Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.
Normalinsulin + SEA = Hyper
-
am 06.05.2018 10:05:33 | IP (Hash): 1192943243
Das klingt jetzt total sonderbar.
Aber ich verwende Normalinsulin. Und jedes Mal wenn ich einen SEA ausprobiere steigt mein Blutzucker an, als ob das Insulin gar nicht wirken würde.
Hab heute morgen 25 Minuten gewartet und stehe jetzt 320. Trend weiter hoch
Wenn ich sofort esse nachm Spritzen passiert das nicht
Kennt das noch jemand? -
am 06.05.2018 10:42:35 | IP (Hash): 1660869981
Hallo Konstantin,
dass ein SEA bei jedem anders wirkt und auch noch von deiner Speise-Zusammensetzung und vom Insulin abhängt, ist bestens bekannt.
Wenn du durch probieren rausbekommen hast, dass für dich ein SEA von Null am besten ist, dann bleibe weiter dabei. -
Dibein
Rang: Gastam 06.05.2018 11:37:40 | IP (Hash): 857514211
Moin Konstantin,
Für eine Mahlzeitenzusammensetzung die ich kenne kann ich den SEA recht gut abschätzen. Überwiegend schnelle KH aus Brot machen einen SEA von ca. 30 erforderlich, Mahlzeiten die durch FPE gebremst werden wie Fisch oder Pizza spritze ich entweder zur Mahlzeit oder splitte das Insulin für die Mahlzeit (1/3 oder 2/3 zur Mahlzeit oder kurz davor die anderen 1-2/3 je nach Intensität der FPE in Schüben quasi als Korrektur nach einem Abstand von 1-2 std.). Ich denke das du ein CGM/FGM nutzt? Das erleichtert das ermitteln dieser Zeiten.
Was auch funktioniert und allerdings auch nur mit einem CGM/FGM Sinn macht: Bolus spritzen - dann schauen wann dieser wirkt (BZ-fällt) und dann Essen. Das sollte man aber nur bei Mahlzeiten mit schnellen KH machen wie z.B, dem Frühstück. Bei der Methode sollte man sich aber langsam rantasten um da keinen Hypo zu provozieren. Ich schildere das auch aus der Sicht eine T2 Diabetikers.
Was mir auch noch einfällt wäre deine Basalabdeckung. Passt die?
Benutzt du eine Pumpe oder Pens?
Viele Grüße
Dirk
PS.: Welche Insuline nutzt du? Kennst du deren Wirkkurve auch individuell bei dir?
---
Zuckerkrank
Bearbeitet von User am 06.05.2018 11:40:52. Grund: ps -
am 06.05.2018 11:46:54 | IP (Hash): 1192943243
Ich benutze aktuell kein Basalinsulin, weil ich erst seit 3 Wochen Diabetiker bin und noch keins benötige.
Ich spritze mit nem Actrapid Normalinsulin.
Das Frühstück war tatsächlich aus Weizenmehl, aber da dachte ich seien 25 Minuten ausreichend.
Bzw: Immer wenn ich einen SEA einhalte schießt mein Blutzucker danach hoch.
-
Dibein
Rang: Gastam 06.05.2018 12:06:16 | IP (Hash): 857514211
Das mit dem Basalinsulin solltest du noch mal mit deinem Diabetologen besprechen. Soweit ich den Mechanismus verstehe würde das gewährleisten das du über den gesamten Tag einen annähernd gleichbleibend BZ hast solange du keine KH zuführst oder dich übermäßig bewegst und KH verbrauchst um das mal simpel auszudrücken. Das würde auch bedeuten das du in der Nacht durch eine Basisversorgung einen BZ in der nähe eines "gesunden" BZ bist oder einen vertretbaren Bz hast. Kennst du denn deine Nachtwerte? Da solltest du mal schauen. Kennst du deine BE Faktoren? berücksichtigst du deinen BZ vor der Mahlzeit bei der Anpassung der Bolus Menge? Benutzt du einen Bolus Rechner oder berechnest du den Bolus überhaupt? Oder schätzt du nur?
