natürlich Chrom und Zink, Alpha-Liponsäure.

    Würde ich alles probieren, wenn es denn hilft.
    Gibt es da einschlägige Erfahrungen??
  • Gast

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    am 29.09.2011 22:37:01
    Rainer schrieb:
    - Eigene Erfahrungen,
    - Erfahrungen von anderen, beobachtet von Jenny Ruhl und
    - eine gehörige Portion Optimismus.

    Den Optimismus lasse ich mir auch bis zum Beweis des Gegenteils nicht nehmen.



    Du bist angeblich seit fast 10 Jahren Diabetiker, nimmst keinerlei Medikamente und hast einen Langzeitwert von 5,6.
    Wer hat denn bei dir einen Diabetes diagnostiziert?
  • Gast

    Rang: Gast
    am 30.09.2011 08:54:09
    Gast schrieb:
    Rainer schrieb:
    - Eigene Erfahrungen,
    - Erfahrungen von anderen, beobachtet von Jenny Ruhl und
    - eine gehörige Portion Optimismus.

    Den Optimismus lasse ich mir auch bis zum Beweis des Gegenteils nicht nehmen.



    Du bist angeblich seit fast 10 Jahren Diabetiker, nimmst keinerlei Medikamente und hast einen Langzeitwert von 5,6.
    Wer hat denn bei dir einen Diabetes diagnostiziert?


    Und die 5,6 stehen da schon seit Jahren. Ich habe dagegen bei jedem Arztbesuch einen anderen Wert. Was mache ich bloß falsch? ;-)
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    am 30.09.2011 14:17:27
    Fuchsteufel schrieb:
    Gerade lese ich über GYMNEMA SYLVESTRE, ein Kraut aus Indien, das angeblich Betazellen regenerieren kann.
    SYZYGIUM wird auch angeboten. Daneben natürlich Chrom und Zink, Alpha-Liponsäure.


    Hallo Fuchs,

    ich bin am Anfang meiner Diabetikerkarriere auch auf solche Sachen geflogen und habe das fast alles ausprobiert. Eindeutig kann ich sagen, dass keines der Mittelchen eine messbare Wirkung gebracht hat. An eine sonstigen Wirkung glaube ich heute auch nicht mehr oder wenn, dann kann die höchstens ganz winzig sein. Da ist bestimmt die positive Wirkung von basalem Insulin zur Unterstützung der Betazellen um ein vielfaches größer.

    Wenn es irgend einen Wirkstoff geben würde mit dem die Betazellen regeneriert werden können, dann würden längst etliche Wissenschaftler und die Pharmaunternehmen daran forschen. Ich bewerte die Mittelchen genau so skeptisch wie Nahrungsergänzungsmittel. Irgendwie steckt immer einer dahinter, der etwas verkaufen will.



    @Gast#13:
    Mein oGTT-2h-Wert liegt bei 240mg/dl - nicht dramatisch, aber unbestreitbar Diabetes.

    @Gast#14:
    Ich gehe aller 2 Jahre zum Arzt und lasse die Werte bestimmen - bis zum nächsten Arztbesuch Anfang 2012 wird sich an dem Wert in meiner Signatur auch nicht ändern.
  • Gast

    Rang: Gast
    am 30.09.2011 15:52:08
    [quote=Rainer;56939

    Beitrag gekürzt


    @Gast#13:
    Mein oGTT-2h-Wert liegt bei 240mg/dl - nicht dramatisch, aber unbestreitbar Diabetes.

    [/quote]

    Für mich hört sich das eher nach einem einmaligen Ausrutscher bzw. Meßfehler an. Mein Vater hatte sowas mal nach einer schweren Grippe ohne jemals Diabetiker gewesen zu sein.

    Ich will dir ja nicht zu nahe treten, aber ich finde nicht, daß du Diabetikern Ratschläge erteilen solltest. Von amerikanischen Heilsbringern ist nicht viel zu erwarten, wenn man bedenkt, wie dort mit Diabetikern umgegangen wird, die keine dicke Brieftasche haben.

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    am 01.10.2011 00:37:48
    Rainer Rainer ... sag bloss du hast uns angeschwindelt und leidest seit jahren einfach nur an einer schweren Grippe ?
    Womöglich lachst du auch noch wenn du im Wartezimmer von deinem Arzt sitzt.

