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Blutzuckerwerte eines Gesunden

  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 4
    Mitglied seit: 16.04.2015
    am 17.04.2015 00:10:26
    Hallo,
    Bei mir hat man Diabetes 2 bei einem KH Aufenthalt entdeckt, als ich 48 war. Dazu noch ein paar unangenehme Sachen, wie zu hohe Cholesterinwerte, zu hohen Blutdruck usw.
    Geschockt und mein Leben neu überdacht, habe ich in 7 Monaten durch reine Ernährungsumstellung auf 89 kg abgespeckt. Der Blutdruck war plötzlich ohne Medikamente, die ich ohnehin verweigert hatte, bei 120 zu 78, die Cholesterintabletten hatte ich heimlich abgesetzt, die Werte waren ab 95 kg wieder normal ( danach habe ich meinem Hausarzt gebeichtet, dass ich dieses Nebenwirkungsmedikament nicht mehr nehme).
    Mit 49 kam ich zur Nierenstein-OP ins Potsdamer- Klinikum Ernst von Bergmann. Wegen der Op dürfte ich keine Diabetes-Tabletten nehmen. Nach drei Tagen bekam ich kein Diätessen mehr, da meine ständigen Messwerte eindeutig aussagten, dass ich zwischen 6,4 und 6,9 liege.
    Damals glaubte ich auch an den Blödsinn, dass alles über 6,5 Zucker wäre. Drei Spezalisten klärten mich auf, dass alles unter 7,0 kein Zucker ist und es völlig neue Erkenntnisse innerhalb der EU gibt. Der Grenzwert 6,5 sei unter Einfluss der Pharmasparte entstanden, was ich zumindest gern glaube!
    Leider hatte ich mit 48 mein Gewicht zu schnell reduziert, mit 52 hatte ich trotz Ernährungsumstellung wieder zugenommen.
    So wog ich Ende 2014 leider wieder 99 kg und somit war auch der Langzeitwert nicht mehr im gesunden Bereich bei zuletzt 8,4.
    Nur Metformin half nicht. Ich lies mich nach Beratung und Internetrecherche auf eine Victoza-Kur ein. Die Nebenwirkungen hielten sich stark in Grenzen und man kann sie selbst beeinflussen, wie ich feststellte. Nach ca. 5 Wochen hatte ich die Sache so im Griff, das keine Negativen Nebenwirkungen mehr auftraten. Die positive war, dass ich von November 2014 bis März 2015 wieder auf 93 kg war, bei abnehmender Tendenz. Mein Langzeitwert war wieder bei 6.4.
    Also völlig in Ordnung, wie meine betreuenden Ärzte meinen. Bei unter 87 kg ( ich bin 1,77m), will man Victoza wieder ausschleichen und Metformin absetzen, da Diabetes 2 eben doch in erster Linie vom Gewicht, der Ernährung und der Bewegung abhängt.
    Ob ich dann die nächsten Jahre ein Medikament benötige oder nicht, werde ich sehen.
    Die Nebenwirkungen von Metformin kompensiere ich durch Einnahme von reinem Vitamin B12, was sich bewährt hat.
    Aber auch Metformin soll, bei Langzeitwerten unter 7 wieder abgesetzt werden.
    Wer meint, dass er schon bei Werten zwischen 6,5 und 7,0 Medikamente nehmen muss, sollte sich zuerst mit deren Nebenwirkungen Beschäftigen und abwägen, was besser ist.
    Und wenn mein Hausarzt mir heute erzählen würde, ein Langzeitwert von 6,7 muss mit Medikamenten behandelt werden, würde ich ihn fragen, welche Pharmalobby ihn für diese Aussage sponsert!?
    Diabetes 2 muss man ohne Zweifel wegen der Nebenwirkungen ernst nehmen! Bei mir in der Familie ist das erblich, leider! Wenn man rechtzeitig etwas dagegen unternimmt, dann kann man gegebenenfalls wie meine Großmutter gesund mit höheren Zuckerwerten hoch über 80 werden, man kann aber auch mit Insulin und Übergewicht und all den damit verbundenen Problemen, wie mein Onkel, schon mit 73 sterben.
    Aber Diabetes 2 an einem Langzeitwert festzumachen, der für gute Umsätze der Pharmaindustrie und schöne Kongressreisen für Ärzte sorgt, und den Betroffenen Angst macht, ist nach meiner persönlichen Aufassung eine typische Krankheit unseres Gesundheitswesens!
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Beiträge: 80
    Mitglied seit: 01.10.2014
    am 17.04.2015 00:22:23
    man kann sich alles schön reden...auch einen manifesten Diabetes...fühlte sich für mich so an, als ich das las...aber ich akzeptiere deine Einstellung dazu...
    MFG
  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 4
    Mitglied seit: 16.04.2015
    am 18.04.2015 23:21:24
    Hallo und guten Abend,
    Du hast leider falsch gefühlt. Ich staune, dass mein Beitrag Dir assoziiert hat, dass ich " mir etwas schön Rede".
    Ich habe die Veranlagung geerbt. Ich fühle mich aber trotz des Handycaps nicht krank und versuche selbst alles dafür zu tun, meinen Langzeitzuckerwert zu senken.
    Ich habe lange überlegt, ob ich hier überhaupt Mitglied werde, denn ich habe nicht den Eindruck, dass man sich hier gegenseitig hilft, ein Superschlauer meint den anderen zu übertrumpfen, Betroffene werden dadurch, so meine Auffassung, in erster Linie verunsichert.
    Leider ist in unserem Gesundheitswesen jeder niedergelassene Arzt ein kleines profitorientiertes Wirtschaftsunternehmen. Ich kenne genügend Praxen, hatte beruflich Einblicke in Abrechnungssysteme....
    Der einzelne Arzt wird ja im Prinzip durch das System gezwungen, seine Praxis wirtschaftlich zu betreiben und betreibt somit immer ein Spagat zwischen guter Patientenberatung und Gewinnoptimierung.
    Somit wird oft das Naheliegende, oder einfache Methoden, eine Krankheit zu bekämpfen unterschlagen, weil das zu wenig Profit abwirft. Man hilft ja auch, in dem man sofort zur Apparatemedizin und zu Medikamenten greift und hat somit auch ein mehr oder weniger sauberes Gewissen.
    Gerade Diabetes ist ein breites Feld zum Geld verdienen. Da Diabetes 2 aber hauptsächlich durch unsere heutigen Lebensumstände zum Ausbruch kommt, gibt es hier jede Menge Möglickeiten, bei Verdacht, die Sache ohne Medikamente möglichst weit hinaus zu schieben. Nur wird leider an einer reinen Beratung und einer lockeren Kontrolle zu wenig verdient. Hinzu kommt, dass nicht jeder Mensch gleich ist, und der eine mit einem Langzeitwert von 5,.... lebt und der andere sogar mit 6,... oder 7,.... oder sogar 8 mit wenig Zipperlein alt wird.
    Der Mensch ist keine Maschine, sondern wir sind alle anders gestrickt. Deshalb sollte man Grenzwerte stets kritisch hinterfragen und sich nicht völlig verrückt machen.
    Ich verspreche mir eigentlich von diesem Forum Hilfe durch Austausch mit Betroffenen, da man dann voneinander lernen kann.
    Eigentlich müssten dazu, damit das möglich ist, Mediziner und Pharmalobbyisten ausgeschlossen werden. Mir ist natürlich völlig klar, dass das nicht funktioniert.
    Bei einigen Diskussionen hier, wird mir allerdings bei der Streitkultur übel.
    Aber so schnell lasse ich mich nicht abschrecken, und sollte es mir zuviel werden, bin ich wieder weg.
    Einen schönen Abend !
  • ferrato

