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Insulinresistenz - Leberschaden durch Tabletten - Und jetzt?

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    am 21.03.2019 13:46:45 | IP (Hash): 947125109
    Hallo Zusammen,
    vor etwa 8 Jahren wurde bei mir Diabetes Typ 2 diagnostiziert, inzwischen bin ich 35 Jahre jung. Bis letztes Jahr Dezember war noch alles okay. Da bekam ich zu dem Zeitpunkt 2x Velmetia, 3x Repaglinid und 1x Jardiance pro Tag. Als ich kurz vor Weihnachten mit starker Gelbsucht in den Augen ins Krankenhaus kam stellte man dort, nach ewig langer Suche durch eine Leberbiopsie fest, dass diese toxisch durch Medikamente geschädigt wurde... Also Tabletten absetzen und Insulin, so war der Plan.

    Als die Werte jedoch immer schlimmer wurden mit 400mg/dl im Durchschnitt, war klar das es so nicht funktioniert. Wohlgemerkt bei einer Dosis von 50 IE Toujeo und jeweil 40IE Apidra zu jeder Mahlzeit. Auch habe ich strikt die Ketogene Diät eingehalten also unter 50 Kohlenhydrate am Tag!

    Also hat mein Diabetologe gemeint man sollte es noch einmal mit Tabletten versuchen, 2x Velmetia und 1x Jardiance. Das Repaglinid also weglassen. Es hat genau einen Tag gedauert und meine Werte warten bei rund 110 mg/dl ... ohne Insulin!

    Jetzt 2 Monate später habe ich wieder gelbe Augenränder... es wird wohl darauf hinauslaufen dass ich Velmetia sprich Metformin nicht vertrage.

    Andere Medikamente wie Schmerzmittel nehme ich nicht.

    Hat irgendjemand ähnliche Erfahrungen oder Optionen? Ich verzweifel fast, es muss doch einen anderen Wirkstoff geben der mir weiterhelfen kann...

    Vielen Dank im Voraus für eure Antworten.
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    am 21.03.2019 14:42:26 | IP (Hash): 1169565893
    Hallo Datobi,

    wenn man diesen Artikel aus dem Ärzteblatt
    https://www.aerzteblatt.de/archiv/201402/Diabetes-bei-Leberinsuffizienz-Zielgerichtete-Auswahl-und-Dosierung-der-AntiDiabetika
    beachtet, dann kommen bei schwerer Leberschädigung nur noch Forxiga (ähnlich wie Jardiance) und Insulin in Frage. Ich würde an deiner Stelle noch mal einen Versuch mit Forxiga, Basalinsulin (Lantus oder Toujeo) und KH-armer Ernährung machen.

    Eine Frage ist natürlich, ob du wirklich eine schwere Leberschädigung hast. Hast du einen Facharzt, der das einschätzen kann und deine Leber behandelt? Wenn der Leberschaden nur mittelgroß ist, dann gibt es wahrscheinlich noch weitere gute Therapiemöglichkeiten. Dass Metformin der Verursacher ist, halte ich nicht für wahrscheinlich, eher ist es der DPP4-Hemmer (Sitagliptin) des Kombimedikaments Velmetia.

    Eine weitere Frage ist, warum das Insulin bei dir nicht ausreichend gewirkt hat. Normalerweise sinkt bei Typ 2ern der Insulinbedarf bei Leberschäden sogar. Hat dein Diabetologe dafür eine mögliche Erklärung parat gehabt?

    Ich denke, dass du erst mal einen kompetenten Hepatologen brauchst, um deine Probleme in den Griff zu bekommen.

    Alles Gute, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 21.03.2019 14:42:42. Grund: .
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    am 21.03.2019 17:39:23 | IP (Hash): 947125109
    Rainer schrieb:
    Eine Frage ist natürlich, ob du wirklich eine schwere Leberschädigung hast. Hast du einen Facharzt, der das einschätzen kann und deine Leber behandelt? Wenn der Leberschaden nur mittelgroß ist, dann gibt es wahrscheinlich noch weitere gute Therapiemöglichkeiten. Dass Metformin der Verursacher ist, halte ich nicht für wahrscheinlich, eher ist es der DPP4-Hemmer (Sitagliptin) des Kombimedikaments Velmetia.


