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Goldstandard der Diabetologie das HbA1C
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Cracktros
Rang: Gastam 21.01.2017 20:24:49 | IP (Hash): 1829750017
"Klar, das HbA1c ist der Goldstandard der Diabetologie. Ist es das wirklich?“ Fragt Dr. Andreas Thomas.
Krankheiten, Medikamente und Alkohol beeinflussen das HbA1c. Darüber hinaus sind Abweichungen bis zu 18 Prozent erlaubt. Kann der HbA1c-Wert zur Behandlung und zur Diagnose des Diabetes genutzt werden?
http://www.diabetes-online.de/a/hba-c-wert-was-sagt-er-wirklich-aus-1753424
Auch die DDG diskutierte, auf der Jahrestagung 2016, das Thema. -
am 21.01.2017 21:50:17 | IP (Hash): 1983654780
Mit HbA1c Messtoleranzen von 16-18% von einer Arztpraxis und
irgendeinem Labor ausgeführt ist nur ein unglaubwürdiger Witz !
Jeder monatliche HbA1c von CGM Systemen auf mathematischer Basis
der gemessenen Glukose mg/dl ist genauer und somit verlässlicher.
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Bearbeitet von User am 21.01.2017 23:39:49. Grund: . -
Elfe
Rang: Gastam 22.01.2017 01:54:45 | IP (Hash): 987836046
Die Abweichung von CGM-Systemen ist weit aus größer als sogar von den Blutzuckermessgeräten (von einigen Usern hier auch 'liebevoll' Schätzeisen genannt).
http://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/fileadmin/Redakteur/Stellungnahmen/2016/AGDT_Stellungnahme_Replacement_20160130-L.pdf
Im übrigen kann eine mathematische Berechnung nur !annäherungsweise! den HbA1c-Wert darstellen.
http://www.insulin-dosierung.de/service/hba1c/
Zur Ausgangsfrage: 'Gold'standard nicht, aber durchaus als einen Parameter nutzbar.
Allerdings durch aktuellen Laborwert gemessen.
Denn erst da zeigt sich, welche Messwerte sich biochemisch im Körper auswirken - erst nach sechs Stunden hohe Werte durch Verzuckerung der Blutkörperchen.
Bei der Anamnese beim Arzt werden auch Krankheiten und Medikamente hinterfragt, ggfs. mit in die Diagnose einbezogen, wie auch familiärer gesundheitlicher Hintergrund.
Außerdem erfolgen zur Diagnose weitere Untersuchungen, z. B. Nüchternblutwerte und oGTT, oder auch auf Antikörper.
Im persönlichen Umgang kann ich sagen, daß vierteljährlicher HbA1c-Wert mit Blutzuckermesswert-Aufzeichnungen im Zusammenhang vom Arzt beurteilt werden. Habe dann auch schon kritisch zu hören bekommen "den niedrigen HbA1c haben Sie sich erkauft durch die Unterzucker".
Die Ausreißer nach oben machen mich eher ängstlich, zeigen sich jedoch nicht im Langzeitwert (allerdings messen und korrigieren nach ca. 3 h.) - Theorie und Praxis durchaus stimmig. -
am 22.01.2017 04:23:48 | IP (Hash): 1983654780
Elfe
Das stimmt nicht bei CGM wo der Sensor 5-6mm tief gesetzt ist wie man an den
täglichen Finger-Kalibrierungen sieht, aber man sollte es nicht mit FreeStyle Libre
oder manchen Blah-Blah Links verwechseln und es sind keine 16-18% Mess-Fehler
wie bei Labor HbA1c Messungen !
Ich rede vom G4 und wenn man mit einem Trick den Sensor 2-3 Wochen braucht,
dann werden die Messungen sogar genauer wie man an den täglichen Finger-
Kalibrierungen sieht, aber man muss gegenüber der Finger-Messung die 10min
Messverzögerung mitberücksichtigen.
Das heisst, dass man die Finger-Messung macht und 10 später die Kalibrierung
damit, oder man macht eine Finger-Messung und schaut 10min später und
sieht das CGM Resultat des gleichen Zeitpunktes, oder man macht in einer
Ruhephase wenn die Glukose waagrecht verläuft die Finger-Messung und
Kalibrierung. Wenn man das nicht so macht, dann tut man das Gerät sonst
konstant falsch kalibrieren.
