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Was habe ich womöglich für einen Diabetes mit HBA1c von 5.1%, bei IFG und IGT?

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    am 03.03.2015 00:27:16
    Hallo,

    ich bin leider sehr verunsichert, zumal ich hier einige Beiträge von Menschen las, die mit "normalen/gesunden" Werten des HBA1c einen Diabetes haben, deshalb hier jetzt meine Werte und Geschichte und Anmeldung:

    Mein bisheriger HA hatte nie etwas zu meinen Glucosewerten gesagt, zuletzt im Dezember 2014 mit 99 mg/dl (NBZ): "Mein Blutzucker sei gut". Das hiesige und renomierte Labor gibt als oberen Grenzwert jedoch 110 mg/dl an. Mein Alter ist 48, der BMI lag in diesem Zeitraum unter 20.

    Ich kann mich allerdings an Werte aus dem Labor aus den letzten, vielleicht 10 bis 15 Jahren erinnern, wo schon Werte mit einer 1 voran gemessen wurden. Mir liegt jedoch schriftlich nur ein alter Wert von vor 10 Jahren vor, mit 92 mg/dl (Glucose im Serum). Ist dieser Wert mit heutigen, plasmabezogenen Werten vergleichbar? Eine schriftliche Kontaktaufnahme per Email an das Labor scheiterte, man gab mir keine Antwort.

    Im Januar hatte ich einen NBZ von 104 mg/dl, im Rahmen bei einer auswärtigen internistischen Kontrolle, auch hier wurde mir gesagt, daß alles in Ordnung sei (offenbar auf Grund des oberen Grenzwertes von 110 als Angabe des gleichen Labors).

    Ich war zunächst beruhigt und mehr oder weniger en passent las ich etwas später einen Wikiartikel und las auf einmal von einem Grenzwert von 99 mg/dl und dass Werte darüber auf einen Prädiabetes (Verdacht) hinweisen könnten. Ich war geschockt! Ich kontaktierte daraufhin direkt eine diabetische Facharztpraxis mit einem sehr guten Ruf. Man bot mir einen oGTT an, eine Überweisung ließ ich mir nicht geben, ich hätte sie sicherlich nicht von meinem HA erhalten.

    Der dortige NBZ wurde mit 107 mg/dl bestimmt, der 1h Wert ergab einen Wert von 172 und der 2h Wert von 153 mg/dl. Deshalb wurde sofort eine venöse Blutabnahme veranlasst, zur Bestimmung weiterer Werte. Der Arzt sagt auch ohne Umschweife, daß ich einen pathologischen Blutzuckerverlauf habe und gab mir grundlegende Ernährungstips, er zielte wohl auf den GI und GL bei Lebensmitteln ab. Man muß allerdings dazu sagen, daß ich in den Tagen zuvor mich nicht soo kohlenhydratreich ernährt hatte, seit Jahrenswechsel den "Weihnachtspeck" wieder verlor und zum Testzeitpunkt noch voller Angst war. Vielleicht könnten hier auch falsch positive, etwas erhöhte Werte entstanden sein?

    In meiner Panik kaufte ich mir den Accu-Check Aviva, während ich eine Woche auf die weiteren Laborwerte wartete. Der HBA1c wurde mit 5.1% ermittelt, ein Antikörpertest war negativ und das C-Peptid normal, bzw. etwas höher als notwendig. Einen Diabetes wurde gemäß der ärztlichen Aussage somit im Moment ausgeschlossen, ich würde aber einen Diabetes entwickeln, wenn ich zunehmen (Übergewicht) würde.

    Ich war ja schon immer seit Kindheitstagen ein Fan von süssen Sachen, auch durch mein chronisches Untergewicht, auf Grund primär fehlender Muskel- und sekundär an fehlender Fettmasse. Fleisch als Hauptmahlzeit mochte ich nie, ich kotzte sofort alleine durch den Geruch und Geschmack. Somit kompensierte ich mit Süssigen meinen KH-Bedarf. Sport hilft bei mir nicht, die fehlenden Muskeln sind wohl genetisch gedingt. Trotz Rückengymnastik (mit Gerätetrainung) seit nun vier Jahren ergab bei mir keinen Muskelaufbau der Brust- und Armmuskeln, lediglich durch meinen Radsport (2000 km/Jahr, die letzten 3 Jahre bei 3000 km/Jahr und mehr als 200 km Wandern/Jahr) habe ich anstatt dürren Beinchen jetzt nur dünne Beine, mein Gewicht ab dem 20. Lebenjahr ist von damals 52 bis 53 kg auf 57 kg im Schnitt gestiegen, inkl. etwa 2 kg Schwimmringe um die sehr schmale Hüfte.

    Ich habe jetzt die Nahrung mehr oder weniger komplett umgestellt, keine Süssigkeiten mehr (absolut nicht ein Stückchen mehr Schokolade), keine süssen Zwischenmahlzeiten mehr und jetzt nur etwas Obst. Ich ernähre mich also wie bisher vegetarisch (nicht aus Überzeugung), aber inkl. Milchprodukte. Ich entschied mich bei den Milchprodukte für normalfett-Produkte.