Vielleicht äußert sich noch einer der T1ser hier im Forum zu dem Zusammenhang Basal-Bolus-SEA. Meine Erfahrungen sind wie schon beschrieben das der SEA nur bedingt von einer Schablone abgelesen werden kann, sondern ermittelt werden muss. Hilfsmittel dazu wie CGM/FGM und die entsprechenden Insuline machen das zum einen dem Diabetiker leichter und du solltest bei deinem Diabetologen neben einer Schulung auf die Verordnung dieser bestehen.
Ich glaube das du ganz dringend Basiswissen durch eine Diabetiker Schulung brauchst und das deine Versorgung mit Hilfsmitteln und Insulinen und Meßgeräten durch den Diadoc sichergestellt werden sollte.
LG
Dirk
---
Zuckerkrank
Bearbeitet von User am 06.05.2018 12:10:28. Grund: . -
am 06.05.2018 12:52:01 | IP (Hash): 1192943243
Nein, die Grundeinstellungen passen alle. Es geht aktuell um das Feintuning. Ich hätte halt gern nach dem Essen keinen großen Anstieg, aus dem Grund hab ich mit dem SEA angefangen. Aber das geht komplett in die Hose
Basalinsulin ist nicht notwendig, weil meine Werte nachts konstant bleiben. -
am 06.05.2018 12:56:20 | IP (Hash): 1660869981
Wie hoch steigt denn dein BZ nach dem Essen an und wann ist er am höchsten? -
am 06.05.2018 12:59:24 | IP (Hash): 1192943243
Normalerweise steigt er so auf 180/200 an, dann nach ner Stunde ist er wieder unter 150 oder so
Aber gestern mittag und heute Morgen ging er bis auf 320 und sinkt erst jetzt nach 4 Stunden wieder unter 140 (und ich musste nochmal 2 einheiten dazugeben)
Es scheint so als ob ein SEA zur einer Wirkungslosigkeit des Insulins bzw einer kompletten Wirkungsverschiebung führen würde -
Cracktros
Rang: Gastam 06.05.2018 13:02:04 | IP (Hash): 1790136300
Ich wage mal einen Erklärungsversuch:
Ein teil der Bevölkerung nimmt Nahrungsbestandteile langsamer auf als andere -Verzögerte Verdauung, wird das genannt und es st keine Krankheit- dadurch kommt das Insulin zu spät an wenn du einen Spritz - Ess- Abstand einhalten würdest. Bei einigen ist es so ausgeprägt, dass sie zu erst essen müssen, dann warten und später erst spritzen müssen.
Um das zu verifizieren müsste man das länger Beobachten -und auch nach einer Remission- schauen ob es noch da ist. -
am 06.05.2018 13:04:54 | IP (Hash): 1192943243
Das klingt logisch, ist es aber leider nicht der Fall, weil das Essen bei mir sofort ins Blut geht. Nach 15-20 Minuten steigt mein Blutzucker schon an. -
Dibein
Rang: Gastam 06.05.2018 13:05:06 | IP (Hash): 857514211
KonstantinDT1 schrieb:
Nein, die Grundeinstellungen passen alle. Es geht aktuell um das Feintuning. Ich hätte halt gern nach dem Essen keinen großen Anstieg, aus dem Grund hab ich mit dem SEA angefangen. Aber das geht komplett in die Hose
Basalinsulin ist nicht notwendig, weil meine Werte nachts konstant bleiben.
Das würde ich in jedem Fall auch verhindern wollen. Denn ich weiß wie sich Folgeschäden anfühlen. Aber leider kann ich auch nicht mehr raten als. BZ vor der Mahlzeit ermitteln und dann die insulin IE aufgrund deiner Faktoren zu berechnen und zu spritzen.
