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Typ 1 oder Typ 2
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1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
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am 17.08.2015 13:21:30
Den Typ2 hat jeder als erstes auf dem Schirm, der etwas von Diabetes versteht, wenn über mehrere Monate auffälliger Blutzucker ohne zunehmende große Anstiege gemessen wird. Besonders auch bei Frauen mit mehrfachem Schwangerschafts-Diabetes in der Vorgeschichte.
Denn wenn da ein Typ1 gewesen wäre, wenn also das eigene Immunsystem die eigenen Betazellen beseitigt hätte, hätte sich das auch in einem extrem langsamen LADA-Fall eher keine 16 Jahre Zeit dafür genommen.
Klar besteht immer noch die theoretische Möglichkeit eines anderen Typs als 2. Und wenn Du einen sehr neugierigen Dok hast oder selbst auf möglichst eindeutige Typen-Bestimmung bestehst, wird er weitere Untersuchungen machen.
Aber völlig unabhängig von dem, was dabei heraus kommt, gilt der Blutzucker alltäglich im behandlungsmäßig guten Rahmen als erstes ärztliches Behandlungs-Ziel.
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Der Austausch über Erfahrungen und Behandlungen mit Diabetes ist völlig normal in einem funktionierenden Diabetes-Forum. Also alles um BZ und HBA1c, Bewegen, Essen, Medikamente und Dosierungen und medizinische Hintergründe usw.
Kein Beitrag kann und will als Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose und Behandlung verstanden werden. -
am 17.08.2015 13:41:27
cindy schrieb:
So sehe ich das auch!!! Darum will ich mich hier auch informieren!!! Ich erwarte keine Diagnose in diesem Forum, sondern Informationen, damit ich den Arzt darauf ansprechen kann! Sonst wird einem dort nur das nötigste erzählt!!! Ich war eben wieder da, weil heute mein Tagesprofil ansteht und konnte nur mit der Schwester sprechen, die ich natürlich auch gleich ausgefragt habe...hoffe, ich komm heute abend nochmal dazu, den Arzt zu fragen!!! Die Schwester meinte eben, sie würde sagen, ich wäre Typ 2!!! Da frag ich mich, wie sie das nach zwei Blutzuckeruntersuchungen sagen kann???!!! Heute früh einen Wert von 126....nüchtern! Und heute Mittag, eine Stunde nach dem Essen, einen Wert von 122!
Was die Schwester meint ist völlig egal. Praktisch jeder, der nicht im Jugendalter einen Typ1 entwickelt, wird erstmal als Typ2 bezeichnet und mit Tabletten behandelt. Leider hab ich das schon mehr als einmal erlebt.
Dein Diabetes könnte z.B. auch ein MODY, also genetisch bedingt sein. Ärzte (und LOGI Verteidiger) sehen das aber nicht gerne, denn da paßt die Geschichte mit der Ernährung und der Bewegung leider überhaupt nicht. -
am 17.08.2015 21:18:35
Ja so wurde das dann auch heute vom Arzt eingeschätzt! Typ 2! Tabletten ab sofort! Die Werte sind nicht schlecht, für mein Alter allerdings zu hoch! Er hat sich nicht darauf eingelassen, dass ich es erstmal mit der Umstellung der Ernährung versuchen wollte und auch nicht, dass ich, nach allem, was ich jetzt gelesen habe, lieber Insulin spritzen würde! Nein! Es gibt Tabletten mit Nebenwirkungen.....ich will die gar nicht nehmen!!!!!!!!!!! -
Kato01
Rang: Gastam 18.08.2015 07:59:59
Moin,
für den Anfang nimm die Tabletten,
die Nebenwirkungen halten sich in Grenzen,
du bist auf dem richtigen Weg,Ernährung und Bewegung-Informationen sammeln.
Finde dich erst mal rein,es ist nicht so schlimm wie es am Anfang wirkt.
Du könntest auch eine zweite Meinung einholen,gibt ja noch mehr Ärtzte.
Viel ERFOLG!!!!!!
LG -
am 18.08.2015 09:25:32
Die Tablette ist wahrscheinlich Metformin. Denn das ist das erste auf der fachoffiziellen Medi-Leiter. Es gehört zu den bewährtesten Diabetes Mitteln überhaupt. Es bremst die Zucker-Ausgabe der Leber, die bei Typ2 meistens viel zu groß ist. Für die bessere Anfangsverträglichkeit wird es in sehr kleinen Dosen eingeschlichen. Die Wirkung der passenden Behandlungs-Dosierung kannst Du nach einigen Tagen bis Wochen am ehesten am Nüchternwert morgens ablesen, der im Vergleich zu dem ohne Met dann deutlich niedriger sein müsste.
Generell: Was Du mit welchem Erfolg tust, zeigt Dir Dein Messgerät. Z.B. im Durchschnitt etwa 1 Stunde nach dem Essen die Blutzucker-Spitze davon. So siehst Du, welches Essen bei Dir welchen Blutzucker-Anstieg macht. Damit kannst Du gezielt auswählen, was Deinen Blutzucker nach dem Essen weniger hoch ansteigen lässt. Und mit den weniger hohen Spitzen nach dem Essen sinken meistens auch die Täler dazwischen wieder ein Stück weiter ab und damit auch der Langzeitwert HBA1c.