    Durch die Nahrungsumstellung seit einem guten Monat verlor ich weitere 3 Kilo und bin jetzt auf 54 kg runter (BMI=18,7), also an der Grenze zum Untergewicht. Das ist normalerweise mein Sommergewicht, nach viel Radsport. Ich weiß auch nicht mehr, wie ich mich noch ernähren soll. Ich esse jetzt zum Frühstück als Ausgleich mehr an Müsli (Basismüsli von Alnatura, ohne Zucker, etc.) mit Yoghurt (3,8 % Fett), schütte noch Haferkleie, Leinsamen, Dinkelkleie und etwas Soja dazu und Milch (3,8 %) zum Verdünnen und etwas Obst als Ergänzung (halber Apfel oder Birne, ...). Ich leide jetzt öfters an Hunger und esse gegen den Hunger verzweifelt schon Ernüsse (ungesalzen), aber zumindest sind die Heißhungerattacken auf Süsses verschwunden, wie noch zuletzt im Januar.

    Ich habe in Panik die letzten Wochen mehrmals am Tag die Blutzuckerwerte gemessen, der NBZ (vormittags, stehe später auf) schwankt mit dem Gerät gemessen um die 94 bis 99. Die 1h-Stunde-Werte (nach einem Essen mit geringer glykämischer Last) sind geringer, als die 2h-Werte. D.h. ein langsamer Anstieg im Verlauf von 2 Stunden, danach Abfall. Die Spitzenwerte (2h) lagen jeweils unter 130 (127 bis 128), mit einer Ausnahme: Ich aß einmal zwei große Suppenteller voll Hirsebrei (125 g mit 500 ml Milch aufgekocht und Apfel + Mandarine drin. Der 1h-Wert war noch bei 106, der 2h-Wert schoß auf 143 hoch, der 3h-Wert lag noch bei 138. Das ließ mich ziemlich schocken, das ist offensichtlich alles andere als normal.

    Mir erscheint, daß sich bisher nur mein Blutdruck verändert hat, der ist im Winter quasi ohne Sport bei 125 bis 130 systolisch, jetzt habe ich im Winter Sommerwerte im Schnitt bei weniger als 120/80, teilweise auch unter 110 mm Hg.

    Die nächste fachärztliche Kontrolle soll erst in einem guten Jahr sein, ich weiß gerade nicht, was ich noch machen kann, habe Angst vor einem Ausbruch von DM2. Mehr an Gewicht verlieren geht nicht mehr, vielleicht noch mehr an Sport.

    Ich frage mich gerade, ob diese Werte nach dem Essen nicht schon so viele Jahre sind, unbemerkt und vielleicht auf Grund meines Gewichts physiologisch sind?
    Woran könnte das noch liegen? Die Quittung für meine Vorlieben auf Süsses?
    Kann man bei mir leider von einem Prädiabetes sprechen?
    Ist das bei mir eine Insulinresistenz?

    Auf alle Fälle scheine ich wohl auch so ein Kandidat zu sein, bei dem der HBA1c eine heile, rosige Welt vorgaukelt, der NBZ chronisch an der Grenze kratzt/überschreitet, aber bei stärkerer Glucosebelastung im Verlauf pathologisch wird.

    Eure Meinung?
    Bearbeitet von User am 03.03.2015 00:38:08. Grund: Rechtschreibung und ergänzende Fragen
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    am 03.03.2015 01:05:36
    Wenn du vor zehn bis fünfzehn Jahren schon Werte um die hundert gemessen hast, dann zeigt dir das schon mal, dass deine diabetische Störung ziemlich stabil ist. Die Diagnose deines Arztes bestätigt das ja auch. Der oGtt war etwas erhöht, knapp über der Diagnoseschwelle zum Prädiabetes. Ein Typ eins wird damit zumindest unwahrscheinlicher, zumal auch der Peptidwert etwas erhöht war. Ich sehe keine Gründe, warum du die Diagnose des Arztes nicht voll annehmen solltest.

    Auch zeigt der oGtt sowie deine gemessenen Werte, dass für Beunruhigung wirklich absolut kein Grund besteht. Zumal deine Störung seit mindestens zehn Jahren stabil ist, wenn der Wert damals mit über hundert stimmte. Das alles passt super zu den Belastungswerten.

    Um aus deinem Prädiabetes keinen Diabetes werden zu lassen, hat dein Arzt ebenfalls ein gutes Instrument genannt. GI und GL sollten nun deine Freunde werden. Das ist eine luxuriöse Position und schränkt dich wirklich kaum ein. Glückwunsch zu der frühen Kenntnis und zu dem guten Arzt, der sich richtigerweise in deinem Fall nicht auf den HbA1c verlassen wollte.

    Du könntest noch mal deine Blutbilder checken und schauen, was die Cholesterinwerte sagen. Kann sein, dass diese bei deiner fettreichen Milchernährung etwas erhöht sind. Muss aber nicht sein, da du ja kein Fleisch isst, das wäre der Hauptlieferant für Cholesterin. Cholesterin ist ein Verdächtiger bei Insulinresistenz, wonach es bei dir ja zumindest aussieht. Sollte das also erhöht sein, hättest du eine Stellschraube.

    Muskeln kannst du aufbauen, genetik vergiss mal ;-)
    Eine Frage der Intensität, der Ernährung und der Erholung. Dieses Dreieck balanciert zur Anwendung gebracht und es ist praktisch unmöglich, keine Muskeln aufzubauen.
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    am 03.03.2015 08:25:45
    Hallo Karl-Friedrich!

