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Medikament abgesetzt

  • Lutz

    Rang: Gast
    am 22.05.2009 19:54:54
    Bei mir wurde im Februar Diabetes 2 festgestellt und ich muß seit dem morgens und abend jeweils eine Tablette Metformin 1000 einnehmen.
    Nun habe ich seit einer Woche eigenmächtig das Medikament abgesetzt und habe trotzdem normale Blutzuckerwerte (zwischen 4,5 und 5,8).
    Kann mir das jemand erklären? Meinen Arzt kann ich leider nicht fragen, denn ich bin erst Mitte August wieder bestellt.
    Danke für Eure Antworten.
    Lutz
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 22.05.2009 20:40:57
    nein , das kann niemand,
    denn:
    wir wissen nicht welche werte du vorher hattest
    wir wissen nicht wann und wie oft du testest
    was du sonst noch verändert hast
    weshalb du alle 6 monate zur kontrolle gehst, alle anderen gehen alls 3 monate.
    und ob du weißt daß metformin eigentlich den bz garnicht senkt, sondern nur die leber daran hindert glykogen auszuschütten.(und das speziell nachts)
  • dfhgjtuz

    Rang: Gast
    am 22.05.2009 20:41:05
    "Bei mir wurde im Februar Diabetes 2 festgestellt"
    So ist das, wenn heute JEDER, der mal nicht Norm-
    werte aufs Trapez bringt, sofort DM oder zumindest PräDM hat. Aber: wann misst du denn? Max-Werte von 5,8 mmol/l sind selbst für einen Gesunden nicht normal (selbst mit 15% Fehlertoleranz des BZM nicht)! Mach doch mal ein Tagesprofil (aller 2 h), dann siehst du besser den BZ-Verlauf. Was mir auf- fiel: Hat dein Arzt kein Telefon? Zwecks Nachfrage.
  • Lutz

    Rang: Gast
    am 22.05.2009 20:58:48
    Ich gehe auch alle 3 Monate zum Arzt, da mußt Du was falsch verstanden haben.
    Umgestellt habe ich eigentlich nicht viel bei meiner Ernährung. Gut, ich habe keine süßen Getränke mehr zu mir genommen, das war auch alles, was ich geändert habe. Mein Stück Kuchen zum Nachmittagskaffee habe ich mir allerdings nicht nehmen lassen und meine Werte waren mit dem Metformin aber im grünen Bereich.
    Meinen Blutzucker soll ich ein mal pro Woche messen, ich habe ihn aber trotzdem täglich geprüft.
    Auf dem Gebiet Diabetes bin ich noch ein Laie, wie gesagt, wurde erst im Februar bei mir festgestellt.
    Wundere mich nur, dass ich ohne Medikament dieselben Werte habe wie mit.

    Lutz
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 22.05.2009 22:56:09
    wenn im februar der anfang war kommt märz april mai.
    so mai haben wir, du schreibst august, daher die frage.
    und wenn du einmal pro tag testest, oder einmal die woche, kannst du auch garnicht testen.
    da 5,8 entspricht 104mg, da die meisten geräte etwas übertreiben ist das garnichts. und sagt garnichts aus.
    vor allem da selbst 104 bei gesunden vorkommen.
    daher mal ganz vorsichtig gefragt, waren denn die werte im februar soooo extrem hoch daß gleich mit der maximal dosis metformin geschossen wurde ?
    normalerweise wird mit geringeren dosen begonnen.
    also einfach mal wie jemand oben schrieb dem doc auf den wecker gehen.
  • Lutz

