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  • Gast

    Rang: Gast
    am 19.10.2011 20:34:05
    und ihr glaubt allen ernstes, dass man von 2 teelöffeln traubenzucker eine reaktive hypo bekommt?! dann müsste ja 3-4 löffel honig im tee gelöst jeden auf die bretter hauen! unabhängig davon würde ich meinen tee auch nicht mit tz süssen, weil tz bei weitem nicht die süsskraft hat! jedoch halte ich die 120 bz auch für zu hoch...
  • Gast

    Rang: Gast
    am 19.10.2011 21:26:11
    wer hat denn gesagt -jeder- bekommt eine reaktiive hypo, die meisten t2 beginner bekommen keine, manche schon wie man sieht.
    wobei 50 noch die grenze zur hypo ist, entscheident ist der schnelle bz abfall.
    andere laufen bei 30 noch rum, aber jeder empfindet es anders.
  • ferrato

    Rang: Gast
    am 19.10.2011 23:00:51
    Hallo.

    dies ist zwar ein Diabetes Forum, dennoch sollte man nicht jedem, der hier eine diesbezügiche Frage stellt, gleich einen Prädiabetes in Aussicht stellen. Die zwei TL Traubenzucker, egal wie sinnvoll diese als Süssungsmittel sind oder nicht, können keinesfalls eine so verstärkte Insulinausschüttung verursachen, dass es zu einer HYPO bei einem Nichtdiabetiker kommt.
    Vorher sollten andere Indikatoren beim Arzt abgeklärt werden, denn es gibt viele Möglicheiten, die die beschriebene Reaktion hervorrufen könnten. Z.B. eine Zöliakie, die ev. lange nicht erkannt wurde. Dadurch können Nährstoffe nicht ausreichend verwertet werden. Auch Störungen der Nebennierenrinde oder der Schilddrüse könnten in Frage kommen.

    Und der permanente Hinweis auf reduzierung der Kohlehydrate wird durch mehrfache Wiederholung auch nicht richtiger!
    Eine solche Reduzierung geht schlichtweg auf Kosten einer ausgewogenen Ernährung mit allen daraus resultierenden Risiken für Herz, Kreislauf, Nieren u.s.w.. Denn es ist mit überzeugender Evidenz nachgewiesen, dass zwischen Kohlehydratanteil in der Nahrung und dem Risiko, an Diabetes TYP 2 zu erkranken, kein Zusammenhang besteht.
    (Quelle: Leitlinie Kohlenhydrate kompakt, DGE 2011, Seite 23).

    @Borstel

    Ich wollte Dir mit diesem Beitrag keine Angst vor schweren Krankheiten machen, das liegt mir fern. Letztendlich kann nr eine kompetente Untersuchung beim Arzt eine richtige Diagnose erbringen.

    Ich wünsche Dir jedenfalls, dass Du einen solchen findest und sich für das ganze eine Harmlose Ursache findet.

    Viele Grüße
    Peter
  • Gast

    Rang: Gast
    am 20.10.2011 03:14:22
    nicht die reaktion auf 2 tl traubenzucker (was auch nur ein beispiel war!) lassen eine prädiabetes vermuten, sondern die anderen geschriebenen dinge -
    zitat: "Ich habe öfters das Problem, dass ich ganz schwach und zittrig werde, oft auch verbunden mit kaltem Schweiss. Ich habe mir vor einiger Zeit dann ein Blutzuckermessgerät besorgt, um das ganze zu beobachten. Es zeigt, wenn ich mich normal fühle, Werte um 120 mg/dl an, wenn ich die oben beschriebenen symptome habe, zeigt es 60 und weniger."
    bz-werte um 120 mg/dl sind nicht "normal" und würden einem a1c von über 6,0 entsprechen und wären als durchschnittswert klar zu hoch. deshalb kann ein ogtt (den jeder selbst machen kann) so verkehrt nicht sein.
  • ferrato

    Rang: Gast
    am 20.10.2011 07:09:04
    Hallo Gast,

    natürlich sind die Werte auffällig und selbstverständlich kann man einen oGTT machen (lassen). Aber es ist doch absolut untypisch für einen beginnenden Diabetes, sich mit HYPO's anzukündigen. Deshalb sollte nach meiner Meinung hierfür die Ursache gefunden werden und die muss eben nicht zwangsläufig Diabetes lauten.