Darf ich nach deinen Faktoren fragen? hast du die mal überprüft?
Liebe Grüße
Dirk
---
Zuckerkrank -
Cracktros
Rang: Gastam 06.05.2018 13:14:50 | IP (Hash): 1790136300
Finden die Messungen blutig statt, oder wird das Libre verwendet?
Das Libre schießt etwas zu hoch, wenn schnelle BZ-Änderungen erfolgen.
Hattest du schon eine Schulung?
-
Cracktros
Rang: Gastam 06.05.2018 13:32:28 | IP (Hash): 1790136300
KonstantinDT1 schrieb:
Das klingt logisch, ist es aber leider nicht der Fall, weil das Essen bei mir sofort ins Blut geht. Nach 15-20 Minuten steigt mein Blutzucker schon an.
Das spricht nicht gegen die Theorie der Verzögerten Verdauung. Der erste Teil, die schnellen KH, der Nahrung wird normal Verarbeitet. Danach kommen die Fette und Proteine die, bei einigen, zu größeren Verduungsverlagsammung führen. Wir, Pumpenträger, habe hierfür spezielle Bolusprogramme. -
am 06.05.2018 14:17:55 | IP (Hash): 1871797531
Meine Theorie zu dem Phänomen...
Du hast noch eine nicht unerhebliche Eigenproduktion (deshalb brauchst du ja noch keine Basal) und du verwendest ein eher langsames Insulin.
Ohne SEA fangen deine eigenen Betas den Anstieg in den ersten 30-45 Minuten bis das Actrapid anfängt zu wirken noch ab und arbeiten auch danach noch eine gewisse Zeit auf Hochtouren weiter. Das Actrapid unterstützt dabei.
Mit SEA ist, wenn die Kohlenhydrate im Blut ankommen, dass Actrapid auch schon da. Deine Betas drehen also nicht voll auf, so dass in Summe nicht genug Insulin da ist und Du stärker ansteigst. Diesen Anstieg können deine Betas aber nicht mehr kompensieren, weil das Absenken hoher Werte viel Insulin benötigt, und das schaffen sie nicht mehr.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
Cracktros
Rang: Gastam 06.05.2018 14:39:06 | IP (Hash): 1760340458
Ich kann mir auch noch etwas anderes Vorstellen.
Du bist noch, mit der Diagnose vor 3 Wochen, sehr frisch dabei und Dein medizinisches Fachpersonal geht von einer erheblichen Insulin-Restproduktion aus. Was wenn Deine Beobachtung nicht auf die SEA zurückzuführen ist, sondern auf ein Nachlassen der Insulinproduktion? Wie oft hast Du den SEA durchgeführt und den Verlauf beobachtet? Wie verhält sich der BZ bei unterschiedlicher Nahrungszusammensetzung?
-
Dibein
Rang: Gastam 06.05.2018 16:00:17 | IP (Hash): 857514211
Cracktros schrieb:
Ich kann mir auch noch etwas anderes Vorstellen.
Du bist noch, mit der Diagnose vor 3 Wochen, sehr frisch dabei und Dein medizinisches Fachpersonal geht von einer erheblichen Insulin-Restproduktion aus. Was wenn Deine Beobachtung nicht auf die SEA zurückzuführen ist, sondern auf ein Nachlassen der Insulinproduktion? Wie oft hast Du den SEA durchgeführt und den Verlauf beobachtet? Wie verhält sich der BZ bei unterschiedlicher Nahrungszusammensetzung?
Genau das vermute ich auch. Da kann sich einiges verändert haben in den 3 Wochen.
---
Zuckerkrank -
am 06.05.2018 18:16:58 | IP (Hash): 753522906
Noch mal Nachfrag:
Bei gleicher Menge KHs und gleicher Menge Insulin steigt der BZ nach dem Frühstück höher an, wenn das Insulin schon 25 Minuten vor dem Essen gespritzt wird?