    Rang: Gast
    am 23.05.2009 11:32:14
    Der erste gemessene Wert im Februar war 23 mmol/l. Zuerst bekam ich 3x taglich Glucobay 50mg verschrieben. Da ich davon starke Blähungen und Durchfall bekam, wurde das Medikament abgesetzt und ich bekam das Metformin. Die Blähungen sind weg, der Durchfall aber nicht (damit müßte ich leben, sagt der Arzt).
    Da aber meine Werte, ohne das ich meine Ernährung großartig umgestellt habe, laut Aussage meines Arztes "vorbildlich" wären, kam mir der Gedanke, es doch einmal ohne die Medikamente zu versuchen.
    Ich habe nämlich den Verdacht, daß wenn jemand, aus welchem Grund auch immer, mal erhöhte Blutzuckerwerte hat, automatisch bis zu seinem Lebensende als Diabetiker eingestuft wird.
    Natürlich hat mein Arzt ein Telefon. Ich will mir nur vorher ein paar Infos von Leuten einholen, die Ahnung von der Materie haben, um am Ende nicht wie der letzte Dödel dazustehen. von Lutz
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 23.05.2009 12:47:08
    hallo lutz,
    deine infos kommen nur tröppchenweise, daher kommen die rückmeldungen genauso.
    die 23mmol(l sind über 400mg/dl und die hat ein gesunder absolut nie.
    leider muß man an dem arzt etwas zweifeln,
    denn bei solchem wert das glucobay zu geben ist sinnlos(daß seine hauptwirkung in durchfall und blähungen besteht ist bekannt)
    selbst metformin wäre allein bei diesem wert sinnlos.
    da du aber jetzt normale werte hast, muß leider der ursprungswert angezweifelt werden.
    auch die aussage daß ein mensch mit dauerdurchfall leben miß läßt sehr an der kompetenz zweifeln, denn dem ist nicht so.
    es gibt eine ganze reihe von medikamenten die nicht nur wesentlich wirksamer sondern auch besser verträglich sind als metformin.
    was von dir noch fehlt - hba1c vom februar, und mai.
    der wert sagt wesentlich mehr aus als mal ab und zu ein test.(referenzbereich mit angeben)
    ich würde an deiner stelle mal zu einer richtigen sp praxis gehen, einen ogtt machen, mit -richtiger- bz bestimmung, und wenn du wirklich dm hast und dem sagst daß du über mehr als vier monate dauerdurchfall mit met hast bekomMTSt du auch was vernünftiges verschrieben.
  • Rainer

    Rang: Gast
    am 23.05.2009 13:36:55
    Hallo Lutz,

    du musst zu den richtigen Zeiten messen - 1 und 2 Stunden nach den Mahlzeiten. Wenn du so isst, dass die Werte nach 1-2 h die 7,8-6,7 mmol/l nur selten übersteigen, dann kannst du das Metformin weglassen. Dein Doc wird dann im August wieder den Nüchtern-BZ bestimmen und wenn der unter 5,6 liegt, kannst du ohne Medis weitermachen.

    Wenn du den Status deines Diabetes genau wissen willst, dann bestimme die 1- und 2h-Werte doch einmal bei maximaler Belastung - mit 75g Glukose nach einer 8...10h Nüchternphase. Das ist der Zuckerbelastungstest, der oGTT. Der wird z.B. hier de.wikipedia.org/wiki/Oraler_Glukosetoleranztest beschrieben. Der HbA1c ist nicht so aussagefähig, selbst wenn der gut ist kannst du Diabetes haben.

    Alles Gute, Rainer
  • Lutz

    Rang: Gast
    am 23.05.2009 13:43:33
    Danke für Eure Antwort.
    Der hbA1c Wert war im Feb. 10,1 und Anfang Mai 6,1.
    Der Arzt, bei dem ich in Behandlung bin, nennt sich FA f. Innere Medizin/Diabetologie.
    Ich werde bei meinem nächsten Arztbesuch darauf hinweisen, das die Blutzuckerwerte ohne das Metformin genauso hoch sind wie mit. Irgendwas ist da ja faul sein. Er muß ja dann entscheiden, wie es weiter geht, er ist ja der Arzt. Ich will diesbezüglich auch keine weiteren Selbstversuche starten. von Lutz
  • Lutz

    Rang: Gast
    am 23.05.2009 15:04:24
    Wollte zwar keine Selbstversuche mehr machen, da ich aber das Medikament nun schon mal abgesetzt habe, werde ich morgen den oGTT durchführen.

    Habe soeben, 1,5 Stunden nach dem ich zwei Teller Spaghetti Bolognese gegessen habe, den Blutzucker gemessen - Ergebnis: 6,9 mmol/l. von Lutz
  • Lutz

    Rang: Gast
    am 24.05.2009 11:23:13
    Ergebnis des oGTT:
    7.15 Uhr - 5.9 mmol/l
    8.15 Uhr -12.2 mmol/l
    9.15 Uhr - 8.8 mmol/l

    Wenn ich jetzt nach der Tabelle der DDG gehe, dann habe ich nicht Diabetes Mellitus sondern eine gestörte Glukosetoleranz.

