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Brauche dringend Hilfe

  • Carlos

    Rang: Gast
    am 25.06.2009 12:34:30
    Sorry, Jane. Dein Bruder ist 30 Jahre alt, er studiert noch? mit 30? was studiert er denn?, er geht schlampig mit seinem Diabetes um. Er ist erwachsen, nicht entmündigt. Kümmern ist gut uns schön. Wischst du ihm auch dann den Ar.. ab, wenn man ihm die Beine amputiert hat oder er nach Nierenversagen im Bett liegt oder blind wird als Spätfolgen des Diabetes?
    Das die Elteren da sauer sind, kann ich voll nachvollziehen.
    Lebst du jetzt bei ihm und kontrollierst ihn täglich, ob er isst, ob er spritzt? Er ist nicht dein Kind, du nicht seine Mutter. Durch deine mütterliche Betuttelung machst du alles noch viel schlimmer.
    DM ist keine schlimme Krankheit im Gegensatz zu anderen Diagnosen.
    Man sollte ihn exmatrikulieren, aber zügig.
    Vielleicht findest du meine Worte hart, sie sind nicht BÖSE gemeint, aber ich bin direkt.
    Als DMler MUSS er in ärztlicher Behandlung gewesen sein, wie kommt er sonst an sein Insulin? Deshalb finde ich deine Geschichte NICHT glaubwürdig, dass er erst mit dir zum Diadoc gegangen sein soll.sorry.
    Und falls es so ist, was nützt es? Wenn er so labil ist, braucht er psycholgische Hilfe. Da nützt ihm auch keine Reha.
    Bist du GANZ sicher, dass der keine Drogen nimmt, dass er nicht kifft und dir was von Unterzuckerungen erzählt und dich dabei hübsch verar...??
    FALLS deine Geschichte stimmen SOLLTE, gibt es hier ganz andere Ursachen, der Diabetes ist es auf keinen Fall.
    von Carlos
  • jane

    Rang: Gast
    am 25.06.2009 15:40:30
    Hi Carlos ,

    1 . die von dem Doc empfohlene Reha ist nicht nur auf die Diabetes ausgerichtet , sondern beinhaltet auch den psychischen Aspekt

    2 . sollte mein Bruder oder irgendein anderes Familienmitglied pflegebedürftig sein , werde ich es pflegen , mit allem , was dazugehört . Wir haben unsere Schwiegermutter bis zu ihrem Tod gepflegt.

    3 . Ich weiss , dass ich auch belogen werde , ich habs glaube ich , auch schon mal in meinem Posting erwähnt , trotzdem weise ich meinen Bruder nicht ab .

    4 . Jedes Familienmitglied sollte von der eigenen Familie soviel Unterstützung bekommen , wie es braucht und man sollte auch die Bereitschaft zeigen , dass man ihm helfen will - man würde es für sich selbst auch , wenn schon nicht erwarten , doch zumindest wünschen .

    5 . Urteile nicht über andere, ohne ihre besondere Situation zu kennen , dass ich mich hier so reinhänge , sollte eigentlich sogar dir zeigen , dass ich es sehr wohl ernst meine .

    6. Das mit den Drogen hab ich mir auch schon durch den Kopf gehen lassen , aber die äußeren Anzeichen sprechen nicht dafür . Viele meiner Arbeitskollegen nehmen welche und ich weiss , wie man da aussieht und reagiert , da finde ich bei meinem Bruder einfach keine Anzeichen dafür . Ausgeschlossen ist natürlich auch das nicht .
    7 . hier wird niemand betuttelt oder bevormundet , alles was in die Wege geleitet wurde , ist gemeinsam erarbeitet . Er ist erwachsen , ich wohne paar hundert Kilometer entfernt , habe selber Kinder und eigene Sorgen . Ich werde keine Kontrollfunktion ausüben , sondern will gegenseitiges Vertrauen aufbauen .

    tschüss von jane
  • Carlos

    Rang: Gast
    am 25.06.2009 16:26:17
    Ich wünsch dir alles Gute für dein Vorhaben. von Carlos
  • Tom

    Rang: Gast
    am 25.06.2009 16:53:56
    Sag mal, wie lange hat er denn den DM jetzt schon? Noch frisch oder Jahre?
    Nur.. weil du jetzt so PLÖTZLICH festgestellt hast, dass hier was nicht hinhaut...
    auf jeden Fall klingt das, was du schreibst, nach einem Haufen anderer probleme, unter denen DM wohl NICHT das heftigste ist. von Tom
  • Carlos

    Rang: Gast
    am 25.06.2009 17:08:01
    Jane, ich bin froh, dass du mir den Drogenverdacht nicht übel genommen hast. Mein Sohn hat eine Zeit lang gekifft und ich aheb NICHTS gemerkt, außer, dass er launisch war, aber ansonsten absolut nichts. Ich glaube, das ist nicht so einfach einzuschätzen für uns als Laien....deshalb meine Überlegung. von Carlos
  • jane

