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Unzufriedenheit mit Laborwerten

  • Elfe

    Rang: Gast
    am 08.09.2016 01:12:44 | IP (Hash): 2097828581
    Lieber Rolf,
    bzgl. Empfindung liege ich nicht falsch.
    Falls es dich interessiert, kannst du ja mal das Thema http://www.diabetes-forum.de/forum/topic/12074/Extraportion-Traubenzucker-fuers-Gehirn
    nachlesen, wo R. meinte, mich vorführen zu können.

    Den R. habe ich mit Kohlenhydraten provoziert und der hat z.B. Themen von Neudiabetikern gesprengt, nur um mich mit der Fliegenklatsche zu vertreiben. Habe dagegen gehalten, bin jetzt dahin gehend einfach nur müde.
    Diese KH-Vermeidung + Bewegungsleier nervt.

    Da du dich aber augenscheinlich mit Mangelernährung beschäftigst, da sind wir schon zwei.
    Sein Leben nur auf Blutzucker/Gewicht zu reduzieren ist zu wenig.
    Ernährung ist ja eigentlich nicht nur Vergnügen oder Blutzuckerwert, sondern soll uns ja alle wichtigen Nährstoffe geben. In unserer Überflussgesellschaft wird das aber eher übersehen und erst erkannt, wenn 's einen erwischt hat.
    In der Tat war ich mangelernährt mit Katastrophen-Blutwerten. Und das, was mein Organismus nicht mehr selber aufnimmt (verschiedene Gründe), muss ich nun über Medikamente ausgleichen.
    Das, was aber noch geht, versuche ich über Lebensmittel zu erhalten.
    Deshalb liege ich so quer auch zu Jürgens Meinung, KH-Vermeidung und Rohkost.
    Hab's versucht, zu erklären, daß manche Inhaltsstoffe durch erhitzen (https://de.wikipedia.org/wiki/Lycopin) besser für den Körper verfügbar sind, und bin kläglich gescheitert, Gegen eine jahrelange vorgefasste Meinung (www-bestätigt) komme ich als Forums-(nicht Diabetes-)Neuling nicht an.

    Da dich ja auch mehreres plagt, heißt es genauer hinzusehen. Ist z.T. nicht einfach, wenn ein Facharzt diese Ernährung empfiehlt und der andere eine andere Ernährung empfiehlt, und eigentlich gar nichts mehr übrig bleibt (habe ich durchgestanden).

    Daß du dir doch mal die Ausnahme von der Regel gönnst, finde ich gut !
    Du nennst dabei NRW-'Spezialitäten' !?

    Herzlichst Elf(e)chen

    P.S.: Mich beglich das Gefühl, daß ich nur als Störenfried in trauter Herrenrunde wahrgenommen werde.
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    Rang: Erweitertes Mitglied
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    Mitglied seit: 14.04.2015
    am 08.09.2016 05:51:23 | IP (Hash): 325266757
    Moin, Moin mein LielingsElfchen,

    ich habe mich mein Leben lang immer optimal ernährt, frisches Obst und Gemüse, Vollkornbrot, Fleisch aus kontrollierten Beständen und abwechslungsreich. Bis zu dem Zeitpunkt bis ich psychische Probleme bekam. Hab abr wieder komplett umgestellt. Nur dadurch war es meinem Körper möglich zu entgleisen.
    Metabolisches Syndrom mit all seinen Möglichkeiten schlug zu. Der Rückwärtsgang ist eingelegt.

    Ich bin geborener Bottroper, habe 2 Jahre in Bottrop Boy gelegt und dann sind wir in unser neues Haus in Gladbeck am Stadion gezogen, wo ich 22 Jahre lang lebte. Logischerweise nimmt man dann Redewendungen, Gerichte, Ausdrücke an. Lach! Wollte dort nie leben. Mir fehlte das Wasser mit dem ich hier beglückt werde. Elbe, Kanal, Nordsee und Ostsee - so liebe ich es.

    Mein LieblingsElfchen, mich störst du absolut nicht und ich geniesse unsere Kommunikation, auch mit den anderen Mitgliedern finde ich sie produktiv. Ich empfinde es hier stimmig.

    Liebe Grüße
    Rolf

    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 09.09.2016 00:39:56 | IP (Hash): 2097828581
    Lieber Rolf,
    bin erleichtert, daß du mir nicht böse bist und ich dir weiter schreiben darf.

    Herzlichst Elfchen
    aus dem Rheinland (nicht Elbe, aber auch schön)



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    Mitglied seit: 14.04.2015
    am 09.09.2016 03:00:08 | IP (Hash): 325266757
    Moin, Moin mein LieblingsElfchen,

    der Rhein lag praktisch auch vor meiner Haustür in NRW. bis Wesel, wo mein Cousinchen lebt sind es
    rund 40 km aber dort war ich nie heimisch. Ich brauche den Duft der See, die "RiesenPötte" und den Geruch von Fisch. Der Leuchtturm auf der 0,45 Cent Briefmarke ist meiner in den Sommernächten. Er markiert die Einfahrt zur alten Schleuse des Nord-Ostsee-Kanal und dort sitze ich ab und an mit einer Flasche Sekt, einer Zigarette und sehe den Schiffen nach............

    Nun zum Thema Ernährung. Für mich ist eine ausgewogene Ernährung das A & O. Frische Produkte., qualitativ hochwertig, Abwechslung, kurze Lagerung und schonende Zubereitung sind mir wichtig.
    Aber wie bei allen Vorstellungen die ein Mensch hat gibt es andere Mitmenschen, die andere Vorstellungen haben. Diese nehme ich zur Kenntnis und denke darüber nach, wie beispielsweise Rainers Einwand Fette angehend. In einem Punkt muss man nicht lange darüber nachdenken. Jahrelang predigten Ernährungswissenschaftler, Medien und wer sich noch dazu berufen fühlte auf Fette zu verzichten, weil sie hochkalorisch sind. Tatsache aber ist dass Mitmenschen immer fetter werden und sich Krankheiten, wie Diabetes ausbreiten. Rainer, Du und ich dürften keine Ernährungswissenschaftler sein und propagieren eigene oder angelesene Meinungen. Deshalb nehme ich Auseinandersetzungen vielleicht anders wahr, denn ich habe nicht die geistige Erleuchtung.

