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Medikament abgesetzt

  • Lutz

    Rang: Gast
    am 24.05.2009 11:23:13
    Ergebnis des oGTT:
    7.15 Uhr - 5.9 mmol/l
    8.15 Uhr -12.2 mmol/l
    9.15 Uhr - 8.8 mmol/l

    Wenn ich jetzt nach der Tabelle der DDG gehe, dann habe ich nicht Diabetes Mellitus sondern eine gestörte Glukosetoleranz.

    Ich werde den Test nächstes Wochenende noch mal wiederholen und wenn sich die Werte bestätigen, dann habe ich aber ein paar Fragen an den Herrn Dr. Diabetologe.... von Lutz
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 24.05.2009 13:43:58
    nu komm mal wieder auf den teppich,
    was willst du eigentlich ?
    du hast einen nüchternwert knapp unter der diagnosegrenze.(falls er überhaupt stimmt)
    dein 1h wert liegt jenseits von 200.
    dein 2h wert liegt jenseits von 160.
    tausende anderer wären froh wenn sie einen so fürsorglichen arzt hätten.
    denn du hast völlig vergessen daß diese diagnosekriterienwerte absolut nicht sagen daß du bei kleinen unterschreitungen gesund bist.
    solche werte werden durch "diskussion" festgelegt und alle nase lang geändert.
    ich an deiner stelle würde die met halbieren, und testen obs reicht.2x500.
    außerdem sind diese privaten ogtt absolut sinnlos, da die handgeräte für diagnosezwecke viel zu ungenau sind.(+-20%) bezogen auf 75mg. deine 160 können also ohne problem auch 200 oder 240 sein.
    dein arzt ist spitze, verdirb es dir nicht, der nächste könnte ein schlamper sein, der dir nach der ersten folgeerkrankung sagt daß du dm hast, das ist schlechter.
  • Lutz

    Rang: Gast
    am 24.05.2009 15:48:54
    Mein Hauptproblem ist, wie schon am Anfang berichtet, daß meine Blutzuckerwerte mit Metformin die gleichen sind wie ohne die Tabletten. von Lutz
  • Carlos

    Rang: Gast
    am 25.05.2009 12:27:04
    Hallo, dein Problem ist, dass du selbst an dir herumdokterst anstatt es mit dem Arzt ordentlich zu besprechen. Wenn du eher Fragen hast, musst du dich eben um einen früheren Termin bemühen. Ich staune immer wieder über solche Sätze: Ich habe das Medikament abgesetzt. Bravo. Du bist einer von denen, die alles besser wissen, alles auf den Arzt schieben, aber eigentlich nichts wissen.
    Ich denke, du wirst dein blaues Wunder erleben beim nächsten HBA1C-Wert. von Carlos
  • Rainer

    Rang: Gast
    am 25.05.2009 14:09:21
    Hallo Lutz,

    normalerweise gilt: einmal Diabetiker - immer Diabetiker. Es gibt einige wenige Ausnahmen. zu denen du vielleicht sogar gehörst. Trotzdem bist du weiter ein Diabetes-Kandidat und musst deshalb unbedingt auf deinen BZ achten.

    Auf der sicheren Seite bist du, wenn du 7,8-6,7 mmol/l in 1-2 h nach den Mahlzeiten nicht oder nur selten überschreitest. Ob du das durch entsprechende Gestaltung deines Futter-Inputs und mit oder ohne Metformin erreichst, ist dabei ziemlich egal. Die BZ-Werte nach den Mahlzeiten sind viel wichtiger als der HbA1c - wenn die gut sind dann wirst du auch einen guten HbA1c haben.

    Übrigens wirkt Metformin eine ganze Weile nach. Wenn du es reduzierst oder weglässt, dann musst du die Werte nach den Mahlzeiten weiter beobachten, um bei Verschlechterungen reagieren zu können.

    Rainer
  • Möglich?

