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Kalibrierung von BZ-Messgeräten

  • Rang: Anfänger
    Punkte: 3
    Beiträge: 0
    Mitglied seit: 03.08.2012
    am 03.08.2012 12:16:36
    Hallo, ich bin neu hier und seit 40 Jahren Typ-1 Diabetiker. Ich hatte in der Vergangenheit schon mehrere BZ-Messgeräte im Gebrauch und stellte fest, dass diese Geräte immer im BZ-Ergebnis voneinander abweichen. Das ist ja seit Anbegin der selbständigen BZ-Messerei nicht außergewöhnliches. Jetzt habe ich für eine Woche das Messgerät (Pumpe ohne Insulin) von Medtronic erhalten. Auch dieses ist kalibriert und wird von mir 4x am Tag neu kalibriert (durch Übertragung der BZ-Werte des BZ-Messgerätes Contour-Link). So weit, so gut. Beide Geräte sind von der gleichen Firma und trotzdem sind sie unterschiedlich kalibriert, so daß die Ergebnisse nicht miteinander vergleichbar sind. Schade eigentlich. Man sollte doch meinen, daß . . . . !!! Meine Frage jetzt: Kann mir jemand sagen, ob es Bestrebungen gibt, dass die unterschiedlichen BZ-Messgeräte mal endlich auf einen gemeinsamen Nullpunkt kalibriert werden??? Das sollte doch wohl möglich seinbei der Technik heutzutage. Dann wäre das Leben für uns doch viel einfacher, wenn man von einem gleichen Ausgangspunkt ausgehen kann. Vielen Dank im Voraus.
  • Gast

    Rang: Gast
    am 03.08.2012 13:21:47
    mit deiner feststellung hast du schon recht, auch wenn es manchmal beim vergleich aus einem tropfen blut zur verblüffung kommt.
    hatte gestern mal wieder so einen fall, contour(vollblut), ls verioplus (plasma),
    contour xt(plasma),ac aviva-nano(plasma) alle vier geräte lagen auf dem gleichen wert (79-81 mg/dl =80) mt calla bei 109mg/dl.
    seltsam vollblut und plasma hat gleichen wert ergeben, ein ausreißer um 30 mehr,
    daher wird immer wieder empfohlen für die therapie wirklich nur mir einem gerät zu testen, da man sich sonst schnell mal um ne ie verhaut was im schlechtesten fall mal nen kleinen absturz verursacht.
    den größten einfluß auf die variation haben aber nicht die geräte sondern die streifen, zb sind nach mm die ac streifen nach der umstellung für die dialyse geeignet, eher schlechter geworden.
    und allg sind die winzigsten blutmengen auch nicht gerade genauigkeitsfördernd.
    wie auch der verzicht auf codierung, wo die korrektur von fertigungstoleranzen jetzt wegfällt.
  • Gast

    Rang: Gast
    am 06.08.2012 08:57:00
    Hallo Gast. Vielen Dank für Ihre Antwort. Wie schon von mir geschrieben, bin ich seit über 40 Jahren Typ I Diabetiker und mit den verschiedensten Messgeräten seit Anbeginn der Zeit vertraut. Trotzdem bin ich immer wieder verblüfft, wie unterschiedlich diese Geräte die BZ-Werte anzeigen. Und deshalb war meine Frage, ob jemand weiss, ob die Hersteller sich mal endlich auf eine genormte Kalibrierung der Geräte einigen könnten, zumal das von mir angesprochene Procedere von einer Firma angeboten wird. Auch hier ist der Unterschied bis 30 mg/dl angezeigt. Und das kann ich ja nun gar nicht verstehen. Als Diabetiker kann man sich hier nur mit seinem Arzt rumstreiten ob der "richtigen" Messweise. Wie soll man da als "Laie" mit senem Arzt diskutieren, wenn die Grundlagen so verschieden sind. Selbstverständlich weiss jeDer Diabetologe um dieses Problem und weist auch immer darauf hin, dass man mit seinem eigenen Gerät die Messung durchführen soll. Trotzdem wird man immer schräg angeschaut, wenn man die Werte des Arztgerätes anzweifelt. Aber anscheinend gibt es wohl keine Bemühungen, die Kalibrierungsmethoden der unterschielichen Messgeräte auf einen Nenner zu bringen. Wäre wohl auch zu umständlich. Trotzdem Vielen Dank.
  • Gast