    Laut dem Facharzt für Hepatology im Krankenhaus kann man die Leber nicht behandeln, die muss sich alleine erholen. Vielleicht sollte ich mit meinem Diabetologen über normales Metformin sprechen, das wäre noch eine Option.

    Rainer schrieb:
    Eine weitere Frage ist, warum das Insulin bei dir nicht ausreichend gewirkt hat. Normalerweise sinkt bei Typ 2ern der Insulinbedarf bei Leberschäden sogar. Hat dein Diabetologe dafür eine mögliche Erklärung parat gehabt?


    Er hatte irgendwas von einem NASH Syndrom gesagt und mir das erklärt, dass wohl meine Organe ziemlich verfettet sind und deswegen das Insulin nicht wirken kann.

    Mein Problem ist, dass ich schon immer übergewichtig war, das hat sich im laufe der Jahre auch nicht verändert. Ich trage noch die gleiche größe wie vor 10 Jahren... Daher wird abnehmen keine Option für mich sein weil das einfach nicht funktioniert. Oft und vergeblich versucht. Also wird wohl nur noch Sport helfen, auch wenn ich dadurch erfahrungsgemäß nichts abnehme, zumindest senkt es den Blutzuckerspiegel :(
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    am 21.03.2019 18:48:45 | IP (Hash): 1169565893
    Wenn du große Probleme mit dem Abnehmen hast, dann rede mal mit deinem Arzt über GLP1-Analoga, z.B. einmal wochentlich Trulicity. Das wirkt gut für den BZ und fürs Abnehmen. Nach dem Artikel aus dem Ärzteblatt (s.o.) müsste Trulicity auch bei Leberproblemen möglich sein. Der Wirkmechanismus ist zwar ähnlich wie der DPP4-Hemmer. Aber dadurch, dass es gespritzt und nicht gegessen wird, ist es vielleicht freundlicher für die Leber.

    Wenn du nicht mal mit ketogener Ernährung abnehmen konntest, dann ist das schlimm. Vielleicht kannst du es noch mal mit LCHF ( https://forum.lchf.de/ ) versuchen.

    Alles Gute, Rainer
  • Elfe

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    am 21.03.2019 20:24:33 | IP (Hash): 824047619
    Hallo,
    Insulin ist eigentlich das Beste, weil es eben direkt in den Kreislauf aufgenommen wird, in Umgehung des Magen/Darm-Kanals und für innere Organe ohne Nebenwirkungen sind.

    Ev. wurdest du bei deiner Insulintherapie nicht richtig beraten.
    Da ist durchaus Umdenken angefragt.
    Bei dem schnellen Mahlzeiteninsulin ist zu beachten, daß die Mahlzeit nicht allzu schwer verdaulich sein soll, da die Hauptwirkung des Insulins bei so ca. 3 - 4 h liegt.
    Feinheiten wären bei einer Mahlzeit mit viel Fett und Eiweiß ggfs. nach der Mahlzeit zu spritzen, zu splitten u.a.m.

    Toujeo ist das neuste Basalinsulin, konzentriertes Lantus, was für dich aber nicht unbedingt passen muss.
    Ich selber bevorzuge zwei Basalspritzen (Levemir) mit 1x morgens + 1 x abends.
    Da kann ich viel besser sehen und anpassen, wie sich dieses tagsüber und nachts wirklich auswirkt, durchaus Unterschiede und eben nicht so gleichmäßig, wie uns die 24 h-Insuline weismachen wollen.

    Gruß Elfe
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    am 22.03.2019 07:57:14 | IP (Hash): 947125109
    Elfe schrieb:
    Ev. wurdest du bei deiner Insulintherapie nicht richtig beraten.
    Da ist durchaus Umdenken angefragt.
    Bei dem schnellen Mahlzeiteninsulin ist zu beachten, daß die Mahlzeit nicht allzu schwer verdaulich sein soll, da die Hauptwirkung des Insulins bei so ca. 3 - 4 h liegt.
    Feinheiten wären bei einer Mahlzeit mit viel Fett und Eiweiß ggfs. nach der Mahlzeit zu spritzen, zu splitten u.a.m.