    Rang: Gast
    am 25.05.2009 14:29:11
    Wenn du Metformin einfach weglässt, die Werte dennoch gut sind, könnte es vielleicht sein, dass deine BSD jetzt aber heftigst ausgleichen muss? Denn als 2er hast du noch Eigeninsulin. von Möglich?
  • Lutz

    Rang: Gast
    am 25.05.2009 14:39:25
    Danke Reiner für deine stets sachlichen Antworten.
    Wie wird man eigentlich richtig „eingestellt“.
    Bei mir lief das so ab. Ich habe Anfang Febr. zufällig einen Urinzuckertest gemacht, bei dem ich fast aus allen Wolken gefallen bin. Der Streifen war dunkelblau (stark erhöht).
    Also einen Termin beim Diabetologen gemacht. Dort kam beim Blutzuckermessen der ominöse Wert 23 mmol/l zustande. Der Arzt verschrieb mir Glucobay (3x1) und bestellte mich ein paar Tage später nüchtern ins Labor (Urin/Blut). Nachdem er einige Tage später die Werte hatte ( hbA1c = 10,1) und ich ihm sagte, dass ich das Glucobay nicht vertrage, verschrieb er mir Metformin 1000 (2x1). Anfang Mai war ich wiederbestellt und der Blutzuckerwert war 4,8 mmol/l und der neue hbA1c Wert war 6.1. Freudestrahlend sagte der Arzt meine Werte wären vorbildlich und bestellt mich Anfang August wieder.
    Ich habe keine Ahnung, aber wird man so eingestellt?
    von Lutz
  • Carlos

    Rang: Gast
    am 25.05.2009 15:56:03
    Hattest du mal eine Schulung? Eigentlich sollte die jeder DMler wahrnehmen.. von Carlos
  • Lutz

    Rang: Gast
    am 25.05.2009 16:35:15
    Die Schulungen sind z.Z. nur vormittags, da kann ich aber beruflich nicht. von Lutz
  • Rainer

    Rang: Gast
    am 25.05.2009 17:53:08
    Hallo Lutz,

    bei der Behandlung mit Tabletten, also mit OADs läuft die Einstellung wirklich so, dass der Arzt etwas probiert, nach einem viertel Jahr den HbA1c überprüft und dann eventuell nachbessert. Bei Insulin ist die Einstellung schon viel intensiver, aber auch da kommt sie ohne aktives Mitdenken und Mittun des Betroffenen nicht sehr weit. Die INSULINER haben allerdings den Vorteil, dass sie die Streifen zum Testen des BZ bezahlt bekommen.

    Dein Fall ist in doppelter Hinsicht ungewöhnlich. Ich kann nicht verstehen, dass dein Arzt dir bei so hohen Werten nur ein bischen Glukobay bzw. Metformin verschrieben hat. Noch ungewöhnlicher ist, dass diese Einstiegsmedikamente bei dir so gut geholfen haben, dass der Diabetes sogar zurückgedreht werden konnte. So etwas passiert eigentlich nur in Ausnahmefällen bei sofortiger Gabe von Insulin und gleichzeitigem massivem Abspecken. Aber egal warum, bei dir hat es anscheinend funktioniert - darüber solltest du dich freuen und den Warnschuss ernst nehmen.

    Wenn du durch gelegentliche Kontrollmessungen nach den Mahlzeiten sicherstellst, dass dein BZ nicht wieder in astronomische Höhen ansteigt, dann hast du sehr viel Zeit um alles zu probieren und dich schlau zu machen. Sehr gute Informationen bekommst du z.B. www.bloodsugar101.com/ hier. Ich bin übrigens auch kein Fachmann, sondern nur ein Diabetiker. Also musst du sorgfältig entscheiden, was du mir glaubst und was nicht und musst dich selber schlau machen. Zu dem, was dein Arzt dir sagt oder dir in Schulungen vermittelt wird, würde ich allerdings das gleiche empfehlen.

    Alles Gute, Rainer