    Havier

    ;-)


  • Gast

    Rang: Gast
    am 01.10.2011 10:03:39
    havier schrieb:
    Rainer Rainer ... sag bloss du hast uns angeschwindelt und leidest seit jahren einfach nur an einer schweren Grippe ?
    Womöglich lachst du auch noch wenn du im Wartezimmer von deinem Arzt sitzt.

    Havier

    ;-)





    Ganz offensichtlich hast du nicht kapiert, worum es geht.
  • Gast

    Rang: Gast
    am 01.10.2011 10:21:57
    Gast schrieb:
    Ganz offensichtlich hast du nicht kapiert, worum es geht.


    Sieh es einfach als belanglose Randbemerkung.

    Grüße Havier
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    am 06.10.2011 15:18:28
    Hallo Havier,

    ich fand es genauso lustig wie du, dass mir unser namenloser Gast per Ferndiagnose ein Schnupfen anhängen will und mich von meinem Diabetes befreit hat - quasi ein Wunderheiler.


    @ anonymer Gast:

    Nein, es handelt sich nicht um einen einmaligen Messfehler und nicht um eine Grippe. Die Krankheit die ich habe nennt sich Diabetes mellitus Typ 2 und
    Ja, ich werde meine Erfahrung in diesem Forum weitergeben und hoffe, dass noch viele von meinen Empfehlungen profitieren können.

    Recht hast du insofern, dass mich mein Diabetes im täglichen Leben wirklich nicht viel mehr stört als eine Erkältung und dass ich denke (eigene Erfahrung, Erfahrung von anderen und eine Portion Optimismus), dass das für mein restliches Leben auch so bleiben wird. Um bis dahin zu kommen habe ich mir viele Empfehlungen von anderen angesehen, für mich geprüft und die guten übernommen. Ich richte mich allerdings nicht wie du danach, ob die von "bösen" Amis oder von "guten" Deutschen gegeben wurden, sondern nur danach, ob sie mit meinen Beobachtungen übereistimmen. Die Ernährungsempfehlungen von DDG und DGE gehören übrigens nicht dazu. Die wichtigsten Grundlagen habe ich mir von dem Ami Doc Bernstein abgeguckt. Mein Erfolg und die Erfolge von anderen die sich danach richten scheint mir recht zu geben. Dass ich ohne Medis auskomme ist ein bisschen Glück, aber das ist auch nicht das wichtigste. Mit einer gesunden BZ-Führung, nötigenfalls mit Unterstützung durch Medis, lassen sich in vielen Fällen das Fortschreiten eines Typ2-Diabetes und die Entstehung von Folgekrankheiten verhindern. Wenn du dazu weitere Infos haben willst und auch die Erkenntnisse von "bösen" Amis zulässt, dann melde dich einfach bei mir.

    Beste Grüße von dem Diabetiker Rainer
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    am 06.10.2011 16:55:58
    @ #14,
    mein HBA1c steht in einem anderen Forum seit ewig bei 5,4, obwohl der letzte 5,2 war. Wieso sollte der immer großartig anderes schwanken?

    @#18
    hab in meinem Umfeld einen Menschen, der vor 3 Jahren mit HBA1c 10und diagnostiziert wurde. Der isst seitdem konsequent KH-arm, hat alle seine größeren körperlichen Tätigkeiten (kleine Druckerei, schleppt viele Kisten Papier am Tag) auf die Zeiten nach seinen Mahlzeiten gelegt und seit nem halben Jahr nach seiner Diagnose völlig ohne Medis immer 1c 6,1/6,2.
  • Gast

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    am 06.10.2011 17:30:13
    Rainer schrieb:
    Hallo Havier,

    ich fand es genauso lustig wie du, dass mir unser namenloser Gast per Ferndiagnose ein Schnupfen anhängen will und mich von meinem Diabetes befreit hat - quasi ein Wunderheiler.


    @ anonymer Gast:

    Nein, es handelt sich nicht um einen einmaligen Messfehler und nicht um eine Grippe. Die Krankheit die ich habe nennt sich Diabetes mellitus Typ 2 und
    Ja, ich werde meine Erfahrung in diesem Forum weitergeben und hoffe, dass noch viele von meinen Empfehlungen profitieren können.