    Mir kannst Du immer schreiben, weil ich gern mit Mitmenschen kommuniziere und offen bin.

    Liebe Grüße
    Rolf



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    am 16.09.2016 04:20:21 | IP (Hash): 1286373456
    Moin, Moin zusammen,

    leider ist der Abschlussbericht aus dem Immanuel Hospital, Berlin-Wannsee immer noch nicht bei mir. Ich habe mein Versprechen die Werte einzustellen nicht vergessen und komme darauf zurück, sobald mir der abschließend Arztbericht vorliegt.

    Liebe Grüße
    Rolf






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  • Elfe

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    am 20.11.2016 01:12:30 | IP (Hash): 30001922
    Hallo Rolf,

    gerade aktuell gibt es einen Artikel in der Apotheken-Umschau zu Blutfettwerten.
    Leider nur im Heft (nicht online)
    Leseprobe hier http://www.apotheken-umschau.de/Inhaltsvorschau#page/10
    Welche Apotheken die Umschau ausgeben beim Wohnort hier
    http://www.apotheken-umschau.de/Finder

    So grundsätzlich geht es bei diesem Artikel um Cholersterin/Triglycerid-Werte.
    Aber auch um entsprechende Ernährung.
    Statt Mittelmeerdiät wird eine Nordeuropa-Ernährung geprüft, die dir doch eigentlich entgegenkommen könnte.

    So online zum Thema bitte hier auch lesen:
    http://www.spektrum.de/news/new-nordic-diet-statt-mittelmeerdiaet/1398774

    Herzlichst Elfe
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    am 23.11.2016 00:53:23 | IP (Hash): 938126933
    Moin, Moin mein LieblingsElfchen,

    danke das Du an mich gedacht hat und danke für den von Dir erstellten Beitrag. Den habe ich mir
    gerade zu Gemüte geführt.

    Derzeit läuft bei mir nichts aber auch überhaupt nichts rund. Es ist, als wenn ich aus den Schienen
    gesprungen bin. Meine Blutwerte sind alle im Normbereich aber......... ich verzweifele an der Umsetzung meiner Gewichtsreduktion. Mir gelingt derzeit nichts, aber auch absolut nichts. Deshalb hatte ich am Montag Kontakt zu Frau Toll vom UKE, Hamburg aufgenommen. Sie ist die "Chefin" der
    Adipositas Abteilung. Am 9. Januar bin ich bei ihr und bespreche mit Ärzten meine Problematiken.

    Ich wurschtel mich bis zu diesem Zeitpunkt so durch, was nicht meinem Naturell entspricht, da ich eher der Macher Typ bin.

    Halte Dich auf dem Laufenden.

    Liebe Grüße
    Rolf






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    am 23.11.2016 15:19:56 | IP (Hash): 1363024215
    Hallo Rolf,

    wie ist Dein TR zur Zeit? Ist der Wert weiter gefallen. Welche Erfahrung hast Du gemacht und wie senkt man den TR-Wert?
    Ich habe auch einen TR-Wert von 301, die anderen Werte sind gut. War am 03.11.16 bei
    einer Ärztin zur Besprechung, sollte ein Essprotokoll über 2 Tage erstellen, habe dies auch
    gemacht aber bis jetzt noch keine Antwort erhalten.
    Ich erwarte Deine Nachricht,
    viele Grüße Werner
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    am 23.11.2016 16:48:16 | IP (Hash): 1817988226
    Moin, Moin Werner,

    wie ich das gemacht habe? Du keine Ahnung. Das meine ich ehrlich. Ich in auf dem Ernährungstrip und da scheinen es verschiedene Ansätze zu geben. Rainer aus dem Forum plädiert für zusätzliches Fett, Elefe und andere warnen davor.

    Meine derzeitigen Werte:

    Cholesterin 181, LDL - 78, HDL - 42 (ohne Medikamente)

    Triglyceride 304

    Ich habe am 9. Janur einen Termin zur Ernährungsberatung im UKE, Hamburg. Frau Toll wird dort
    meine Gesprächspartnerin sein.

    www.adipositas-hamburg.de

    Ich halte Dich/Euch aluf dem laufenden.

    Liebe Grüße
    Rolf




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    am 23.11.2016 17:28:19 | IP (Hash): 397711354
    Meine Triglyzeride sind mit meiner weitgehenden Stärke-Minimierung von über 200 auf 50-70 gesunken.


    ----------------------------------------------
    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 23.11.2016 18:00:27 | IP (Hash): 472111217
    Hallo Werner,

    stelle hier den Link noch mal ein, aus einem früheren Beitrag:
    http://www.assmann-stiftung.de/ernaehrung/ernaehrung-triglyceride/
    von dieser Website gibt es weitere Links
    zur Lebensmittelliste http://www.assmann-stiftung.de/ernaehrung/lebensmittelliste-ubersicht/
    und auch Tipps zum Abnehmen http://www.assmann-stiftung.de/uebergewicht/
    und http://www.assmann-stiftung.de/praevention/lebensstil/wissenschaftliche-empfehlungen/ubergewicht/

    Ja, lieber Rolf, ich bin ein Gegner vom wahllosen 'High Fat'.
    Wie ihr anhand der Links lesen könnt, werden sogenannte 'ungesättigte Fette' empfohlen, aus Fisch - was Dir Rolf entgegen kommt :-) -, Ölen und Nüssen; 'gesättigte' Fette aus Fleisch nur 2- 3 x pro Woche, Butter kommt hier gar nicht vor.

    Diese Ernährung wird auch allgemein empfohlen als Vorbeugung zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen u.a.