    HbA1c 5,1, alle anderen Werte im Rahmen.

    Warum zum Geier hungerst Du? Und warum zum Geier möchtest Du Dich von dem Laien-Club hier in den Wahnsinn treiben lassen?

    Deine gemessen Werte zeigen im Prinzip gar nichts. Die Messgeräte sind alles andere als genau, und Dein Aviva wird wohlim Schnitt 20 mg/dl zuviel anzeigen.

    Ich hab vor einiger Zeit von Abbott FreeStyle auf Aviva Expert gewechselt und gleich mal einen Sprung von 5,9 auf 6,4 gemacht – obwohl im Tagebuch die "gleichen" Werte stehen....


    Ist aber Deine Entscheidung, ob Du Dich hier bekloppt-labern lassen willst....
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    am 03.03.2015 08:39:33

    Hallo Karl-Friedrich,
    ich möchte dich zu deinen Werten beglückwünschen.
    Ich wäre kein bisschen beunruhigt und würde mich ausgewogen ernähren. Ich sehe keinen Grund in Panik zu verfallen und mit KH-reduzierter Kost anzufangen.
    Weißt du warum jedes Labor "eigene" Grenzwerte den Messwerten beifügt? Weil die Messverfahren unterschiedlich sind und die Meßwerte von Labor zu Labor abweichen. Wenn das Labor als Grenzwert 110 für Ihre Ergebnisse angibt, dann darfst du das ruhig glauben.

    Jetzt noch ein gut gemeinter Rat: Arbeite an deinen Ängsten und lasse dir dabei helfen. Das ist wirklich gut gemeint und dich keines Falls angreifen.

    „Jeder Mensch hat die Chance, jeden Tag einen Teil der Welt zu verbessern, nämlich sich selbst“(Paul Anton de Lagarde)
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    am 03.03.2015 11:27:11
    Erst einmal vielen Dank an alle für Eure Antworten und das Lesen!

    purea schrieb:
    Wenn du vor zehn bis fünfzehn Jahren schon Werte um die hundert gemessen hast, dann zeigt dir das schon mal, dass deine diabetische Störung ziemlich stabil ist.



    Nun ja, ich weiß halt nicht wie ein Laborwert von vor 10 Jahren mit 92 mg/dl (Serum, Grenzwert war mit 126 angegeben) mit heutigen Werten (99, bzw. 104, Grenzwert 110) vergleichbar sind und ob sich daraus eine Tendenz ableiten läßt, oder nur im Rahmen der Messungenauigkeit oder natürlichen Tagesabweichung liegt. Ich las z.B., daß die heutigen plasmareferenzierten Werte im Vergleich zum Serum um etwa 11% höher sind, somit wäre der Wert von vor 10 Jahren mit den zwei heutigen Laborwerten vergleichbar und nominal fast identisch.

    purea schrieb:
    Die Diagnose deines Arztes bestätigt das ja auch. Der oGtt war etwas erhöht, knapp über der Diagnoseschwelle zum Prädiabetes. Ein Typ eins wird damit zumindest unwahrscheinlicher, zumal auch der Peptidwert etwas erhöht war. Ich sehe keine Gründe, warum du die Diagnose des Arztes nicht voll annehmen solltest.



    Zweifel an den Facharzt habe ich nicht im Geringsten, ich will aber nicht noch einen extra Termin vereinbaren, nur weil halt doch noch viele Fragen aufgetaucht sind. Andere Patienten haben es sicherlich viel nötiger, da will ich keine Termine belegen. Ich bin dennoch sehr froh um den Besuch und daß er die weiteren Laborwerte (HBA1c , C-Peptid, Antikörper) veranlaßt hatte und bin dankbar dafür. So habe ich eine fachliche Ausgangsbasis, auch wenn ich auf Grund des oGTT noch geschockt bin.

    purea schrieb:
    Auch zeigt der oGtt sowie deine gemessenen Werte, dass für Beunruhigung wirklich absolut kein Grund besteht. Zumal deine Störung seit mindestens zehn Jahren stabil ist, wenn der Wert damals mit über hundert stimmte. Das alles passt super zu den Belastungswerten.



    Danke Dir, ich werde mal versuchen an die alten Werte vom HA heranzukommen.

    purea schrieb:
    Um aus deinem Prädiabetes keinen Diabetes werden zu lassen, hat dein Arzt ebenfalls ein gutes Instrument genannt. GI und GL sollten nun deine Freunde werden. Das ist eine luxuriöse Position und schränkt dich wirklich kaum ein. Glückwunsch zu der frühen Kenntnis und zu dem guten Arzt, der sich richtigerweise in deinem Fall nicht auf den HbA1c verlassen wollte.