    Recht hast du insofern, dass mich mein Diabetes im täglichen Leben wirklich nicht viel mehr stört als eine Erkältung und dass ich denke (eigene Erfahrung, Erfahrung von anderen und eine Portion Optimismus), dass das für mein restliches Leben auch so bleiben wird. Um bis dahin zu kommen habe ich mir viele Empfehlungen von anderen angesehen, für mich geprüft und die guten übernommen. Ich richte mich allerdings nicht wie du danach, ob die von "bösen" Amis oder von "guten" Deutschen gegeben wurden, sondern nur danach, ob sie mit meinen Beobachtungen übereistimmen. Die Ernährungsempfehlungen von DDG und DGE gehören übrigens nicht dazu. Die wichtigsten Grundlagen habe ich mir von dem Ami Doc Bernstein abgeguckt. Mein Erfolg und die Erfolge von anderen die sich danach richten scheint mir recht zu geben. Dass ich ohne Medis auskomme ist ein bisschen Glück, aber das ist auch nicht das wichtigste. Mit einer gesunden BZ-Führung, nötigenfalls mit Unterstützung durch Medis, lassen sich in vielen Fällen das Fortschreiten eines Typ2-Diabetes und die Entstehung von Folgekrankheiten verhindern. Wenn du dazu weitere Infos haben willst und auch die Erkenntnisse von "bösen" Amis zulässt, dann melde dich einfach bei mir.

    Beste Grüße von dem Diabetiker Rainer



    Wenn ich Infos haben wollte, würde ich mich an einen Diabetiker wenden und nicht an einen Traumtänzer. Ich brauch aber keine.
    Was auch immer du haben magst, ein Typ2 Diabetiker bist du nicht. Das werden die Neulinge, die du hier "berätst" schon noch merken.

  • Gast

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    am 06.10.2011 17:32:07
    hjt_Jürgen schrieb:
    @ #14,
    mein HBA1c steht in einem anderen Forum seit ewig bei 5,4, obwohl der letzte 5,2 war. Wieso sollte der immer großartig anderes schwanken?

    @#18
    hab in meinem Umfeld einen Menschen, der vor 3 Jahren mit HBA1c 10und diagnostiziert wurde. Der isst seitdem konsequent KH-arm, hat alle seine größeren körperlichen Tätigkeiten (kleine Druckerei, schleppt viele Kisten Papier am Tag) auf die Zeiten nach seinen Mahlzeiten gelegt und seit nem halben Jahr nach seiner Diagnose völlig ohne Medis immer 1c 6,1/6,2.



    Nanu, nach deiner oft veröffentlichen Meinung ist doch ein 1c von über 6 viiiiiel zu hoch??
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    am 06.10.2011 17:37:00
    isser auch, aber Drucker Frank nimmt prinzipiell bislang keine Medis, und vor dem Hintergrund und seiner diagnostischen Vorgeschichte mit gut 300mg/dl mitten zwischen den Mahlzeiten halte ich das Ergebnis für super toll :-)
  • Gast

    Rang: Gast
    am 06.10.2011 18:56:20
    Für alle LOGI-Verfechter:

    "Diabetiker Typ 2
    Neues aus Cochrane und ]oslin
    Eine soeben in Cochrane erschienene Veröffentlichung kommt zu dem Schluss, dass eine Diät mit niedrigem glykämischem Index anderen Diäten überlegen ist. Das renommierte Joslin-Diabetes-Center der USA hat darüber hinaus auf der Grundlage der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse jetzt eine klare Empfehlung für die effektivste Diabetes-Diät herausgegeben. Diabetiker sollten ihre Diät so gestalten, dass sich die Kalorien zu etwa 40% auf Kohlenhydrate, zu 30 % auf Fett und zu 30 % auf Eiweiß verteilen. Eine Diät für Diabetiker muss also, wenn sie besonders effektiv sein soll, wesentlich mehr Eiweiß enthalten‚ als man bisher annahm..." [size=3](aus "Neue Apothekenillustrierte")[/size]

    1. bezieht sich LOGI somit klar auf die Typ2er (da 1er keine Diät machen!)
    2. empfinde ich 40% KH nicht als LowCarb!
    3. denke ich, dass 40/100 kein wesentlicher Unterschied zu 50/100 sind.
  • Gast

    Rang: Gast
    am 06.10.2011 19:21:37
    und wie lange hält die -klare empfehlung- ? bis sie widerrufen wird ?
    was heißt diät ? auch das ist garnicht klar.
    ist eine kh reduzierte ernährung eine diät ?
    nach eigener erfahrung profitieren t1 genauso von kh reduziert wie t2.
    grundsätzlich halte ich alles extreme für sinnlos da nur von fanatikern durchführbar.
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    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 06.10.2011 19:28:24
    @#27
    Wie das Ding genannt wird, ist doch völlig egal: Jedes Gramm KH, das nicht gegessen wird, braucht nicht mit Insulin bedacht zu werden, egal ob Typ1 oder Typ2.
    Und da es keine existenziell notwendige Mindestmenge an regelmäßigem KH=Glukose-Input gibt, mag seine persönliche Menge doch jeder selbst bestimmen.