    Herzlichst Elfe
    Bearbeitet von User am 23.11.2016 18:02:52. Grund: .
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    am 23.11.2016 21:45:23 | IP (Hash): 1235363470
    Hallo Werner,

    wenn du ausführliche Informationen zur Senkung der TG haben willst, dann sage einfach Bescheid.


    @Rolf,
    ich wünsche dir tolle Erfolge mit deiner Frau Toll. Falls dabei auch nichts richtiges rauskommt, dann kannst du dir ja schon immer mal die LOGI-Klinik Überruh in Isny im Allgäu ansehen. Der Vorteil wäre, dass dein Diabetes und das Übergewicht gemeinsam betrachtet und behandelt werden. Selbstverständlich zahlt die KK bei entsprechender positiven Beantragung auch die Reha in dieser Klinik. Aber erst mal wünsche ich dir viel Erfolg bei deinem geplanten Versuch.
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    am 24.11.2016 00:39:38 | IP (Hash): 1817988226
    Moin, Moin mein LieblingsElfchen,

    ich habe Werner von den beiden im Forum vertretenen Ansichten berichtet.

    Du die Fraktion WENIG FETT
    Rainer die Fraktion VIEL FETT.

    Nun muss Werner seine Denkmurmel anschalten und eruieren, wie auch ich es mache. Nur schlagt Euch nicht die Köpfe ein. Das sollten Forscher tun. Möchte hier keine DIABETES HOOLIGAN Szene im Forum erleben. LACH!!!!

    Liebe Grüße
    Rolf







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    am 24.11.2016 00:47:07 | IP (Hash): 1817988226
    Hallo Rainer,

    auf den Erfolg mit Frau Toll hoffe ich sehr, nicht nur wegen meiner Diabetes Erkrankung.
    Suche doch immer noch eine Partnerin für mich. Die muss ja nicht toll aussehen. Es
    würde mir durchaus reichen, wenn sie so gut aussieht, wie Heidi Klum und auch so ver-
    mögend wäre, denn sie soll mich ja auch gut aushalten.

    Aber mal Scherz beiseite. Das mit der LOGI-Klinik Überruh in Isny ist mir durchgegangen
    und ich nehme diese Klinik jetzt unter meine Beobachtung. Danke !!!!

    Liebe Grüße
    Rolf



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    am 24.11.2016 02:33:19 | IP (Hash): 1713003150
    Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass eine langsame KH-lastige, pflanzenbasierte und möglichst fettfreie Ernährung die Pfunde so schnell purzeln lässt, dass man zugucken kann. Während ich unter LCHF mein Gewicht stabil hielt, würde ich unter HCLF beinahe untergewichtig. Durch die geringe Fettaufnahme sind Blutfettwerte idR im Topbereich.

    Es gibt da auch diesen diesen einen umstrittenen us-amerikanischen Professor, der dieser Ernährungsform ein Buch gewidmet hat unter dem Titel Reverse Diabetes.

    Unter den Bedingungen Prädiabetes kann ich durch lange Selbsttests in meinem Fall eindeutig feststellen, dass sich die Werte bei High Carb Low Fat verbessern. Keine Ahnung, wie es funktioniert, da man ja eigentlich das Gegenteil erwarten würde. Möglicherweise eine Verbindung aus der schnellen Gewichtsabnahme, dass Streichen tierischer Fette und die Zufuhr jeder Menge pflanzlicher Stoffe insbesondere aus Hülsenfrüchten in Gemüse.
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    am 24.11.2016 06:46:44 | IP (Hash): 2100926178
    Moin, Moin purea,

    toll, wenn es bei Dir so passiert. Ich beispielsweise esse jede Menge Obst, nehme 2 x 1000 mg Metformin und 1 mal wöchentlich Trulicity 1,5mg und habe einen exzellenten HbA1c von derzeit 5,7 nach 5,5. Wie das funktioniert ist mir ein Rätsel?

    Deswegen bin ich der festen Überzeugung, dass jedes Individuum seinen Weg gehen muss, ganz so wie Frankie Boy:

    I DID IT MY WAY

    https://www.youtube.com/watch?v=9SXWX6qg0y4

    Liebe Grüße
    Rolf

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    am 24.11.2016 18:33:31 | IP (Hash): 1293530792
    Obst hat gar keinen so hohen glykämischen Index bzw. keine so hohe glykämische Last. Viele denken immer, Obst sei ja süß, es ist Fruchtzucker drin, also müsse das krass reinhauen. Das ist aber gar nicht so, wenn man sich mal die Liste genauer anschaut. Also dass du mit reichlich Obst und Metformin deinen HbA1c gut senkst, ist durchaus denkbar.

    https://jumk.de/glyx/
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 24.11.2016 19:20:13 | IP (Hash): 858904876
    Lighthouse schrieb:
    Moin, Moin mein LieblingsElfchen,

    ich habe Werner von den beiden im Forum vertretenen Ansichten berichtet.

    Du die Fraktion WENIG FETT
    Rainer die Fraktion VIEL FETT.

    Nun muss Werner seine Denkmurmel anschalten und eruieren, wie auch ich es mache. Nur schlagt Euch nicht die Köpfe ein. Das sollten Forscher tun. Möchte hier keine DIABETES HOOLIGAN Szene im Forum erleben. LACH!!!!

    Liebe Grüße
    Rolf







    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.



    Hatte verlinkt: Richtiges Fett aus Fisch und pflanzlich, nicht unbedingt wenig, schon andere Aussage ! Aber betreffend Triglyceride !

    Wenn Rainer mit seiner anderen Ernährung Gewicht und Blutzucker im Griff hat, ist doch erfreulich,
    mag auch für manche der richtige Weg sein.

    Auf dem Sofa sitzen, lesen, auslachen, grübeln und nur 'Denkmurmel' anwerfen ist zu wenig.
    Schon überlegen, plausibel oder nicht, aber dann auch mal Ernährung ca. eine Woche ausprobieren. Bezgl. Gewicht könnte man dann schon was schlussfolgern, zeigt die heimische Personenwaage an (+ sich zur Bewegung aufraffen).