    Umgekehrt, der Arzt verließ sich nicht auf den oGTT, sondern der HBA1c wurde erst im zweiten Schritt bestimmt. Aber gut, ich werde mich dennoch nicht zurücklehnen und achte in Zukunft auf GI und GL: Schokolade, Schokotrunk, Fruchsäfte, Süssigkeiten, Weißbrot, süße Backwaren, Bretzeln, etc. sind bei mir für immer gestrichen. Wenn Brot, dann nur dünnes Vollkornbrot. Ich finde die Seite: http://jumk.de/glyx/ sehr interessant, diesbezüglich.

    purea schrieb:
    Du könntest noch mal deine Blutbilder checken und schauen, was die Cholesterinwerte sagen. Kann sein, dass diese bei deiner fettreichen Milchernährung etwas erhöht sind. Muss aber nicht sein, da du ja kein Fleisch isst, das wäre der Hauptlieferant für Cholesterin. Cholesterin ist ein Verdächtiger bei Insulinresistenz, wonach es bei dir ja zumindest aussieht. Sollte das also erhöht sein, hättest du eine Stellschraube.



    Nun ja, auf fettarme Milchprodukte will ich noch nicht umsteigen, da ich las, daß das Fett in einer Nahrung für einen langsameren Zuckeranstieg sorgt. Ich esse pro Tag vielleicht etwa 150 bis max. 200 g Joghurt, das sind max. 7,5 g Fett aus Yoghurt und aus Milch auch in etwa so viel, also höchstens 15 g Fett aus Milchprodukten, also tierisches Fett und höchstens zwei Eier die Woche. Sonst esse ich so gut wie kein Fleisch, wenn dann mal ein Wienerle oder etwas Maultaschen.

    Der GesaMTCholesterin war vor 20 Jahren 147 mg/dl. Im Jahr 2011 bei 186 und jetzt Anfang 2015 bei 188 (nach den vielen Süßigkeiten um die Weihnachtszeit herum). Irgendwann vor gut 5 Jahren hatte ich lerhöhte Werte zwischendrin, warum auch immer, sind also wieder herunter.
    Ich werde im kommenden Sommer, nach einem halben Jahr der Nahrungsumstellung, die Werte kontrollieren lassen, ob sich hier etwas ändert.

    purea schrieb:
    Muskeln kannst du aufbauen, genetik vergiss mal ;-)
    Eine Frage der Intensität, der Ernährung und der Erholung. Dieses Dreieck balanciert zur Anwendung gebracht und es ist praktisch unmöglich, keine Muskeln aufzubauen.



    Da habe ich die Hoffnung fast verloren, ich sehe aus wie verhungert, früher noch schlimmer. Ich praktiziere seit 10 Jahren regelmäßig z.B. Liegestützen, mit dem traurigen Ergebnis, daß sich um keinen Millimeter der Brustumfang vergrößert hat.
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    am 03.03.2015 11:42:51
    Hallo Karl-Friedrich,

    laß dich von purea nicht verunsichern. Meiner Meinung nach hat die gar keinen Diabetes, hätte aber wohl gerne einen (ja, ja, es gibt nichts, was es nicht gibt). Jetzt versucht sie hier die User in den Diabetes-Wahnsinn zu treiben und bei manchen gelingt ihr das sogar.
    Ignorier sie einfach. Ihre "Ratschläge" kannst du alle im Internet nachlesen und dort sind sie wenigstens nicht aus dem Zusammenhang gerissen,
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    am 03.03.2015 11:43:49
    TypEinser schrieb:
    Hallo Karl-Friedrich!

    HbA1c 5,1, alle anderen Werte im Rahmen.

    Warum zum Geier hungerst Du? Und warum zum Geier möchtest Du Dich von dem Laien-Club hier in den Wahnsinn treiben lassen?



    Wird man hier in den Wahnsinn getrieben? Ich bin erst ganz neu dabei und kannte bis vor wenigen Wochen das Forum noch nicht. Ich will halt nicht noch einen zweiten Termin bei FA vereinbaren, nur für einige Fragen, andere Patienten haben es sicherlich nötiger.

    TypEinser schrieb:
    Deine gemessen Werte zeigen im Prinzip gar nichts. Die Messgeräte sind alles andere als genau, und Dein Aviva wird wohlim Schnitt 20 mg/dl zuviel anzeigen.



    Soviel Abweichung? Ich habe das neueste 2014-Modell, angeblich Abweichungen bis 15 % im Bereich von 100 mg/dl. Aber gut, ich kenne mich damit gar nicht aus.
    Ich möchte halt nur gerne erfahren, welche Nahrung stark auf den BZ (Peak) einwirkt. Die Aussage vom Arzt war, wenn ich ihn recht verstanden hatte, daß der 1h-Wert (172) schon im schädlichen Bereich war und deshalb der Hinweis von ihm auf GI und GL. Ich will einfach nicht unbemerkt in einen DM2 abrutschen, mit Schäden, die man im Frühstadium noch gar nicht bemerkt.

    TypEinser schrieb:
    Ich hab vor einiger Zeit von Abbott FreeStyle auf Aviva Expert gewechselt und gleich mal einen Sprung von 5,9 auf 6,4 gemacht – obwohl im Tagebuch die "gleichen" Werte stehen....

    Ist aber Deine Entscheidung, ob Du Dich hier bekloppt-labern lassen willst....



    Hmm?
    Bearbeitet von User am 03.03.2015 11:46:09. Grund: R
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    am 03.03.2015 11:57:30
    [quote=Karl-Friedrich;75065
    Wird man hier in den Wahnsinn getrieben? Ich bin erst ganz neu dabei und kannte bis vor wenigen Wochen das Forum noch nicht. Ich will halt nicht noch einen zweiten Termin bei FA vereinbaren, nur für einige Fragen, andere Patienten haben es sicherlich nötiger.[/quote]


    Du hast Fragen zu DEINER Gesundheit – da kann Dir nur der Facharzt die Fragen richtig und ordentlich beantworten.