    Wer also als Typ1 seinen BZ-Verlauf möglichst frei von Spitzen und Tälern halten und möglichst wenig Insulin spritzen will, kann selbstverständlich auch als Typ1 wenig bis keine KHs essen.
    Und wer als Typ2 ohne KHs noch mit dem Insulin aus seiner Restmenge an Betas und ohne Medis mit gesundem BZ hin kommt und das will, mag ebenso auf KHs verzichten.

    Niemand schreibt hier, dass jeder Betroffene das tun müsste. Wir beschreiben den mehr oder weniger weitgehenden KH-Verzicht lediglich als eine völlig natürliche Möglichkeit, sich als Diabetiker mit wenig bis keinen Medis einen gesunden BZ-Verlauf zu machen.

    Warum willst Du dagegen fechten?
  • Gast

    Rang: Gast
    am 06.10.2011 22:30:35
    schrieb:
    nach eigener erfahrung profitieren t1 genauso von kh reduziert wie t2.


    Deine "repräsentative" Erfahrung hat also fundamentalen Charakter? Träum weiter!
    schrieb:
    Wer also als Typ1 seinen BZ-Verlauf möglichst frei von Spitzen und Tälern halten und möglichst wenig Insulin spritzen will, kann selbstverständlich auch als Typ1 wenig bis keine KHs essen.

    Ich glaube fast, dass du die Wirkprinzipien des DM1 nicht verstanden hast, denn warum sollte ein 1er so wenig wie möglich Insulin spritzen? Er soll soviel Insulin spritzen, wie er für einen "gesunden" Stoffwechsel benötigt! Und ich kenne mehr wie genug 1er die wahre "Unmengen" an KH verzehren (ohne zuzunehmen) und deren BZ fast linear verläuft. Aber was nicht sein darf, kann nicht sein - oder? Um Missverständnissen vorzubeugen: ich habe absolut nichts gegen LOGI oder LowCarb und deren Vertreter, aber deren ständiges "...musst du so und so machen", "damit geht alles besser..." und und und geht mir auf die Nuss. Einmal darauf hingewiesen und gut ist's - alles andere ist Propaganda. Lasst einfach jedem seine eigene Entscheidung. Wenn euch etwas aus den USA in deinen "Kram" passt, präsentierst du es hier bis zum Erbrechen - wenn aber Joslin schreibt, dass KH/F/EW wie 40/30/30 aufgenommen werden sollten, dann schreibst du sofort: "wenig bis keine KHs essen". Nun gut, jeder wie er es braucht...
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    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 06.10.2011 23:37:45
    schrieb:
    Ich glaube fast, dass du die Wirkprinzipien des DM1 nicht verstanden hast, denn warum sollte ein 1er so wenig wie möglich Insulin spritzen? Er soll soviel Insulin spritzen, wie er für einen "gesunden" Stoffwechsel benötigt!


    Beim gesunden Menschen gelangt nur ein Bruchteil des Insulins aus der Bauchspeicheldrüse in den Ganzkörper-Umlauf. Der weit überwiegende Teil bleibt nach dem kurzen Weg durch die Pfortader in der Leber und wird dort zusammen mit dem größten Teil der gerade gegessenen Glukose verarbeitet.
    Ganz anders beim INSULINER: Da macht ALLES Insulin zuerst eimal den Ganzkörper-Umlauf und gelangt schließlich zu einem Bruchteil auch in die Leber und damit an den Ort, wo eigentlich die initiale und meiste Insulin- und Glukose-Verarbeitung stattfinden müsste. - Insulin gehört zu den Wachstumshormonen, und mancheiner, auch manch ein angesehener Mediziner, sieht die erheblich erhöhte Ganzkörper-Belastung kritisch.
    schrieb:
    Und ich kenne mehr wie genug 1er die wahre "Unmengen" an KH verzehren (ohne zuzunehmen) und deren BZ fast linear verläuft.


