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Blutzuckerwerte schwanken immer stärker

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    Mitglied seit: 12.06.2018
    am 01.07.2018 19:21:51 | IP (Hash): 228858769
    Hallo,

    ich hatte hier ja schonmal geschrieben wegen meiner stark schwankenden BZ-Werte.
    Der Diabetologe, den ich aufgesucht habe, sagte, ich solle vorerst nichts machen, also auch nicht spritzen.
    Nun schwanken meine Blutzuckerwerte immer stärker:

    Heute:

    6 Uhr 46 mg/dl! (etwas Traubenzucker und Joghurt gegessen)
    10 Uhr 97 mg/dl Frühstück, ca. 4 BE
    11:30 Uhr 142 mg/dl
    15 Uhr 100 mg/dl ca. 4 BE
    16:30 255 mg/dl , zunehmend müde und Krämpfe in den Händen
    17:00 328 mg/dl
    18:30 108 mg/dl wie unterzuckert gefühlt

    Der Körper scheint nichts mehr richtig selbst zu regeln...fühle mich einfach sehr schlecht. Was meint ihr?
    Normal ist das nicht, oder? Bei dem niedrigen Morgenwert habe ich gar nichts gemerkt, nur dass ich etwas müde war und gefroren habe. Also kein Zittern, kein Hungergefühl, etc.

    Was meint Ihr?
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    am 01.07.2018 19:27:35 | IP (Hash): 871440033
    normal ist das nicht und auch so unnormal, dass Du mit dem Nachmittag ab morgen ne Fachpraxis schocken solltest

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    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
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    Mitglied seit: 12.06.2018
    am 12.07.2018 19:57:28 | IP (Hash): 1253904307
    Hallo,

    nachdem es mir immer schlechter geht, war ich nochmal in der Endokrinologischen Ambulanz der Uniklinik, die haben mich dann zur Diabetologie geschickt.
    Alle meinen, ambulant kriege ich das nicht hin, also gehe ich ab nächsten Montag für ca. 1 Woche stationär.
    Ich denke, es ist die richtige Entscheidung, denn alleine schaffe ich es einfach nicht mehr.
    Ich werde mich bis dahin schonen, versuchen, regelmäßig zu messen und zu essen...

    LG Chrissi
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    am 13.07.2018 18:27:04 | IP (Hash): 824866840
    Hallo Chrissi,
    die eine Woche stationär ist in Diabetologie der Uniklinik ?
    Hat auf jeden Fall den Vorteil, daß andere Fachabteilungen hinzugezogen und Kortisonbehandlung hinterfragt werden kann.
    Bei der Aufnahme wird alles mögliche hinterfragt: Medikamentenplan und Diagnose-Unterlagen mitnehmen.

    Du hast in deinem ersten Thema berichtet, daß du erst als Typ1/Typ 3 - bis vor drei Jahren - mit Insulin behandelt wurdest.
    Typ 1 oder 3 war bei mir auch Grund für umfangreiche Untersuchungen.
    Jedenfalls hat sich für mich als Patient in der Blutzuckerbehandlung wenig geändert.
    Mahlzeiteninsulin ist geblieben, um Ernährung mit Insulin abzufangen oder auch hohe Werte mit dem schnellen Insulin 'herunterspritzen' zu können.

    Vielleicht bist du gar nicht Diabetiker Typ XYZ - dein Körper ist gut in der Lage, selbst hohe BZ-Werte dann doch herunter regeln zu können - siehe Abend-/Morgenwerte.
    Dauert nur zu lange zur Regulierung der Tageswerte mit über 300.
    Ev. brauchst du nur eine kleine Menge schnelles Insulin zur Unterstützung, um diese hohen Werte zu vermeiden.
    Um morgens tiefe Werte zu vermeiden, musst du nicht nachts essen, sondern da reicht vor Schlafengehen eine sogen. Spätmahlzeit.
    Halbe Scheibe (trocken) Brot mit 1 BE könnte da schon ausreichen.

    Wichtig wäre für dich herauszufinden: Wieviel g Kohlenhydrate hebt den Blutzucker um wieviel ?
    Um wieviel wird der Blutzucker gesenkt mit einer Einheit schnellem Insulin = Korrekturfaktor.
    Bei mir ist beides ähnlich: 10 g Zucker reichen, um von 50 auf Zielwert 100 mg/dl zu kommen, eine Einheit Novorapid senkt den Blutzucker um 40.
    M.E. aber bei dir nicht zu streng anhand von Zahlenwerten korrigieren, da dein Körper später dann doch den BZ verarbeitet.

    Genaueres wirst du stationär erfahren.
    Und fragen, fragen, fragen.
    Nicht abwimmeln lassen, bis du sicher handeln kannst.

    Gutes Gelingen
    wünscht Dir Elfe
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    am 21.07.2018 19:58:35 | IP (Hash): 1253904307
    Hallo,

    bin jetzt wieder zu Hause und wollte mal kurz berichten. Also die schwankenden Werte konnten bestätigt werden, allerdings waren das Problem eher zu niedrige Werte.
    Einen manifesten Diabetes habe ich anscheinend nicht (wobei ja eigentlich laut Definition bei häufigeren Werten um 300 mg/dl ein Diabetes vorliegt und die habe/hatte ich ja).
    Ich habe aber eine gestörte Glucosetoleranz.
    Jedenfalls hat man das Kortison deutlich runter gesetzt, auch wenn es natürlich nicht so schnell geht und immer noch relativ hoch ist.

    Es wurde ein verlängerter oraler Glucosetoleranztest gemacht (5 Stunden). Dabei ging der Zucker gar nicht so hoch, nur auffällig war, dass er nach 2 Stunden ganz extrem schnell abgefallen ist, und zwar in 30min um 100 mg/dl!

    Hier mal meine Werte:

    Beginn 72 mg/dl
    30 min 93 mg/dl
    60 min 147 mg/dl
    90 min 132 mg/dl
    120 min 149 mg/dl
    150 min 41 mg/dl !!!!!!!!
    180 min 56 mg/dl
    240 min 58 mg/dl
    300 min 54 mg/dl

    Das erklärt auch meine Schwächeanfälle nach zuckerhalten Dingen.
    Vermutlich liegt es an meinem Darm, der mehrfach operiert ist...
    Also, häufige kleine Mahlzeiten, nicht zu viel Zucker, Ballaststoffe...
    Das nächtliche Essen ist eher nicht gut für mich. Auch nachts brauche ich nicht messen, denn das wurde in der Klinik täglich durchgeführt. Keine Unterzuckerungen. Die treten immer erst morgens auf, und zwar nur, wenn ich aufstehe und zu lange nüchtern bleibe. Also immer direkt nach dem Aufstehen sofort etwas essen.
    Ich bin gespannt, wie es sich weiter entwickelt!
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    am 21.07.2018 20:54:53 | IP (Hash): 1117258990
    Hallo Chrissi,

    das sieht nach einer typischen verpäteten und dann überschießenden Insulinreaktion (alimentäre Hypoglykämie) aus. Deine Essempfehlungen sind ganz gut, um die Probleme so weit wie möglich abzumildern. Allerdings solltest du neben dem Zucker auch die anderen KH reduzieren.

    Du kannst das ja sehr gut austesten, indem du verschiedene Sachen isst und darauf achtest, wie es dir 2,5...3 Stunden danach geht. Alles Sachen, nach denen es dir mies geht, solltest du reduzieren bzw. in Kombiantion mit anderen Sachen ausprobieren.

    Viel Erfolg beim Ausprobieren, Rainer

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    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.