    Viele Grüße
    Peter
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 8857
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 20.10.2011 07:58:35
    10 Minuten nach dem Input auch von 10 Teelöffeln Traubenzucker ist noch keine nennenswerte BZ-Wirkung davon messbar. Das Zeug muss erst einmal durch Magen und Darm, und da fängt die messbare Wirkung erst ca. 20 Minuten nach dem Einverleiben an und erreicht ihren höchsten Stand nach so um 45-60 Minuten.

    Eine alimentäre oder reaktive Hypo tritt typisch 2-3 Stunden nach dem Essen von viellen KHs ein, also zu einer Zeit, zu der die wenigsten NichtINSULINER und erst recht Nichtdiabetiker einen BZ-Zusammenhang vermuten. Und sie kommt mit Prädiabetes und gerade diagnosereifem Typ2 tatsächlich gehäuft vor und kann als Grund für die dann besonders häufig zu beobachtende Gewichtszunahme gelten. Das ist praktisch Insulinmast mit Eigeninsulin.

    120-140 messen gesunde Menschen im Rahmen um 1 Stunde nach dem Einverleiben von vielen KHs, ansonsten immer deutlich unter 90.
  • Gast

    Rang: Gast
    am 20.10.2011 09:35:20
    hallo peter,
    hast du schon mal darüber nachgedacht , daß die dge ein -verein - ist weiter nichts,
    daß solche -empfehlungen- in der vergangenheit schon verworfen wurden.
    weißt du daß die sogenannte ernährungspyramide ein -werbeerzeugnis- eines cornflakes herstellers ist.
    auch die behauptung wer mehr eiweiß ißt würde seine nieren gefährden ist seit jahren wiederlegt.
    auch wenn es dir nicht gefällt ist die reduzierung von kh gerade bei dm anfängern recht nützlich, denn für medis sind die einfach festgelegten werte zu niedrig, und zum bermehrten kh konsum zu hoch. vor allem da bei solchen verhältnissen alle kh als fett in den depots landen.
    nur nebenbei -eine zölliakie- macht sich nicht durch hypos bemerbar.
  • ferrato

    Rang: Gast
    am 21.10.2011 07:24:16
    Gast schrieb:

    auch wenn es dir nicht gefällt ist die reduzierung von kh gerade bei dm anfängern recht nützlich, denn für medis sind die einfach festgelegten werte zu niedrig, und zum bermehrten kh konsum zu hoch. vor allem da bei solchen verhältnissen alle kh als fett in den depots landen.



    Hallo Gast,

    Das ist jetzt aber definitiv nicht richtig. Die Umwandlung von Kohlenhydraten in Fett erfolgt erst nach Zufuhr unrealistisch großer Mengen von 500 g bis 600 g Kohlenhydraten pro Tag. Dabei ist diese Umwandlung dazu sehr uneffektiv, denn aus 100 g Kohlenhydraten können nur 30 bis 35 g Fett gebildet werden. Und niemand hat etwas gegen Reduzierung von KH gesagt, allerdigs im Rahmen der Ernährungsempfehlungen, die derzeit einen KH Anteil von 40-50 % der täglichen Nahrung entsprechen. Und hier ist der Wechsel auf Vollkornprodukte der weitaus bessere Rat für DM Anfänger.

    Und aus welchem Grund Du behauptest, die Niere würde durch ein zu viel an Eiweiß nicht belastet, entzieht sich meiner Kenntnis. Das erkläre mal den Diabetikern, die aufgrund solcher Aussagen ihre Ernährung entsprechend "angepasst" haben und heute mit schweren Nierenleiden zu kämpfen haben. Denn selbstverständlich ist diese Behauptung in keiner Weise wiederlegt. Es ist eben so wie beim Rauchen. Jeder weiß, es ist gefährlich aber es wird immer mal Raucher geben, die auch nach Jahren keine Raucherbedingte Krankheit bekommen. Die könnten dann Deiner Logik nach auch behaupten, es sei unschädich, zu rauchen.