Wenn Du auf diese Weise Deine Blutwerte bei der nächsten Quartals-Überprüfung wieder in dem Bereich hast, den der Dok für Dich als optimal ansieht, oder vielleicht sogar besser, wird er sicher zustimmen, wenn Du das Metformin dann nicht mehr nehmen willst :)
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Kein Beitrag kann und will als Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose und Behandlung verstanden werden. -
am 18.08.2015 10:13:22
cindy schrieb:
Ja so wurde das dann auch heute vom Arzt eingeschätzt! Typ 2! Tabletten ab sofort! Die Werte sind nicht schlecht, für mein Alter allerdings zu hoch! Er hat sich nicht darauf eingelassen, dass ich es erstmal mit der Umstellung der Ernährung versuchen wollte und auch nicht, dass ich, nach allem, was ich jetzt gelesen habe, lieber Insulin spritzen würde! Nein! Es gibt Tabletten mit Nebenwirkungen.....ich will die gar nicht nehmen!!!!!!!!!!!
Manche Ärzte stellen sich an, wenn sie das Wort "Insulin" bei Typ2 hören. Das sind meist die "altgedienden" Hausärzte. Dabei gibt es genug Möglichkeiten. Z.B. eine Therapie mit Tabletten (oder eben mit Ernährungsumstellung), unterstützt von Gaben von Basalinsulin (nennt sich BOT) oder eben ein paar Einheiten von schnellwirkendem Insulin zu den Mahlzeiten.
Wenn der Arzt auf diesem Ohr taub ist, würde ich mir einen anderen suchen oder in die Diabetes-Ambulanz einer Uniklinik gehen. Jedenfalls für den Anfang.
Du mußt nur aufpassen. daß er dir kein Medikament aus der Gruppe der Sulfonylharnstoffe verschreibt. Das sind die, die die BSD gnadenlos auspowern. Diese "Therapie" ist in meinen Augen ein Kunstfehler, wird aber immer noch angewandt. -
am 18.08.2015 12:38:37
Vielen Dank für eure Beiträge!
Ich muss die Tabletten wohl erstmal nehmen! Ja, es ist Metformin! Und nach Metformin kommen die Tabletten, die das letzte Insulin "rausholen"! Und dann kommt das Spritzen!
Und ja, mein Arzt ist von der älteren Generation!
Ich frag mich nur, was eine Ernährungsumstellung bringen soll, wenn die Werte nüchtern das Problem sind???!!! Nach dem Essen hatte ich gestern Werte von 122 und 118!!! Das ist doch völlig super???!!! Und ich hatte viel gegessen und auch noch Cola dazu getrunken!!! Weil ich einfach sehen wollte, wie der Wert ansteigt!!! Er lag aber trotz allem im Normalbereich!!!
Warum ist dann der Nüchternwert so hoch??? Morgens war er 126 und nachmittags (viereinhalb Stunden nichts gegessen, nur Wasser und Kaffee getrunken) lag er bei 128!!! Das verstehe ich nicht!!!!!!!!!!!!
Und falls jetzt wieder jemand sagt, ich solle den Arzt fragen, hab ich schon gemacht und hab da irgendwie nicht wirklich ne vernünftige Antwort bekommen!!! -
am 18.08.2015 12:46:29
Hallo Cindy,
deine Werte klingen, bis auf den NBZ, echt gut. Bei deinem Engagement denke schon, dass du deinen Diabetes gut im Griff behalten kannst und dich nicht vor ihm fürchten musst. Metformin wirkt übrigens am meisten auf den NBZ, deshalb ist das Medikament wirklich nicht verkehrt. Du brauchst vor Metformin auch keine Angst zu haben. Es ist ein sicheres Medikament, das von vielen Diabetikern schon viele Jahre eingenommen wird. Anders als bei den neuen Medikamenten brauchst du deshalb keine bisher unbekannten Nebenwirkungen zu befürchten. Die Hauptnebenwirkung vin Metformin sind die anfänglichen Magen-/Darmprobleme, die aber bei den meisten nach der Eingewöhnung verschwinden. Ganz wichtig ist das langsame Einschleichen, aber das hat dir dein Arzt bestimmt erzählt.
Mit deinem Wunsch nach zeitigem Insulin musst du realistisch bleiben. Selbst wenn du ganz Deutschland durchkämmst, wirst du wohl keinen Arzt finden, der dir bei diesem "leichten" Diabetes Insulin verschreibt. Du bist mit deinem Arzt gar nicht so schlecht dran, dass er dir gleich das Metformin gegönnt hat. Nach den Leitlinien soll das, außer bei sehr hohen Werten, nämlich erst nach einem Quartal geschehen.
LG Rainer
Bearbeitet von User am 18.08.2015 12:55:03. Grund: . -
am 18.08.2015 13:02:08
Danke....
Ich glaube auch, dass der Arzt ganz gut ist, obwohl er schon zum älteren Semester zählt!
Glaube auch, dass er mir das sofort verschrieben hat, weil ich wegen meiner Beschwerden gekommen bin und nicht, weil durch Zufall der erhöhte Wert entdeckt wurde......
Bin trotzdem hin und hergerissen........