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    am 21.10.2011 10:10:48
    Der Witz war gut - ich musste herzhaft lachen.:-)

    ferrato schrieb:
    Ein zum Tode verurteilter ... Sind Sie wahnsinnig? Ich bin Diabetiker..."



    Aber die Aussage ist nicht viel weniger witzig - nur dass ich darüber nicht so sehr lachen kann.:-(

    ferrato schrieb:
    Dies erfolgt aber ganz klar zu Lasten der Gesundheit aufgrund der im Körper erzeugten Giftstoffe.


    Welche Giftstoffe sollen das denn sein die bei der Fettverbrennung entstehen? Ist der Schaden an deiner Niere nicht doch eher durch den hohen BZ entstanden?

    Beste Grüße, Rainer
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    am 21.10.2011 10:44:54
    Moin Peter,

    zuallererst kann höher als gesunder BZ die Nieren schädigen, und zwar schon im Bereich des Prädiabetes. Dann spricht man gerne von einem sehr aggressiven Diabetes.

    Fett habe ich bisher noch nirgendwo als belastend für die Nieren gefunden. Warum auch? Fett ist der natürlichste und effizienteste aller Energiespeicher. Es gibt keinen biologischen Speicher, der dichter wäre und weniger Unterhalt erforderte. Ohne die bewundernswert effiziente Speicherung JEDER gerade nicht anderweitig gebrauchten Kalorie in Form von Fett und deren ebenso effiziente Nutzung bei Bedarf würden wir uns heute hier nicht schreiben können. Denn dann hätten es unsere Vorfahren gar nicht erst auf diese Welt gepackt. Und ebenso die gesamte Fauna, wenn das Fett so schädlich für die Entwässerung wäre, wie Du schreibst.

    Bisdann, Jürgen
  • ferrato

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    am 21.10.2011 12:01:25
    Hallo Rainer, Hallo Jürgen,

    hier scheine ich mich doch etwas unklar ausgedrückt zu haben, sorry

    Nicht die Fettverbrennung ist bedenklich, ausser in Hinsicht auf Gewichtszunahme. Wenn mein BZ aber dauerhaft erheblich zu hoch ist, wie bei mir z.B. vor der Diagnosestellung, dann herrscht aus Sicht der Zellen ein Glucosemangel, da der "Stoff" zwar reichlich im Blut vorhanden ist, aber aufgrund des Insulnmangels nicht in die Zellen gelangt. Dies gleicht der Körper dadurch aus, indem er den Stoffwechsel umstellt und Fettsäuren in der Leber als Glucoseersatz in so genannte Ketonkörper verwandelt. Diese können die Filterfunktion der Niere schädigen und dadurch zu Niereninsuffizienz führen. Bei mir wurde dieser Prozess nach Normalisierung der BZ Werte komplett gestoppt und ist seiter auch nicht schlechter geworden.
    Aber ich denke doch, dass ich dies nicht weiter präzisieren muss, nach Euren bisherien, doch sehr fundierten Beiträgen hier im Forum kennt ihr diese Zusammenhänge doch sicher genau so gut.

    Übrigens, wisst Ihr, was es bedeutet, wenn es in einem Krematorium nach Karamell riecht?
    Ein Diabetiker wird eingeäschert...

    In diesem Sinne

    Peter
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    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 21.10.2011 14:04:44
    Moin Peter,

    die ketogene Ernährung war bis zum flächendeckenden Einsatz der Landwirtschaft unter unseren Vorfahren die einzig mögliche. Wenn damit die von Dir genannten Vergiftungserscheinungen normal gewesen wären, würde es uns genau so wenig geben wie ohne Fettspeicher.

    Niereninsuffizienz ist das Resultat von lange Zeit meistens gewaltig zu hohem Blutzucker. Der allein zeigt schon unübersehbar deutlich erheblichen Insulinmangel an. Wenn sich dazu dann noch Ketone gesellen, schreit dieser Organismus nach Insulin. Nicht weil die Ketone gefährlich wären, sondern weil große Mengen Insulin fehlen und große Mengen Glukose die Nieren akut schädigen.

    Wenn bei normal gesundem BZ (nüchtern gut 60-80 und in der Spitze 1 Stunde nach dem Essen 120-140mg/dl) Ketone nachgewiesen werden, handelt es sich auch beim Diabetiker um eine völlig gesunde ketogene Stoffwechsellage.