Wenn man es so macht, dann ist beim G4 der Messfehler plus-minus max 5mg/dl bei 180mg/dl.
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Bearbeitet von User am 22.01.2017 08:17:34. Grund: . -
Cracktros
Rang: Gastam 22.01.2017 07:07:19 | IP (Hash): 1512088553
Damit hier nicht alles durcheinander kommt:
Der zitierte Beitrag beschäftigt sich mit der erlaubten Abweichung gegenüber einer Testlösung. Die erlaubte Abweichung bei Werten über 100 mg/dl, beträgt bei Blutzuckermessgeräten und CGM/FGM, nach gültiger ISO-Norm, 15 % und nicht 0,7 %, wie hier angedeutet wurde. Bei Werten unter 100 mg/dl ist eine max. Abweichung von 15 mg/dl erlaubt (also wesentlich höher als 18 %). Die ISO-Norm 15197 gilt für Geräte die ab 2016 auf den Markt sind. Zuvor durften Blutzuckermessgeräte eine Abweichung von 20 % haben.
Diese 15 % Abweichung gelten für Standardbedingungen. Luftfeuchtigkeit, hohe Temperaturen, Zucker an den Fingern und anderes kann den Wert erheblich Steigern.
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am 22.01.2017 07:12:03 | IP (Hash): 1983654780
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Bearbeitet von User am 22.01.2017 08:32:33. Grund: . -
Cracktros
Rang: Gastam 22.01.2017 07:21:51 | IP (Hash): 1512088553
@ Maxim,
kannst Du englisch?
Ich lese hirraus, dass 99,3 % der Messungen mit dem Bayer Contour der ISO15197:2003 entsprechen. Folglich sind 0,7 % ausserhalb der Norm. -
Cracktros
Rang: Gastam 22.01.2017 07:34:30 | IP (Hash): 1512088553
Hier alles auf Deutsch:
http://diabetes.ascensia.de/datafiles/images/138489_isonorm_6s_150609.pdf
"Über 99,8% der Laborergebnisse in den Händen von Fachpersonal und 98% der Ergebnisse bei
Anwendung durch Patienten lagen innerhalb von +-15% der Referenzergebnisse
bei gößer gleich 100 mg/dl (gößer gleich 5,5 mmol/l)
100% der Laborergebnisse in den Händen von Fachpersonal und 100% der Ergebnisse bei Anwendung
durch Patienten lagen innerhalb von +-15 mg/dl (+-0,83 mmol/l) der Referenzergebnisse
bei kleiner 100 mg/dl (kleiner 5,5 mmol/l)
99% der Ergebnisse lagen in Zone A des Consensus-Error-Grids
0-70% Hämatokrit-Spanne mit einer Messabweichung von unter 10% bzw. ±10 mg/dl"
Es sind also 30 % Abweichung erlaubt. +-15 %
Keine Beeinflussung durch häufige Störsubstanzen -
am 22.01.2017 07:48:30 | IP (Hash): 1983654780
Cracktros
Du hast recht, mit den % Zahlen erklären die nicht die absolute Genauigkeit
sondern nur dass zu jeweiligen % die ISO Norm erfüllt wird.
Werde am Montag denen telefonieren um genaueres herauszufinden
betreffend der absoluten Genauigkeit.
Bei 3. Diagramm ist wahrscheinlich der A Bereich der +-15% Bereich
und dort sieht man dass die schon wesentlich besser sind.
Wenn man nun die ganzen Testverfahren betrachtet, dann kommt
langsam aber sich das Gefühl auf, dass wir alle verarscht werden.
Die ISO Norm von +-15% ist da auch nur eine Frechheit, welche
aber sicher nicht lange halten wird.