    Rang: Gast
    am 19.04.2015 01:01:13
    Gerd schrieb:

    Eigentlich müssten dazu, damit das möglich ist, Mediziner und Pharmalobbyisten ausgeschlossen werden.



    Hallo Gerd,

    Wenn Du diesen Personenkreis ausschließen willst, wie wäre es dann, wenn wir alle "Verschwörungstheoretiker" auch gleich ausschließen?
    Was haben beispielsweise die Abrechnungssysteme der Ärzte mit deren Fachkompetenz zu tun? Und mit welchen Tabletten, mit welchem Insulin würden wir uns behandeln ohne Pharmaindustrie? Natürlich befürworte ich Lobbyismus in keiner Weise, aber wenn Du eine Vernünftige und Zweckorientierte Diskussion willst, musst Du auch die Fachleute dazu dabei haben. Ohne Ärzte und Pharmaindustrie würdest Du hier im Forum nämlich keinen finden, der Dir Auskunft geben könnte.

    Sorry, aber Deine Position erscheint mir ein wenig extrem, aber klar, ich diskutiere gerne mit :-)

  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Beiträge: 89
    Mitglied seit: 15.03.2015
    am 19.04.2015 01:58:50
    Hallo,

    ist das hier so 'ne Art Formel 1 Rennen...nur daß die niedrigsten Werte gewinnen?

    Lasst uns doch eine "Hall of Fame" aufmachen. Da kann jeder seine super Werte eintragen und voller Verachtung auf die schauen, welche einen HbA1c-Wert von über 7 % haben.

    ________________________________________
    - Diabetestyp 2
    - Medikation Janumet 2 x 50/1000 mg
  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 4
    Mitglied seit: 16.04.2015
    am 21.04.2015 00:50:40
    Lieber Ferrato,
    Es bringt doch nichts, einen Satz aus dem Zusammenhang zu reißen und um der Diskussion Willen zu diskutieren!
    Der Text im Zusammenhang war meine Meinung und dazu stehe ich!
    Viele Grüße Gerd
  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 4
    Mitglied seit: 16.04.2015
    am 21.04.2015 00:54:19
    Danke!,
    Den Eindruck habe ich auch.
    Diese Diskussion wurde nach meiner Lesart eröffnet, weil jemand Angst hatte und vielleicht nur beruhigt werden wollte.
    Wenn er alle Beiträge gelesen hat, ist er vielleicht schon nicht mehr hier im Forum.

    Grüße Gerd
  • ferrato

    Rang: Gast
    am 21.04.2015 07:31:05
    Gerd schrieb:
    Lieber Ferrato,
    Es bringt doch nichts, einen Satz aus dem Zusammenhang zu reißen und um der Diskussion Willen zu diskutieren!
    Der Text im Zusammenhang war meine Meinung und dazu stehe ich!
    Viele Grüße Gerd



    Hallo Gerd,

    ich glaube, da haben wir uns missverstanden. Ich finde es nur immer schwierig, wenn insbesondere lange Texte zitiert werden, die sich ja dann immer wiederholen. Darum habe ich nur den einen Satz, auf den ich mich in der Hauptsache bezogen habe, zitiert. Den Eindruck, etwas aus dem Zusammenhang zu reißen, wollte ich nicht erwecken. und ich wollte eigentlich nur sagen, dass ohne Ärzte und Pharmaindustrie, ich heute hier gar nichts schreiben könnte. So unsäglich manchmal diese Lobby auch ist, es geht halt nicht ohne.