    Ich produziere ja genug Insulin, deswegen Funktioniert es mit den Tabletten ja (eigentlich) super. Wenn das Insulin nicht an die Rezeptoren andocken will/kann, dann kann ich mir auch noch so viel Insulin extern zuführen, es wirkt halt fast nicht. Ich glaube wir sind einer Meinung dass die IE oben echt viel waren... aber fast wirkungslos. Und btw. ich hab mich selbst auf die Ketogene Diät gesetzt, auf der ich immer noch bin bis wirklich alles geklärt ist. Bei Gemüse und Fleisch gibts nicht so viel schwerverdauliches ;)
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    am 22.03.2019 10:45:20 | IP (Hash): 1054604813
    https://www.ncl.ac.uk/research/impact/casestudies/diabetes/ müsste dann eigentlich interessant sein, auf Deutsch Leberfasten nach Dr Worm

    ----------------------------------------------
    Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;)
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  • Elfe

    Rang: Gast
    am 24.03.2019 00:45:23 | IP (Hash): 824047619
    datobi schrieb:
    Elfe schrieb:
    Ev. wurdest du bei deiner Insulintherapie nicht richtig beraten.
    Da ist durchaus Umdenken angefragt. ...


    Ich produziere ja genug Insulin, deswegen Funktioniert es mit den Tabletten ja (eigentlich) super. Wenn das Insulin nicht an die Rezeptoren andocken will/kann, dann kann ich mir auch noch so viel Insulin extern zuführen, es wirkt halt fast nicht. Ich glaube wir sind einer Meinung dass die IE oben echt viel waren... aber fast wirkungslos. Und btw. ich hab mich selbst auf die Ketogene Diät gesetzt, auf der ich immer noch bin bis wirklich alles geklärt ist. Bei Gemüse und Fleisch gibts nicht so viel schwerverdauliches ;)


    Fleisch ist selbstverständlich schwerverdaulich, die Fleischfasern müssen noch 'aufgeweicht' werden, bevor eigentliches Aufschließen in Nährstoffen stattfinden kann - dauert !
    Deine Tablettenmedikamente beruhen auch auf Insulin - eigenes allerdings.
    1es regt die eigene Insulinproduktion der Bauchspeicheldrüse (zusätzlich) an,
    2tes ähnlich - allerdings auf der gelben Liste ~ abgesetzt, gut so.
    3tes bewirkt über Manipulation der Nierenfunktion ein Ausscheiden des Zuckers über Urin.

    Insulin ist der Wirkstoff !
    Extern gegeben ist eben auch zu beachten:
    Mahlzeitverdauung zur Mahlzeiteninsulinwirkungsdauer von nur 3-5 h,
    je nach Fettgewebedicke in Bauchgegend braucht das gespritzte Insulin einige Zeit zur Wirkung, ev. erst Spritzen, dann essen.

    Im übrigen ist Leberfett kein Grund für Gelbsucht, deren Anzeichen du gerade wieder vermutest - ev. andere Gründe !?
    Bearbeitet von User am 24.03.2019 00:47:30. Grund: +
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    Mitglied seit: 21.03.2019
    am 24.03.2019 20:07:30 | IP (Hash): 59900792
    Elfe schrieb:
    Extern gegeben ist eben auch zu beachten:
    Mahlzeitverdauung zur Mahlzeiteninsulinwirkungsdauer von nur 3-5 h,
    je nach Fettgewebedicke in Bauchgegend braucht das gespritzte Insulin einige Zeit zur Wirkung, ev. erst Spritzen, dann essen. Im übrigen ist Leberfett kein Grund für Gelbsucht, deren Anzeichen du gerade wieder vermutest - ev. andere Gründe !?


    Apidra war ein Schnellwirkendes Insulin welches ich immer VOR der Mahlzeit gespritzt hatte. Wohlgemerkt leichte Kost, kaum Kohlehydrate, täglich immer unter 50g Kohlenhydrate (Ketogene Diät).
    Natürlich ist Leberfett kein Grund für Gelbsucht, das habe ich ja auch nie geschrieben. Leberfett (bzw. die anderen Organe wie Bauchspeicheldrüse sind auf verfettet) ist der Grund warum externes Insulin bei mir versagt hat (laut Diabetologe). Die Tabletten (Velmetia oder Jardiance) sind der Grund für die Gelbsucht, weil mein Körper diese wohl nicht mehr verträgt...
    Bearbeitet von User am 24.03.2019 20:17:49. Grund: Ergänzung
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 25.03.2019 00:52:00 | IP (Hash): 824047619
    Hallo Datobi,

    genau, das meinte ich, daß Standardvorgaben schnelles Insulin VOR der Mahlzeit gespritzt werden soll, nur ein Anfang ist und dann später verfeinert werden muss.

