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HbA1 5,6 gut aber...
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Gast
Rang: Gastam 29.11.2011 10:21:04
Hallo, ich habe eine Frage.
Ich weiß, vielleicht lacht jemand bei der Frage, aber für mich ist sie wichtig.
Ich hatte schwangerschaftsdiab. vor einem halben Jahr und bin jetzt noch unter Kontrolle.
Die WErte sind sicher für manch einen hier ein Traum, aber ich will sie behalten und habe Angst dass sich was ändert.
Ich hatte einen HbA1 von 5,3, jetzt ist er bei 5,6.
Meine Nüchternwerte waren die ganze Zeit immer zw 60-70mg%, sind jetzt aber bei 90-99mg%.
Der Arzt findet sie ok, im Normbereich, klar, aber ich sehe nur, dass die Werte wieder steigen.
Er meinte, wenn sie weiter steigen, soll ich Tabletten nehmen, aber das will ich nicht.
Kann ich denn gegensteuern? Muß ich das? Seh ich das nur zu eng mit den Werten?
Ich bin eingentlich den ganzen Tag in Bewegung, mein Gewicht ist gut, also 2 Kilo könnte ich noch abnehmen, aber dann ist Ende.
Was kann/soll ich noch tun.
Einfach nichts? Ne, das glaub ich nicht.
Ich will nichts verpassen und mich später ärgern.
Was tun????
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Gast
Rang: Gastam 29.11.2011 12:53:39
hba1c=5,6% heißt durchschnitt 11ß-120mg/dl mit entsprechenden spitzen nach dem essen.
wenn du noch schwanger wärst fände der doc das nicht mehr ganz richtig, jetzt schon.
unverständlich ist deine aussage tabletten will ich nicht? ok wenns so weit ist ist insulin sowieso besser.
wollen tun wir alle nicht, aber wer gesund weiterleben will muß sich den notwendigkeiten beugen. -
am 29.11.2011 14:22:22
Hallo Gast#1,
von mir kommen standardmäßig die Emfehlungen:
- Buch - Stopp Diabetes und
- Ernährung - LOGI.
Damit brauchst du dich vor einer Diabetesentwicklung nicht mehr zu fürchten. Sieh es dir mal in Ruhe an.
Beste Grüße, Rainer -
Gast
Rang: Gastam 29.11.2011 14:31:08
schrieb:
Damit brauchst du dich vor einer Diabetesentwicklung nicht mehr zu fürchten
egal womit - mit nichts (selbst dem besten buch oder der "besten" ernährung nicht) kann man einen genetisch bedingten dm aufhalten. wer so was verbreitet, der gehört nach lourdes und nicht in ein dm-forum!! ausserdem suggerierst du damit klar, dass die 2er selbst schuld an ihrem diabetes sind (weil es nur an der ernährung liegt!). -
Gast
Rang: Gastam 29.11.2011 16:56:34
Gast schrieb:
schrieb:
Damit brauchst du dich vor einer Diabetesentwicklung nicht mehr zu fürchten
egal womit - mit nichts (selbst dem besten buch oder der "besten" ernährung nicht) kann man einen genetisch bedingten dm aufhalten. wer so was verbreitet, der gehört nach lourdes und nicht in ein dm-forum!! ausserdem suggerierst du damit klar, dass die 2er selbst schuld an ihrem diabetes sind (weil es nur an der ernährung liegt!).
Sehr richtig! Mich stört diese Reklame und die damit verbundene irreführende Annahme, man könnte mit Ernährung einen Typ2 "behandeln" schon lange.
Wenn das schon jemand behauptet, der angeblich Typ2 hat, dann muß man sich über die falschen Vorstellungen, die durch Fernsehen und Prinimedien geistern, nicht wundern.
Vielen Dank für deine Stellungnahme, bis jetzt hab ich das noch nirgends so auf den Punkt gebracht gelsen. -
Gast
Rang: Gastam 29.11.2011 18:23:42
hallo, danke für eure Antworten
die Aussage, Tabletten will ich nicht, naja, damit mein ich, dass ich wenn ich so weitermache eben irgendwann welche brauche, mein Arzt wird mir dann wenn der Wert erreicht ist eben welche verschreiben.
