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GEGENREGULATION
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peter
Rang: Gastam 07.07.2009 20:09:56
hallo daniela,
du schließt schon wieder von dir auf andere, und das ist nicht so, es gibt die mehrheit von t1 die sehr gut und gleichmäßig mit dem bz fahren. und nach einer guten schulung monatelang keine hypos haben , bei einem hba1c unter 6% . genau wie fast alle zuverlässig die insulinwirkung bei sich vorhersehen können.
denn,
1. der/die frager/in hat eine gegenregulation, sonst würde er/sie nicht fragen können.
2. wer nächtliche hypos verschläft, muß keine wahrnehmungsstörung haben sonden hat das problem verschlafen.
3. wer das öfters hat und statt sich um therapieanpassung zu kümmern, im netz fragt ???
lantus wäre mit seiner sehr gleichmäßigen wirkkurve die erste wahl, alle nph insuline egal ob hi oder ti haben wirkgipfel, meist zu ungünstigen zeiten. -
Jürgen
Rang: Gastam 07.07.2009 20:17:44
Moin Kai,
Du siehst, in den Haaren haben wir uns auch schon wieder, und das, obwohl Du uns noch nicht geschrieben hast, um welche BZ-Höhe es dir denn eigentlich geht.
Schau, Hypo ist definiert als 50 mg/dl und weniger. Normbereich sehen dagegen viele bei 100-120. Manche fühlen sich bei 60 noch pudelwohl, während andere schon bei 80 einen Tatterich haben. Und ich habe selbst einen Typ1 zwischen eifrigem Fußballspielen ohne Beschwerden schon 36 messen sehen. Um welche BZ-Höhe geht es dir denn nun konkret?
Bisdann, Jürgen -
kai7
Rang: Gastam 07.07.2009 20:46:03
Hallo,
viele Antworten und Meinungen auf meine Frage.
Als Gegenregulation empfinde ich folgendes aus früherer Zeit:
Wert fällt z.B. auf 50, Körper reagiert mit Zittern und Schweiß, kann sich mit gespeicherten Reserven aus der Leber (auch wenn dies vielleicht wieder eine Diskussion hervorruft, wo was, wie gespeichert und abgegeben wird) "selbst helfen."
Nun ist es so:
Wert fällt auf 50 oder darunter und die Symptome bleiben aus.
Und wenn der Wert so gegen 1:30 Uhr nachts ist und ich ihn verschlafe und am nächsten Tag gegen 10 Uhr aufwache und er auch noch 50 oder sogar 30 ist, hat der Körper in dieser Zeit eine Minderversorgung . Soll das in Ordnung sein ?
Bestimmt nicht.
Und die, welche meinen, eine Hypo soll vermieden werden, ist mir bewußt.
Dann sind es solche, die schneller als die angegebene Geschwindigkeit fahren und es passiert etwas, die dann sagen, och, ich war doch gar nicht so schnell.
Ball schön flach halten.
@Daniela:
Ich spritze seit einigen Monaten TI.
Darüber möchte ich aber bitte nicht diskutieren.
MfG
kai
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hfjgutz
Rang: Gastam 07.07.2009 21:29:47
"Dann sind es SOLCHE, die schneller als die angegebene Geschwindigkeit fahren und es passiert etwas, die dann sagen, och, ich war doch gar nicht so schnell." Nix verstanden? Wir sprachen von denen, die IMMER mit der angegebenen Speed fahren UND nix passiert. Und DIE können den Ball auch schön hoch spielen! Also: gemach, gemach!
