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bitte um eure Hilfe!
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Gast/Christl
Rang: Gastam 15.07.2012 13:59:02
Darf ich mich hier in diesen Thread gleich mal an euch wenden, und um eure Hilfe, bzw. Erfahrungen bitten..
Ich bin 43 Jahre alt, Mutter von 7 Kindern, leider seit gut 20 jahren übergewichtig.. ich bin IMMER schon grenzwertig mit dem HB1C meistens so 5,9 oder6,0 meine Mutter war 30 Jahre Diabetikerin.. hat die letzten 10 Jahre Insulin spritzen müssen.. meine schwester hat seit 5 Jahren Diabetes... mein Bruder seit dem Vorjahr... mit extem schlechten HB1C von 8,3...
ich habe voriges Jahr HB1C 6,1 gehabt... habe jetzt 27kg abgenommen, und habe wieder meine jährliche Blutuntersuchung machen lassen... dachte mich setzts am Hintern! ich habe einen HB1C von 7,1!!!!...
ich verstehe das überhaupt nicht... ich habe abgenommen um meinen Körper zu entlasten, die Werte zu verbessern und jetzt so was... ..
habe jetzt morgens nüchtern 2 Wochen lang gemessen.. und jeweils nach dem Mittag- bzw. abendessen...
Ich hatte schon immer ein wenig erhöhten Nüchternzucker, aber ansonsten Normalwerte... also so um die 120 nüchtern....
und nun hab ich die letzten 2 Wochen gemessen, und hab mit Erschrecken festgestellt, daß ich Nüchtern meistens zwischen 145 und 165 habe!!....... 2 Std. nach dem essen ist der Wert wieder ganz brav unter 140 wie ich es vor jahren gelernt habe..........
habt ihr Tipps für mich, ich will keine Tabletten kann ich die Kurve noch irwie kratzen???
danke und lg
Christl
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Gast
Rang: Gastam 15.07.2012 15:15:01
Hallo Christl,
Tabletten nehmen oder Insulin spritzen "will" wohl keiner von uns. Aber es ist nunmal so, dass hohe Blutzuckerwerte zu schlimmen Spätschäden führen können. Ich persönlich spritze dann lieber Insulin (mal abgesehen davon, dass ich als 1er sonst bereits tot wäre).
Mein Tipp: Gehe zu einem Diabetologen, lass dich schulen. Da lernst du, wie du deinen Blutzucker mit Sport und der richtigen Ernährung im Rahmen halten kannst und wenn das nicht mehr geht, bekommst du dort Tabletten. Sich als Neuling nur Informationen aus einem Forum zu holen, macht keinen Sinn, du gehörst in professionelle Hände (nicht beim Hausarzt, sondern in einer diabetologischen Schwerpunktpraxis).
Viele Grüße,
Mona -
am 15.07.2012 19:37:55
@Mona,
Du lässt hier ganz schön die Typ1 Arroganz raushängen, die ja noch immer mächtig davon zehrt, dass sie den richtigen Diabetes hat und dass die 2er sich ihren ja nur angefressen & angesessen haben. Hier mal ein kleines Update.
Wie stellst Du dir eigentlich vor, wie sich eine Mutter von 7 Kindern nicht ausreichend bewegen könnte? Wetten, dass die jeden Tag mehr Bewegung hat als jemand, der jeden Tag ne Stunde Joggen geht? Und das über nen Zeitraum von mehr als 20 Jahren?
@Christl,
Immer wenn der Blutzucker höher als gesund ansteigt, fehlt die Menge Insulin, mit der er dann gesund verlaufen würde. Das liegt daran, dass auch bei uns Typ2 die Beta-Zellen allmählich eingehen. Das können wir über mehr oder weniger lange Zeit dadurch ausgleichen, dass wir unseren Insulinbedarf z.B. durch Verzicht auf Kohlenhydrate und den Einsatz von Bewegung direkt nach dem Essen (nicht mehr Bewegung, sondern evtl. ne BZ-sparende zeitliche Verteilung) verringern.
Beim Verringern hilft auch Metformin, das einen Teil der Typ2-typischen Zuvielausgabe an Glukose aus der Leber bremst. Und dann gibt es noch eine Reihe weiterer Medis, die in ihrer Mehrzahl halt den abnehmenden Rest an ohnehin überforderten Beta-Zellen zur Mehrausgabe treten.
Und spätestens dann, wenn der verbliebene Rest an Beta-Zellen nicht mehr ausreichend Insulin dafür ausgeben kann, nur die Menge an Glukose mit gesundem BZ zu verstoffwechseln, die Leber und Nieren in 24 Stunden ausgeben, wird es Zeit für Insulin aus dem Pen.
Damit kannst bestimmt auch Du Deinen BZ gesund steuern und so wirksam dafür sorgen, dass Du keine diabetischen Folgekrankheiten entwickeln musst. -
Gast
Rang: Gastam 15.07.2012 21:40:28
Hallo Jürgen,
wo du bei mir Arroganz rausliest, kann ich nicht nachvollziehen.
Ich habe der TE geraten, einen Diabetologen aufzusuchen und dort eine Schulung zu machen. Sie möchte keine Tabletten nehmen, es spricht also nichts dagegen, es unter ärztlicher Anleitung zunächst mit einer Ernährungsumstellung und mehr Bewegung zu versuchen. Ich habe auch geschrieben, dass sie beim Diabetologen Tabletten bekommt, sollte es so nicht funktionieren. Okay, ich habe nicht geschrieben, dass sie vielleicht irgendwann Insulin braucht. Warum auch?
