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kann Genss von süßem hinterher zur Unterzuckerung kommen ????

  • Moni

    Rang: Gast
    am 17.06.2009 19:33:31
    Hallo,
    weiß nicht ob ich eine Diabetikerin bin.
    Seit Wochen leide ich unter Unterzuckerungen die bis auf einen Wert von 36 und weniger gehen.Mein Diabetologe sagte mir ,das ich Traubenzucker nehmen soll und auf garkeinen Fall Süßigkeiten essen soll.
    Er meinte,das Süßigkeiten egal was ,den Zucker erst hoch bringen und dann in den Keller gehen.Das verstehe ich nicht.Wie kann man von Süßem anschließend einen Zuckerschock bekommen.
    Kennt das einer von euch????

    Gruß Moni
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 17.06.2009 21:09:25
    Moin Moni,

    Dein Dok meint, was auf Fachologisch alimentäre Hypoglykämie heißt, und es is ein tolles Ding, dass er die kennt :-)


    Denn eine alimentäre Hypoglykämie ist etwas, das es eigentlich gar nicht geben kann und das traditionell von vielen Ärzten als Patientenspinnerei abgetan wird. Warum? Weil ein großer Teil der Betroffenen häufig bis auf diese Berichte (die Hypo ist ja beim Besuch in der Sprechstunde längst wieder vorbei) von für sie unerklärlichen Unterzuckerungen abgesehen völlig unauffällig ist. Warum sollten diese Menschen unterzuckern? Und weil der restliche Teil der Betroffenen Diabetes Typ2 ist und weil Typ2 nun einmal fachoffiziell damit erklärt wird, dass der insulinresistent sei und damit seine Insulinproduktion überfordere. Völlig unmöglich also, dass da überhaupt eine Situation entstehen könnte, in der zu viel eigenes Insulin aktiv sein und der krankhaft zu hohe Blutzucker plötzlich ohne medikamentöse Einwirkung viel zu tief absinken könnte. - So weit die weißkittelige Fachtheorie.


    Dem stehen immer mehr bewusste Erfahrungen aus dem betroffenen Erleben gegenüber. Bis hinunter zu 30 mg/dl reichen die Berichte, die ich kenne. Aber wie können so niedrige Verlaufstäler überhaupt zustande kommen? Dazu müssen wir einen neugierigen Blick hinter den Fachvorhang vom Insulinresistenzmythos wagen und schauen, was die Medizin seit den 30ger Jahren des vorigen Jahrhunderts weiß: Dass nämlich 2 voneinander offenbar weitgehend unabhängige Steuersysteme gesund dafür sorgen, dass unser Blutzucker sich unter allen Umständen in einem erstaunlich flachen & niedrigen Rahmen bewegt.


    Da ist einmal das immer laufende basale System. Immer wenn der Zucker im Blut, das die Insel- oder Betazellen versorgt, einen oberen Schwellenwert überschreitet, geben die mehr Insulin aus. Immer wenn er einen unteren Schwellenwert unterschreitet, geben die weniger Insulin aus. Und genau dazu passend geben die Alphazellen eben umgekehrt bei Überschreiten eines oberen Schwellenwertes weniger und bei Unterschreiten eines unteren mehr Glukagon aus, das die Leber zur Zuckerausgabe stimuliert. Auf diese Weise verläuft der Blutzucker ohne Futterinput in einer leicht gewellten Linie zwischen oberem und unterem Schwellenwert zwischen etwa 60 und 65 bis etwa 80 und 85 mg/dl.


    Und da ist zum zweiten das alimentäre System, das immer dann zusätzlich in Aktion tritt, wenn alimentiert, also Futter einverleibt wird. Da bestellt nämlich die Glukose, wenn sie im Darm angekommen ist und kurz vor ihrem Übergang in den Blutkreislaus steht, mit Hilfe einer Gruppe von Darmhormonen, den Inkretinen, erstaunlich passend zu ihrer jeweiligen Menge die notwendige Menge Insulin. Auf diese Weise treffen die Glukose und ihr Insulin direkt in der Pfortader zusammen und werden schon in der Leber zum größten Teil so passend verarbeitet, dass der Blutzucker, den wir aus dem Tropfen am Finger messen, nur vergleichsweise unwesentlich bis max an 140 ansteigt. Dieser geringe Anstieg wird dann vom basalen System innerhalb kurzer Zeit vollständig ausgeglichen.