"Wert fällt auf 50 oder darunter und die Symptome bleiben aus. Und wenn der Wert so gegen 1:30 Uhr nachts ist und ich ihn verschlafe und am nächsten Tag gegen 10 Uhr aufwache und er auch noch 50 oder sogar 30 ist, hat der Körper in dieser Zeit eine Minderversorgung . Soll das in Ordnung sein ?" Wenn du die Hyposymptome verschläfst, merkst du du sie logischerweise nicht (ist das, was wir immer versuchen unserem Troll klarzumachen!). Falls du jedoch die fehlende Gegenregulation meinst - die ist bei jedem unterschiedlich (lässt mit der DM-Dauer nach) . Fakt ist: bei den genannten Werten u. Zeiten spritzt du eindeutig ZUVIEL Insulin!!! -
kai9
Rang: Gastam 07.07.2009 23:03:58
Hypowahrnehmungssymptome verschlafen
Kann man die überhaupt verschlafen ?
Der Vorredner meint ja.
Er soll es bitte erklären, wie das funktioniert.
Denn, wenn der Körper die Gegenregulation nicht einschaltet, wacht der Diabetiker doch nicht auf, oder ?
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peter
Rang: Gastam 07.07.2009 23:11:25
ja aber es scheint vergebens da es nicht ankommt.
das eine ist die hyposymptomatik.
das ander ist bei fehlender oder verzögerter, glukagonausschüttung-alphazellen schwäche, fehlende verzögerte, zu schwache gegenregulation, und da man die alphazellen genausowenig trainieren kann wie die ß-zellen, ist hypowahrnehmungstraining dafür nicht brauchbar.
trotzdem hat der körper noch andere möglichkeiten die er nutzt sonst würdest du hier nicht mehr schreiben.
und wie mein vorschreiber sagt, zuviel insulin, oder zum falschen zeitpunkt zuviel wirkung, und das haben nph insuline nun mal an sich, egal woraus sie gemacht werden. -
°°°
Rang: Gastam 07.07.2009 23:39:48
>>Hypowahrnehmungssymptome verschlafen
Kann man die überhaupt verschlafen ?<<
Was sind denn Symptome um die Hypo wahrzunehmen? Hunger, Schwitzen, Zittern, Sehtrübung, Herzrasen, Übelkeit usw. - warum kann man die nicht verschlafen? Kommt wohl immer auf den Schlaf drauf an. Links dazu:
www.zuckerberatung.de/unterzuckerung_symptome.html
w ww.info-diabetologie.de/2008/02/58.php (ohne das Leerzeichen)
von °°° -
Daniela
Rang: Gastam 08.07.2009 05:33:57
Ahoi,
dass es dem Einen oder Anderen gelingt einen gleichmäßigen BZ mit Hba1c um 6% zu fahren ist mir klar, aber es gibt genauso gut Diabetiker, die das NICHT schaffen und von denen reden wir hier, sonst wäre diese Frage nicht aufgetaucht.
Nicht jeder ist gleich...
Wenn auch tagsüber keine Hyposymptome vorhanden sind, werden sie nachts da sein, dass man sie verschlafen kann?
Manche Leute hier sind etwas schwer von Begriff, oder wie?
Die hormonelle Gegenregulation ist m.W. nach durch Adrenalinausschüttung (was das Herzrasen, Zittern, Schwitzen verursacht) und die Ausschüttung von Glukagon gekennzeichnet, die bei jahrelanger Diabetesdauer nachlassen kann. Außerdem wird das Kalium durch zuviel Insulin vermehrt in die Zellen transportiert, was auch Symptome einer Unterzuckerung hervorruft und genau dieser KaliuMTRansport in die Zellen ist bei TI höher als unter HI, zeigen die Untersuchungen zur Zulassung von HI - die übrigens an Nichtdiabetikern durchgeführt wurden. Das ist auch bei neueren Studien gezeigt worden.
Kai, wenn TI keine Besserung gebracht hat, brauchst Du für die Nächte ein "Alarmsystem", dass Du auf jeden Fall einige Zeit ohne Unterzuckerungen bist, erst dann kann man sehen ob wirklich die Symptomatik gestört ist. Wer ständig des nachts Zucker aus der Leber schiebt, der wird früher oder später immer weniger Reserven aufbringen können.
Es gilt auch absolutes Alkoholverbot und Nierencheck, Schilddrüsencheck. Auch andere Organe können sich auf Unterzuckerungen und Symptomatik auswirken.
