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  • Rang: Anfänger
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    Mitglied seit: 19.10.2011
    am 19.10.2011 16:23:49
    Hallo Allerseits :o)
    Ich habe öfters das Problem, dass ich ganz schwach und zittrig werde, oft auch verbunden mit kaltem Schweiss. Ich habe mir vor einiger Zeit dann ein Blutzuckermessgerät besorgt, um das ganze zu beobachten. Es zeigt, wenn ich mich normal fühle, Werte um 120 mg/dl an, wenn ich die oben beschriebenen symptome habe, zeigt es 60 und weniger.
    Komischerweise passiert mir das aaber nicht, wenn ich länger nichts gegessen habe, sondern eher wenn ich gut gegessen habe. Gestern habe ich auch z.B. ein Glas Tee mit zwei Teelöffeln Traubenzucker gesüßt und 10 Minuten später war ich am zittern. Manchmal habe ich Stress und komme den ganzen Tag kaum zum essen, dann passiert nichts.
    Beim Arzt wurde der Unterzucker auch schon bei einer Blutuntersuchung festgestellt. Eine klare Aussage erhielt ich aber nicht dazu. Seit ich diese Symptome habe, habe ich über 10 kg zugenommen.
    Was ist das genau und wie sollte ich mich damit verhalten?
    Vielen Dank im Voraus.
  • Gast

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    am 19.10.2011 18:49:41
    das nennt sich reaktive hypo, und folgt auf eine kh bombe, wie zb die (sorry, aber weshalb sowas ?) idiotische süßung von tee mit traubenzucker.
    das ganze ist eine vorphase von diabetes. wird meist mit irgendwelchen phantasienamen belegt.
    einzige möglichkeit dies zu verhindern, keine schnellen kohlenhydratbomben zu essen/trinken.
    um einen überblick zu bekommen mal bei bz-geräte - insulin-pillen- herstellern nach einer kh-austauschtabelle fregen (kostet nix,) seht lesbar die von accu chek günstig für die kühlschranktür.
  • Gast

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    am 19.10.2011 19:05:37
    Was das genau ist, kann ich nicht sagen, aber "Normalwerte" um 120 mg/dl sind für einen Gesunden zu hoch! Und nach dem Genuss von KH sackt der BZ "mächtig" ab (als wenn ein "Gesunder" einen oGTT macht) - hört sich fast wie eine provozierte "Gewaltaktion" der BSD an. Könnte auf eine beginnende Typ-2-Karriere hinweisen (als 1er würde der BZ nach KH ansteigen!). Ist aber echt nur eine Vermutung als 1er ...
    Gruss nach Floh von der Hallenburg
  • Gast

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    am 19.10.2011 19:06:30
    borstel1973 schrieb:
    ...Gestern habe ich auch z.B. ein Glas Tee mit zwei Teelöffeln Traubenzucker....


    Warum tust Deiner Bauchspeicheldrüse so etwas an? Jetzt wo ich das lese, entsinne ich mich aber auch dunkel, dass ich früher immer "Kreislaufprobleme" bekommen habe, wenn ich so einen Dextroenergen-Mist geschluckt habe. Möglicherweise war das auch eine Unterzuckerung. Allerdings habe ich damals nie den Blutzucker gemessen.
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    am 19.10.2011 19:09:14
    also für jemanden, der bisher nie an Diabetes gedacht hat, ist es nicht unbedingt idiotisch, seinen Tee zu süßen, auch nicht mit Traubenzucker, gerade wenn man vorhat, eine größere Strecke mit dem Rad zu Fahren. Anscheinend kann man sich im Internet nirgendwo äussern, ohne gleich beleidigt zu werden. Ansonsten trotzdem danke
  • Gast

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    am 19.10.2011 19:16:32
    Also, wenn ich eine größere Strecke mit dem Rennrad fahre, esse ich Nudeln, Banane, Müsli, Müsliriegel oder andere "langsame" Kohlenhydrate aber niemals Traubenzucker!
  • Rang: Anfänger
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    am 19.10.2011 19:23:37
    Naja, wenn ich jetzt eine Diabetikerkarriere starte, werd ich das auch noch lernen. Sorry bin heut etwas empfindlich, weil ich heute nur nervige Kunden und schon genug doofe Sprüche hatte.
    Anscheinend ist meine BSD dann wohl ziemlich durcheinander. Mal zu hoch-mal zu niedrig, könnten das vielleicht sozusagen die letzten "Zuckungen" sein, bevor sie die Insulinproduktion ganz aufgibt?
    Sind Kartoffeln auch langsame KH?
  • Gast

