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Wie Insulin in Pulver nachweisen?
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am 04.05.2016 11:20:50 | IP (Hash): 2044059759
Hallo,
ich habe in den USA ein Pulver gekauft, dass angeblich orales Insulin enthält und zur Prävention von Diabetes helfen kann. Dazu gibt es auch in Deutschland Studien, die vielversprechend sind, ist also nicht totaler Schwachsinn.
Nun frage ich mich aber, ob dieses Pulver einfach nur ein Fake ist oder ob da wirklich Insulin drin ist.
Daher die FRAGE:
Hat jemand eine Idee, wie man Insulin in einem Pulver nachweisen könnte?
Einen Einfluss auf den Blutzuckerspiegel hat es auf keinen Fall, das wurde schon in den deutschen Studien dazu gezeigt, da es gar nicht ins Blut gelangt (laut Studien aber dennoch eine Schutzwirkung hat). Also: Einfach einnehmen und BZ messen geht daher nicht.
Meine Tochter hat ein nachgewiesenes hohes Risiko (Gendisposition und nachgewiesene Antikörper im Blut) in den nächsten 10 Jahren an Diabetes zu erkranken. Und da man sonst nichts tun kann....
Hat jemand eine Trick-Idee?
Danke!!
lg
Diddi -
am 04.05.2016 11:26:04 | IP (Hash): 1166648021
Insulin ist ein Hormon und würde - oral eingenommen - sofort im Magen verdaut werden. Also kann ibn diesem Pulver kein Insulin sein.
Wenn das möglich wäre, glaubst du nicht, daß es dann schon seit langer Zeit Insulintabletten gäbe. Man spritzt Insulin doch nicht aus Lust und Tollerei. -
am 04.05.2016 11:34:42 | IP (Hash): 2044059759
genau, das schrieb ich auch schon oben. Es soll auch den BZ nicht senken, siehe oben. Es ist eine Prävention, um den Ausbruch der Krankheit zu verhindern, das ist zumindest die These. Google mal "orales insulin studie".
lg
Diddi
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am 04.05.2016 12:50:44 | IP (Hash): 1166648021
Diddi2 schrieb:
genau, das schrieb ich auch schon oben. Es soll auch den BZ nicht senken, siehe oben. Es ist eine Prävention, um den Ausbruch der Krankheit zu verhindern, das ist zumindest die These. Google mal "orales insulin studie".
lg
Diddi
Hab gerade gegoogelt und nichts neues dabei erfahren. Offenbar forschen die Wissenschaftler an einer Insulinpille, aber das ist ja schon längst bekannt. Das Problem Insulin unbeschadet durch den Verdauungstrakt zu bringen ist noch lange nicht gelöst. Von Insulin in Pulverform hab ich nichts finden können und bei den Problemen die bei Pillen auftauchen, erscheint Insulinpulver eine absolute Unmöglichkeit zu sein.
Es wurde ja auch schon mal Insulin als Nasenspray herzustellen, ging wohl voll in die Hose, kein Mensch redet mehr davon.
Was das auch immer für ein Pulver sein mag, das man dir in den USA angedreht hat, zur Prophylaxe für Diabetes Typ1 taugt es garantiert nicht. Die "Diabetespille" ist ja auch erst im Forschungstadium und wenn es je gelingen sollte, so etwas herzustellen, dann wird das noch Jahre dauern.
Bearbeitet von User am 04.05.2016 12:55:06. Grund: .1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 04.05.2016 13:07:24 | IP (Hash): 2044059759
Hier Studien in BRD und USA zu dem Thema
http://www.kompetenznetz-diabetes-mellitus.net/index.php/betroffenen-info/studienuebersicht/oral-insulin?lang=de
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/62576
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am 04.05.2016 22:06:55 | IP (Hash): 1027926554
Diddi2 schrieb:
Meine Tochter hat ein nachgewiesenes hohes Risiko (Gendisposition und nachgewiesene Antikörper im Blut) in den nächsten 10 Jahren an Diabetes zu erkranken. Und da man sonst nichts tun kann....
Hat jemand eine Trick-Idee?
Hallo Diddi,
ich halte diese Möglichkeit auch für sehr interessant. Es ist zwar noch längst nicht nachgewiesen, dass es hilft, aber die bisherigen Ergebnisse klingen recht aussichtsreich. Ich würde so einen Versuch bestimmt auch wagen, wenn ein Kind von mir in dieser Situation wäre, auch wenn es wahrscheilich ziemlich teuer wird. Ich wünsche deiner Tochter viel Erfolg dabei.
Ich würde einfach mal bei einem Medizinlabor nachfragen. Die Ermittlung der Insulinkonzentration im Blut gehört ja zu den gebrächlichen Messungen. Vielleicht kann das Insulin in einer Lösung mit dem Pulver ohne große Probleme nachgemessen werden.