    Geht ja dabei außerdem nicht um irgendwelche schädlichen Substanzen, sondern 'nur' um Lebensmittel.
    Bei den Triglyceriden ist man allerdings auf den Arzt angewiesen, um die Werte zu überprüfen.

    Purea, bin da ganz auf deiner Seite, beachte auch den Glyx, zumal ich das mit Insulin berücksichtigen muss und auch entsprechend messen kann.
    Könntest du bitte mal einen Link zum Buch des US-Profs. setzen ?
    Nur per googeln kommen so viele Treffer aus UK und USA mit wieder unterschiedlichen Empfehlungen, aber nicht so wie in deiner Beschreibung.
    Kann den 1er Diabetes natürlich nicht durch Ernährung 'rückgängig' machen, jedoch ist hier die Ernährung auch wichtig. Danke !
    Bearbeitet von User am 24.11.2016 19:25:29. Grund: .
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    Mitglied seit: 26.02.2014
    am 24.11.2016 21:55:54 | IP (Hash): 1293530792
    Das ist Dr. Neal Barnard's Program for Reversing Diabetes

    Die Ernährung ist sehr einfach und auch schnell zusammengefasst. Ich versuche mal, mich zu erinnern

    1. Keine tierischen Fette
    2. Low GI
    3. Extremely low fat
    4. Pflanzenbasiert insebsondere aufbauend auf Hülsenfrüchten

    Im Grunde also eine Low Fat vegane Ernährung. Sein Buch basiert auf seiner Studie mit 30 T2 Teilnehmern. Die Studie gibt erste Hinweise auf die Vorteilhaftigkeit dieser Ernährung, eine großangelegte Studie steht aber meines Wissens immer noch aus. Im angelsächsischen Raum ist Bernard viel bekannter, eine Zeitlang gab es wohl auch einen Hype dort, wobei in Foren dort immer wieder viele diese KH-lastige Ernährung verlacht haben.

    Ich glaube, dass für fortgeschrittene manifeste T2er diese Ernährung womöglich kritisch ist. Aber auch da müsste man erstmal genauer hinschauen und langzeitig beobachten. Es bringt ja nichts, wenn ein T2er nach dem Essen eines Tellers Kichererbsen schimpft, sein BZ würde steigen und bei Mozzerella mit 50ml Olivenöl nicht. Das ist keine Überraschung. Interessant ist, was nach 5 Jahren oder so passiert ist. Es könnte ja gut sein, dass kurzfristig der BZ stärker steigt, langfristig aber umgekehrt.

    Ich komme darauf, weil ich diese Beobachtung unter meinen Prädiabetesbedingungen gemacht habe. Bei LCHF hatte ich super Werte nach dem Essen, dafür stiegen aber die NBZ Werte langsam aber stetig. Bei HCLF ist es umgekehrt gewesen am Anfang. Also schlechtere Werte nach dem Essen und auch ein leicht gestiegener HbA1c (5,0 LCHF zu HCLF 5,3%). Allerdings bemerke ich jetzt nach einer längeren Zeit unter dieser Ernährung, dass die Werte nach dem Essen recht gut sind und die NBZ Werte sind sehr deutlich besser geworden. HbA1c werde ich mal im Januar wieder machen. Ob es einen Zusammenhang gibt, lässt sich nicht zweifelsfrei sagen, ich mache noch viel anderes wie Sport oder Zimt. Auffällig ist es aber zumindest schon.

    Habe mir aus Neugier letzte Woche mal wieder Teststreifen gekauft seit einigen Monaten. NBZ lag bei 91, getestet habe ich außerdem mit 125g Vollkornspaghetti (Trockenmasse) von Rossmann.
    Direkt nach dem letzten Bissen: 135
    15 Minuten danach: 165
    10 Minuten danach: 128

    Bei 200g Kichererbsen (gekeimt, dann gekocht) war der Höchstwert 15 Minuten nach dem Essen bei 138. Was mich überrascht ist die neuerdings wieder äußerst zügige Antwort meiner BSD auf Spitzen. Die Spitzen scheinen nunmehr nur noch wenige Minuten anzuhalten. Das müsste ich aber mal unter OGTT Bedingungen testen. Dann ließe sich verlässlicher sagen, ob die IR tatsächlich zurückgeht.
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    am 25.11.2016 00:04:15 | IP (Hash): 1413228964
    Heute denke ich, dass es sinnhaft wäre, möglichst viele=Millionen von Menschen mit Prädiabetes und Diabetes zu begleiten und systematisch zu schauen und systematisch aufzuarbeiten, mit welchen Verhaltensmustern welche Ergebnis-Muster produziert werden.


    Denn das ist der Nachteil von Studien: Sie beobachten mehr oder weniger wenige Einzelleben für einen mehr oder wenigen kurzen Abschnitt unter mehr oder weniger eingeschränkten Verhaltens-Verhältnissen. Abseits vom Leben.


    Große Herausforderung:
    Big Data. Die Idee, dass das da ne Big Brother Bedrohung erwachse. Wobei die Bedrohung zu ner Zeit erdacht wurde, als die noch gar nicht wirklich möglich war. Heute macht uns Google vor, wie sich jede Datensammlung selbst dann zielgerichtet optimal individuell aufbereiten lässt. Und ich bin fest davon überzeugt, dass wir mit Hilfe dieser neuen Technologie sehr viel mehr als bisher über unseren Diabetes lernen könnten.


    Und zu unserem gesunden Leben damit.


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  • Elfe

    Rang: Gast
    am 25.11.2016 01:13:04 | IP (Hash): 858904876
    Danke Purea für die Antwort !

    Diese Ernährung ist doch gar nicht so weit entfernt von anderen.
    Ist wie manch anderes in der These zugespitzt.

    KH-lastig ist das nicht unbedingt. Pflanzliche KHs sind gar nicht so blutzuckersteigernd.
    Tierische Fette sind in Maßen eigentlich auch o.k. und wichtig - Milchprodukte/Ei, Fleisch (Eisen).
    Extremely low fat ist extrem, was pflanzliche Fette nicht ausschließen sollte, tierische Fette eher in Maßen.

