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Urintest
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Jule
Rang: Gastam 16.11.2010 08:56:24
Hallo,
mein Mann nimmt gerade an einer Ernährungsschulung wg. seiner beginnenden Diabetes teil.
Dort wurde er angehalten mehrmals täglich seinen Urin auf Glucose zu untersuchen.
Dieser Test zeigt meistens ein negatives Ergebnis. Bedeutet dies, dass er soweit noch ganz gut eingestellt ist?
Mfg
Jule -
peter
Rang: Gastam 16.11.2010 10:31:00
es bedeutet nur, daß der bz meistens aber nicht immer unter seiner nierenschwelle liegt.
da die nierenschwelle bei jedem anders liegt,
und für die gesunde bz-führung wesentlich zu hoch ,
ist dieser test völlig überflüssig und stammt aus nem aderen jahrhundert.
diese streifen sind brauchbar um festzustellen ob die bestellte light cola wirklich light ist oder doch zucker enthält.. von peter -
Lilo
Rang: Gastam 16.11.2010 15:21:10
Hi Jule,
besser wäre vielleicht, er würde sich bei einem der Hersteller kostenlos ein BZ-Messgerät bestellen und, falls ihm der Arzt keine Messtreifen verordnen kann, im Internet kostengünstige Teststreifen bestellen.
Und vielleicht auch beginnen, die Rückseiten der Verpackungen der Lebensmittel zu lesen, um die rauszuwerfen aus der Futterliste, die den BZ-Wert ansteigen lassen. Auf KH weitestgehend verzichten.
Was macht er denn sonst noch so?
Weil vom Uringucken alleine wird nix....
Gutes Gelingen.. von Lilo -
Jule
Rang: Gastam 16.11.2010 16:50:22
Hallo Lilo,
was mein Mann sonst noch gegen bzw. für Diabetes tut habe ich im Juli unter dem Thema "Psyche und Diabetes" gepostet.
Seitdem hat sich eigentlich nichts bei ihm geändert.
Mfg
Jule -
ruth56
Rang: Gastam 16.11.2010 17:37:22
>>mein Mann nimmt .... wg. seiner beginnenden Diabetes teil.<< und vor einem halben Jahr schriebst du: »bei meinem Mann wurden vor ca. 2 Jahren erhöhte Blutzuckerwerte festgestellt. Die letzte Nüchternmessung beim Arzt hat 180 erbeben. Der mittlere Wert 7,4. Der Arzt hat ihm damals angeraten Metformin einzunehmen, was er häufig nicht einhält bzw. vergisst. Leider achtet er auch nicht auf eine angemessene Ernährung. Bei 1,92 m wiegt er z. Zt. 165 kg.«
Was glaubst du, wie lange ein DM beginnt? Dein Mann hat einen ausgemachten Typ2-DM !! Und wenn er mit den Tabletten nicht auf "gesunde" BZ-Werte kommt, dann muss er Insulin spritzen (und dann stehen ihm auch BZ-Messstreifen zu). Eine weitere Variante wäre (die scheint dein Mann zu verfolgen), den lieben Gott einen frommen Mann sein lassen, den DM und damit die Gesundheit schleifen zu lassen, sich weiter "unwohl" zu fühlen und beizeiten "ins Gras zu beissen". Wollt ihr das?? Glaube ich nicht! Dein Mann hat mein Alter - ich habe über 40 Jahre DM und würde gerne noch etliche gesunde, fröhliche Jahre leben (aber dafür müssen wir Diabetiker "leider" etwas tun). Es scheint sinnvoll, er zöge den Finger aus der bekannten Stelle und finge an, sich "etwas" zu kümmern... -
Jule
Rang: Gastam 18.11.2010 08:34:21
Hallo,
ja, mein Mann geht zwar nun zu dieser Ernährungsschulung, aber er hat schon im Vorfeld angekündigt, dass er sich kaum an die Vorgaben halten wird/kann.
Er hält das Leben ohne kulinarische Genüsse für weniger lebenswert. Erfahrungsgemäß wird er nun irgendwann (vorzugsweise nach den Feiertagen) mit dem zählen seiner Fettpunkte beginnen, um abzunehmen. Dies wird aber wie immer kaum von Dauer sein.
Mfg
Jule -
Rainer
Rang: Gastam 18.11.2010 08:47:12
Hallo Jule,
dein Mann muss keine "Fettpunkte zählen" um sich diabetesgerecht zu ernähren und abnehmen zu können. Wenn er die KH etwas reduziert, dann kann er genügend Fett essen. Damit werden die Mahlzeiten wieder schmackhaft und das Sättigungsgefühl wird wieder erzeugt.
Nachlesen kannst er das sehr gut in dem neuen Buch "Mehr Fett" von Gonder/Worm. Als passende Ernährungsformen könnt ihr euch ja mal LOGI und LCHF ansehen. Bei beiden kann er seinen Diabetes langfristig gut in den Griff bekommen und sein Essen genießen.
LG Rainer -
peter
Rang: Gastam 18.11.2010 12:35:37
wie und womit sich ein diabetiker (und das ist hier der fall) ernährt , auch ob er 2 oder 5 sogar 10 kg abnimmt oder nicht ist im prinzip völlig egal, wenn er sich weigert den hohen bz zu normalisieren.
das einzige wenn es zu folgen kommt und das tritt mit hoher sicherheit ein, soll er bitte sich und nicht den diabetes dafür verantwortlich machen. und jammern. -
Lilo
Rang: Gastam 19.11.2010 11:14:42
Hi Jule,
mmhh, und, was wilst DU nun machen?
Wenn es dein Kind wäre, würd ich sagen, du trägst Verantwortung und musst dran bleiben. Dein Mann ist erwachsen und kann selbst denken und entscheiden...
Da gibt es aus meiner Sicht nur 2 Möglichkeiten.
Entweder du lässt ihn machen und guckst zu und akzeptierst seine Verweigerungshaltung oder du sprichst Klartetext.
Allerdings müsste IHM DEIn Glück und Wohl am Herzen liegen. Er weiß, dass DU Dir Sorgen machst...schon der Fairness halber müsste er eigentlich sich um seinen DM kümmern. Könnte man das als rücksichtslos und egoistisch bezeichnen?
Und es ist einfach eine fette Ausrede, wenn er sagt, er möchte auf kulinarische Genüsse nicht verzichten, denn das zeigt, dass er keine Ahnung hat von ausgewogener Ernährung von Diebtikern.
Wenn es so ist, wie du es beschreibst, dann hat er scheinbar keine Angst vor Erblindung, Amputation oder Nierenversagen, dann Dialyse und Polyneuropathien...das sind irreversible Spätfolgen.
DAS käme dann auch indirekt auf DICH zu.
Hast du schon mal einen Schmerzpatienten erlebt, wie seine Psyche und Lebensmut nach und nach kaputt geht, weil er JEDEN Tag Schmerzen hat? Das wird eine große Last, nicht nur für ihn.
Wenn er sich nicht um seinen BZ kümmert, kann er die Fettpunkte getrost weglassen.
Denn die machen das "Kraut nicht fett".
Ich wünsch dir alles Liebe und Gute von Herzen. Jule, das ist NUR meine persönliche Ansicht.
P.S. Habt Ihr Kinder? Wenn ja, dann trägt er auch für die Verantwortung, indem ere sich um seine Gesundheit kümmert.. von Lilo