    Hier im Forum Diagnosefragen zu diskutieren ist vertrauenswürdiger als mit dem Fachmann?
    Du weißt doch gar nicht, welches Wissen und welches Halb/Nichtwissen DEINE Zukunft beeinflusst aufgrund offensichtlicher Falschaussagen hier im Forum. Willst Du Dir das tatsächlich antun?


    Ob Du Diabetes hast oder nicht kann NUR der Facharzt sagen.
    Aufgrund Deiner Angaben ist das sehr unwahrscheinlich, und es gilt sowieso der Tipp:
    Gesund ernähren und viel Bewegung.... das hört jeder Gast beim Doc.
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    am 03.03.2015 12:05:09
    Opa_Hans schrieb:

    Hallo Karl-Friedrich,
    ich möchte dich zu deinen Werten beglückwünschen.
    Ich wäre kein bisschen beunruhigt und würde mich ausgewogen ernähren. Ich sehe keinen Grund in Panik zu verfallen und mit KH-reduzierter Kost anzufangen.
    Weißt du warum jedes Labor "eigene" Grenzwerte den Messwerten beifügt? Weil die Messverfahren unterschiedlich sind und die Meßwerte von Labor zu Labor abweichen. Wenn das Labor als Grenzwert 110 für Ihre Ergebnisse angibt, dann darfst du das ruhig glauben.

    Jetzt noch ein gut gemeinter Rat: Arbeite an deinen Ängsten und lasse dir dabei helfen. Das ist wirklich gut gemeint und dich keines Falls angreifen.

    „Jeder Mensch hat die Chance, jeden Tag einen Teil der Welt zu verbessern, nämlich sich selbst“(Paul Anton de Lagarde)



    Danke Dir für die Worte. Die Worte vom Facharzt, daß ich einen DM entwickeln würde, falls ich zunehmen würde (auf Übergewicht bezogen) waren für mich ein kräftiger Schlag ins Gesicht und die womögliche Quittung für meine langjährige Süssigkeitssucht.

    Viel weniger als bisher esse ich eigentlich nicht, lediglich vermeide ich jetzt konsequent alles, was den Zucker schnell in die Höhe treiben läßt, mit dem Ergebnis, daß ich nun 3 Kilos abgenommen habe.

    Meine erste Panik ist allerdings verflogen, die Dose mit den 50 Teststeifen ist jetzt verbraucht und werde zukünftig nur noch sporadisch den NBZ messen. Mich würde noch z.B. interessieren, wie Nudeln und Reis sich bei mir bemerkbar auf den Peak machen, denn eine italienische, vegatarische Kost (pasta) gehörte bisher zu meinen Lieblingsgerichten, gerade als Basis für mehrstündige Radtouren von 50 bis 100 km.
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    am 03.03.2015 12:36:50
    TypEinser schrieb:

    Du hast Fragen zu DEINER Gesundheit – da kann Dir nur der Facharzt die Fragen richtig und ordentlich beantworten.

    Hier im Forum Diagnosefragen zu diskutieren ist vertrauenswürdiger als mit dem Fachmann?



    Tja, ich bin bisher nur in technischen Fachforen unterwegs, dort schreiben und lesen auch Berufstätige mit fachlicher Ausbildung. Natürlich gibt es auch dort manchmal verschiedene Sichtweisen...

    TypEinser schrieb:
    Du weißt doch gar nicht, welches Wissen und welches Halb/Nichtwissen DEINE Zukunft beeinflusst aufgrund offensichtlicher Falschaussagen hier im Forum. Willst Du Dir das tatsächlich antun?



    Eigentlich nicht, ich dachte, daß hier auch Ärzte und anderes Fachpersonal vertreten ist.

    TypEinser schrieb:

    Ob Du Diabetes hast oder nicht kann NUR der Facharzt sagen.



    Also, ich hatte den Arzt nur einmal gesehen und gesprochen. Die Kernaussagen waren: Pathologischer Blutzuckerverlauf als Ergebnis des oGTT, in einem Bereich, der schädigend sein kann/ist. Deshalb klare Hinweise/Empfehlung auf die Ernährung (Stichworte: GI, GL). Er sprach aber noch von möglichen, verschiedenen Sonderformen des Diabetes. Nach den erweiterten Laboruntersuchungen das Ergebnis, daß kein Diabetes vorliegt, aber ich einen entwickeln würde, falls Gewichtszunahme (wohl in Richung Übergewicht). Kontrolle in einem Jahr. Ob ich deshalb schon einen Prädiabetes habe, eine Sonderform oder eine Insulinresistenz habe, konnte ich nicht mehr fragen.
    Eine extra Termin im gleichen Quartal zu vereinbaren, wollte ich nicht mehr, andere Patienten haben es sicherlich nötiger. Deshalb dachte ich, hier in diesem Forum nachzufragen, da lesen und schreiben sicherlich Menschen, die sich auskennen und ausgebildet sind.
    Und nach allem, was ich bisher las, gibt es leider Diabetes (T2) auch bei schlanken/dünnen Menschen, die sich sich gesund ernähren und Sport treiben, wäre somit bei mir im Prinzip nicht auszuschliessen.