    Rang: Gast
    am 06.08.2012 12:43:23
    du hast mich da falsch verstanden,
    wenn der arzt ein laborphotometer hat, ist dieses ein meßgerät, das auch entsprechend
    -kontrolliert- werden kann -nicht kaibriert , kalibrieren setzt exaktheit vorraus und sooo
    exakt sind die laborphotometer der ärzte auch nicht(es gibt sehr exakte die stehen aber nicht in einer arztpraxis)
    was wir verwenden sind testgeräte keine meßgeräte, daher ja auch die gesetzlich erlaubten abweichungen über 75 +-20% darunter +-15%.
    und wie o geschrieben , der größte einfluß kommt nicht vom gerät sondern von den streifen.
    denn nirgendwo anders als im privaten bereich wird der bz enzymatisch/eliktrisch bestimmt.
    wenn du ein semiprofessionelles gerät mit fast laborqualität haben möchtest besorge dir das hemocue, da es ein neueres gibt ist das alte bestimmt aus zweiter hand zu bekommen.
    ich hatte eins und kanns nur empfehlen. schau mal in die bucht im ausland gibts die .
  • Rang: Anfänger
    Punkte: 3
    Beiträge: 0
    Mitglied seit: 06.08.2012
    am 06.08.2012 14:40:15
    bei plasmareferenzierten Teststreifen einfach 10-15 % des Wertes abziehen wenn vom Finger Blut genommen wurde.

    Begründung: Das Blutzuckermessgerät denkt es bekommt PLASMABLUT, ist es aber nicht, es ist von der Fingerbeere.

    Die Blutzuckerkonzentration ist im Blutplasma höher als im Vollblut, daher zeigen die Blutzuckermessgeräte mit den neuen plasmareferenzierten Teststreifen ca. 10-15 Prozent höhere Werte an. Wurde zuvor mit vollblutkalibrierten Teststreifen ein Blutzuckerwert von 200 mg/dl (11,1 mmol/l) angezeigt, wird nun mit plasma-kalibrierten Teststreifen ein um ca. 10-15 Prozent höherer Messwert von ca. 220-230 mg/dl (12,2-12,8 mmol/l) angezeigt.
    Bearbeitet von User am 06.08.2012 14:52:31. Grund: Nicht angegeben
  • Gast

    Rang: Gast
    am 06.08.2012 14:49:52
    Julius schrieb:
    Jetzt habe ich für eine Woche das Messgerät (Pumpe ohne Insulin) von Medtronic erhalten. Auch dieses ist kalibriert und wird von mir 4x am Tag neu kalibriert (durch Übertragung der BZ-Werte des BZ-Messgerätes Contour-Link).



    Wie meinst du das? Meinst du, du hast jetzt für eine Woche das CGMS von Medtronic und vergleichst das mit dem Bayer Contour Link?

    1. Zeigt das Contour Link grundsätzlich zu niedrige Werte an im Vergleich mit den meisten anderen Messgeräten und auch im Vergleich zu Labormessungen (zumindest meiner Erfahrung nach).

    2. Hängt der Wert, den ein CGMS anzeigt, immer ein wenig hinter dem Plasma-BZ-Wert eines BZ-Geräts her. Das kannst du also nicht vergleichen.
  • Gast

    Rang: Gast
    am 06.08.2012 18:29:31
    hallo michael ,
    du hast da etwas mißverstanden, es gibt kein plasmablut sondern nur vollblutwert und plasmawert. alle jetzt vh geräte geben den bz wert als plasma wert aus völlig egal woher das blut stammt. nur wer noch ein altes contour hat der erhält mit den gleichen streifen vollblutwerte. bei der umstellung von vollblut auf plasmawerte, hat bayer den rechenfaktor der geräte geändert, und die streifen beibehalten, ac hat die geräte beibehalten und die streifen geändert.
    allg wird "gesagt" ac rechnet die werte an den oberen rand der toleranz, bayer an den unteren, kann ich absolut nicht bestätigen da gerade das contour(egal ob neu oder alt) mit dem ac aviva nano recht übereinstimmende werte liefert. (immer auf den bereich 60-110 bezogen) nach mm phantasieren die geräte über 140.
    (techn info) sämtliche geräte filtrieren das blut bevor es in die enzymkammer kommt, also auch die früheren "vollblutgeräte" haben mit plasma gearbeitet , das ergebnis wurde eben nur anders gerechnet.
    das og hemocue mißt und wirft vollblutwerte aus, da es das blut vor der photometrischen messung mit saponin entfärbt, das machen andere laborgeräte nicht sondern filtrieren.