Ich würd auch erstmal Sport weg lassen und die Werte dezent erhöht lassen.
Spritzt Du ausschließlich TI oder wie ist Deine Therapie?
Welches Depotinsulin verwendest Du?
Lantus ist übrigens auch unsinniger Rat, denn oft tritt bei T1 das Dawn-Syndrom auf und wer mit Werten unter 300 mg/dl aufwachen will, der wird als Dawner immer Hypos in der Nacht mit Lantus haben - meine Erfahrungen. Für Levemir gilt quasi dasselbe...
Aber einige Schlaumeier hier wissens ja eh alles besser, mich persönlich würde mal interessieren wie die mit meinem Diabetes eine Einstellung führen und wielange damit überleben würden - unter Lantus versteht sich, würde nämlich niemand schaffen, hatte ich schon und mit Lantus hatte ich erhöhte Morgenwerte, dafür dann aber stundenlang Hypos am Nachmittag, echt tolles Insulin!!
Mir wäre in diesem Forum echt mal lieb, sich mal wieder von "Anke" zu lösen und wenn man mal keine Ahnung hat, die Klappe zu halten, diese Vorwürfe andere hätten nur ein schlechtes Dm-Management wenn sie unterzuckern sind echt zum Kotzen, nicht jeder hier ist Rentner, muss also arbeiten gehen und kann sich vielleicht nicht minütlich genau seinem Dm anpassen..
Daniela -
Jürgen
Rang: Gastam 08.07.2009 10:31:10
Moin Kai,
auch wer normal eine Hypo fühlt, muss vor dem Schlafengehen nach Möglichkeit sicher stellen, dass sein BZ in der Zeit der Ruhe im eigenen Zielrahmen verläuft, also z.B. zwischen 80 und 120mg/dl. Dafür ist wichtig, dass kein Bolus-Insulin mehr aktiv ist, wenn er in diesem Rahmen ins Bett geht und dass sein Basal in der Zeit des Schlafens keinen Wirkgipfel hat oder der vor dem Schlafengehen liegt oder in die Zeit seines beginnenden Dawn fällt.
Nur in sehr seltenen Fällen sinkt ein BZ einfach so nach 2 und mehr Stunden bei z.B. konstant um 80 ohne BZ-Senker plötzlich auf unter 50. Kannst Du natürlich Pech haben und dazu gehören. Dann würde sich als erste Maßnahme anbieten, die eigene BZ-Untergrenze auf z.B. 100 zu setzen, nach Möglichkeit ohne Anheben der BZ-Spitzen nach den Mahlzeiten, und als zweite eine etwas ausgiebigere Schulung zu machen, wie sie hier beschrieben wird http://www.forum.diabetesinfo.de/forum/index.php/topic,7764.0.html
So eine Schulung ist zwar deutlich aufwändiger, als die übliche INSULINER-Einstellung in der üblichen Schwerpunktpraxis, aber damit erreichen tatsächlich erstaunlich viele zuvor für schwer einstellbar gehaltene Menschen erstaunlich gesunde und hypofreie BZ-Verläufe auch bei bewegten Tagesabläufen, ohne sich alle paar Minuten messen zu müssen.
Daumendrück, Jürgen -
Carlos
Rang: Gastam 08.07.2009 10:35:46
Moin Daniela,
ich finde ja I-Net-Diskussionen hübsch, mir stellt sich nur ab und zu die Frage, ob es nicht sinnvoller wäre, anstatt Tipps des Netzes zu folgen, die mutmaßlich auf verschiedensten Erfahrungen basieren, die Problematik, wenn sie eben wirklich ein belastendes Problem darstellt, mit dem behandelnden Diabetologen zu besprechen?
Insofern kann ich ab und zu genervte Reaktionen schon nachvollziehen...
Also meine Frage an Kai wäre: Was sagt denn dein Diabetologe dazu? von Carlos