    Alle deine berichteten Werte sind vollkommen im gesunden Bereich.
    Solch eine Beschränkung brauchst du nicht - den GI zu berücksichtigen kann ich zustimmen.

    Vollkorn-Nudeln 125 g (Trockenmasse) ist schon echt viel.
    Wenn du normale Hartweizen-Nudeln (weniger) mit Soße/Pesto in der BZ-Wirkung bremsen könntest, wäre das auch o.k.

    Eine Fixierung auf so angeblich gesunde Lebensmittel ist m.E. nicht zielführend.
    Die Mischung ist wichtig.
    Bei so ganz normalen Mahlzeiten (KH, Fett, Eiweiß) ist der BZ gar nicht so das Problem, sondern eher das 'Zwischendurch', Naschen und zusätzlicher ach so gesunder Nüsse u.a.

    Deine Ängste Prädiabetes ist fragwürdig. Hast du eine familiäre Disposition ?
    Stamme aus einer 2er-Linie ab, war vorbereitet, bin aber als 1er und 3er diagnostiziert worden.
    Mit Ernährung lässt sich genetisch/organische Veranlagung nicht beeinflussen.

    Herzlich Elfe
    Bearbeitet von User am 25.11.2016 01:23:45. Grund: .
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    Mitglied seit: 26.02.2014
    am 25.11.2016 15:28:27 | IP (Hash): 1713014024
    Hallo Elfe,

    du interpretierst zu viel ;). Im einzelnen:

    Diese Ernährungsform ist schon recht deutlich von anderen abgegrenzt. Alleine bereits dadurch, dass sie auf einer veganen Ernährung basiert, die von sich aus schon als deutlich abgegrenzt zu sehen ist. In Kombination mit extremely low fat wird daraus eine noch wesentlich verschärftere Ernährungsform. Der Autor gibt einen Grenzwert von 2% Fettanteil in den Lebensmitteln an. Du kannst ja mal beim Einkaufen schauen, welche veganen Lebensmittel damit nicht kompatibel sind. Im Ganzen bleibt damit also nur eine Ernährung basierend auf Hülsenfrüchten, Getreidearten, Pseudo-Getreidearten und Reis, dazu Gemüse und Obst. Das ist eine sehr KH-lastige Ernährung. Bei Hülsenfrüchten kann man bei Bohnen etwas sparen. Aber gerade Nudeln, Reis, Buchweizen, Maisprodukte sorgen für einen ziemlich hohen Load an KH. Der Punkt ist hier auch, dass man irgendwann wirklich darauf achten muss, überhaupt noch genug Kalorien zu sich zu nehmen. Das geht dann eben nur über die KH bei dieser Ernährung. Denn es fallen ja zB auch Avokado und Nüsse raus, die hochkalorisch wären.

    Was diese Ernährung ja auch noch drastisch abgrenzt, ist der eingeschränkte Grad der Alltagstauglichkeit. Außerhalb essen ist praktisch kaum noch möglich. Für veganer gibt es mittlerweile genügend Optionen. Aber keinesfalls für low fat vegan! Dann muss das Essen auch bestenfalls gut geplant werden. Gerade Hülsenfrüchte müssen eingeweicht werden, zB 24 Stunden. Sonst bekommt man Probleme mit der Phytinsäure.

    Extremely low fat heißt beim Autor, dass nur natürlich vorkommende Fette aus den oben genannten Lebensmitteln aufgenommen werden sollen, Richtwert 2%. ZB hat Buchweizen 1,7% Fett, Hafer volles Korn bereits 7%.

    Meine Werte sind im gesunden Bereich, weil ich mich beschränke. Das ist ja gerade der Trick bei T2 Remission. Übergewichtige verlieren zB so lange Fett, bis sie normale Werte haben. Würden sie aber wie früher wieder essen, dann wären sie ganz schnell wieder im ungesunden Bereich. Würde ich zB Grießbrei essen, dann erreichte ich locker die 200. So war es zumindest früher. Vielleicht ist es jetzt anders.

    Prädiabetes macht mir keine Angst, wo liest du das raus? Das Gegenteil ist der Fall, ich betrachte das heute als soetwas wie einen Glücksfall, dass es damals zufällig im Krankenhaus entdeckt wurde. Eine bewusste und gesunde Ernährungsweise ist für mich heute eine der wichtigsten Säulen für Lebensqualität geworden.

    Ich praktiziere diese Ernährungsform übrigens nicht. Eine zeitlang ja, aber ich habe zu viel Gewicht verloren. Wie ich bereits sagte, es ist nicht gerade einfach, genügend Kalorien aufzunehmen. Wenn man dann noch Sport macht, kann man wirklich zugucken, wie die Hosen immer größer werden. Es liegt ja nicht nur an der fehlenden Fettaufnahme. Die ganzen Ballaststoffe zB aus den Hülsenfrüchten regen die Verdauung bekanntermaßen an. Es wird also viel Energie bereits für die Verdauung gebraucht.

    Heute ernähre ich mich vegetarisch, teilweise vegan. Es kann ab und zu vorkommen, dass ich mir zB Käse kaufe, auch Fisch kann mal vorkommen, zB in Omega 3 Kapseln.

    Mir ist die Bernard Ernährung heute zu extrem. Man muss auch Ergänzungsmittel nehmen und wachsam bleiben, was Laborwerte betrifft. ZB B12 und Kalzium. Ich glaube, dass die beste Ernährung heute eine Low GI Vollwerternährung auf Basis ökologischer Produkte ist, die weitgehend auf tierische Fette verzichtet, insbesondere auf Fette aus rotem Fleisch. Da ich aber aus Gewissensgründen und Verantwortungsbewusstsein den Konsum von Fleisch ablehne, kommt eine Vollwerternährung für mich nicht in Frage.
    Bearbeitet von User am 25.11.2016 15:40:20. Grund: .
  • Elfe

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    am 26.11.2016 00:28:48 | IP (Hash): 858904876
    Hallo Purea,

    danke dir sehr für deine ausführliche Beschreibung.
    Hatte nur über die Website wenige Informationen zu Barnard's Programm, aber immerhin stand dort 'added vegetable oils', also schon etwas Fett.
    Wenn man nur 'Reversing Diabetes' ins Suchfenster eingibt, findet man auch weniger strenge Ernährungsempfehlungen als bei Barnard.