----------------------------------------------
Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
am 07.05.2018 09:13:47 | IP (Hash): 1764523107
@HeikeOV:
Deine Theorie klingt ziemlich sinnvoll!
Weil tatsächlich hab ich exakt das selbe Essen wie gestern und vorgestern ohne SEA ausprobiert, und ich steige nur für paar Minuten über 200, dann gehts auf 100 runter. Perfekt
@hjtJürgen: genau so ist es. Und ohne SEA passt wieder ziemlich gut!
@den Rest: danke für die rege Beteiligung, bin echt froh um neue Ideen. -
Cracktros
Rang: Gastam 07.05.2018 20:03:56 | IP (Hash): 2116287572
Wo es bei mir aussezt: wenn das externe Insulin Wirkt und nicht zur Hypo führt, dann hört Inszlinproduktuon nicht auf, behaupten viele Studien, sonder produziert weiter Insulin und desen Vorstufe. Lediglich die Sekretion -alsi die Insulinausschütung' -stoppt. Wird dann Insulin benötig kann das schon vorhandene Insulin ausgeschüttet werden . Der Stop der Insulinprodukrion erfolgt nur , wenn es UZ mit Glucagon ausschütung kommt, oder die niedrigen Werte sich über Stunden halten. Nun meine Frage wie können die Beobachtung aus diesen Studien mit der Theorie, dass eine SEA von 20 Minuten BZ Spitzen verursachen? -
am 07.05.2018 20:40:10 | IP (Hash): 913442321
Was Du Studien nennst, sind Deutungen von Beobachtungen - genauso wie im vorliegenden Fall halt auch. Und jetzt passen die Deutungen nicht zusammen? -
Ehrlich? Das kommt öfter vor - mit dem Erfolg, dass Beobachtungen, die nicht zu den fachoffiziellen Deutungen passen, schlicht als falsch abqualifiziert werden. Z.B. als Messfehler oder als falsche KH-Berechnung oder...
----------------------------------------------
Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
Elfe
Rang: Gastam 08.05.2018 01:38:41 | IP (Hash): 1949674845
Hallo Konstantin,
zum SEA zum Normalinsulin möchte ich dir aus meinem Schulungsbuch zitieren (ggfs. sind 25 min zu lang) - Ausgangsblutzuckerwerte sind da entscheidend:
Um 100 mg/dl = 10 -15 min
Über 150 mg/dl = 30 min
Über 200 mg/dl = 45 min
Über 250 mg/dl = 60 min
Nicht länger als 1 Stunde waren. Unterzuckerungsgefahr!
Finde solche Wartezeiten als nicht praktikabel.
Wer will schon sein Essen kochen, bestellen, ... und dieses dann solange anschauen müssen, bis man endlich essen darf. Und dann darf man, und jemand stört.
Kurzwirkendes Insulinanalogon ist da viel besser zu handhaben:
Im Bereich 100 - 250 mg/dl ermöglicht dieses, Insulin spritzen und sofort essen.
Das Wirkprofil entspricht besser per schnelleren Verfügbarkeit und auch der Wirkungsdauer per Verdauung bei normal ausgewogenen Mahlzeiten mit 3 h bis zu 5h auslaufend.
Siehe Grafiken im Vergleich
https://www.diabetesde.org/ueber_diabetes/therapie_bei_diabetes/alles_ueber_insulin/verschiedene_insuline
http://www.diabetespraxis.at/die-behandlung/insulin-spritzen/schnell-wirkendes-insulin.html
KonstantinDT1 schrieb:
Normalerweise steigt er so auf 180/200 an, dann nach ner Stunde ist er wieder unter 150 oder so
Aber gestern mittag und heute Morgen ging er bis auf 320 und sinkt erst jetzt nach 4 Stunden wieder unter 140 (und ich musste nochmal 2 einheiten dazugeben)
Es scheint so als ob ein SEA zur einer Wirkungslosigkeit des Insulins bzw einer kompletten Wirkungsverschiebung führen würde
Kurzzeitige erhöhte BZ-Werte sind nicht schlimm, so Anstieg über 300 und erst absinken nach 4 h aber nicht gut.
