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Insulinpumpen
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am 20.08.2012 09:54:43
Hallo, Ihr Lieben:-)
Man kümmert sich ja erst um eine Sache, wenn man selbst betroffen ist ... und jetzt bin ich es, wenn auch nur mittelbar.
Meine Freundin hat Diabetes und geht demnächst in einen stressigen neuen Job im Außendienst. Bis jetzt hat sie einen Pen benutzt, gelegentliche Schwierigkeiten konnte sie gut ausgleichen. Wenn sie aber demnächst so viel unterwegs ist und der Tagesablauf so unvorhersehbar sein wird, befürchte ich, daß sie Probleme bekommt und mach mir schon Sorgen.
Ich hab mir grad überlegt, daß eine dieser neuen Pumpen für sie vielleicht ganz gut wäre, hab aber keine Ahnung, was die so kosten und ob die Krankenkasse davon was übernimmt. Ihr habt doch sicherlich Erfahrung, in welcher Höhe die Krankenkassen Kosten für Pumpen übernehmen ... z.B. für dieses Omnipod-Teil, das sehr teuer sein soll.
Könnt Ihr mir helfen? Ich freu mich über jede Antwort.
Herzlichen Dank und dito Grüße
Christian -
Gast
Rang: Gastam 20.08.2012 12:24:38
Ob eine Pumpe für deine Freundin richtig und hilfreich ist, sollte sie mit ihrem Arzt besprechen. Und zwar SIE selbst, nicht du! -
Gast
Rang: Gastam 20.08.2012 12:48:24
"das" war ja eigentlich nicht die frage.
zur frage: ja wenn die kk (animiert vom md) dem antrag vom diabetologen gestellt, zustimmt, wird pumpe genauso bezahlt wie alles andere medizinisch notwendige.
voraussetzung: ein diabetologe der den antrag befürwortet und schreibt,
und die letzten drei monate komplette tagebücher(werden fast immer verlangt)
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Gast
Rang: Gastam 20.08.2012 13:02:01
Und hoffentlich nicht nur der Arzt und die Krankenkasse, sondern auch die Freundin hat noch ein Wörtchen mitzureden. Weiß die Gute schon von ihrem Glück? Also ich wollte keine Pumpe den ganzen Tag am Körper mit mir rumschleppen.
Gruß, Hanna -
Gast
Rang: Gastam 20.08.2012 14:38:02
Hallo Christian,
grundsätzlich zur Pumpe: Wenn deine Freundin eine bekommen will, muss der Arzt zustimmen und einen Antrag stellen. Deine Freundin muss ein vollständiges Tagebuch über 3 Monate einreichen und dann gibt der MDK eine Empfehlung an die Krankenkasse. Diese hält sich meist an die Empfehlung des MDK. Oft wird eine Probezeit vereinbart, z.B. 3 Monate, danach muss nochmals ein Antrag gestellt werden, in dem der Therapieerfolg beschrieben wird und deine Freundin muss ihr Tagebuch aus der Probezeit einreichen.
Stimmt der MDK und die Krankenkasse zu, übernimmt diese alle Kosten.
Einige Kassen lehnen die Behandlung mit dem Omnipod allerdings ab, da er höhere Kosten verursacht als eine konventionelle Pumpe.
Wenn deine Freundin also eine Pumpe möchte, sollte sie zuallererst mit ihrem Diabetologen darüber sprechen. Alles weitere wird man dann sehen.
1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 27.08.2012 10:38:43
@ guest Nr. 5 - sehr herzlichen dank für die umfassende info!
@ alle - meine freundin wird jetzt wohl die krankenkasse wechseln - weiß jemand von Euch, wie viel Eure KK beim ersten mal für den Omnipod bezahlt hat? nochmals danke fürs auf fahrrad-helfen -
Gast
Rang: Gastam 27.08.2012 12:48:32
du hast den post oben noch nicht verstanden, "wenn" der md der kk das ok gibt, dann bezahlt die kasse alles -- sofern -diese- kk den omnipod als leistung überhaupt bezahlt,
wenn sie ihn nicht als leistung anerkennt , bezahlt sie garnichts, und das ist so teuer für privatleute da lohnt es einfach nicht. ich gehe mal davon aus daß ihr keine millionäre seid,
denn dann hättest du nicht gefragt.
ist mit ner normalen pumpe auch so, ist sie genehmigt bezahlt die kasse auch die katheter und das drum und dran, ist sie einfach privat gekauft, muß auch das zubehör selbst gekauft werden. -
am 27.08.2012 13:13:50
Moinmoin,
die gesetzlichen kranken Kassen leisten in D alle nach den selben gesetzlichen Bestimmungen und unterscheiden sich nur in Kleinigkeiten. Teile für mehrere tausend Euronen mit Betriebskosten von nem Tausi pro Jahr sind keine solchen Kleinigkeiten.