    Deine Angst zum sogen. Prädiabetes hatte ich schon bei dem anderen Thema 'Frage' befürchtet, wo du den 1 h-Wert 200 beim OGTT beschreibst. Deswegen hatte ich hier jetzt auch nach ev. Veranlagung gefragt.
    Meine, daß du diesen Wert überinterpretierst und dir eigentlich keine Sorgen machen musst.

    Nutze auch eher die 'grünen' Lebensmittel aus der Glyxtabelle.
    Gewissensgründe bzgl. Fleisch kann ich sehr gut nachvollziehen.
    Milch, Milchprodukte, Ei habe ich dennoch im Speiseplan - so als Mittelweg zwischen ärztlicher Anweisung wg. Blutwerte und persönlichem Gewissen.

    Die Fischölkapseln sind zu deiner Einstellung bemerkenswert inkonsequent, wenn du dir die Herstellung ansiehst
    http://www.noble-house.tk/de/rettet-das-meer-mit-amanprana/pharmazeutisches-fischoel.

    Ungesättige Fette lassen sich auch gut über pflanzliche Öle aufnehmen
    https://vebu.de/fitness-gesundheit/naehrstoffe/omega-3-fettsaeuren-in-pflanzlichen-lebensmittel/

    Habe Leinsamen im morgendlichen Müsli.
    Rapsöl ist auch zum Braten/Kochen = erhitzbar zu verwenden.
    Leinöl ist nicht so universell verwendbar, lässt sich auch nicht lange aufheben, deshalb eher in kleineren Mengen im Handel.

    Herzlich Elfe
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    am 26.11.2016 09:10:53 | IP (Hash): 1698297427
    Moin, Moin LieblingsElfchen,
    Moin, Moin Purea,

    da auch ich Probleme mit der Ernährung und Übergewicht habe, eröffnete ich diesen Beitrag
    unter dem Aspekt der Laborwerte. Derzeit befinde ich mich in einer Krise, da ich auf der
    Stelle trete. Super Blutwerte mit Ausnahme der Triglyzeride, die eindeutig zu hoch sind.
    Rainer empfiehlt Fett - Elfchen verteufelt Fett und Du sprichst von veganer Ernährung und
    purzelnden Pfunden.

    Ich habe heute Morgen versucht nach den von Dir angegebenen Begriffen mit DuckDuckGo zu
    suchen, was mich allerdings nicht befriedigte. Hast Du Links zu Herrn Bernard und sein Konzept
    angehend? Ich würde mich sehr darüber freuen.

    In einem Punkt punktet jede Diät - den "Erfinder" mach Sie vermögend, bekannt und funktioniert
    immer, zumindest kurzfristig. Die chirurgischen Eingriffe funktionieren ebenfalls, aber mit welchen Folgen? Ich habe gerade das Ergebnis einer Freundin von mir vor Augen. Sie hat jetzt 55 kg runter aber mit welchen Folgen........ Es müssten vielleicht noch einmal 45 kg Abnahme erfolgen. Dann aber stehen
    weitere Operationen an, denn das Gewebe muss gestrafft werden.

    Ich habe keine Probleme mit dem Gewissen oder mit dem Verantwortungsbewußtsein. Menschen haben immer Fleisch oder Fisch gegessen. Das lustige ist, Menschen mit einem veganen Hype lehnen aus ethischen und gesundheitlichen Gründen den Konsum ab und quarzen dafür oder nehmen Drogen.
    Du nimmst Fischöl Kapseln, was ja nicht anderes ist und aus Hering, Dorsch, Lachs und Hai Arten gewonnen wird. Seltsamerweise verweigert bislang noch niemand Pflanzen zu konsumieren, denen nimmt man ja auch das Leben.

    Liebe Grüße
    Rolf




    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.
    Bearbeitet von User am 26.11.2016 09:14:49. Grund: Schreibfehler
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    am 26.11.2016 11:57:12 | IP (Hash): 536901431
    Muss auch hier mal ein bisschen widersprechen. Nur ein bisschen, denn an Diäten wird ja wirklich öfter mal mehr oder weniger immens verdient. Weil wir mental gestörten Esser uns gern einreden lassen, dass teuer sein muss, was für uns gut ist, weil ja alles massenweise und günstige an sich schon schlecht sein muss.
    Dabei würde eine Frage die meisten Diäten in echte Erklärungsnot bringen: Hätte die Menschheit sich bis vor etwas 200 Jahren zum Einsetzen dessen, was wir als Zivilisation genießen, gegen alle Widrigkeiten so toll entwickeln können, wenn dafür gerade diese Diät sooo überlebensnotwendig gewesen wäre?


    Dass ich statt schlauer Studien und Theorien lieber systematisch ausgewertete Daten aus dem realen Leben zur möglichen Orientierung dafür hätte, was unter welchen Voraussetzungen günstiger sein könnte, hatte ich ja schon geschrieben. Als Ergebnis stelle ich mir vor, dass damit einige eifrige Verfechter gewaltig umlernen müssten, wenn die Zahlen ihnen zeigten, dass ihre Gegner ebenso gute produzierten.
    Und Kern jeden Abnehmens ist nun mal der Verbrauch der gespeicherten Reserven. Den kann man zwar mit körperlicher Betätigung erhöhen, aber damit wird unser Organismus auch ein besserer Energie-Verwerter=sparsamer! Und sparsamer wird er zudem auch noch mit jedem Jahr, das wir älter werden.