    TypEinser schrieb:
    Aufgrund Deiner Angaben ist das sehr unwahrscheinlich, und es gilt sowieso der Tipp:
    Gesund ernähren und viel Bewegung.... das hört jeder Gast beim Doc.



    Danke Dir für die klaren Worte, die Konsequenzen bzgl. Süsskram (GI/GL) habe ich gezogen, da will ich keine unnötigen, hohen BZ-Spitzen mehr meinem Körper zumuten.
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    am 03.03.2015 12:50:54
    Karl-Friedrich schrieb:

    Danke Dir für die klaren Worte, die Konsequenzen bzgl. Süsskram (GI/GL) habe ich gezogen, da will ich keine unnötigen, hohen BZ-Spitzen mehr meinem Körper zumuten.




    Ich persönlich kenne einen dicken Typ2er und 5 schlanke - das mag zwar die Ausnahme sein, aber Diabetes hält sich halt nicht an das, was der Volksmund zu kundtut! ;)

    Unnötige hohe BZ-Spitzen vermeiden ist grundsätzlich ein guter Plan – wobei die ja nicht unbedingt von Süßigkeiten kommen. Weißer, geschälter Reis (der vom Chinamann beispielsweise) scheppert deutlich mehr rein als ein Stück Schwarzwälde-Kirsch-Torte oder Schoko-Buttercreme.

    Die Nummer mit dem Glykämischen Index ist eine Orientierungshilfe – wichtiger ist die Glykämische Last, und da ist Schokolade (am besten mit Nüssen) bei einem "Hemd" wie dir wohl durchaus drin. Gummibärchen oder Marshmallows sind kontraproduktiv, Kartoffeln sind gut, Kartoffelpüree wiederum zu schnell, es sei denn, da kommt noch Leberkäse und Ei dazu.

    Wichtig für Dich sind jährliche Kontrollen und bewußte Ernährung – und dazu gehört auch bewußtes Genießen. Am Sport hapert es wohl nicht.... ;)
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    am 03.03.2015 13:04:21
    Karl-Friedrich schrieb:
    Die Kernaussagen waren: Pathologischer Blutzuckerverlauf als Ergebnis des oGTT, in einem Bereich, der schädigend sein kann/ist. Deshalb klare Hinweise/Empfehlung auf die Ernährung (Stichworte: GI, GL).




    Die Sache mit den Folgeschäden...

    Natürlich ist es so, dass erhöhte Blutzuckerwerte Folgeschäden verursachen.
    Mit einem "Einstiegsalter" um 50 Jahre und Einhaltung der Therapieziele (HbA1c kleiner 7, "geringe" Schwankungen" sind Schädigungen nach ca. 20 – 25 Jahren zu erwarten. Also dann, wenn die Natur schon von sich aus mit "Überraschungen" aufwartet... und selbst dann kann man gezielt behandeln.

    Typ1er, die ihre Karriere als Kleinkinder starten, im Teenager-Alter mit Hormon-Chaos und "null-Bock"-Phasen katastrophale Werte haben und zeitlebens gegen das "Diabetes-Monster" kämpfen, haben heutzutage die ersten Schäden nach 35 – 40 Jahren. Nieren und Augen, hier hat man heutzutage schon sehr gute Hilfe parat.

    Tpy2er werden leider auch heute noch meist erst anhand der "Folgeschäden" diagnostiziert. Und viele Typ2er nehmen ihre Erkrankung auf die leichte Schulter (das bisschen Zucker, was ist schon ne 300... letzte Woche war das bestimmt mehr). Ein Umstand, der auch dem Halbwissen der Bevölkerung anzulasten ist.... die Zuckerkrankheit kriegt man, wenn man zuviel Süßes ist, und Opa hatte auch nur ein bisschen Zucker, aber Oma hatte schweren Zucker, da waren schon die Beine ab..
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    am 03.03.2015 13:53:58
    Hallo Karl,

    Zu Plasma: ja, die Werte fallen von der Zahl her etwas höher aus. Wenn man jetzt wirklich den Wert von vor 15 Jahren vergleichen möchte, dann siehst du, dass deine Störung sehr schön stabil ist. Glückwunsch, das ist ein quasi ein Gottesgeschenk. Du wirst es damit besonders leicht haben, deinen Prädiabetes selbstbestimmt und erfolgreich womöglich für immer vollständig einzufrieren. Die Instrumente wurden dir genannt. Aufgrund des oGtt brauchst du deshalb auch nicht geschockt sein.

    Zum oGtt und HbA1c: ich meinte es eher so, dass ein normaler Hausarzt nur einen HbA1c angeordnet hätte und dich dann munter nach Hause geschickt hätte. Ein Facharzt, so erging es mir ja erfreulicherweise auch, hat da tiefere Kenntnisse und weiß um die Schwächen bei der Früherkennung von Diabetes und HbA1c. Also auch hier ausdrücklich Glückwunsch.