    Rang: Gast
    am 25.06.2009 18:44:17
    Hallo Tom und Carlos ,

    die Diagnose ist schon eine Weile her (10/ 2006) -
    nachdem die Insulinbehandlung begonnen hatte , war erstmal alles eine Zeitlang OK , die Behandlung nahm er ernst .Die drohende Exmatrikulation war kurz vor der Diagnosestellung . Durch ein klärendes Gespräch nach dem Krankenhausaufenthalt mit dem Diplombetreuer konnte das abgewendet werden und ein Jahr schien alles wieder im Lot .
    Später , nachdem verschiedene Belegarbeiten fehlten und das Diplom nicht mehr machbar war , beschloss mein Bruder , das Studium mit einem Bachelor - Abschluss zu beenden , der diesen Sommer gemacht werden müsste . Jetzt hab ich nachträglich erfahren , dass er an einer Belegarbeit schreibt ( sollten eigentlich alle schon fertig sein ) . Das ist für mich alles nicht sehr plötzlich und neu , ich beobachte das alles schon lange und genau und auch bei Besuchen zwischendurch habe ich diese Unterzuckerungen mehrmals miterlebt , wo er völlig neben sich stand , ich hab mir den Mund fusselig geredet , wir haben viel diskutiert und dummerweise hab ich mich lange genug beruhigen und einwickeln lassen , er wirkte immer motiviert und erleichtert , wenn wir miteinander geredet haben und er sich aussprechen konnte . Zwischenzeitlich hatte er auch mal eine Spielsucht entwickelt und monatelang in irgendwelchen Onlinespielen rumgehangen , das ist aber mittlererweile bewältigt .
    Aber diese fehlende Belegarbeit hat mich wieder misstrauisch gemacht , wenn der Bachelor auch wieder den Bach runtergeht , kommt er nie aus den Fängen der Eltern raus und wird nie selbständig leben können .
    Ich bin mal aus meiner Lehre rausgeflogen und war 3 Monate zu Hause , ich habe von früh 6 Uhr bis in die Nacht ununterbrochen auf dem Hof gearbeitet , ohne einen Pfennig Geld zu bekommen , ohne ein Wort des Dankes und nie war es genug und richtig - ich bin in der Zeit nicht einmal vom Hof runtergekommen und hatte keine Kontakte mehr - in dieser Atmosphäre kann man unmöglich auf Dauer existieren , ohne verrückt zu werden , er hat nur nicht die Kraft , auszubrechen , weil er möglicherweise schon zerbrochen ist .
    Mir hat geholfen , dass ich dann das Abi und eine Ausbildung ausser Haus gemacht habe , ich denke , dass der Bachelor für ihn ein Erfolgserlebnis sein könnte , das den Kreislauf der Abhängigkeit unterbricht und einen Neuanfang ermöglicht .
    Ich war selber in diesem Jahr 3 Monate krank , so dass ich nicht ausreichend Kraft aufbringen konnte , hinzufahren , von meinen Eltern hörte ich in dieser Zeit auch nichts , weder Dinge , die sich auf meinen Bruder bezogen , noch Besserungswünsche an mich selber , als ich nun wieder zu MIR nach Hause kam und nach einiger Zeit wieder längere Zeit lesen konnte , hab ich mich nun wieder mehr engagiert und mich auch an dieses Forum gewandt .

    Keine Bange , ich bin nicht sauer , wenn neue Aspekte sich auftun und das Thema Drogen ist für mich doch im Betrieb auch immer ein Thema , zumal ich schichtverantwortlich bin und einen nach dem anderen heimschicken und abmahnen lassen muss .
    Es ist aber schon ganz schön viel, was mich hier uMTReibt , dass ich so wenig erreicht habe ( bisher ) und was ich alles falsch machen kann , macht mich auch ein wenig gereizt , trotzdem geb ich mir Mühe , sachlich zu bleiben . Aber das letzte , was ich übel nehme , ist sachliche Diskussion , auch wenns hart zugeht .

    Chiao Jane

    von jane
  • Tom

    Rang: Gast
    am 26.06.2009 10:27:23
    Moin Jane,
    ich hoffe, ich habe es richtig verstanden? Dein Bruder lebt noch zu Hause?
    Nach dem, was du schilderst, wäre es wahrscheinlich oberste Priorität, dass er unbedingt zu Hause rauskommt.
    Nein, falsch. Natürlich ist seine Basis ein gutes BZ-Management, sonst geht alles Andere auch nicht. Wenn er darin stabil ist, ausziehen. Vielleicht wäre eine Wohngemeinschaft für ihn nicht mal das Schlechteste. Was meinst du?
    Ich versteh es, dass Ihr beide unter Druck steht für den Fall, dass er den Bachelor nicht schafft.
    Wenn er aber derzeit gesundheitlich nicht in der Lage ist, müsst Ihr das vielleicht attestieren lassen und er kann Zeit gewinnen? Ein wenig klingt es, als würde ere (nicht böse sein, ist nur Vermutung.) die Gesundheit schleifen lassen, UM Zeit für die Arbeit zu gewinnen?
    Aber: Man muss auch darüber reden, was passiert im schlimmsten Fall, wenn er das Studium NICHT schafft.
    Was gibt es für Wiederholungsmöglichkeiten? Ich kenn mich da nicht aus.
    Und auch die Variante durchspielen, was ist, wenns NICHT funktioniert und das Studium ein abgebrochenes wird.
    Dann muss man sich neu orientieren. Davon geht die Welt nicht unter, auch, wenn es komplizierter wird.
    Aber ich denk, dein bruder muss unbedingt da raus, WG, Kontakt mit Gleichgesinnten, die auch mal abends zusammen kochen oder schnacken.

    von Tom