    Zunehmen ist bei Typ1 nicht das herausragende, aber bei vielen durchaus ein Thema. Und BZ linear? Ok, wenn zwischen 100-300mg/dl praktisch eine dicke waagerechte Linie ist.
    Bearbeitet von User am 06.10.2011 23:39:27. Grund: Nicht angegeben
  • Gast

    Rang: Gast
    am 07.10.2011 00:21:05
    schrieb:
    Insulin gehört zu den Wachstumshormonen, und mancheiner, auch manch ein angesehener Mediziner, sieht die erheblich erhöhte Ganzkörper-Belastung kritisch....
    Zunehmen ist bei Typ1 nicht das herausragende, aber bei vielen durchaus ein Thema. Und BZ linear? Ok, wenn zwischen 100-300mg/dl praktisch eine dicke waagerechte Linie ist.


    [center]Ja, so kennen wir unseren Jürgen - immer Recht haben (wollen)...[/center]Von Ganzkörperbelastung war überhaupt nicht die Rede und mancheinem, auch manch einem angesehenen Mediziner ist es völlig egal, ob du tgl. 40 oder 60 IE brauchst (wir reden hier vom Typ1 und nicht vom insulinresistenten Typ2!). Wer als Typ1er zunimmt, ernährt sich falsch und dass du wenig Kenntnis von Typ1 hast, zeigt deine unqualifizierte Meinung zur waag. Linie des BZ-Verlaufs, denn wenn du nicht verstanden hast, was gemeint war (BZ 80-140 mg/dl, eben wie Gesunde) tut es mir absolut nicht leid...
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    am 07.10.2011 08:30:30
    1. Jeder Mensch, der zunimmt, obwohl er das eigentlich gar nicht will, ernährt sich für den Bedarf seines Organismus falsch. Das ist völlig unabhängig vom DM und Typ.
    2. Echte Schlaumeier verstehen unter Wachstumshormon das Ding mit dem Zunehmen ;-)
    3. Deine 80-140 sind der fachoffiziell empfohlene Zielbereich vor den Mahlzeiten. Wer seinen BZ insgesamt in dem gesunden Rahmen führt, hat einen HBA1c unter 5,5. Das gibt es auch unter Typ1, aber die essen dafür in aller Regel ausgesprochen KH-arm.
  • Gast

    Rang: Gast
    am 07.10.2011 12:51:15
    hjt_Jürgen schrieb:


    gekürzt

    Wer seinen BZ insgesamt in dem gesunden Rahmen führt, hat einen HBA1c unter 5,5. Das gibt es auch unter Typ1, aber die essen dafür in aller Regel ausgesprochen KH-arm.



    Jetzt sind wir also bei einem 1c von unter 5,5. Wie lange wird es wohl dauern bis die Forderung nach einem 1c von 0 kommt? (Ironie off)
  • Gast

    Rang: Gast
    am 07.10.2011 13:17:45
    hjt_Jürgen schrieb:
    Wer seinen BZ insgesamt in dem gesunden Rahmen führt, hat einen HBA1c unter 5,5. Das gibt es auch unter Typ1, aber die essen dafür in aller Regel ausgesprochen KH-arm.



    Ich esse ca. 250g KHs am Tag und habe einen HbA1c immer zwischen 5,0 und 5,5. Und das als 1er ohne eigene Insulinproduktion. Und ich kenne auch noch jede Menge andere 1er, denen es genauso geht! Aber dafür hast du wahrscheinlich auch wieder eine deiner tollen Erklärungen (von denen ich oft denke, dass du sie dir einfach ausdenkst!)
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    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 07.10.2011 13:33:23
    Ich hatte nix gefordert. Nicht ich hatte von den vielen Typ1 mit gesundem BZ geschrieben, sondern Du, sogar ausdrücklich zwischen 80 und 140mg/dl. Und mit dem BZ ist der 1c unter 5,5 völlig normal. Wenn Du nicht so viele Typ1 mit unter 5,5 kennst, war halt Deine Schreibe von den vielen Typ1 mit gesundem BZ für die Tonne :-(
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    am 07.10.2011 13:37:25
    @34

    Super, gratuliere :-)

    Warum sollte ich mir was ausdenken?