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Diabetes und rauchen

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    am 09.03.2013 22:21:01
    Hallo,
    bei mir (w, 60, wurde im vergangenen Jahr DM2 festgestellt. Ich habe sofort alles getan, um da rauszukommen ( herzlicher Gruß an Hans Lauber).
    1. Abnehmen -> hat geklappt, 23kg in 6 Monaten, nur durch: kein Zucker, kein Weißmehl, kein Alkohol und viel Bewegung. Hatte 59kg bei 167cm erreicht.
    2. strikte Einhaltung der BE (4-3-4)
    Mein Ziel, keine Medikamente und schon gar nicht Insulin spritzen müssen hab ich erreicht. HBa1c war im November 5,9.
    Aber - die letzte Konsequenz war, nun auch die Zigarette aufzugeben. Hab ich am 21. Dezember gemacht, war auch gar nicht so schwer. Nur - ich habe in ganz kurzer Zeit 6 kg zugenommen (auch durch Probleme mit meinen Bandscheiben, die den Sport erst mal wieder ausschlossen) und habe nun eine panische Angst, dass jetzt auch die Zuckerwerte wieder steigen werden und dass das ein ewiger Teufelskreis wird. Irgendwie hab ich es im Moment auch satt, immer wieder kämpfen zu müssen.
    Wie komm ich da raus? Hat jemand einen Tipp für mich?
    LG Ingrid
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    am 09.03.2013 23:54:15
    Hallo Ingrid,

    wenn du deinen BZ von Zeit zu Zeit selber misst, dann kannst du gut feststellen, ob er durch die 6 Kilo Gewichtszunahme wieder angestiegen ist.

    Ich denke eher, dass das nicht passiert, wenn du deine Ernährung so beibehältst. Aber besser ist natürlich, wenn du das engmaschig kontrollierst. Die vierteljährliche HbA1c-Messung ist zur Kontrolle solcher Veränderungen nicht geeignet.

    Noch ein Tipp: Fange ja nicht wieder an zu rauchen. Die gesundheitlichen Schäden dadurch sind bestimmt viel schlimmer als ein leicht erhöhter BZ für eine begrenzte Zeit. Bleibe ruhig und stehe das durch - das schaffst du.

    LG Rainer
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    am 10.03.2013 09:01:21
    Moin Ingrid,

    erstmal Glückwunsch zu dem, was Du in der kurzen Zeit schon alles erreicht hast :)

    Du hast Dein Leben ein gutes Stück weit mit gutem Erfolg umgestellt. Diese Umstellung scheint Dir mit Deinen Rückenproblemen zur Zeit gefährdet, weil Du mit den Beschwerden nicht mehr machen kannst, worauf Du umgestellt hattest. Das ist auf der einen Seite gemein und auf der anderen Seite aber vielleicht doch auch ein Ansporn, etwas zu finden, das Du ohne Beschwerden stattdessen machen kannst?
    Schau, ich kann infolge Polio nur noch wenige Schritte mühsam an 2 Krücken laufen. Stattdessen beweg ich mich seit nem guten Jahr pro Tag im Schnitt ne Stunde so wie der Mensch in dem kleinen Video auf dieser Seite. Das funktioniert für meinen Blutzucker ähnlich gut, wie damals, als ich noch 2 Stunden laufen konnte, ein ausgiebiger Spaziergang.
    Und auch wenn meine Beine zum Laufen nur noch marginal funktionieren, hilft meinem Blutzucker deutlich messbar in die gesunde Richtung, wenn ich mich bei schlechtem Wetter auf son Zimmerfahrrad setze und mit wenig Widerstand locker vor mich hin strample.

    Ok, sind meine Beispiele. Du wirst finden, was zu Dir passt :)

    Daumendrück, Jürgen
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    am 10.03.2013 20:22:55
    Hallo und ein großes Danke für Eure mutmachenden Zeilen!
    Ich messe täglich den BZ, das hab ich schon im Griff, ich habe doch nur Angst vor dem "Was wäre, wenn...?"
    Manchmal ist man eben komplett entmutigt, wenn man denkt, man hat's geschafft und dann kommt die nächste Schlacht.
    Besonderen Dank an Rainer, Du hast mich doch sehr wieder vom Kopf auf die Füße gestellt. Du hast es sicher viel schwerer als ich, den Kopf immer oben zu halten.



    Liebe Grüße aus Berlin
    I. Förster
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    am 10.03.2013 20:45:34
    hallo zusammen, da muss ich mich doch auch mal wieder zu Wort melden ;-)

    die Änderungen in der Ernährung und dem Lebensstil
    ------------------------------
    Abnehmen 23kg in 6 Monaten ....kein Zucker Weißmehl Alkohol... viel Bewegung...strikte Einhaltung der BE...Zigarette aufzugeben...und nun eine panische Angst
    ------------------------------
    sind für sich genommen ja wohl eher dem Positiven zuzuordnen und der HbA1c von 5,9 bestätigt das wohl auch.