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    am 19.10.2011 19:25:13
    weshalb so empfindlich ? die entschuldigung war doch dabei,
    trotzdem ist auch für gesunde tz daneben, und völlig sinnlos gerade vor körperlicher betätigung, du solltest dir darüber klarwerden, werbung ist niemals zur aufklärung gemacht,
    immer nur um den schrott zu vertickern. was glaubst du wieviel meter fahrradfahren man braucht um die zwei teel glucose zu verbrauchen ? geschätzt 30m !
    nur bei dir waren sie überhaupt nicht mehr vorhanden, wie du ja selbst gemerkt hast,
    das alles hätte dir ein kompetenter arzt auch in 5 min. sagen können. - es gibt kompetente ärzte, die reaktive hypos kennen.
  • Rang: Anfänger
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    Mitglied seit: 19.10.2011
    am 19.10.2011 19:41:53
    naja, kompetente Ärzte muss man erstmal finden.
    Zitat (http://www.aikf.ch) :"In der Schweiz, in Deutschland und in Österreich wird der sechsstündige Glukosetoleranztest von der offiziellen Medizin ... nicht ausgeführt und die reaktive Unterzuckerung ist als Störung ebenfalls nicht bekannt. Im angelsächsischen Raum hingegen gibt es Spezialisten, die die Untersuchung auf reaktive Unterzuckerung kennen und an Patienten vornehmen. Ein Fachmann dafür ist der Naturarzt und Ernährungstherapeut Martin Budd, der einige Bücher über seine Erfahrungen mit reaktiver Hypoglykämie (= reaktive Unterzuckerung) und auch über Diabetes in englischer Sprache veröffentlicht hat.
    Nach allem was ich gelesen habe, muss ich in Zukunft also auf jeden Fall mehr kleine Mahlzeiten mit "langsamen" Kohlehydraten zu mir nehmen. Mal sehen wie es dann klappt. Nochmals danke.
  • Gast

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    am 19.10.2011 20:12:13
    was da behauptet wird ist unsinn, praktisch alle sp diabetologen wisssen um die reaktive hypo, und um diese festzustellen braucht man keinen 6 stündigen test, ha bei dir ja auch keine 6 stunden gedauert.
    auch auf dm foren ist das allg. bekannt.
    auch der obige hinweis auf zu hohe normalwerte ist zu beachten, du bist also in der spur.
    weiteres zunehmen nach möglichkeit vermeiden, kohlenhydrate allg reduzieren ist dabei nützlich, von mir kommt auch nicht der rat darauf zu verzichten, reduzieren !
    bewegung hilft den bz zu drücken, dabei vermeiden zu niedrig zu kommen - heißhungergefahr.
    kh tabelle schicken lassen, es ist nicht der zucker der das hauptgewicht für hohe bz werte macht sondern die sog sättigungsbeilagen, brot kartoffeln reis nudeln.
    wichtig dabei noch -ernährungsberater- kann sich jeder nennen ist ein pseudotitel,.
  • Gast

    Rang: Gast
    am 19.10.2011 20:34:05
    und ihr glaubt allen ernstes, dass man von 2 teelöffeln traubenzucker eine reaktive hypo bekommt?! dann müsste ja 3-4 löffel honig im tee gelöst jeden auf die bretter hauen! unabhängig davon würde ich meinen tee auch nicht mit tz süssen, weil tz bei weitem nicht die süsskraft hat! jedoch halte ich die 120 bz auch für zu hoch...
  • Gast

    Rang: Gast
    am 19.10.2011 21:26:11
    wer hat denn gesagt -jeder- bekommt eine reaktiive hypo, die meisten t2 beginner bekommen keine, manche schon wie man sieht.
    wobei 50 noch die grenze zur hypo ist, entscheident ist der schnelle bz abfall.
    andere laufen bei 30 noch rum, aber jeder empfindet es anders.
  • ferrato