    'Leichte' Kost bei der Erwähnung von Fleisch ist jedenfalls m. E. nicht gegeben, es sei denn nur noch Geflügelfleisch oder fettarmer Schinken ist Bestandteil.

    Unabhängig vom Insulinthema, stellt sich die Frage, warum du meinst, daß du Velmetia und Jardiance 'nicht mehr verträgst'.
    Wäre ungewöhnlich, bei so vielen Anwendern der genannten Medikamente, von einem toxischen (giftig) Problem auszugehen.

    Für Gelbsucht als Symptom werden als Ursache viele Möglichkeiten beschrieben, siehe z.B.
    https://www.apotheken-umschau.de/gelbsucht
    Hast du ggfs. noch andere Symptome, die helfen könnten, weitere Untersuchen durch Fachärzte zu unterstützen ?

    Welcher Facharzt ist dein Diabetologe ? Allgemeinmediziner oder Internist ?
    Ein Internist (mit Fortbildung Diabetologie) ist als Lotse durch alle möglichen weiteren Spezialuntersuchungen besser geeignet - gibt erstaunlich viele Möglichkeiten per spezieller Blutanalyse und technischer Apparate.
    Könnte sein, daß hinter der Gelbsucht ein ganz anderer Grund steckt, als du gerade vermutest.

    Sorry, würde dir gerne positiveres schreiben, als Geduld aufzubringen für weitere Arzttermine.
    Gruß Elfe
    Bearbeitet von User am 25.03.2019 00:57:09. Grund: Korrektur Schreibfehler
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    am 25.03.2019 01:20:29 | IP (Hash): 59900792
    Elfe schrieb:
    'Leichte' Kost bei der Erwähnung von Fleisch ist jedenfalls m. E. nicht gegeben, es sei denn nur noch Geflügelfleisch oder fettarmer Schinken ist Bestandteil.


    Bei mir gibt es nur Pute, alles andere mag ich inzwischen gar nicht mehr.

    Elfe schrieb:
    Unabhängig vom Insulinthema, stellt sich die Frage, warum du meinst, daß du Velmetia und Jardiance 'nicht mehr verträgst'.
    Wäre ungewöhnlich, bei so vielen Anwendern der genannten Medikamente, von einem toxischen (giftig) Problem auszugehen.


    Weil die Leberbiopsie eine toxische Schädigung der Leber durch Medikamente hervorgebracht hat und ich NUR diese zu mir nahm? (nehme weder Schmerztabletten noch irgendwas anderes!)

    Elfe schrieb:
    Für Gelbsucht als Symptom werden als Ursache viele Möglichkeiten beschrieben, siehe z.B.
    https://www.apotheken-umschau.de/gelbsucht
    Hast du ggfs. noch andere Symptome, die helfen könnten, weitere Untersuchen durch Fachärzte zu unterstützen ?


    Wir drehen uns im Kreis, die Untersuchungen sind bereits gewesen, das Ergebnis steht fest!

    Elfe schrieb:
    Welcher Facharzt ist dein Diabetologe ? Allgemeinmediziner oder Internist ?
    Ein Internist (mit Fortbildung Diabetologie) ist als Lotse durch alle möglichen weiteren Spezialuntersuchungen besser geeignet - gibt erstaunlich viele Möglichkeiten per spezieller Blutanalyse und technischer Apparate.
    Könnte sein, daß hinter der Gelbsucht ein ganz anderer Grund steckt, als du gerade vermutest.


