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selfish brain Theorie von Prof.Achim Peters
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am 02.08.2014 14:16:36
An deinem Tonfall merke ich, dass du ziemlich wütend bist. Es tut mir leid, wenn du mit Spätfolgen zu kämpfen hast, vielleicht fühlst du dich deswegen so angegriffen?
Für mich sind Idioten eher solche Menschen die sich mit Groß-und Kleinschreibung nicht so auskennen.
Aber jeder hat da halt andere Prioritäten. -
Gast
Rang: Gastam 02.08.2014 14:20:14
@wildflower
Du wirst doch nicht in diesem Forum ernsthaft eine Diskussion führen wollen?
Dazu ist dieses Forum absolut ungeeignet. Hier geht es ums Rechthaben, ums Behaupten und darum, sich als Sachverständiger darzustellen und sich in der Anerkennung durch die anderen Foris zu sonnen.
Und merk dir in diesem Forum eines: Richtig ist, was Jürgen sagt! Das werden dir die Jürgenjünger sicher sehr bald deutlich kundtun. -
am 02.08.2014 14:28:15
War das jetzt ironisch gemeint?
Was mich hier irritiert sind die vielen Gäste. man weiß ja nie mit wem man es zu tun hat, welcher Gast das nun ist. Da ist mir ein Jürgen schon lieber, obwohl ich ihn sonst noch nicht weiter kenne. Aber zumindest hat er etwas Sachliches zum Thema geschrieben.
Dann gibt es hier wohl Jürgen-Jünger und Gäste.....Sehr mysteriös.
Na, ich bin gespannt. -
am 02.08.2014 14:45:16
Moin Wildflower,
schrieb:
Zu Beginn hat man viel Insulin im Blut , hat viel Hunger und wird dick. Das ist wohl die erste Maßnahme des Gehirns, um an Energie zu kommen. Um wenigstens etwas abzubekommen muss der Körper ganz viel Reserven anlegen. Ein Gesunder ißt 2 Brötchen , versorgt damit Körper und Gehirn. Und der von diesem Typ2 Betroffene ißt auch 2 Brötchen, aber das Gehirn schreit: wo bleibt mein Frühstück? also noch mehr essen, damit das Gehirn halbwegs versorgt ist. Deshalb das Merkmal viel Insulin am Anfang, damit der Mensch viel isst, dick wird und das Gehirn halbwegs beruhigt ist, weil es versorgt ist.
Genau da widerspricht sich nach meinem Verständnis die Theorie selbst. Denn sie geht doch wesentlich von der Lieferung just in time/on demand aus, was vollkommen zur Absenkung der Insulin-Ausgabe passt. Eine vorsorgliche Bevorratung mit Hilfe von deutlich zu vieler Insulin- und Glukose-Ausgabe widerspricht genau diesem Ansatz.
Dazu ein einfaches praktisches Beispiel:
Es gibt seit gut 10 Jahren zunehmend engmaschig beobachtete und dokumentierte Erfahrungen mit extrem schwergewichtigen Typ2 vor und nach einer bariatrischen Operation.
Vor der Operation sehr hoher Blutzucker und sehr viel zu viel an eigenem Insulin und dabei träge und schlapp.
Bei mehr als der Hälfte der Betroffenen nur 1 Woche nach der OP normaler Blutzucker und völlig normaler Insulinspiegel, also völlig unauffälliger HOMA-Index bei völlig frisch und munterem Befinden.
Könnte man z.B. im Sinne der Theorie so erklären, dass mit der geringen noch möglichen Nahrungsaufnahme nach der OP das Gehirn dringend Energie braucht und deswegen den Insulinspiegel senkt. Damit ihm der Rest vom Organismus, der ja auf Insulin zur Glukose-Aufnahme angewiesen ist, die Glukose nicht wegschnappt.
Nur würde dem die Entwicklung bis zur OP doch voll widersprechen, oder?
bin ratlos, Jürgen
Bearbeitet von User am 02.08.2014 14:46:56. Grund: Korrektur -
Gast
Rang: Gastam 02.08.2014 14:55:16
Hallo wildflower,
ich bin der Gast, der den ersten Beitrag heute um 09:20:48 geschrieben hat. Wegen genau der Diskussionskultur, die hier herrscht, bin ich bisher als unangemeldeter Gast hier unterwegs.
Mit deinem Beitrag von heute 13:58:36 machst du mich auch ziemlich ratlos. Die Sache mit dem zu viel Insulin leuchtet mir ein...aaaaber....mir wurde vermittelt, dass der Körper wegen der Insulinresistenz zu viel Insulin ausschüttet, weil das Insulin nicht in den Zellen...und wie ich meine....auch nicht im Gehirn ankommt.
Wie sieht es denn damit aus?
LG
Heidi (zur besseren Gästeunterscheidung) -
am 02.08.2014 19:27:34
Hallo ratloser Jürgen,
Zuerst will ich mal sagen, dass ich selber noch am Anfang bin das alles zu verstehen. Deswegen hatte ich gehofft, dass hier jemand das Buch gelesen hat.
So eine bariatrische OP ist ja im Grunde gleichzusetzen mit einer ganz strengen Diät. Nur dass es durch die OP leichter fällt wenig zu essen. Und ja , die Zuckerwerte gehen runter bis hin zu normalen Werten. Könnte man durch eine Diät mit viel Willenskraft auch schaffen.
Wie sollen die Werte auch hoch sein, wenn der Mensch kaum was isst?
Der Patient hat nun zwar keinen Diabetes mehr, aber sein Gehirn ist zu lebenslangem Hungern verurteilt.
Und das ist sehr "ungesund".