    Rang: Gast
    am 19.10.2011 23:00:51
    Hallo.

    dies ist zwar ein Diabetes Forum, dennoch sollte man nicht jedem, der hier eine diesbezügiche Frage stellt, gleich einen Prädiabetes in Aussicht stellen. Die zwei TL Traubenzucker, egal wie sinnvoll diese als Süssungsmittel sind oder nicht, können keinesfalls eine so verstärkte Insulinausschüttung verursachen, dass es zu einer HYPO bei einem Nichtdiabetiker kommt.
    Vorher sollten andere Indikatoren beim Arzt abgeklärt werden, denn es gibt viele Möglicheiten, die die beschriebene Reaktion hervorrufen könnten. Z.B. eine Zöliakie, die ev. lange nicht erkannt wurde. Dadurch können Nährstoffe nicht ausreichend verwertet werden. Auch Störungen der Nebennierenrinde oder der Schilddrüse könnten in Frage kommen.

    Und der permanente Hinweis auf reduzierung der Kohlehydrate wird durch mehrfache Wiederholung auch nicht richtiger!
    Eine solche Reduzierung geht schlichtweg auf Kosten einer ausgewogenen Ernährung mit allen daraus resultierenden Risiken für Herz, Kreislauf, Nieren u.s.w.. Denn es ist mit überzeugender Evidenz nachgewiesen, dass zwischen Kohlehydratanteil in der Nahrung und dem Risiko, an Diabetes TYP 2 zu erkranken, kein Zusammenhang besteht.
    (Quelle: Leitlinie Kohlenhydrate kompakt, DGE 2011, Seite 23).

    @Borstel

    Ich wollte Dir mit diesem Beitrag keine Angst vor schweren Krankheiten machen, das liegt mir fern. Letztendlich kann nr eine kompetente Untersuchung beim Arzt eine richtige Diagnose erbringen.

    Ich wünsche Dir jedenfalls, dass Du einen solchen findest und sich für das ganze eine Harmlose Ursache findet.

    Viele Grüße
    Peter
  • Gast

    Rang: Gast
    am 20.10.2011 03:14:22
    nicht die reaktion auf 2 tl traubenzucker (was auch nur ein beispiel war!) lassen eine prädiabetes vermuten, sondern die anderen geschriebenen dinge -
    zitat: "Ich habe öfters das Problem, dass ich ganz schwach und zittrig werde, oft auch verbunden mit kaltem Schweiss. Ich habe mir vor einiger Zeit dann ein Blutzuckermessgerät besorgt, um das ganze zu beobachten. Es zeigt, wenn ich mich normal fühle, Werte um 120 mg/dl an, wenn ich die oben beschriebenen symptome habe, zeigt es 60 und weniger."
    bz-werte um 120 mg/dl sind nicht "normal" und würden einem a1c von über 6,0 entsprechen und wären als durchschnittswert klar zu hoch. deshalb kann ein ogtt (den jeder selbst machen kann) so verkehrt nicht sein.
  • ferrato

    Rang: Gast
    am 20.10.2011 07:09:04
    Hallo Gast,

    natürlich sind die Werte auffällig und selbstverständlich kann man einen oGTT machen (lassen). Aber es ist doch absolut untypisch für einen beginnenden Diabetes, sich mit HYPO's anzukündigen. Deshalb sollte nach meiner Meinung hierfür die Ursache gefunden werden und die muss eben nicht zwangsläufig Diabetes lauten.

    Viele Grüße
    Peter
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    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 20.10.2011 07:58:35
    10 Minuten nach dem Input auch von 10 Teelöffeln Traubenzucker ist noch keine nennenswerte BZ-Wirkung davon messbar. Das Zeug muss erst einmal durch Magen und Darm, und da fängt die messbare Wirkung erst ca. 20 Minuten nach dem Einverleiben an und erreicht ihren höchsten Stand nach so um 45-60 Minuten.

    Eine alimentäre oder reaktive Hypo tritt typisch 2-3 Stunden nach dem Essen von viellen KHs ein, also zu einer Zeit, zu der die wenigsten NichtINSULINER und erst recht Nichtdiabetiker einen BZ-Zusammenhang vermuten. Und sie kommt mit Prädiabetes und gerade diagnosereifem Typ2 tatsächlich gehäuft vor und kann als Grund für die dann besonders häufig zu beobachtende Gewichtszunahme gelten. Das ist praktisch Insulinmast mit Eigeninsulin.