Damit die Kassen eine Insulinpumpe leisten, muss der Fachdok die als so absolut notwendig verordnet haben, dass der medizinische Dienst diese Verordnung anerkennt und bestätigt. Das gilt genauso auch für den Pod.
Mit dieser Anerkennung leistet die Kasse alles im Zusammenhang mit der Pumpe bzw. dem Pod, ohne gar nichts. Die Möglichkeit einer Teilleistung mit Zuzahlung ist abgesehen von den üblichen Zuzahlungen bei Hilfsmitteln und Medikamenten nicht vorgesehen und damit auch nicht möglich.
Der Dok muss den Pod also eindeutig begründet verordnen. Und wenn medizinischer Dienst und Kasse die Leistung ablehnen, muss Deine Freundin dagegen Widerspruch und ggf. Klage einlegen. Die TrägerInnen von Pumpe und Pod finden sich in D bei allen kranken Kassen und ebenso auch die, denen die Leistung bislang verweigert worden ist.
Bisdann, Jürgen -
Gast
Rang: Gastam 27.08.2012 14:18:53
Das ist so nicht ganz richtig.
Beim Omnipod wurden bereits "Kompromisse" geschlossen, z.B. dass der Omnipod-Träger 25 Euro pro Monat zuzahlen muss.
Bei konventionellen Pumpen bezahlt die Kasse (nach Genehmigung) alles. -
am 27.08.2012 14:35:30
glaube ich gerne - wenn ich's belegt nachgewiesen sehe, gerne auch per Mail oder PN, denn ich hab jemanden im Bekanntenkreis, dem so ein Beispiel sehr nützen würde -
Gast
Rang: Gastam 27.08.2012 15:03:27
Kann man z.b. hier:
http://www.insulinclub.de/showthread.php?20845-Genehmigung-bekommen
nachlesen. Dein Bekannter könnte ja Kontakt zu der Userin aufnehmen. -
am 27.08.2012 16:38:47
Moinmoin,
danke für den Hinweis!
Die Situation der jungen Mutter ist schon sehr speziell, so dass in vergleichbaren Fällen andere GKVs ähnlich entscheiden könnten. Im Zweifelsfall könnte frau sich ja auf die Knappschaft berufen. Leider kein Referenzfall für meinen jungen Bekannten :(
Und der Kompromiss, von dem Du schreibst, bezieht sich ja nicht auf die Pumpe selbst, sondern lediglich auf das Verbrauchsmaterial. Dabei lese ich öfter von besonderen Einzelfällen, allerdings bisher noch nicht bei Pumpen. Wobei die schöne Modellrechnung mit de facto Null Zuzahlung ja nur bei der Abrechnung eines Jahreskontingents mit falscher Mengenangabe aufgehen kann.
Bisdann, Jürgen -
Gast
Rang: Gastam 27.08.2012 16:40:03
das ist ne ganz krumme sache , die auskünfte kommen nicht von der kk. sondern von einem händler, der etwas von einem anderen händler weitergibt. zusätzlich noch kanppschaft.
die auskunft meiner kk zu zuzahlungen(nicht für pumpe) ist eindeutig "sowas machen wir nicht". (und ich wollte der kasse damit einen haufen geld ersparen, trotzdem nein!)
ganz deutliche begründung "das dürfen wir nicht". ok dann nicht. -
Gast
Rang: Gastam 27.08.2012 16:51:56
hjt_Jürgen schrieb:
Die Situation der jungen Mutter ist schon sehr speziell, so dass in vergleichbaren Fällen andere GKVs ähnlich entscheiden könnten. Im Zweifelsfall könnte frau sich ja auf die Knappschaft berufen. Leider kein Referenzfall für meinen jungen Bekannten :(
Und der Kompromiss, von dem Du schreibst, bezieht sich ja nicht auf die Pumpe selbst, sondern lediglich auf das Verbrauchsmaterial. Dabei lese ich öfter von besonderen Einzelfällen, allerdings bisher noch nicht bei Pumpen. Wobei die schöne Modellrechnung mit de facto Null Zuzahlung ja nur bei der Abrechnung eines Jahreskontingents mit falscher Mengenangabe aufgehen kann.
Wieso Mutter?