Es gibt ja auch in den ganzen armen Ländern viel weniger Diabetiker .Klar, wenn es kaum was zu beißen gibt, wie soll da der Zucker auch hoch gehen?
Wenn es denen besser geht und sie mehr zu essen haben, werde viele plötzlich ganz dick, die Spirale setzt sich in Gang. Zu beobachten z.B. bei den australischen Ureinwohnern.
Dem Gehirn geht es besser, nun kommen halt die Probleme durch das Dicksein-Gelenkprobleme u.ä Und eben hohe Zuckerwerte.
Ich hoffe , ich konnte mich verständlich machen?
wildflower -
am 02.08.2014 19:37:28
Hallo Heidi,(endlich mal ein Gast mit Namen ;) )
bei Insulinresistenz schüttet der Körper oft zu viel Insulin aus, das stimmt. Das kommt schon an da wo es ankommen soll. (Wenn auch nicht im Gehirn)
Aber dieses Insulin ist dann wie mit Wasser verdünnt, es wirkt nicht so wie es wirken sollte. Und das ist das Problem bei der Resistenz.
Und dann spritzt man und spritzt mehr und mehr und die Werte gehen einfach nicht runter. Dafür wird man immer dicker....
Dir auch LG,
Wildflower -
am 02.08.2014 20:29:16
Moin Wildflower,
schrieb:
Wie sollen die Werte auch hoch sein, wenn der Mensch kaum was isst?
Der Patient hat nun zwar keinen Diabetes mehr, aber sein Gehirn ist zu lebenslangem Hungern verurteilt.
Da widersprichst Du aber der Selfish Brain Theorie total, denn die lebt davon, dass sich das Gehirn IMMER völlig ausreichend mit Energie versorgt, auch wenn der Rest von seinem Menschen Tage und Wochen lang hungert. Das ist der Kern der Theorie. Und den halte ich auch so für plausibel.
Bisdann, Jürgen -
Gast
Rang: Gastam 02.08.2014 20:30:04
@Wildflower...das mit der Insulinresistenz kenne ich anders...angeblich kommt das Insulin eben nicht in den Zellen an...aber okay...wahrscheinlich sind das hochkomplexe Zusammenhänge, die man wohl kaum hier per Diskussion klären kann...
Auch diesen Zusammenhang sehe ich etwas anders.
Es gibt ja auch in den ganzen armen Ländern viel weniger Diabetiker .Klar, wenn es kaum was zu beißen gibt, wie soll da der Zucker auch hoch gehen? Wenn es denen besser geht und sie mehr zu essen haben, werde viele plötzlich ganz dick, die Spirale setzt sich in Gang. Zu beobachten z.B. bei den australischen Ureinwohnern.
Soweit ich weiß, ist das der sogenannte "Sparflammeneffekt". Das bedeutet, der Körper lernt, mit beispielsweise 300 kcal am Tag auszukommen, in dem er dieses Minderangebot an Nahrung besonders gut auswertet, um davon leben zu können. Der Stoffwechsel läuft sozusagen im höchsten Gang. Gibt es dann irgendwann mehr Nahrung, es wird "normal" gegessen z. B. 2000 kcal, verwertet der Körper dies genau so aus wie bisher, legt als 1700 kcal als sowas wie Vorrat an - es könnten ja wieder Mangelzeiten kommen.
Wir sind schon komplizierte Wesen.
LG
Heidi -
am 02.08.2014 21:10:34
Jürgen,
ich sehe da keinen Widerspruch. Das behauptet die Selfish -Brain -Theorie auch nirgends, dass sich das Gehirn" immer völlig ausreichend mit Energie versorgt." Wenn doch ,dann zeig mir die Stelle. Dann hab ich da was falsch verstanden oder überlesen.
Wie soll sich denn das Gehirn" IMMER "völlig ausreichend mit Energie versorgen, wenn keine Energie da ist? Wo nichts ist ,kann sich das Gehirn auch nichts holen. Dann magert der Körper ab und irgendwann stirbt der Mensch. Wenn nur wenig da ist, kann sich das Gehirn nur wenig holen. Wenn Mensch Diät macht oder durch die OP wenig isst, dann wird sich das Gehirn schon etwas holen aber es findet nicht genug, dann ist das ein großer Stress für das Gehirn.
Ich hab mal gehört, dass während einer Hungerzeit oder z.B. in Afrika, es ganz wichtig ist, dass zuerst die Eltern etwas essen, und nicht wie man denken würde, dass die Eltern zuerst den Kindern was zu essen geben und sie den Rest nehmen. Aber wenn die Eltern nicht mehr klar denken können, und das passiert wenn das Gehirn keine Energie bekommt, dann können sie erst recht nicht mehr für ihre Kinder sorgen.
Es kann also schon passieren, dass das Gehirn nicht genügend Energie bekommt.
In abgeschwächter Form kennen wir das ja auch, wenn wir mal lange nichts gegessen haben oder bei einer Unterzuckerung.
Aber wenn genug da ist, wie in den reichen Ländern, dann hat so ein Betroffener immer das Essen vor Augen und entweder er kämpft gegen den Hunger und Appetit an oder er lässt es sich schmecken.
Wenn man jetzt Insulin spritzt, bedeutet das fürs Brain!! Achtung Gefahr es droht Unterzucker !!(trotz hoher Werte- das Gehirn weiß noch nichts von Leitlinien und Grenzwerten) Man kriegt noch mehr Hunger , wird noch dicker, muss noch mehr spritzen....
Schönen Abend noch!
Wildflower
Bearbeitet von User am 02.08.2014 21:12:42. Grund: Ergänzung