    120-140 messen gesunde Menschen im Rahmen um 1 Stunde nach dem Einverleiben von vielen KHs, ansonsten immer deutlich unter 90.
  • Gast

    Rang: Gast
    am 20.10.2011 09:35:20
    hallo peter,
    hast du schon mal darüber nachgedacht , daß die dge ein -verein - ist weiter nichts,
    daß solche -empfehlungen- in der vergangenheit schon verworfen wurden.
    weißt du daß die sogenannte ernährungspyramide ein -werbeerzeugnis- eines cornflakes herstellers ist.
    auch die behauptung wer mehr eiweiß ißt würde seine nieren gefährden ist seit jahren wiederlegt.
    auch wenn es dir nicht gefällt ist die reduzierung von kh gerade bei dm anfängern recht nützlich, denn für medis sind die einfach festgelegten werte zu niedrig, und zum bermehrten kh konsum zu hoch. vor allem da bei solchen verhältnissen alle kh als fett in den depots landen.
    nur nebenbei -eine zölliakie- macht sich nicht durch hypos bemerbar.
  • ferrato

    Rang: Gast
    am 21.10.2011 07:24:16
    Gast schrieb:

    auch wenn es dir nicht gefällt ist die reduzierung von kh gerade bei dm anfängern recht nützlich, denn für medis sind die einfach festgelegten werte zu niedrig, und zum bermehrten kh konsum zu hoch. vor allem da bei solchen verhältnissen alle kh als fett in den depots landen.



    Hallo Gast,

    Das ist jetzt aber definitiv nicht richtig. Die Umwandlung von Kohlenhydraten in Fett erfolgt erst nach Zufuhr unrealistisch großer Mengen von 500 g bis 600 g Kohlenhydraten pro Tag. Dabei ist diese Umwandlung dazu sehr uneffektiv, denn aus 100 g Kohlenhydraten können nur 30 bis 35 g Fett gebildet werden. Und niemand hat etwas gegen Reduzierung von KH gesagt, allerdigs im Rahmen der Ernährungsempfehlungen, die derzeit einen KH Anteil von 40-50 % der täglichen Nahrung entsprechen. Und hier ist der Wechsel auf Vollkornprodukte der weitaus bessere Rat für DM Anfänger.

    Und aus welchem Grund Du behauptest, die Niere würde durch ein zu viel an Eiweiß nicht belastet, entzieht sich meiner Kenntnis. Das erkläre mal den Diabetikern, die aufgrund solcher Aussagen ihre Ernährung entsprechend "angepasst" haben und heute mit schweren Nierenleiden zu kämpfen haben. Denn selbstverständlich ist diese Behauptung in keiner Weise wiederlegt. Es ist eben so wie beim Rauchen. Jeder weiß, es ist gefährlich aber es wird immer mal Raucher geben, die auch nach Jahren keine Raucherbedingte Krankheit bekommen. Die könnten dann Deiner Logik nach auch behaupten, es sei unschädich, zu rauchen.

    Und natürlich ist die DGE ein Verein mit Förderung des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Du wirst doch jetzt hier nicht allen Ernstes behaupten wollen, die dort erarbeiteten Empfehlungen entsprächen nicht dem Ergebnis vieler Studien sondern seien dem Interesse von Geldgebern geschuldet? Das kann nicht Dein Ernst sein.

    Im übrigen darf jeder sich so ernähren, wie er will und wie es ihm schmeckt. Aber keine/r sollte aufgrund der Behauptung, tausende von Ernährungsberaterinnen/ Diabetesaststentinnen, Ärzten u.s.w. würden die Patienten im Interesse einiger Sponsoren falsch beraten, ihre Ernährung an den Empfehlungen solcher "Diätapostel" ausrichten.

    Viele Grüße
    Peter




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    am 21.10.2011 08:42:08
    Moin Peter,

    ich sehe, Du magst Eigentore ;-)
    schrieb:
    Dabei ist diese Umwandlung dazu sehr uneffektiv, denn aus 100 g Kohlenhydraten können nur 30 bis 35 g Fett gebildet werden.