Aber auch da wirken Korrektureinheiten schneller per Kurzzeitinsulin - meines ist NovoRapid.
Auch dein Insulin wirkt, nur etwas behäbig.
Wenn es passt, mit spritzen ohne SEA, dann mache das so.
Und dann mit deinem Arzt besprechen, ob dein Insulin passt oder ob ein schnelleres Insulin besser wäre.
Nach einer Stunde BZ messen, ist viel zu früh.
Die KHs einer normalen Mahlzeit tröpfeln nur langsam ins Blut, wie auch das Insulin.
Messe demnach erst nach 3 h, um zu kontrollieren ob passt oder Korrektureinheiten Insulin notwendig sind.
Gruß Elfe -
am 08.05.2018 08:40:45 | IP (Hash): 1428677654
Deine Zeiten aus dem Schulungsbuch sind noch aus der Zeit, als man erst zu essen anfangen sollte, wenn der BZ wieder im Zielbereich war. Und auch da waren die nur allgemeine anhaltspunktmäßige Angaben ohne jeden individuellen Wert.
Persönlich hatte ich mit Normalinsulin zum Frühstück einen SEA von annähernd 2 Stunden. D.h. beim Ausgangswert von 100mg/dl und Spritzen um 6 Uhr begann mein BZ gegen 8 Uhr auf 90 bis Richtung 80 zu sinken. Mit schnellem Analog die selbe Absenkung schon um 20 bis Viertel vor 7. Also nix mit sofort oder innerhalb von 10-20 Minuten, auch wenn das in noch so vielen Schulungsbüchern steht. Und wenn ich den Unsinn mit den erst 3 Stunden weiter messen geglaubt hätte, den Du hier immer verzapfst, hätte ich das nie zu sehen gekriegt ;(
Sagt mir, dass keine Schulungsbücher das Maß geben können, sondern ausschließlich das, was man bei sich selbst misst, und dass der Konstantin das für sich schon erstaunlich passend und hoffentlich weiter so macht :)
----------------------------------------------
Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.3 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 08.05.2018 12:41:46 | IP (Hash): 179810240
Elfe schrieb:
zum SEA zum Normalinsulin möchte ich dir aus meinem Schulungsbuch zitieren (ggfs. sind 25 min zu lang) - Ausgangsblutzuckerwerte sind da entscheidend:
Um 100 mg/dl = 10 -15 min
Über 150 mg/dl = 30 min
Über 200 mg/dl = 45 min
Über 250 mg/dl = 60 min
Nicht länger als 1 Stunde waren. Unterzuckerungsgefahr!
Die Normalinsuline oder auch Altinsuline brauchen meiste deutlich längere SEA!
Unsere "modernen" Insulinanaloga kommen mit Elfes Angaben schon eher hin – allerdings ist das dann auch von Anwender zu Anwender verschieden.
Da schließe ich mir voll und ganz Jürgen an.
Übrigens, man kann Insulin auch räumlich splitten! Wenn's mal schneller anfluten soll... ;-))1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 08.05.2018 12:45:46 | IP (Hash): 179810240
KonstantinDT1 schrieb:
Das klingt jetzt total sonderbar.
Aber ich verwende Normalinsulin. Und jedes Mal wenn ich einen SEA ausprobiere steigt mein Blutzucker an, als ob das Insulin gar nicht wirken würde.
Hab heute morgen 25 Minuten gewartet und stehe jetzt 320. Trend weiter hoch
Wenn ich sofort esse nachm Spritzen passiert das nicht
Kennt das noch jemand?
Passiert das nur morgens?
Ohne Frühstück kann ich im Stundentakt bis um die Mittagszeit korrigieren, mit Frühstück läuft der Laden völlig normal.