Beste Grüße, Rainer
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Cracktros
Rang: Gastam 05.05.2016 01:02:46 | IP (Hash): 1863481109
Hallo Diddi2
Finger weg von ominösen Pulvern!
erst jüngst berichteten Medien, dass solche Medikamente oft gefälscht sind und, dass Lebensgefahr bestehe.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/gefaelschte-arzneimittel-lebensgefahr-durch-illegale-onlineapotheken-a-838228.html
z.B der Spiegel
die Zitierte Studie ist n i c h t s für Deine Tochter
Da bei deine Tochter schon Antikörper nachweisbar sind, wird selbst das Original-Präparat, (wenn es Funktionieren würde (Derzeit gibt es keinen endgültigen beweis, noch nicht einmal das richtige Medikament ist bekannt.) n i c h t s bringen. Dieser Versuch hat Anhaltspunkte für Kinder ohne vorhandene Antikörper gebracht Bei allen Personen, bei denen Antikörper existent waren, hat er aber zu 100 % versagt.
neuere Infos hier
http://jama.jamanetwork.com/article.aspx?articleid=2275446
zu deiner Frage:
Insulin kann recht simpel im Labor Nachgewiesen werden. Es gibt keine Tests die Zuhause durchgeführt werden können.
weiter siehe hier
http://www.radiobremen.de/gesellschaft/themen/arzneimittel-faelschung100.html weiter siehe hier
Bearbeitet von User am 05.05.2016 01:27:30. Grund: ergänzung -
am 05.05.2016 09:35:42 | IP (Hash): 275378761
Rainer schrieb:
Diddi2 schrieb:
Meine Tochter hat ein nachgewiesenes hohes Risiko (Gendisposition und nachgewiesene Antikörper im Blut) in den nächsten 10 Jahren an Diabetes zu erkranken. Und da man sonst nichts tun kann....
Hat jemand eine Trick-Idee?
Hallo Diddi,
ich halte diese Möglichkeit auch für sehr interessant. Es ist zwar noch längst nicht nachgewiesen, dass es hilft, aber die bisherigen Ergebnisse klingen recht aussichtsreich. Ich würde so einen Versuch bestimmt auch wagen, wenn ein Kind von mir in dieser Situation wäre, auch wenn es wahrscheilich ziemlich teuer wird. Ich wünsche deiner Tochter viel Erfolg dabei.
Ich würde einfach mal bei einem Medizinlabor nachfragen. Die Ermittlung der Insulinkonzentration im Blut gehört ja zu den gebrächlichen Messungen. Vielleicht kann das Insulin in einer Lösung mit dem Pulver ohne große Probleme nachgemessen werden.
Beste Grüße, Rainer
Kannst du mir mal erklären, wie das Pulver samt Insulin durch den Verdauungstrakt gehen soll? Das ist doch das große Problem, an dem noch geforscht wird.
Vermutlich krieg ich keine Antwort, aber ich möchte das hier doch mal zur Diskussion stellen. -
am 05.05.2016 23:45:38 | IP (Hash): 1842394593
Hallo EH,
dass das Insulin nicht im Blut ankommt, ist klar. Das soll es bei dieser Behandlung auch gar nicht, sonst müssten die Kinder ja andauernd unterzuckert rumlaufen.
Hier ist eine Erläuterung, wie das oral aufgenommene Insulin wirken soll:
Diabetes_online schrieb:
Oral verabreicht, wird das Insulin über die Mund- und Darmschleimhaut aufgenommen und während des Verdauungsprozesses in kleinere Bestandteile aufgespalten. Daher hat es – anders als das Insulin, das gespritzt wird - keinerlei Einfluss auf den Blutzuckerspiegel. Stattdessen wirkt es wie ein Impfstoff, der das Immunsystem trainieren soll.
Quelle: http://www.diabetes-online.de/a/1733743
Bearbeitet von User am 05.05.2016 23:49:45. Grund: . -
Cracktros
Rang: Gastam 06.05.2016 00:08:28 | IP (Hash): 1863481109
Rainer schrieb:
Hallo EH,
dass das Insulin nicht im Blut ankommt, ist klar. Das soll es bei dieser Behandlung auch gar nicht, sonst müssten die Kinder ja andauernd unterzuckert rumlaufen.
Hier ist eine Erläuterung, wie das oral aufgenommene Insulin wirken soll:
Diabetes_online schrieb:
Oral verabreicht, wird das Insulin über die Mund- und Darmschleimhaut aufgenommen und während des Verdauungsprozesses in kleinere Bestandteile aufgespalten. Daher hat es – anders als das Insulin, das gespritzt wird - keinerlei Einfluss auf den Blutzuckerspiegel. Stattdessen wirkt es wie ein Impfstoff, der das Immunsystem trainieren soll.
Quelle: http://www.diabetes-online.de/a/1733743
Dann hast Du auch hoffentlich gelesen, dass diese Methode nichts für Patienten ist, die schon Antikörper entwickelt haben.