Aber ich will keine, ich will dem so lange wie es geht vorbeugen, wenn es geht!
dass man diab, wenn er kommt nicht aufhalten kann ist klar, aber ich will eben alles tun, damit ich so lange wie möglich selbst gute werte habe, ohne medis.
danke für den link ich werd mal reinlesen. -
am 29.11.2011 18:26:13
Auch der Typ2 ist nur deswegen ein Diabetes, weil ihm die Beta-Zellen weg sterben. Machen sie nur nicht annähernd so schnell wie beim Typ1. Aber schon bei den ersten auffälligen BZ-Bewegungen sind schon ne Menge zu wenig. Beschleunigt wird das Absterben der Betas auch beim Typ1(!) in dem Maße, in dem z.B. Beta-Zellen überlastet werden. Und anders rum kann man sich mehr davon länger erhalten, wenn man sie rechtzeitig entlastet. So lässt sich mit frühzeitiger KH-Verringerung und ggf. kurzzeitiger Insulin-Unterstützung sogar die Remissionsphase des Typ1 erheblich verlängern.
Und nichts anderes, als seine noch vorhandenen Betas entlasten, macht ein angehender Typ2 mit der Verringerung seines KH-Verzehrs. Damit kann er bei frühem Beginn die Zeit, in der er ohne Medis noch einen völlig gesunden BZ produzieren kann, gegenüber der mit normaler Ernährung erheblich verlängern. Kein Mensch weiß bislang, wie lange. Die längsten beobachteten Verlängerungen laufen inzwischen 5-10 Jahre und wecken in manch einem erfolgreichen Verlängerer mit jedem Tag mehr Hoffnung, dass es für immer sein möge.
Auf der anderen Seite führt die euphorische Kommunikation solch begrenzter Erfolge immer zu übersteigerten Erwartungen und damit verbundenem Stress bei Betroffenen, die das nicht erreichen, und nicht zuletzt auch zu dem einen oder anderen falschen Schluss. So nennt unser großer Vorläufer Hans Lauber den Diabetes, den er mit seinem Verhalten in vergleichsweise gesunden Grenzen halten kann, Verhaltens- oder denglisch Lifestyle-Diabetes. obwohl er selbst damit immer noch jeden oGTT als Diabetiker gewinnt.
Heilung oder auch erfolgreiche Abwehr von Diabetes würde ich nur dann anerkennen können, wenn ein oGTT Zuckerwasser-Test danach gesund absolviert würde, also mit nem 1-Stunden-Wert unter 140, und nicht nur nicht diabetisch mit nem 2-Stunden-Wert unter 200mg/dl. Und ich weiß bisher von keinem ausreichend belegten Fall, in dem das gelungen wäre. Trotzdem halte ich das Vertagen von Medis und mehr Medis bei mit Verzicht auf KHs gesundem BZ für eine gute Option, so lange der jeweilige Betroffene damit gut zurecht kommt :-)
Bearbeitet von User am 29.11.2011 18:30:43. Grund: Nicht angegeben -
Gast
Rang: Gastam 30.11.2011 09:10:15
hjt_Jürgen schrieb:
Beschleunigt wird das Absterben der Betas auch beim Typ1(!) in dem Maße, in dem z.B. Beta-Zellen überlastet werden.
Sorry Jürgen, aber ich glaube nicht, dass man das so missverständlich stehen lassen sollte.
Bei einer Autoimmunreaktion macht der Körper die Betas selbst kaputt, unabhängig von ihrer aktuellen Belastung. Ich würde das gerne so deutlich betonen, um evtl. auch 1ern die Hoffnung zu nehmen, mit Low-Carb ihre Remission "erheblich verlängern" zu können. Evtl. ist die Remission nach einer starken Virus-Infektion nämlich einfach vorbei.
- Michaela
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Gast
Rang: Gastam 30.11.2011 09:39:55
Auch für Typ2 kann Jürgens Theorie von der Überbelastung der Beta-Zellen nicht stimmen. Zwar kennt noch niemand die Ursachen von Typ2, aber wenn Überbelastung die Ursache wäre, dann wäre der "Volksglaube", Diabetes käme vom Genuß zu vieler Süßigkeiten korrekt und damit wieder die Behauptung vom "angefressenen" Diabetes.