    Und natürlich ist die DGE ein Verein mit Förderung des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Du wirst doch jetzt hier nicht allen Ernstes behaupten wollen, die dort erarbeiteten Empfehlungen entsprächen nicht dem Ergebnis vieler Studien sondern seien dem Interesse von Geldgebern geschuldet? Das kann nicht Dein Ernst sein.

    Im übrigen darf jeder sich so ernähren, wie er will und wie es ihm schmeckt. Aber keine/r sollte aufgrund der Behauptung, tausende von Ernährungsberaterinnen/ Diabetesaststentinnen, Ärzten u.s.w. würden die Patienten im Interesse einiger Sponsoren falsch beraten, ihre Ernährung an den Empfehlungen solcher "Diätapostel" ausrichten.

    Viele Grüße
    Peter




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    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 21.10.2011 08:42:08
    Moin Peter,

    ich sehe, Du magst Eigentore ;-)
    schrieb:
    Dabei ist diese Umwandlung dazu sehr uneffektiv, denn aus 100 g Kohlenhydraten können nur 30 bis 35 g Fett gebildet werden.


    Das ist sogar wahnsinnig effektiv, denn die 30-35g Fett enthalten praktisch alle Energie aus 100g KH ;-)

    Danke für den Lacher am Morgen! Jürgen
  • ferrato

    Rang: Gast
    am 21.10.2011 09:32:53
    Guten Morgen Jürgen,

    freut mich, dass Du noch lachen kannst :-)

    Aber dies ist eine mathematische Rechnung und kein Eigentor. 100 g Kohlenhydrate ergeben 400 Kcal, die gleiche Kalorienzahl errechnet sich aus 33 g Fett. Und für den Körper ist dies sehr uneffektiv, da ein Nährstoff mit geringerer Energiedichte in einen Nährstoff mit sehr hoher Energiedichte in mehreren chemischen Zwscheschritten umgewandelt wird, was selbst auch wieder mit einem Energieverbrauch verbunden ist.

    Viel lustiger ist es doch, dass man einerseits KH verringern will, weil es angeblich zu dieser Fettumwandlung führt und dafür vermehrt Fett isst Der Körper bedankt sich natürlich, spart er sich doch die Energieaufwändige Umwandlung und bekommt den Nährstoff schon in nahezu fertig ablagbarer Form zugeführt. Das nenn ich konsequente Logik :-)

    Im übrigen habe ich ja geschrieben, dass diese Umwandlung erst bei abnormal hohen KH Mengen einsetzt.

    Mir ist natürlich klar, dass man tatsächlich bei einer starken Rücknahme der KH zu gunsten einer Fett- und EiweißreicherenNahrung erst einmal abnehmen kann. Dies erfolgt aber ganz klar zu Lasten der Gesundheit aufgrund der im Körper erzeugten Giftstoffe. Ich hatte in der Anfangszeit vor der Diagnosestellung innerhalb 4 Monate über 30 kg abgenommen. Da die Glucose nicht mehr in die Zellen kam, hat der Körper umgestellt auf Fettverwertung. Dies hat meine Nieren geschädigt, zum Glück noch auf niedrigem Niveau. Aber der Schaden ist irreparabel. Ich bin also selbst betroffener betrachte daher jeden leichtfertigen Rat zu einer solchen Ernährungsumstellung als fahrlässig und für die Betroffenen potentiell gefährlich.

    Aber da Du so gerne lachst:

    Ein zum Tode verurteilter wird nach seinem letzten Wunsch gefragt und er bittet um eine heiße Tasse Kaffee.
    Fragt der Gefängnisdirektor: "Mit Milch und Zucker?"
    "Zucker??? Sind Sie wahnsinnig? Ich bin Diabetiker..."

    Bis denn also
    Peter