    Ich vermute gar nichts, es ist fakt... Mein Diabetologe ist Diabetologe (mit diversen Titeln) und natürlich normaler Arzt, das ist ja die Grundvoraussetzung um als Arzt zu arbeiten. Allerdings ist er kein Internist.
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    am 25.03.2019 02:15:01 | IP (Hash): 59900792
    Vielleicht sollte ich noch einmal detailliert mein Erlebnis letztes Jahr schildern. Ich hatte starken Juckreiz überall, gelbe Haut und gelbe Augen, dunkler Urin, Lehmfarbener Stuhl. Ich bin dann direkt ins Krankenhaus (haben auch dort eine spezielle Hepatologie Abteilung). Dort wurde ich eine Woche lang Untersucht. Erst wurden die akuten Dinge wie Gallenverschluss, Gallensteine und Gallenentzüngung abgeklärt, Nichts. Danach wurden alle Hepatitis A-D ausgeschlossen sowie eine Autoimmungerkrankung. Anschließend MRT und CT. Nichts auffälliges bis auf eben die Fettleber. Nach 4 Tagen wurde dann letztendlich die Leberbiopsie gemacht und ich nach Hause geschickt, weil man eh nicht mehr machen könnte. Die Leber kann man nicht therapieren und ohne zu wissen was los ist schon gar nicht. Nachdem das Ergebnis kam (toxische Schädigung der Leber durch Medikamente und eine bereits leichte Leberfibrose, das ist die Vorstufe zur Leberzirrhose) musste ich die Tabletten absetzen und wurde dann direkt mit Insulin vertraut gemacht. Engmaschige Kontrolle der Blutwerte, alles wurde besser, bis auf meinen hbca1 Wert, der wurde schlechter. Also Insulinmenge so hochdosiert wie möglich, immer noch gleiches Ergebnis. Daher meinte mein Diabetologe man sollte es noch einmal mit Tabletten versuchen, jedoch ohne Repaglinid. Jetzt 4 Wochen später habe ich bereits wieder gelbe Augenringe und es würde vermutlich auf das gleiche wie oben hinauslaufen... daher dieser Post weil ich einfach nicht weiter weiß und auf Erfahrungen anderer hoffte. Allerdings bin ich wohl einer dieser Einzelfälle :(

    Wegen Metformin habe ich auch mal gesucht und diesen "Leitfaden" von der Uni Klinik München gefunden (dort wird es als Ursache für Leberschäden genannt):
    http://www.klinikum.uni-muenchen.de/Medizinische-Klinik-und-Poliklinik-II/download/inhalt/downloads/klinikleitfaden/kapitel_34_lebererkrankun.pdf
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    am 25.03.2019 12:58:39 | IP (Hash): 1140227185
    Die Leber ist halt das Organ, in dem ALLES, was wir irgendwie aufnehmen, für seine weitere Verwendung irgendwo im Organismus via Blutkreislauf auf- oder wengstens vorbereitet wird. Schon Mist, wenn sie irgendwas nicht verträgt, was wir eigentlich irgendwie gebrauchen könnten.

    Als besondere Belastung für die Leber gilt Fett, wenn sie es einlagern. Denn die Leber ist von Hause aus nicht als Fettspeicher eingerichtet, kann aber mit Überlastung dazu gezwungen werden. Die Gänsestopfleber ist dafür das Paradebeispiel, übrigens mit Getreidebrei, also KHs!

    Die bisher einzige Möglichkeit, der verfetteten Leber ihre Fettlast abzunehmen, geht mit Fasten bzw. sehr wenig Essen. Damit wird sie schlicht gezwungen, zuerst die nächstliegende Speichermasse an- und aufzubrauchen, und das ist die, die sie sich selbst falsch eingelagert hat. Funktioniert sogar sehr förderlich mit über 20 Jahre altem T2: Hab meinen alltäglichen Insulinbedarf gut halbieren können, und zwar im Zeitrahmen von Herrn guten Woche. Für den Erhalt des Erfolgs wird empfohlen, die knappe Küche wenigstens 2 weitere Wochen beizubehalten.

    Nach Berlin guten Woche ist auf der Waage noch so gut wie kein Gewichtsverlust ablesbar, aber wenn man eh Kilos über hat, kann man ja auch über die Konsolidierungszeit hinaus verlängern. Daumendrück :)

    ----------------------------------------------
    Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;)
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    am 25.03.2019 14:52:06 | IP (Hash): 410050975
    datobi schrieb:
    Wegen Metformin habe ich auch mal gesucht und diesen "Leitfaden" von der Uni Klinik München gefunden (dort wird es als Ursache für Leberschäden genannt):
    http://www.klinikum.uni-muenchen.de/Medizinische-Klinik-und-Poliklinik-II/download/inhalt/downloads/klinikleitfaden/kapitel_34_lebererkrankun.pdf

    Hallo datobi,

    deine Zusammenstellung ist leider ohne Datum und wahrscheinlich nicht ganz vollständig. Repaglinid und Metformin sind aufgeführt, Sitagliptin jedoch nicht. Insofern könntest du anstelle des Kombimedikaments Velmetia nur Jauvia, Xelevia o.ä. nehmen. Leider spricht dieser Artikel dagegen:
    https://www.akdae.de/Arzneimittelsicherheit/Bekanntgaben/Archiv/2010/20100611.html