    Das ist sogar wahnsinnig effektiv, denn die 30-35g Fett enthalten praktisch alle Energie aus 100g KH ;-)

    Danke für den Lacher am Morgen! Jürgen
  • ferrato

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    am 21.10.2011 09:32:53
    Guten Morgen Jürgen,

    freut mich, dass Du noch lachen kannst :-)

    Aber dies ist eine mathematische Rechnung und kein Eigentor. 100 g Kohlenhydrate ergeben 400 Kcal, die gleiche Kalorienzahl errechnet sich aus 33 g Fett. Und für den Körper ist dies sehr uneffektiv, da ein Nährstoff mit geringerer Energiedichte in einen Nährstoff mit sehr hoher Energiedichte in mehreren chemischen Zwscheschritten umgewandelt wird, was selbst auch wieder mit einem Energieverbrauch verbunden ist.

    Viel lustiger ist es doch, dass man einerseits KH verringern will, weil es angeblich zu dieser Fettumwandlung führt und dafür vermehrt Fett isst Der Körper bedankt sich natürlich, spart er sich doch die Energieaufwändige Umwandlung und bekommt den Nährstoff schon in nahezu fertig ablagbarer Form zugeführt. Das nenn ich konsequente Logik :-)

    Im übrigen habe ich ja geschrieben, dass diese Umwandlung erst bei abnormal hohen KH Mengen einsetzt.

    Mir ist natürlich klar, dass man tatsächlich bei einer starken Rücknahme der KH zu gunsten einer Fett- und EiweißreicherenNahrung erst einmal abnehmen kann. Dies erfolgt aber ganz klar zu Lasten der Gesundheit aufgrund der im Körper erzeugten Giftstoffe. Ich hatte in der Anfangszeit vor der Diagnosestellung innerhalb 4 Monate über 30 kg abgenommen. Da die Glucose nicht mehr in die Zellen kam, hat der Körper umgestellt auf Fettverwertung. Dies hat meine Nieren geschädigt, zum Glück noch auf niedrigem Niveau. Aber der Schaden ist irreparabel. Ich bin also selbst betroffener betrachte daher jeden leichtfertigen Rat zu einer solchen Ernährungsumstellung als fahrlässig und für die Betroffenen potentiell gefährlich.

    Aber da Du so gerne lachst:

    Ein zum Tode verurteilter wird nach seinem letzten Wunsch gefragt und er bittet um eine heiße Tasse Kaffee.
    Fragt der Gefängnisdirektor: "Mit Milch und Zucker?"
    "Zucker??? Sind Sie wahnsinnig? Ich bin Diabetiker..."

    Bis denn also
    Peter
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    am 21.10.2011 10:10:48
    Der Witz war gut - ich musste herzhaft lachen.:-)

    ferrato schrieb:
    Ein zum Tode verurteilter ... Sind Sie wahnsinnig? Ich bin Diabetiker..."



    Aber die Aussage ist nicht viel weniger witzig - nur dass ich darüber nicht so sehr lachen kann.:-(

    ferrato schrieb:
    Dies erfolgt aber ganz klar zu Lasten der Gesundheit aufgrund der im Körper erzeugten Giftstoffe.


    Welche Giftstoffe sollen das denn sein die bei der Fettverbrennung entstehen? Ist der Schaden an deiner Niere nicht doch eher durch den hohen BZ entstanden?

    Beste Grüße, Rainer
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    am 21.10.2011 10:44:54
    Moin Peter,

    zuallererst kann höher als gesunder BZ die Nieren schädigen, und zwar schon im Bereich des Prädiabetes. Dann spricht man gerne von einem sehr aggressiven Diabetes.

    Fett habe ich bisher noch nirgendwo als belastend für die Nieren gefunden. Warum auch? Fett ist der natürlichste und effizienteste aller Energiespeicher. Es gibt keinen biologischen Speicher, der dichter wäre und weniger Unterhalt erforderte. Ohne die bewundernswert effiziente Speicherung JEDER gerade nicht anderweitig gebrauchten Kalorie in Form von Fett und deren ebenso effiziente Nutzung bei Bedarf würden wir uns heute hier nicht schreiben können. Denn dann hätten es unsere Vorfahren gar nicht erst auf diese Welt gepackt. Und ebenso die gesamte Fauna, wenn das Fett so schädlich für die Entwässerung wäre, wie Du schreibst.