    Bisdann, Jürgen

    Nachtrag zu Deinen blöden Witzen:
    Der Unterschied zwischen einem gesunden Menschen mit 80mg/dl und einem Diabetiker mit hohen 280mg/dl sind ganze 2 (zwei!) Gramm Glukose pro Liter Blut. Ein Erwachsener hat im Schnitt 5 Liter, was eine Differenz von 10 Gramm macht. - Die 10 Gramm machen Deinen witzigen Unterschied?
    Bearbeitet von User am 21.10.2011 14:10:14. Grund: Nicht angegeben
  • Gast

    Rang: Gast
    am 21.10.2011 14:35:19
    Es gibt keine blöden Witze - nur Leute, die sie nicht verstehen! Denn wenn die Zuckerdifferenz eines Gesunden und eines Diabetikers ja so gering (eigentlich sollte sie Null sein!) ist, kann es sich nur um einen Witz handeln (auch wenn er nicht toll ist!). Aber es zeigt sich wieder, dass man mit LCHF-Vertretern nicht diskutieren kann, denn nur ihre Meinung ist ja richtig! Sie vergessen, dass eben jeder seine eigene Ernährungsform (mit der er leben kann und die keinen hohen BZ macht) finden muss/soll. Was für den einen richtig ist, kann für den anderen falsch sein. Und nur weil "früher" mal etwas richtig/nötig war, muss es heute noch lange nicht stimmen. Oder ist die Erde immer noch eine Scheibe?
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    am 21.10.2011 14:57:54
    schrieb:
    Oder ist die Erde immer noch eine Scheibe?


    die selbe, auf der unsere Vorfahren gelebt haben ;-)

    Kann das sein, dass Du irgendwelche Lehren oder Moden mit Realität verwechselst?
  • ferrato

    Rang: Gast
    am 21.10.2011 15:21:52
    hjt_Jürgen schrieb:

    Nachtrag zu Deinen blöden Witzen:



    Hallo Jürgen,

    Du darfst meine Witze, die allein der Auflockerung denten, natürlich blöde finden, aber letztedlich outest Du Dich damit nur als völlig Humorlosen Menschen, der im Fall eines Wiederspruchs gegen die eigenen Thesen nur empfindlich reagiert.

    Und entschuldige, wenn ich das jetzt so deutlich sage: Es ist schon extrem arrogant und besserwisserisch, wenn Du gesicherte Diagnosen, die meine Person betreffen und die von kompetenten Ärzten erstellt wurden, hier per Ferndiagnose in Frage stellen willst, nur, weil diese nicht in Dein (Diabetes)Weltbild passen.

    Mit solchen Äußerungen disqualifizierst Du Dich entgegen meiner bisherigen Meinung als kompetenter Gesprächspartner.

    Aber wie der Gast vorher schon schrieb, mit LCHF Anhängern kann man offensichtlich kein sachliches Gespräch führen.

    Peter
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    am 21.10.2011 15:56:58
    Sorry Peter,

    aber es gibt keine Literatur zu Nierenschäden durch Ketone. Selbst konservative Diabetologen, die Low Carb eigentlich ablehnen, gestehen zu, dass ketogene Diät Nierenschäden beheben helfen(!) kann, helfen in dem Sinne, dass sich damit einfacher ein gesunder Blutzucker herstellen und einhalten lässt. Denn der höhere Blutzucker gilt überall unbestritten als der Schadenstifter an den Nieren. Das ist Fakt und keine Ferndiagnose. Bedauerlich, wenn Du Deinen Arzt da so missverstanden hast - und noch bedauerlicher, wenn er das tatsächlich so gesagt haben sollte.

    Wie kommst Du eigentlich auf die Idee, dass ich LHCF mache? Ich wollte das Anfang des nächsten Jahres mal ausprobieren, und Du meinst, das kannst Du jetzt schon lesen?

    Bisdann, Jürgen
  • Gast

    Rang: Gast
    am 21.10.2011 16:47:32
    wenn du kein lchf machst, dann lchp, denn du bist einer der "so-wenig-wie-möglich-kh"-verfechter.
    schrieb:
    es gibt keine Literatur zu Nierenschäden durch Ketone


    glauben ist nicht wissen: http://flexikon.doccheck.com/Kohlenhydratarme_Di%C3%A4t
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    am 21.10.2011 16:49:20
    Nur mal so als Hinweis für Ungläubige: http://www.ironsport.de/KetoTheorie.htm
    zumindest als "Theorie"...