Hier von Roche das professionelle Glukosemessgerät für den Spitalbereich :
( Mit der gleichen ISO Frechheit der zulässigen +-15% Messfehler. )
http://www.cobas.ch/de_CH/home/products_services/accu-chek-inform-II-system.html
http://www.roche-diagnostics.ch/content/dam/corporate/roche-dia_ch/documents/broschueren/professional_diagnostics/praxislabor/diabetes-fettstoffwechselst/accuchek_inform/06429264990_DE_EA_Evaluierungsbericht-Accu-Chek-Inform-II-mg-dl.pdf
Das zeigt, dass alle Glukosemessgeräte mit Messstreifen den gleichen
Messfehler von +-15% haben mit dem Messbereich bis 500mg/dl.
Das heisst, wenn nun Jemand ein Glukosemessgerät mit Messstreifen für einem
10x kleineren Messbereich von 50mg/dl ( z.B. 90-140mg/dl oder HbA1c 5,2-6,7% )
entwickeln würde, dann könnte der Messfehler auf +-1,5% verkleinert werden.
Ein Messgerät dieser Qualität für den sensiblen Bereich von :
- Keiner Durchblutungsstörungen bis zum Beginn von Durchblutungsstörungen anzeigen.
- Früherkennung von Diabetes und Pre-Diabetes anzeigen.
- Glukosemessungen nach Mahlzeiten präzise anzeigen.
- Verwendung zur Kalibrierung von CGM Systemen unter Berücksichtigung der Messverzögerung.
- Ein Messgerät welches die Messwerte automatisch auf SmartPhones überträgt.
- Ein Messgerät welches im Bereich von 50-80mg/dl oder 150-200mg/dl dann wieder grössere
Abweichungen haben würde, aber in der Anwendung so für Diabetes nützlicher wäre.
( Ich werde am Montag mit der Bayer-Tochter darüber sprechen. )
Ringversuche für Blutzuckermessgeräte :
https://www.sulm.ch/pipette_magazin/files/pipette/2012-05/pipette_5_2012-015_R-Fried_Ringversuche-fuer-Blutzuckermessgeraete.pdf
Nach diesem Test ist das Accu-Chek Inform II das Beste mit einer absoluten Messgenauigkeits-
abweichung von nur +1,1% wo das bekannte Bayer Contour hier -6,7% hat !
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Bearbeitet von User am 23.01.2017 01:19:46. Grund: . -
Cracktros
Rang: Gastam 22.01.2017 10:35:00 | IP (Hash): 1512088553
Elfe schrieb:
Denn erst da zeigt sich, welche Messwerte sich biochemisch im Körper auswirken - erst nach sechs Stunden hohe Werte durch Verzuckerung der Blutkörperchen.
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Das Gerücht, dass hohe Werte erst nach 6 h sich auf den HbA1c niederschlagen hält sich recht lang, ist aber nicht haltbar. Viele sehr hohe und kurze Ausreißer zeigen sich genau so stark im Hba1c, wie ein langanhaltend hoher Wert. Aber, da sich die roten Blutkörperchen immer wieder erneuern, wird die jüngste Blutzuckerwerte etwas überbewertet, hingegen Blutzuckerwerte die weiter zurückliege geschwächt abgebildet.
Zu bedenken ist auch, dass sich die Ärzte nur über die erlaubte Abweichung beklagen. Die Tatsächliche Abweichung kann sehr viel geringer sein. Die Aufgabe der Ärzte ist es, ein gutes, zuverlässiges Labor zu finden, mit denen sie zusamenarbeiten. In der Tat ist die rechnerische HbA1c Ermittlungen nur eine Annäherung, an ein Ergebniss eines biochemischen Prozesses. Treten aber große Diskripanten, zwischen rechnerischen HbA1c und gemessenen HbA1c auf, würde ich den Labor HbA1c anzweifeln.
Da der HbA1c, sowohl rechnerisch als auch Biochemisch nur den durchschnitt aller BZ Werte wiedergibt, würden ICT und CSII Einstellungen mit vielen auf und abs nicht erkannt werden. Deswegen ist eine ordentliche Dokumentation im Tagebuch notwendig. Und beim gespräch mit dem Arzt zu thematisieren. Noch besser können solche Kurven m CGM/FGM, weil mehr Messungen, abbilden.
Bearbeitet von User am 22.01.2017 10:41:52. Grund: -