Wo bitte ist das arrogant? Du solltest vielleicht meine Beiträge genauer lesen bevor du urteilst.
Und davon abgesehen: Wenn du dich durch solche Beiträge eines "arroganten 1ers" angegriffen fühlst, dann solltest du vielleicht mal bei dir selbst nachhorchen, ob da nicht einfach ein bisschen Frustration mitschwingt, dass 2er bei Ärzten leider oft nicht ganz ernst genommen werden und du deshalb 1er, die das Problem zum Glück nicht haben, angreifst.
P.S. Mein Vater ist 1,80m groß und 73kg schwer und hat einen Typ 2 - Diabetes. Glaubst du wirklich, ich halte den Typ 2 für "angefressen"?
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am 15.07.2012 23:51:18
@ Mona
klar, nichts läge Dir ferner, als einen Typ2 als angefressen und angesessen zu bezeichnen und einer Mutter von 7 Kindern zu unterstellen, dass sie sich nicht ausreichend bewegt. Deswegen schreibst Du ja auch
schrieb:
...Da lernst du, wie du deinen Blutzucker mit Sport und der richtigen Ernährung im Rahmen halten kannst und...
@ Christl
Hier findest Du eine seit vielen Jahren weltweit vieltausendfach bewährte Anleitung von Betroffenen für Betroffene dazu, wie Du selbst herausfinden kannst, wie leistungsfähig Deine defekte Blutzucker-Automatik noch ist und an welchen Stellen Du was verbessern kannst. -
Gast
Rang: Gastam 16.07.2012 08:26:06
Jürgen, du hast genau das gleiche geschrieben:
hjt_Jürgen schrieb:
Das können wir über mehr oder weniger lange Zeit dadurch ausgleichen, dass wir unseren Insulinbedarf z.B. durch Verzicht auf Kohlenhydrate und den Einsatz von Bewegung direkt nach dem Essen (nicht mehr Bewegung, sondern evtl. ne BZ-sparende zeitliche Verteilung) verringern.
Du wirst langsam immer verrückter. Über deine Beiträge ärgere ich mich schon seit langem, weil du nicht nur arrogant und besserwisserisch rüberkommst, sondern auch noch falsche Fakten verbreitest (z.B. Nüchternwert sei normal zwischen 60 und 80mg/dl), andere Meinunge nicht zulässt und jedem, der vielleicht nicht so eine "tolle" BZ-Einstellung wie du (140-120-100) erreicht, unterstellst, er sei zu dumm, seinen BZ zu kontrollieren.
Aber wenn du jetzt auch noch auf diese Art und Weise wie hier anfängst, dann werde ich mich ab jetzt endgültig aus Foren fernhalten, in denen du aktiv bist. Das wird mir langsam doch ein bisschen zu "Kindergarten".
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am 16.07.2012 09:36:57
Moin Christl,
die Empfehlung, Sport zu machen, ist immer gleichbedeutend mit der, sich mehr zu bewegen. Doch mehr Bewegung, als die Betroffenen ohnehin leisten, lässt sich in ihrem Alltag oft überhaupt nicht unterbringen.
Aber ich habe schon häufig erlebt, wie bewegungsintensivere Tätigkeiten super zum Senken der Blutzucker-Spitzen nach den Mahlzeiten (und auch nach Snacks) funktionieren, wenn man sie wo möglich von anderen Zeiten am Tag jeweils in die erste Stunde nach den Mahlzeiten legt.
Der Hintergrund:
Bewegung verstärkt die Wirkung des gerade umlaufenden Insulins erheblich, und in der Stunde nach dem Essen ist bei den meisten von uns ausgelöst durch das Essen das meiste Insulin in Umlauf. In dieser Zeit erreichen wir deswegen mit der Bewegung sehr viel mehr Blutzucker-Senkung, als 2 oder 3 Stunden später oder irgendwan am Feierabend, wenn weniger Insulin in Umlauf ist und in seiner Wirkung verstärkt werden könnte.
Und genau da wird diese BZ-Senkung ja auch am meisten gebraucht, eben zur Senkung der BZ-Spitze etwa 1 Stunde nach dem Essen.
Ideal wäre, wenn Du auf diese Weise und wo möglich mit weniger KHs schaffen könntest, Deine Spitzen nach dem Essen unter die nichtdiabetische Obergrenze von 140mg/dl zu senken. Und je näher Du diesem Ziel regelmäßig kommst, desto niedriger sinkt mit der Zeit wahrscheinlich auch Dein Nüchternwert.
Auf diese Weise kann jeder von uns seinen Minimalbedarf an Insulin erreichen und in dem Maße, in dem das eigene System noch Insulin liefert, eben keine Medis brauchen und sonst wenigstens nur das wirklich notwendige Minimum.
Daumendrück, Jürgen -
Gast
Rang: Gastam 17.07.2012 21:59:07
sorry, ich wollte jetzt nicht, daß ihr euch in die Haare bekommt.. vielen lieben Dank für die antworten... ich hab mir jetzt angewöhnt jeden Tag abends wenn die kinder im Bett sind, noch eine ausgedehnte Runde mit dem hund zu gehen... um den teuflischen Morgenzucker runter zu bringen!
nochmal vielen dank!
Christl