Vielleicht hat das ganze gar nix mit dem Insulin zu tun, sonder eher was mit Aufsteh/Stresshormonen.
Versuch doch spaßehalber das ganze mit 'nem Keks nach dem Aufstehen. -
Elfe
Rang: Gastam 09.05.2018 02:09:57 | IP (Hash): 1949674845
hjt_Jürgen schrieb:
Deine Zeiten aus dem Schulungsbuch sind noch aus der Zeit, als man erst zu essen anfangen sollte, wenn der BZ wieder im Zielbereich war. Und auch da waren die nur allgemeine anhaltspunktmäßige Angaben ohne jeden individuellen Wert.
Persönlich hatte ich mit Normalinsulin zum Frühstück einen SEA von annähernd 2 Stunden. D.h. beim Ausgangswert von 100mg/dl und Spritzen um 6 Uhr begann mein BZ gegen 8 Uhr auf 90 bis Richtung 80 zu sinken. Mit schnellem Analog die selbe Absenkung schon um 20 bis Viertel vor 7. Also nix mit sofort oder innerhalb von 10-20 Minuten, auch wenn das in noch so vielen Schulungsbüchern steht. Und wenn ich den Unsinn mit den erst 3 Stunden weiter messen geglaubt hätte, den Du hier immer verzapfst, hätte ich das nie zu sehen gekriegt ;(
Sagt mir, dass keine Schulungsbücher das Maß geben können, sondern ausschließlich das, was man bei sich selbst misst, und dass der Konstantin das für sich schon erstaunlich passend und hoffentlich weiter so macht :)
Jürgen,
du hast immer noch nicht verstanden, worum es beim Umgang mit Insulin überhaupt geht.
Das äußerlich gegebene Insulin muss bestmöglich mit den abgebauten Kohlenhydraten zur Glukose im Kreislauf zusammentreffen.
Ein ungefährer Anhaltspunkt ist erst einmal die Wirkungskurve des Insulins.
Wie das für den eigenen Stoffwechsel passt: Mahlzeitenzusammenstellung, ggfs. SEA u.a. muss ausprobiert werden.
Du guckst viel und alleinig auf deine BZ-Werte, mit falschen Empfehlungen alle 10 min messen.
Wie schön für dich, daß es mittlerweile das Libre gibt, um nicht komplett die Fingerkuppen kaputt stechen zu müssen.
Und weil du so begeisterst bist, von ach so niedrigen BZ-Kurven, gefällt dir eher, mit einzelnen Bissen Brot dem BZ hinterher zu essen.
Umgekehrt !
Tagesablauf wird insgesamt hinterfragt und Therapie dahingehend ausgerichtet.
SEA passt nicht bei mir, deshalb sofort NovoRapid.
Du kannst nach zig Jahren immer noch nicht mit BE rechnen, IE/BE-Faktor sowieso unbekannt - als kleines 1 x 1.
Wäre besser, sich damit zu beschäftigen, als irrlichternd im Internet unterwegs zu sein.
'Mein' zitiertes Buch ist das Buch zu 'meiner' Schulung, war durchaus umfangreicher, Buch eher zum Nachblättern, in Erinnerung rufen.
100 mg/dl ist Zielwert.
Mit Puffer Richtung Unterzucker (60 mg/dl) und Überzucker (180 mg/dl als Nierenschwelle).
Mit zig Quartalsbesprechungen beim Diabetologen ist das weiterhin aktuell.
Habe durchaus getestet.
Aber mittlerweile weiß ich, wie ich was berücksichtigen muss,
Brauche dazu keine minütliche Messung.
Die 3 h sind durchaus pragmatisch meinerseits, dürfte per Arzteinweisung erst nach 4 h Korrektur spritzen, ebenso wie Vorgabe, anheben zu müssen von 80 auf 100 mg/dl (tue dies erst bei 60/70).
Bearbeitet von User am 09.05.2018 02:30:45. Grund: Ergänzung