    Die Glyxseite gibt dir sehr gute Anhaltspunkte. Und was Fett betrifft: Ja, dieses verlangsamt die Aufnahme. Jetzt hast du ja Streifen und kannst diesen Effekt sehr gut beobachten. Normalerweise sollte der Peak eine Stunde nach dem Essen sein. Bei mir verschiebt sich dieser Punkt teilweise erheblich über eine Stunde nach hinten.

    Cholesterin: Wenn deine Cholesterinwerte ok sind, dann brauchst du tierisches Fett auch nicht weiter reduzieren. Es ist aber eine weitere Stellschraube, kannst ja mal im Hinterkopf behalten.

    Muskeln: das ist nun ein ganz anderes Thema. Aber da kann ich sicher auch gute Tipps geben. Zunächst ist es völlig konsequent, dass du keine Muskeln aufbaust bei dem, was du schilderst. Lügestütze setzen immer den gleichen Trainingsreiz. Wie oft machst du sie, wie viele machst du? Wenn du dich konsequent an das oben skizzierte Dreieck hieltest, dann würde das so aussehen: Alle drei Tage z.B. 3x50 Liegestütze. In den Folgewochen dann erhöhen auf 3x60 und so weiter. Die Ernährung auf KH und Eiweiß vor allem vor und nach den Einheiten fokussiert. Und nun kommst: und selbst dann würdest du kaum Muskelzuwachs verzeichnen, weil der Trainingsreiz auf Kraftausdauer geht. Der Körper braucht nicht mehr Muskelmassen, sondern ausdauernde Muskelmasse. Deshalb wirst du einen Bodybuilder nie mit Eigengewichtsübungen sehen, sondern immer mit sich steigernden Eisen, kürzen und heftigen Übungen. Z.B. 3x8 statt wie oben 3x60. Nur das fördert Muskelwachstum. Daher ist auch klar, warum du beim Fahrrad bei dünnen Beinen bleibst, wie alle Radfahrer. Es ergibt sich nun das Viereck beim Muskelwachstum:

    E.E.E.I = Einstellung . Ernährung . Erholung . Intensität

    Für deine Fahrradtouren ist dein Nudelteller genau das Richtige. Du kommst beim Radeln immer wieder in den anaeroben Bereich. Wenn dann keine KH da sind, dann würde der Körper eher Eiweiße abbauen, also Muskeln, um die Energie zu bekommen. Beim Sport sind KH unverzichtbar. Du solltest eher auf Fett ein Auge haben. Eine Wiener ist da z.B. Deutlich schmerzhafter für den Körper.

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    am 04.03.2015 00:05:02
    TypEinser schrieb:

    Unnötige hohe BZ-Spitzen vermeiden ist grundsätzlich ein guter Plan – wobei die ja nicht unbedingt von Süßigkeiten kommen. Weißer, geschälter Reis (der vom Chinamann beispielsweise) scheppert deutlich mehr rein als ein Stück Schwarzwälde-Kirsch-Torte oder Schoko-Buttercreme.



    Danke Dir, dieser Umstand war mir noch nicht bewußt. Das mit der Glykämische Last habe ich jetzt auch gelesen, hier (http://jumk.de/glyx/) kann man das schön je nach Gramm differenziert erkennen.

    TypEinser schrieb:
    Die Nummer mit dem Glykämischen Index ist eine Orientierungshilfe – wichtiger ist die Glykämische Last, und da ist Schokolade (am besten mit Nüssen) bei einem "Hemd" wie dir wohl durchaus drin. Gummibärchen oder Marshmallows sind kontraproduktiv, Kartoffeln sind gut, Kartoffelpüree wiederum zu schnell, es sei denn, da kommt noch Leberkäse und Ei dazu.



    Ok, dann wäre vielleicht doch einmal eine kleine Rippe Haselnußschokolade mal drin, so als Belohnung. Wie verhält sich das mit einer hochprozentigen, reinen Schokolade (mehr als 80%)?

    TypEinser schrieb:
    Wichtig für Dich sind jährliche Kontrollen und bewußte Ernährung – und dazu gehört auch bewußtes Genießen. Am Sport hapert es wohl nicht.... ;)



    Ich frage mich gerade, ob ich nach der Ernährungsumstellung mal in einem halben Jahr wieder einen oGTT durchführen sollte, um ggf. einen Effekt zu überprüfen, vgl. http://kardiologie-gefaessmedizin.universimed.com/artikel/behandlung-des-pr%C3%A4diabetes-di%C3%A4t-therapie-oder-gar-nichts

    Noch eine Frage bezüglich Nudeln, die ich gerne essen, auch mal vor einer längeren Radtour, oder danach. Hier las ich ebenfalls von einem tendenziellen hohen GI/GL. Sollte ich diese vermeiden, oder auf Vollkornnudel umsteigen?
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    am 04.03.2015 00:47:56
    purea schrieb:
    Hallo Karl,

    Zu Plasma: ja, die Werte fallen von der Zahl her etwas höher aus. Wenn man jetzt wirklich den Wert von vor 15 Jahren vergleichen möchte, dann siehst du, dass deine Störung sehr schön stabil ist. Glückwunsch, das ist ein quasi ein Gottesgeschenk. Du wirst es damit besonders leicht haben, deinen Prädiabetes selbstbestimmt und erfolgreich womöglich für immer vollständig einzufrieren. Die Instrumente wurden dir genannt. Aufgrund des oGtt brauchst du deshalb auch nicht geschockt sein.