    Gemeine Überlegungen vor allem jetzt so um diese Jahreszeit, vor allem dann, wenn wir noch nach der alten Eltern-Maxime erst was Vernünftiges essen müssen, bevor wir an die Leckerchen dürfen. Denn oft reichen schon die ganz normalen vernünftigen Mahlzeiten für den weiteren Ausbau der Reserven, zu denen die Leckerchen dann eben dazu gepackt werden.
    Vernünftiger wäre tatsächlich, vom sogenannt vernünftigen Essen so viel an Energie weg zu lassen, wie man sich unbedingt an saisonalen Leckereien einverleiben muss. Beneidenswert, wer da aufhören kann, wenn er unhungrig ist. Daumendrück ;)


    ----------------------------------------------
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    Bearbeitet von User am 26.11.2016 12:00:24. Grund: Ergänzung
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    am 26.11.2016 12:54:36 | IP (Hash): 1092331916
    Hallo Rolf,

    das Buch ist nur auf englisch zu haben, zB hier:

    http://www.buecher.de/shop/sachbuecher--ratgeber/dr-neal-barnards-program-for-reversing-diabetes/barnard-neal-d-m-d-/products_products/detail/prod_id/23077456/

    Oder hier mit 740 Reviews: https://www.amazon.com/Neal-Barnards-Program-Reversing-Diabetes/dp/1594868107/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1480159606&sr=1-1&keywords=reversing+diabetes

    Oder hier: https://www.amazon.de/Neal-Barnards-Program-Reversing-Diabetes-ebook/dp/B00CRLR4DQ/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1480159728&sr=8-1&keywords=bernard+diabetes

    Im englischen Amazon hat das Buch 740 durchschnittlich hervorragende Bewertungen, im deutschen Amazon nur 6. Das sagt schon alles und erklärt, warum du über die Suchmaschine nichts gefunden hast im deutschen Raum. Das ist hier völlig unbekannt, obwohl schon 2008 erschienen.

    Diese Diät hat keine kurzfristigen Effekte, es gibt auch keinen Jojo-Effekt. Es gibt auf der ganzen Welt quasi keine fetten veganer, das ist Fakt. Bei dieser besonderen veganen Form ist es schlichtweg ausgeschlossen, nicht abzunehmen bzw. zuzunehmen. Die Gewichtsreduktion wird kurzfristig und zusätzlich dauerhaft erreicht. Und das ohne jegliche Beschränkung von Kalorien, Kalorien zählen oder ähnliches. Es ist ausdrücklich erwünscht, dass man so viel essen soll, wie man kann und will und schafft.

    Aber wie gesagt, bevor man meint, das klingt ja zu schön, um wahr zu sein: vegane Ernährung muss bewusst gewollt und umgesetzt werden. Anders als bei Kalorienreduktion zB (friss einfach die Hälfte), muss man sich bei dieser Ernährungsform aktiv zeigen anstatt einfach den halben Teller stehen zu lassen.
    -------------------

    @Elfe: Ja, ist vielleicht eine gute Idee, demnächst dann mal lieber auf echten Fisch umzusteigen.

    Habe mich wohl auch etwas zu früh gefreut. NBZ war heute bei 95, das ist noch ok. Habe aber gestern mal einen Stresstest gemacht. Ungefähr 300g Pommes aus dem Backofen.

    Nach dem letzten Bissen: 137
    10 Minuten nach letztem Bissen: 193
    15 nach letztem Bissen: 194
    18 nach letztem Bissen: 206
    27 nach letztem Bissen: 240

    Ab da habe ich die Reißleine gezogen, 50 Liegestützen, diverse Kniebeugen, Situps etc., 4 Minuten. Davor habe ich einfach ruhig auf dem Stuhl gesessen.

    31 Minuten nach dem letzten Bissen: 199 (nun wieder ruhig auf dem Stuhl)
    43 nach dem letzten Bissen: 204
    47 nach dem letzten Bissen: 193
    56 nach dem letzten Bissen: 160
    65 nach dem letzten Bissen: 155
    71 nach dem letzten Bissen: 146

    Das war mein mit Abstand höchster je gemessener Wert. Beim OGTT hatte ich damals 226 nach 1h. Wobei man dazu einschränken muss, dass der Wert nach 1h bei mir zu ungenau ist. Ich hatte damals beim OGTT nach 30 Minuten mit ziemlicher Sicherheit Werte nahe der 300.
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    am 26.11.2016 14:08:49 | IP (Hash): 1698297427
    Moin, Moin purea,
    Moin, moin Lieblingselfchen,
    Moin, Moin hit_Jürgen,

    danke für Eure Zuschriften und dir ganz besonders purea für den Link zu der Diät. Nun muss ich in mich gehen und fragen, will ich das Buch auf Englisch lesen? Es wird eine Herausforderung sein, weil es medizinisches Wissen/Vokabular beinhaltet, was ich nicht habe und mühsam ergoogeln muss.

    Insgesamt scheint aber mit der von uns progragierten Ernährung etwas nicht zu stimmen. Menschen in
    industriell entwickelten Gesellschaften werden kontinuierlich schwergewichtiger und je schwerer sie werden um so größer ist der Hype um neue Diäten.

    Der Zeitablauf der Kalorien reduzierten Kost, umgangssprachlich Light-Produkte genannt, scheint ein-
    geläutet aber wie sich richtig ernähren?

    Mittlerweile sind die Krankenkassen aufgerüttelt. Die DAK meine ich, will das Adipositas als Krankheit in den leistungskatalog der Kassen kommt. Universitäten forschen und suchen neue Wege.

    https://mediatum.ub.tum.de/doc/824712/824712.pdf

    Ich gehe den Weg über das Universitäre Adipositas Zentrum im UKE, Hamburg.

    LG Rolf



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    am 26.11.2016 14:59:15 | IP (Hash): 1092331916
    Das Buch ist nicht unbedingt als medizinisches Werk zu verstehen. Das ist ganz normal geschrieben. Aber natürlich kommen Diabetes bezogene Wörter vor. Aber es ist keine wissenschaftliche Studie, sondern ein Buch für die Masse, welches sich lediglich auf eine Studie bezieht, um die Kernthesen zu untermauern.