    Zur alimentären Hypo kommt es nun, wenn das alimentäre Stuersystem versagt. Dann fehlt das Insulin zum Empfang der neu gegessenen Glukose im Blutkreislauf, und der Blutzucker stürmt erst einmal himmelwärts. Dieser Anstieg aktiviert zunehmend das basale System, das nun eben mit Verzögerung dafür sorgt, dass entsprechend dem BZ mehr Insulin ausgeschüttet wird. Dabei liegt ein gewisser Nachlauf in der Natur dieser Art der Steuerung, so dass bei Erreichen des normalen BZ noch länger mehr Insulin ausgegeben wird und so der BZ tiefer als normal absinkt. Faustregelmäßig umso tiefer, je höher er zuvor angestiegen war.


    Und daraus ergibt sich sofort auch die einfachste Möglichkeit, eine alimentäre Hypo von vornherein zu vermeiden: Man wählt Futterart und -menge so, dass der BZ nicht bis kaum über den gesunden Rahmen hinaus ansteigt :-)

    Bisdann, Jürgen
  • peter

    Rang: Gast
    am 17.06.2009 21:17:51
    ja es kann nach genuß von schnellen kh zu alimentären hypoglykämien kommen.
    nur hat das mit süßem überhaupt nichts zu tun, weißbrot hat den gleichen glyk ind wie traubenzucker,
    reis kartoffelbrei, brot, katoffeln, obst.
    und gant dicht ist dein arzt auch nicht, oder ?
    was bitte ist denn traubenzucker ?
    iß ein normales belegtes brot (käse / wurst) und gehe zügig spazieren dann gibt sich das. oder jogge.
    und - und das wort zuckerschock, vergiß bitte, oder wielange warst du ohnmächtig, bzw im koma ? und erst im kh mit infusion wiederbelebt ?
    garantiert nicht das sind märchen,
    bei über 80% aller notarzteinsätze wegen hypo(typ 1 INSULINER) ist der patient bei eintreffen des arztes schon wieder im diesseits, und kann tz essen.
    das nennt man gegenregulation.
    und bei t2 klappts garnicht mit dem umfallen.
    das einzige was du mit viel tz schaffst, ist dein gewicht zu steigern.
    laufen, laufen.. genau da hilft es. und wenig essen. von peter
  • Tom

    Rang: Gast
    am 18.06.2009 10:33:18
    Im TV erzählte man exakt zu dem Thema: Unterzuckerungen bei Nichtdiabetikern, dass die Ursache im Cortisonmangel im Körper liegen kann. Ich wusste nicht mal, dass wir eigenes Cortison haben...
    Ist das nun was dran oder nicht? von Tom
  • Anja Roland

    Rang: Gast
    am 18.06.2009 11:01:46
    @ Tom

    Wir haben in unserem Körper eigenes Kortison. Das heisst Cortisol und steigt meist morgens um sechs an. Nachts zwischen 2.00 und 3.00 Uhr ist der Spiegel an niedrigsten.

    Ich weiss das, da ich neben Diabetes Typ 1 auch noch Asthma habe und wenn es einem schlecht geht, dann um die Zeit, wenn der Spiegel am niedrigsten ist. Dann sterben auch die meisten Leute an einem Anfall.

    In wieweit sich dies jedoch auf den Zucker auswirkt weiss ich nicht.

    von Anja Roland
  • TomFrage

    Rang: Gast
    am 18.06.2009 11:15:01
    Wieder etwas gelernt:-) Danke.
    Moni, du schreibst, seit einigen Wochen..
    Hat sich denn irgendetwas VOR einigen Wochen geändert? Neue Medikamente oder so? Wenn ja, sind da welche dabei, die als Nebenwirkung vielleicht so etwas im Beipackzettel erzählen? von TomFrage
  • kai2

    Rang: Gast
    am 18.06.2009 12:53:22
    Moni ist vermutlich ein Fake.
    Sie schreibt nichts von einer Diabetesbehandlung, nur von ihrem Diabetologen.
    Keiner weiß, ob sie jemals überhaupt Diabetikerin ist.

    "weiß nicht ob ich eine Diabetikerin bin."

    Und spricht dann schon von einem Diabetologen.

    Sehr merkwürdig.

    Wenn ich kein Diabetiker wäre, ist zuerst mein Hausarzt zuständig, der dann Weiteres an den Diabetologen weiterleitet.

    "Seit Wochen leide ich unter Unterzuckerungen die bis auf einen Wert von 36 und weniger gehen."

    Wenn ein Diabetologe "im Spiel" wäre, hätte er doch umgehend die Dosis, oder die Spritz-/Eßeinheiten, evtl. das Insulin geändert.
  • Tom

    Rang: Gast
    am 18.06.2009 14:44:58
    Du hast Recht, das war mir gar nicht aufgefallen, also wieder eine Story aus dem Reich der Grimm-Brüder. von Tom