Pressemitteilung
Diabetes mellitus und SARS-CoV-2-Infektionen
Coronapandemie
Es handelt sich bei diesem Virus um einen umkapselten Einzelstrang-RNA-Virus als Auslöser von teils schwerwiegender Atemwegs- und Lungenerkrankungen (Corona Virus Disease 2019; COVID-19).
In schweren Fällen kann die Erkrankung mit einem akuten Lungenversagen oder einem multiplen Organversagen letal verlaufen.
SARS-CoV-2 gehört in die Gruppe der CORONA-Viren und zeigt eine 80 %-ige genetische Homogenität mit SARS-CoV dem Erreger des Severe Acute Respiratory Syndromes (SARS) mit Ausbruch in 2002 und eine 50 %-ige Homogenität zum Erreger des Middle East Respiratory Syndroms (MERS) mit Ausbruch im Jahre 2012. Der zelluläre Infektionsvorgang ist ein komplexer Prozess, der mit einer Bindung des Virus an einen Rezeptor mit anschließender Penetration der RNA in das Zytosol der Zelle verbunden ist. Während SARS-CoV und SARS-CoV-2 Angiotensin Converting Enzyme 2 (ACE2) als Rezeptor auf der Zelloberfläche zur Penetration nutzen, bedient sich MERS-CoV der Dipeptidylpeptidase 4 (DDP-4) (Raj VS et al., 2013; Li W et al., 2003).
Epidemiologie und Verlauf
Die bisher vorliegenden Daten zur Epidemiologie und insbesondere zum Verlauf der Erkrankung weisen erhebliche Unschärfen auf. Während über 80 % der Infizierten nur milde Symptome aufweisen, kann es in Abhängigkeit vom Alter und dem Grad der Vorerkrankungen des Patienten zu schweren und sogar letalen Verläufen kommen.
Während die Letalität der Infektion von der Johns Hopkins Universität in Deutschland derzeit auf knapp 2 % geschätzt wird, zeigt eine Untersuchung von Professor Hendrik Streek von der Uniklinik Bonn in einer repräsentativen Clusteranalyse in der Bevölkerung des Kreises Heinsberg ein deutlich milderes Bild (Streeck H. HG, 2020). Hier weiterlesen
Quelle: diabetologie-online.de