    Dem Phänomen, dass Gesellschaften, die gar keinen Diabetes kannten bis zu dem Zeitpunkt, als die Ernährungsgewohnheiten sich denen des Westens annäherten, widmet der Autor auch einige Passagen. Es ist schon auffällig, dass in China und Indien gerade die Diabetesraten so rasant ansteigen. Es gibt ja zB auch Inselvölker in warmen Gebieten, die sich sehr reichhaltig mit Obst ernähren bzw ernährt haben. Da würden nun viele sagen, Annanas und co sind ultrasüß und befördern Diabetes. Komischerweise hatten die für Diabetes nicht mal ein Wort sozusagen. Jedenfalls bis der Westen kam.
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    am 26.11.2016 15:07:13 | IP (Hash): 536901431
    Wenn ich heute mein Normalgewicht halte, dann mit weniger als der Hälfte von dem, was ich mir noch vor gut 3 Jahren für mein adipöses täglich einverleibt hab. Plus über jeden Tag verteilt ein bis anderthalb Stunden schweißtreibender Aktivität.
    Und das ist auch schon die Antwort auf Deine Frage. Da ist keine besondere Krankheit für zuständig, sondern schlicht die umfassende Verfügbarkeit von Essen. Nicht wenn wir Hunger, sondern wenn wir Lust drauf haben. Und für die anhaltende Lust wird jede verfügbare Trommel gerührt. Und mit der allgemeinen Zunahme vom Futter hat die allgemeine Bewegung abgenommen.


    Klar kann man da jetzt noch jede Menge wissenschaftlichen Kaffeesatz lesen, aber so lange FDH als große Abnehmformel gilt (dafür hab ich FDF=das Fünftel gebraucht) und mit jedem Kilo Abnahme der Hungermodus mit dem Jojo droht und mit jeder Einschränkung lähmender Muskel- und Vitaminverlust, werden die kranken Kassen noch viele Programme launschen können ;)


    Naja, und beim vorgeschlagenen Buch kannste ja erst mal ein paar Seiten ins Buch rein lesen und dabei zumindest sehen, ob Du mit den sprachlichen Anforderungen zurecht kommst. Und beim Tarif für die Kindle-Version wär bei mir Schluss, denn in dem Rahmen werden auch gebrauchte Exemplare angeboten.


    ----------------------------------------------
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    am 27.11.2016 04:22:42 | IP (Hash): 1314180885
    Moin, Moin purea,

    danke für dieErklärung.

    Dir einen schönen ersten Advent.

    LG Rolf



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    am 27.11.2016 04:37:59 | IP (Hash): 1314180885
    Hallo hit_Jürgen,

    ja die Verfügbarkeit........... Du hast völlig recht mit dem, was Du anführst. Nur war die Verfügbarkeit
    am 2. März 1973 genauso hoch in unserer Kultur, wie es heute der Fall ist. Damals wog ich bei
    189 cm Körpergröße 75 kg (Tag meiner Hochzeit da stiegen meine Frau und ich auf die Waage. Sie
    hatte 53,5 kg) Im Mai 1993, dem Tag unserer Scheidug wog sie 55 kg und ich 97 kg.

    Ich entgleiste völlig bis auf 165 kg und bin jetzt bei 130 kg und will auf 100 kg und dann auf 88 kg
    im Endstadium. Deswegen bin ich jetzt in die Behandlung beim UKE, Hamburg gegangen. Mein erster
    Termin ist der 9. Januar um 14 Uhr. Halte Euch auf dem laufenden Stand.

    Liebe Grüße
    Rolf



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    am 27.11.2016 10:01:14 | IP (Hash): 1467949078
    Aaalso: keine tierischen Produkte, möglichst wenig Öl und die große Menge mit niedrigem glykämischem Index. Das ist einfach und kurz zusammengefasst Prof. Barnards Botschaft.
    Einen guten Teil davon mach ich schon mit Gemüse und Rohkost. Und das Fett müsste ich dann gegen KHs austauschen. Werde ich wahrscheinlich demnächst mal ausprobieren. Rein "sportlich", vielleicht komme ich damit ja mit noch etwas weniger Insulin aus.


    Die Erklärung liest sich in meinen Augen allerdings genauso unbefriedigend wie alle übrigen, die von ner Resistenz der peripheren Zellen ausgehen, also davon, dass die Leber ihnen die gesunde Menge liefert und die sie aber nicht abnehmen.
    Das kann so nicht stimmen, weil die gesunde Leber keine festen Ausgabe-Mengen hat, sondern das Blut immer nur bis zum persönlich normal gesunden BZ auffüllt, beim einen immer bis 60mg/dl, bei der anderen immer bis 90 und bei den meisten irgendwo dazwischen. Und zwar völlig egal, ob gerade viel oder wenig gebraucht wird.

    Keiner dieser schlauen Profs beantwortet bis heute die Frage, warum die Leber mit Typ2 mehr Glukose ausgibt, als zum Nachfüllen bis zur persönlich normalen BZ-Grenze ausreicht.


    ----------------------------------------------
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    am 27.11.2016 11:10:14 | IP (Hash): 1442258215
    wenn du ausführliche Informationen zur Senkung der TG haben willst, dann sage einfach Bescheid.

    Hallo Rainer,

    ja ich möchte ausführliche Informationen. Mein Diabetes wurde im Februar 2014 im Krankenhaus festgestellt. Insulin gespritzt und Metformin 2x am Tag.
    Mein Gewicht betrug 82 kg bei 172 cm, habe dann bis Ende 2015 22 kg abgenommen.
    Meine Ärztin meinte das dies zuviel sei, habe jetzt 5 kg zugenommen.
    Brauche aber kein Inulin mehr spritzen und nehme nur noch 1x Metformin am Tag.

    viele Grüße Werner