Und nein, es bezieht sich auf die Pumpe. Die Pods sind Einmalpumpen. Der PDM, also das Teil, mit dem man die Pods bedient, ist keine Pumpe und auch viel günstiger als eine konventionelle Pumpe. -
Gast
Rang: Gastam 27.08.2012 16:54:53
Gast schrieb:
das ist ne ganz krumme sache , die auskünfte kommen nicht von der kk. sondern von einem händler, der etwas von einem anderen händler weitergibt. zusätzlich noch kanppschaft.
die auskunft meiner kk zu zuzahlungen(nicht für pumpe) ist eindeutig "sowas machen wir nicht". (und ich wollte der kasse damit einen haufen geld ersparen, trotzdem nein!)
ganz deutliche begründung "das dürfen wir nicht". ok dann nicht.
Wenn du Beitrag 6 in dem verlinkten Thread liest, dann siehst du, dass die Auskünfte von der Sachbearbeiterin, also von der Krankenkasse kommen. -
am 27.08.2012 17:43:00
Moinmoin,
junge Mutter hab ich als Argument aus den geschilderten Lebensumständen angenommen. Da kann frau mit geplanter Schwangerschaft argumentieren. Hat der Arzt bei der Verordnungsbegündung mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit.
Die technische Feinheit, dass beim Pod die Pumpe das Verbrauchsmaterial ist, ändert nix an der bisher üblichen Unterscheidung zwischen dem Basisapparat und dem Verbrauchsmaterial.
Es geht auch nicht darum, was die Kasse spart oder nicht, da im Kassenzusammenhang in D nirgendwo nach direkten Kosten abgerechnet wird.
Bisdann, Jürgen -
Gast
Rang: Gastam 27.08.2012 17:49:27
hjt_Jürgen schrieb:
junge Mutter hab ich als Argument aus den geschilderten Lebensumständen angenommen. Da kann frau mit geplanter Schwangerschaft argumentieren. Hat der Arzt bei der Verordnungsbegündung mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit.
Das sind einfach nur wilde Spekulationen und total unnötig. Ich war bei meinem Pumpenantrag in einer ähnlichen Situation und bei mir wurde auch nicht mit einer geplanten Schwangerschaft argumentiert.
hjt_Jürgen schrieb:
Die technische Feinheit, dass beim Pod die Pumpe das Verbrauchsmaterial ist, ändert nix an der bisher üblichen Unterscheidung zwischen dem Basisapparat und dem Verbrauchsmaterial.
Offensichtlich schon, denn bei konventionellen Pumpen hat man keine Zuzahlung auf Katheter, Reservoire etc. und in diesem Fall auf die Einmalpumpen eben schon.
Ich denke einfach jede Kasse handhabt die Omnipod-Sache unterschiedlich. Manche genehmigen ihn ohne Probleme, manche nicht und manche gehen Kompromisse ein.
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Gast
Rang: Gastam 27.08.2012 21:54:12
sorry das ist haarspalterei, in diesem und in ähnlichen fällen hilft es beim genehmigen wenn der weibl aspekt in feld geführt wird .
natürlich ist das erstens nicht immer der fall und bei männern sowieso nicht. ok.
nur erklärt es immer noch nicht die absolute ablehnung nicht nur meiner kk daß das teilen der belastung zwischen patient und kk, vom gesetzgeber nicht erlaubt ist.
gibt es denn jetzt hier auch noch unterschiedliche gesetze, je nach dem in welcher kasse man ist ? nur zum verständnis bei mir geht es nicht um pumpe, nur das ist für betroffene egal. entweder es geht oder nicht. -
Gast
Rang: Gastam 11.03.2013 17:37:49
Hi,
ich habe den Beitrag jetzt erst gelesen, weil ich selber dabei bin einen neuen Antrag zu stellen. Ich hoffe inzwischen ist deine Freundin stolze Besitzerin einer Insulinpumpe und mit ganz viel Glück noch von der Omnipod.
Mal so nebenbei, um kosten zu sparen kann man die ganzen Sachen auch bei DiaExpert bestellen. Das ist super einfach und unkompliziert. Man schickt einfach sein Rezept an DiaExpert und erhält das gesamte Zubehör zum Diabetes (außer Insulin). DiaExpert hat auch mit verschiedenen KK verträge, mit denen die Kosten einer Omnipod genauso ausfallen wie bei einer konvensionellen Insulinpumpentherapie. Und das beste an DiaExpert, du sparst dir die Zuzahlung komplett, solang du für die bestellten Sachen ein Rezept vorlegen kannst.
Nur falls das irgendwer noch nicht wusste!