    Doch sieht mir das ganze schon gewaltig nach einer Radikalkur aus und ich vermute mal (was ich ungern tue) dass das nicht nur Auswirkungen auf den Fett und Zuckerhaushalt hat. Egal ob positiv wie negativ.

    @Ingrid
    panische Angst muss du überhaupt nicht haben. Mach es wie Rainer schreibt: Beobachte deinen BZ einfach durch tägliche Messungen.
    Wobei du darauf vorbereitet sein solltest dass dein BZ gelegentlich auch mal in die Höhe klettert.
    Vernünftige Aussagen ob dein BZ ansteigt oder abfällt lassen sich sowieso erst über einen längeren Zeitraum (mehrere Tage bis Wochen) machen.


    Ich persönlich bin eher ein Mensch der kleinen gefühlvollen Schritte. Mit Erfolg

    @Jürgen
    in Sachen Bewegung kann ich dir nur beipflichen. Ich treibe keinerlei Sport, habe aber meistens tagsüber genug abwechslungsreiche Bewegung.
    Das in Kombination mit meinem Ernährungsstil und 10-12 I.E. Lantus hält meinen BZ auch auf relativ niedrigem Niveau.
    Es bedarf also nicht immer gleich einem Marathonleben ;-)

    Grüße

    Havier

    --- seit die Menschen gesund leben sucht man händeringend nach Ärzten ;-) ---
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    am 10.03.2013 21:19:03
    Nun ja,

    1. bin ich ein Stier
    2. Immer: lieber Ende mit Schrecken, als Schrecken ohne Ende
    3. Der Grund für meine Angst sind lange, lange verdrängte "Erbteile": mein Vater (DM II) verstarb mit 67 an einem Herzinfarkt; meine Mutter ( DM II erst im hohen Alter) siechte bei klarem Verstand nach einem Schlaganfall 12 Jahre vor sich hin. Das möchte ich mir ersparen!
    Klar, die Wissenschaft ist heute viel weiter und ich kann durch Messen aufpassen!
    Aber die große Gewichtszunahme nach dem Rauchstopp macht mir halt Sorgen! Da hatte ich auf Tipps von Ex-Rauchern gehofft.

    LG
    Ingrid
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    am 10.03.2013 22:00:11
    IngridF schrieb:
    Da hatte ich auf Tipps von Ex-Rauchern gehofft.


    Das ist bei mir schon zu lange her, aber Zunahme bei erfolgreichem Rauchstopp ist ganz normal. Ich denke, dass du auch mit den 6 Kilo noch im Normalbereich liegst. Ich drück dir die Daumen, dass es nicht noch weiter geht. Falls doch, dann frag noch mal nach. Ich könnte dir zwei erfolgreiche Ernährungsumstellungen empfehlen, die sowohl für das Gewicht als auch für den BZ und das Wohlbefinden gut geeignet sind.

    Das mit deinen Eltern tut mir leid. Aber wenn du deinen BZ weiter gut im Griff behältst, dann hast du die besten Chancen, gesund und ohne die hässlichen diabetischen Folgeerkrankungen bis an dein Lebensende zu kommen. Diese Chance, besonders die der BZ-Selbstkontrolle hatten unsere Eltern noch nicht.

    LG Rainer
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    am 13.03.2013 09:25:05
    Hallo Ingrid,

    hier ist eine aktuelle Studie, die dir bestimmt das Aufgeben des Rauchens erleichtert, auch wenn du dabei ein bisschen zunimmst.

    Die paar Kilo mehr haben keine negativen Auswirkung auf die Gesundheit, zumindest nicht auf die Herz-Kreislauf-Gesundheit. Die Auswirkungen auf deinen BZ kannst du ja sehr gut mit deinem Messgerät überprüfen.

    LG Rainer
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    am 13.03.2013 21:00:42
    Na, das macht ja Mut!
    Ich habe viel nach diesem Problem gegoogelt, aber auf die Iddee, das auch mal auf Englisch zu versuchen, bin ich dumme (Englischlehrerin! :-( ) nicht gekommen. Klasse! Ich danke Dir, habe nun auch den Bandscheiben die Richtung gezeigt, wieder intensiv mein Sportprogramm durchgezogen, und - es wäre gelacht, wenn das nicht klappt!
    Ich guck schon wieder viel optimistischer in die Welt!

    Ganz liebe Grüße
    ingrid
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    am 14.03.2013 17:05:03
    Hallo Ingrid,

    du hast nur deshalb nichts gefunden, weil die Veröffentlichung ganz frisch von vorgestern stammt. Ich musste sofort an dich denken, als ich darauf getoßen bin.

    Gestern wurde dann auch im Ärzteblatt ein Artikel in deutsch zu dieser Studie veröffentlicht. Du als Englischlehrerin brauchst den bestimmt nicht mehr, aber vielleicht interessieren sich auch noch andere für das Thema.

    LG Rainer
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