    Bisdann, Jürgen
  • ferrato

    Rang: Gast
    am 21.10.2011 12:01:25
    Hallo Rainer, Hallo Jürgen,

    hier scheine ich mich doch etwas unklar ausgedrückt zu haben, sorry

    Nicht die Fettverbrennung ist bedenklich, ausser in Hinsicht auf Gewichtszunahme. Wenn mein BZ aber dauerhaft erheblich zu hoch ist, wie bei mir z.B. vor der Diagnosestellung, dann herrscht aus Sicht der Zellen ein Glucosemangel, da der "Stoff" zwar reichlich im Blut vorhanden ist, aber aufgrund des Insulnmangels nicht in die Zellen gelangt. Dies gleicht der Körper dadurch aus, indem er den Stoffwechsel umstellt und Fettsäuren in der Leber als Glucoseersatz in so genannte Ketonkörper verwandelt. Diese können die Filterfunktion der Niere schädigen und dadurch zu Niereninsuffizienz führen. Bei mir wurde dieser Prozess nach Normalisierung der BZ Werte komplett gestoppt und ist seiter auch nicht schlechter geworden.
    Aber ich denke doch, dass ich dies nicht weiter präzisieren muss, nach Euren bisherien, doch sehr fundierten Beiträgen hier im Forum kennt ihr diese Zusammenhänge doch sicher genau so gut.

    Übrigens, wisst Ihr, was es bedeutet, wenn es in einem Krematorium nach Karamell riecht?
    Ein Diabetiker wird eingeäschert...

    In diesem Sinne

    Peter
  • Bild User
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    am 21.10.2011 14:04:44
    Moin Peter,

    die ketogene Ernährung war bis zum flächendeckenden Einsatz der Landwirtschaft unter unseren Vorfahren die einzig mögliche. Wenn damit die von Dir genannten Vergiftungserscheinungen normal gewesen wären, würde es uns genau so wenig geben wie ohne Fettspeicher.

    Niereninsuffizienz ist das Resultat von lange Zeit meistens gewaltig zu hohem Blutzucker. Der allein zeigt schon unübersehbar deutlich erheblichen Insulinmangel an. Wenn sich dazu dann noch Ketone gesellen, schreit dieser Organismus nach Insulin. Nicht weil die Ketone gefährlich wären, sondern weil große Mengen Insulin fehlen und große Mengen Glukose die Nieren akut schädigen.

    Wenn bei normal gesundem BZ (nüchtern gut 60-80 und in der Spitze 1 Stunde nach dem Essen 120-140mg/dl) Ketone nachgewiesen werden, handelt es sich auch beim Diabetiker um eine völlig gesunde ketogene Stoffwechsellage.

    Bisdann, Jürgen

    Nachtrag zu Deinen blöden Witzen:
    Der Unterschied zwischen einem gesunden Menschen mit 80mg/dl und einem Diabetiker mit hohen 280mg/dl sind ganze 2 (zwei!) Gramm Glukose pro Liter Blut. Ein Erwachsener hat im Schnitt 5 Liter, was eine Differenz von 10 Gramm macht. - Die 10 Gramm machen Deinen witzigen Unterschied?
    Bearbeitet von User am 21.10.2011 14:10:14. Grund: Nicht angegeben
  • Gast

    Rang: Gast
    am 21.10.2011 14:35:19
    Es gibt keine blöden Witze - nur Leute, die sie nicht verstehen! Denn wenn die Zuckerdifferenz eines Gesunden und eines Diabetikers ja so gering (eigentlich sollte sie Null sein!) ist, kann es sich nur um einen Witz handeln (auch wenn er nicht toll ist!). Aber es zeigt sich wieder, dass man mit LCHF-Vertretern nicht diskutieren kann, denn nur ihre Meinung ist ja richtig! Sie vergessen, dass eben jeder seine eigene Ernährungsform (mit der er leben kann und die keinen hohen BZ macht) finden muss/soll. Was für den einen richtig ist, kann für den anderen falsch sein. Und nur weil "früher" mal etwas richtig/nötig war, muss es heute noch lange nicht stimmen. Oder ist die Erde immer noch eine Scheibe?