    Der letzte, mir bekannte Wert war vor 10 Jahren, aber gut....
    Für mich war der oGTT ein richtiger, harter Warnschuß vor den Bug, der mein Lebensschiff zu einem Wendemanöver gebracht hat. Die Zukunft wird nach meiner Ernährungsumsstellung zeigen, wie sich womöglich der NBZ, oder ein weiterer oGTT in vielleicht einem halben oder vollem Jahr sich verändert, auch gerade im Vergleich zum HBA1c .

    purea schrieb:
    Zum oGtt und HbA1c: ich meinte es eher so, dass ein normaler Hausarzt nur einen HbA1c angeordnet hätte und dich dann munter nach Hause geschickt hätte. Ein Facharzt, so erging es mir ja erfreulicherweise auch, hat da tiefere Kenntnisse und weiß um die Schwächen bei der Früherkennung von Diabetes und HbA1c. Also auch hier ausdrücklich Glückwunsch.



    Das lag eher an meiner eigenen Hartnäckigkeit, es genau zu wissen. Der HA hätte bestimmt nicht einmal den HbA1c bestimmen lassen, mit dem Hinweis auf den letzten NBZ von 99 mg/dl. Und falls doch, hätte er mich auf Grund des Wertes von 5,1% nicht noch zu einem Diabetologen geschickt. So hätte ich also nie von meinen pathologischen Blutzuckerverlauf erfahren und den damit verbundenen Empfehlungen. D.h. alles wäre so unbemerkt weitergelaufen....
    Dabei fragte ich den HA schon vor vielen Jahren einmal, weil mir einmal ein Hunderterwert aufgefallen war nach einem Diabetes. Die Antwort war mehr oder wörtlich: Ich würde das dann merken, weil ich dann ständig auf's Klo rennen müsste und ständig Durst hätte und Gewicht verlieren würde.

    Sind solche Aussagen nicht fahrlässig, auch gerade in Hinblick bei diesen Symptomen auf einen sich schon lange manifestierten DM2, und den damit schon eingetretenen Folgeschäden?
    Sollte ich vielleicht besser den HA wechseln?

    Interessant ist noch nebenbei, was mir jetzt gerade noch aus dem Gespräch mit den jungen Diabetologen wieder in Erinnerung kommt, daß er von bisher noch unbekannten, bzw. noch nicht benannten Diabetesformen sprach und ich womöglich in so eine Kategorie reinfallen könnte. Ich hoffe, daß ich das jetzt so korrekt wiedergebe, zumindest schien er sehr differenziert zu denken und offenbar nicht alles in Typ1 und Typ2 einordnet.

    Aber offenbar "versagt" in meinem Fall eine alleinige Bestimmung des HBA1c, sehr interessant eigentlich.

    purea schrieb:
    Die Glyxseite gibt dir sehr gute Anhaltspunkte. Und was Fett betrifft: Ja, dieses verlangsamt die Aufnahme. Jetzt hast du ja Streifen und kannst diesen Effekt sehr gut beobachten. Normalerweise sollte der Peak eine Stunde nach dem Essen sein. Bei mir verschiebt sich dieser Punkt teilweise erheblich über eine Stunde nach hinten.



    Nach meinen Messungen, ergaben sich die Peaks eher auch erst nach 2, oder gar 3 Stunden, bei lastarmen Mahlzeiten. Bei einem Test mit 600 ml heißer Vollmilch war der Peak jedoch schon nach etwa einer Stunde bei etwa 127 mg/dl, nach 2 Std. bei 93 mg/dl, nach weiteren 1,5 Stunden und dem Genuß von einigen Tomaten und Früchtetee bei 97.

    Ich habe jedenfalls hier einige interessante Aspekte erfahren, auch nach meinen Messungen. Ich hoffe sehr, daß ich das so einfrieren kann, oder vielleicht weitere oGTT-Test niedrige Werte ergeben, nach einer andauernden Nahrungsumstellung. Wäre sowas denkbar, oder gar noch ein Absenken der NBZ-Werte?
    Bearbeitet von User am 04.03.2015 00:50:03. Grund: Satzbau
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    am 04.03.2015 06:17:11
    Karl-Friedrich schrieb:
    Ich hoffe sehr, daß ich das so einfrieren kann, oder vielleicht weitere oGTT-Test niedrige Werte ergeben, nach einer andauernden Nahrungsumstellung. Wäre sowas denkbar, oder gar noch ein Absenken der NBZ-Werte?

    Hallo Karl-Friedrich,

    HbA1c und Nüchterwert hängen davon ab, wie du dich ernährst und bewegst. Selbstverständlich kannst du die verbessern. Die oGTT-Werte zeigen, wie sich deine BZ-Automatik bei einer provozierten hohen Belastung verhält. Bei diesen Werten wird sich keine Besserung ergeben. Sie werden sich weiter verschlechtern bzw. im günstigsten Fall (bis auf zufällige Schwankungen) gleich bleiben.

    Warum hast du denn bei deiner Milch einen BZ-Anstieg befürchtet? Sieh zu allererst auf die KH-Menge deiner Mahlzeit. Damit kannst du die BZ-Wirkung auf jeden Fall schon mal grob abschätzen. Alles andere ist Feintuning.

    Beste Grüße, Rainer