    Ich werde den Test nächstes Wochenende noch mal wiederholen und wenn sich die Werte bestätigen, dann habe ich aber ein paar Fragen an den Herrn Dr. Diabetologe.... von Lutz
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 24.05.2009 13:43:58
    nu komm mal wieder auf den teppich,
    was willst du eigentlich ?
    du hast einen nüchternwert knapp unter der diagnosegrenze.(falls er überhaupt stimmt)
    dein 1h wert liegt jenseits von 200.
    dein 2h wert liegt jenseits von 160.
    tausende anderer wären froh wenn sie einen so fürsorglichen arzt hätten.
    denn du hast völlig vergessen daß diese diagnosekriterienwerte absolut nicht sagen daß du bei kleinen unterschreitungen gesund bist.
    solche werte werden durch "diskussion" festgelegt und alle nase lang geändert.
    ich an deiner stelle würde die met halbieren, und testen obs reicht.2x500.
    außerdem sind diese privaten ogtt absolut sinnlos, da die handgeräte für diagnosezwecke viel zu ungenau sind.(+-20%) bezogen auf 75mg. deine 160 können also ohne problem auch 200 oder 240 sein.
    dein arzt ist spitze, verdirb es dir nicht, der nächste könnte ein schlamper sein, der dir nach der ersten folgeerkrankung sagt daß du dm hast, das ist schlechter.
  • Lutz

    Rang: Gast
    am 24.05.2009 15:48:54
    Mein Hauptproblem ist, wie schon am Anfang berichtet, daß meine Blutzuckerwerte mit Metformin die gleichen sind wie ohne die Tabletten. von Lutz
  • Carlos

    Rang: Gast
    am 25.05.2009 12:27:04
    Hallo, dein Problem ist, dass du selbst an dir herumdokterst anstatt es mit dem Arzt ordentlich zu besprechen. Wenn du eher Fragen hast, musst du dich eben um einen früheren Termin bemühen. Ich staune immer wieder über solche Sätze: Ich habe das Medikament abgesetzt. Bravo. Du bist einer von denen, die alles besser wissen, alles auf den Arzt schieben, aber eigentlich nichts wissen.
    Ich denke, du wirst dein blaues Wunder erleben beim nächsten HBA1C-Wert. von Carlos
  • Rainer

    Rang: Gast
    am 25.05.2009 14:09:21
    Hallo Lutz,

    normalerweise gilt: einmal Diabetiker - immer Diabetiker. Es gibt einige wenige Ausnahmen. zu denen du vielleicht sogar gehörst. Trotzdem bist du weiter ein Diabetes-Kandidat und musst deshalb unbedingt auf deinen BZ achten.

    Auf der sicheren Seite bist du, wenn du 7,8-6,7 mmol/l in 1-2 h nach den Mahlzeiten nicht oder nur selten überschreitest. Ob du das durch entsprechende Gestaltung deines Futter-Inputs und mit oder ohne Metformin erreichst, ist dabei ziemlich egal. Die BZ-Werte nach den Mahlzeiten sind viel wichtiger als der HbA1c - wenn die gut sind dann wirst du auch einen guten HbA1c haben.

    Übrigens wirkt Metformin eine ganze Weile nach. Wenn du es reduzierst oder weglässt, dann musst du die Werte nach den Mahlzeiten weiter beobachten, um bei Verschlechterungen reagieren zu können.

    Rainer
  • Möglich?

    Rang: Gast
    am 25.05.2009 14:29:11
    Wenn du Metformin einfach weglässt, die Werte dennoch gut sind, könnte es vielleicht sein, dass deine BSD jetzt aber heftigst ausgleichen muss? Denn als 2er hast du noch Eigeninsulin. von Möglich?
  • Lutz

    Rang: Gast
    am 25.05.2009 14:39:25
    Danke Reiner für deine stets sachlichen Antworten.
    Wie wird man eigentlich richtig „eingestellt“.
    Bei mir lief das so ab. Ich habe Anfang Febr. zufällig einen Urinzuckertest gemacht, bei dem ich fast aus allen Wolken gefallen bin. Der Streifen war dunkelblau (stark erhöht).
    Also einen Termin beim Diabetologen gemacht. Dort kam beim Blutzuckermessen der ominöse Wert 23 mmol/l zustande. Der Arzt verschrieb mir Glucobay (3x1) und bestellte mich ein paar Tage später nüchtern ins Labor (Urin/Blut). Nachdem er einige Tage später die Werte hatte ( hbA1c = 10,1) und ich ihm sagte, dass ich das Glucobay nicht vertrage, verschrieb er mir Metformin 1000 (2x1). Anfang Mai war ich wiederbestellt und der Blutzuckerwert war 4,8 mmol/l und der neue hbA1c Wert war 6.1. Freudestrahlend sagte der Arzt meine Werte wären vorbildlich und bestellt mich Anfang August wieder.
    Ich habe keine Ahnung, aber wird man so eingestellt?
    von Lutz
  • Carlos