Ich kann einfach nicht verstehen, warum ausgerechnet Diabetiker, die es besser wissen sollten, diesem Unsinn immer wieder neue Nahrung geben. -
am 30.11.2011 09:51:49
Moin Michaela,
auch beim Typ2 macht der Körper sich offenbar die Betas selber kaputt, nur halt nicht so schnell, wie beim Typ1. Nur gibt es im Gegensatz zum Typ1 beim Typ2 noch absolut keine Vorstellung davon, was dieses Absterben denn auslösen könnte.
Erheblich ist immer relativ. Bei ner kurzen Remi von 14 Tagen oder nem Monat kann erheblich verlängern ne Woche oder 14 Tage länger bedeuten, beim LADA ein paar Wochen oder ein halbes Jahr oder manchmal sogar noch länger. Bei nem Typ2 halt durchaus mehrere Jahre.
In ALLEN Fällen verlängert die ENT-lastung die Lebenszeit der immer wenigeren Betas, während eine größere BE-lastung, wie beim Typ2 auch die gern genommene Medikation zur Stimulation der Insulin-Sekretion, sie verkürzt.
Bisdann, Jürgen
zur BE-lastung zählt übrigens nicht nur der Sekretionsdruck, sondern auch die Glucotoxizität, der Vergiftungs-Effekt von höherem BZ
Bearbeitet von User am 30.11.2011 09:56:19. Grund: Nicht angegeben -
Gast
Rang: Gastam 30.11.2011 10:31:54
hjt_Jürgen schrieb:
In ALLEN Fällen verlängert die ENT-lastung die Lebenszeit der immer wenigeren Betas, während eine größere BE-lastung, wie beim Typ2 auch die gern genommene Medikation zur Stimulation der Insulin-Sekretion, sie verkürzt.
Von mir aus - ist aber bei nachgewiesenen Beta-Antikörpern, die T2 üblicherweise nicht hat, eine untergeordnete Rolle. Und vor allem eine, die man nicht durch Ernährung beeinflussen kann.
Für Deine Aussage spricht natürlich, dass T1 auch oft _Insulin_-Antikörper hat, allerdings kann er die auch nicht beeinflussen.
hjt_Jürgen schrieb:
zur BE-lastung zählt übrigens nicht nur der Sekretionsdruck, sondern auch die Glucotoxizität, der Vergiftungs-Effekt von höherem BZ
Ich kenne keinen T1er, der in seiner Remission (so er denn eine hatte) eine schlechte Stoffwechsellage hatte. T2 dagegen kenne ich so einige mit schlechter Stoffwechsellage, selbst wenn sie noch genug C-Peptid haben.
Die einzige einigermaßen mit Erfolg dokumentierte Weise, die T1-Remission zuverlässig zu verlängern, sind Immunsupressiva.
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am 30.11.2011 13:14:42
Kann es sein, dass Antikörper nicht deswegen Antikörper heißen, weil sie killen, sondern weil sie im Zusammenhang mit dem Ableben beobachtet werden? Übrigens auch bei völlig gesunden Menschen?
Und Stoffwechsellage gut=gesund mit Spitzen bis maximal 140mg/dl und schlecht=Spitzen bis ganze Verläufe mehr oder weniger weit darüber? -
Gast
Rang: Gastam 30.11.2011 13:46:53
hjt_Jürgen schrieb:
Kann es sein, dass Antikörper nicht deswegen Antikörper heißen, weil sie killen, sondern weil sie im Zusammenhang mit dem Ableben beobachtet werden?
Nein. Abgesehen davon heißen sie sowieso nicht so, ich hab mich aber mal des Umgangssprachlichen Ausdrucks bedient.
hjt_Jürgen schrieb:
Übrigens auch bei völlig gesunden Menschen?
Auch völlig gesunde Menschen haben Zucker im Blut, die Konzentration macht's, und dass die Autoantikörper bei T1 in den meisten Fällen erhöht sind und bei T2 meistens nicht, wirst Du schwer abstreiten können.
hjt_Jürgen schrieb:
Und Stoffwechsellage gut=gesund mit Spitzen bis maximal 140mg/dl und schlecht=Spitzen bis ganze Verläufe mehr oder weniger weit darüber?
Diesem Satz stimme ich vollständig zu, aber er macht glaube ich keine Aussage über die Ursachen von ungesunden Blutzuckerverläufen, es sei denn ich habe eine Konnotation verpasst.