    Rang: Gast
    am 25.05.2009 15:56:03
    Hattest du mal eine Schulung? Eigentlich sollte die jeder DMler wahrnehmen.. von Carlos
  • Lutz

    Rang: Gast
    am 25.05.2009 16:35:15
    Die Schulungen sind z.Z. nur vormittags, da kann ich aber beruflich nicht. von Lutz
  • Rainer

    Rang: Gast
    am 25.05.2009 17:53:08
    Hallo Lutz,

    bei der Behandlung mit Tabletten, also mit OADs läuft die Einstellung wirklich so, dass der Arzt etwas probiert, nach einem viertel Jahr den HbA1c überprüft und dann eventuell nachbessert. Bei Insulin ist die Einstellung schon viel intensiver, aber auch da kommt sie ohne aktives Mitdenken und Mittun des Betroffenen nicht sehr weit. Die INSULINER haben allerdings den Vorteil, dass sie die Streifen zum Testen des BZ bezahlt bekommen.

    Dein Fall ist in doppelter Hinsicht ungewöhnlich. Ich kann nicht verstehen, dass dein Arzt dir bei so hohen Werten nur ein bischen Glukobay bzw. Metformin verschrieben hat. Noch ungewöhnlicher ist, dass diese Einstiegsmedikamente bei dir so gut geholfen haben, dass der Diabetes sogar zurückgedreht werden konnte. So etwas passiert eigentlich nur in Ausnahmefällen bei sofortiger Gabe von Insulin und gleichzeitigem massivem Abspecken. Aber egal warum, bei dir hat es anscheinend funktioniert - darüber solltest du dich freuen und den Warnschuss ernst nehmen.

    Wenn du durch gelegentliche Kontrollmessungen nach den Mahlzeiten sicherstellst, dass dein BZ nicht wieder in astronomische Höhen ansteigt, dann hast du sehr viel Zeit um alles zu probieren und dich schlau zu machen. Sehr gute Informationen bekommst du z.B. www.bloodsugar101.com/ hier. Ich bin übrigens auch kein Fachmann, sondern nur ein Diabetiker. Also musst du sorgfältig entscheiden, was du mir glaubst und was nicht und musst dich selber schlau machen. Zu dem, was dein Arzt dir sagt oder dir in Schulungen vermittelt wird, würde ich allerdings das gleiche empfehlen.

    Alles Gute, Rainer
  • Lutz

    Rang: Gast
    am 25.05.2009 18:18:29
    Danke für Deine Infos und für Deine Ratschläge, Rainer. Übrigens: Ich bekomme die Teststreifen auch auf Rezept und brauche nicht mal zuzuzahlen, nur für das Metformin zahle ich 5 Euronen. von Lutz
  • Rainer

    Rang: Gast
    am 26.05.2009 11:54:31
    Hallo Lutz,

    wenn dein Doc dir die Teststreifen verschreibt, dann kann er gar nicht so schlecht sein und will auf jeden Fall, dass du mitarbeitest. Das ganze Wissen, das dazu gehört, musst du dir allerdings selbst erarbeiten. Es lohnt sich auf jeden Fall, weil du damit den Grundstein für ein langes Leben in bester Gesundheit legen kannst.

    Hier www.onmeda.de/foren/forum-diabetes/1674376/1678270/read.html#msg-1678270 ist der Link zu einem Beitrag in einem anderen Forum, in dem die Vorteile der BZ-Selbstkontrolle sehr gut beschrieben werden. Lies dir das einfach mal durch, das passt auch gut auf deine Situation.

    Rainer
  • Tom

    Rang: Gast
    am 26.05.2009 12:13:40
    Also seid mir bitte nicht böse, aber ich kann nicht ganz glauben, dass bei der beschriebenen Medikation, NUR Weglassen von süßen Getränken der HBA1C so extrem nach unten gegangen sein soll? Also ich wäre jetzt wirklich auf den nächsten Wert gespannt...

    Dass dein Arzt trotz Tabletterei die Messtreifen verordnet, beweist wieder meine meine Annahme, dass das kein Problem zu sein scheint, wenn die Notwendigkeit gegeben ist und der Arzt das der KK sauber vermittelt.
    von Tom