    Hast du dich unterdessen schon mal näher mit GLP1-Analoga, z.B. Trulicity befasst?
    Bearbeitet von User am 25.03.2019 14:53:19. Grund: .
  • Elfe

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    am 25.03.2019 18:50:49 | IP (Hash): 824047619
    Hallo Datobi,

    habe dich insgesamt verstanden, was du an Untersuchungen und Versuche hinter dir hast.
    Die offensichtlichen ! organischen ! Gründe wurden untersucht - Fettleber ist die einzige sichere Diagnose.
    Dagegen kann Jürgens Hinweis dienen, es mit Fasten bzw. Formula-Diät zu versuchen.
    Weniger Kalorien aufnehmen, ist da das einzig wahre.

    Lässt sich auch mit normalen Lebensmitteln hinbekommen, wenn man sich mit Energiedichte/Sättigungsgefühl beschäftigt.
    Daß du Putenfleisch nicht mehr sehen kannst, ist nachvollziehbar.
    Habe so etwas nur als Aufschnitt, festes Stück Fleisch in warmer Mahlzeit auch nur selten und eher kleine Menge.
    Ei in jeglicher Form ist da so meins, kann ich viel besser verdauen und Insulingabe besser dosieren.

    Du warst in einer Klinik für die ganzen Untersuchungen !
    Die Profs Docs sind so spezialisiert, daß die nur ihr Fachgebiet auf dem Schirm haben.
    War zu meinem Problem in Spezialabteilung, echt nicht gut.
    Haben ambulanten Befund per MRT verneint - war mit den selben Bildern dort.

    Medikamente als alleinigen toxischen Grund zu sehen, ist mehr als oberflächlich.
    Wurde denn seitens der Ärzte ev. Kontakt mit Giften in deinem Umfeld besprochen, ev. per Blutanalyse bestimmt !?
    Wohnsituation - Altbau, Bleirohre z.B.
    Arbeitsumfeld - Umgang mit gefährlichen Stoffen per Einatmen, Aufnahme per Hautkontakt z.B.

    Diabetologie ist eine Fortbildung/Spezialisierung, die auf Facharzt Allgemeinmedizin oder Internist aufsetzt.
    Ein Allgemeinmediziner hat den Überblick über den menschlichen Organismus,
    ein Internist kennst sich besser mit den inneren Organen aus.

    Mein Diabetologe ist Internist und überweist mich an andere Spezialisten, die Organe besser untersuchen können. Die entsprechenden Ergebnisse werden von ihm beurteilt und ggfs. die Medikamentenverschreibung übernommen.

    Gruß Elfe
    Bearbeitet von User am 25.03.2019 18:55:21. Grund: Korrektur Schreibfehler
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    am 26.03.2019 07:46:32 | IP (Hash): 59900792
    Elfe schrieb:
    Medikamente als alleinigen toxischen Grund zu sehen, ist mehr als oberflächlich.
    Wurde denn seitens der Ärzte ev. Kontakt mit Giften in deinem Umfeld besprochen, ev. per Blutanalyse bestimmt !?
    Wohnsituation - Altbau, Bleirohre z.B.
    Arbeitsumfeld - Umgang mit gefährlichen Stoffen per Einatmen, Aufnahme per Hautkontakt z.B.


    Kein Altbau, Insgesamt Privat nichts verändert, Beruflich nur am PC daher keine gefährlichen Stoffe.

    Elfe schrieb:
    Diabetologie ist eine Fortbildung/Spezialisierung, die auf Facharzt Allgemeinmedizin oder Internist aufsetzt.Ein Allgemeinmediziner hat den Überblick über den menschlichen Organismus, ein Internist kennst sich besser mit den inneren Organen aus.


    Schon klar, er leitet aber sein Fokus ist auf Diabetes Patienten "Zentrum für angewandte Diabetologie".

    Elfe schrieb:
    Mein Diabetologe ist Internist und überweist mich an andere Spezialisten, die Organe besser untersuchen können. Die entsprechenden Ergebnisse werden von ihm beurteilt und ggfs. die Medikamentenverschreibung übernommen.


    Könnte ich auch mal schauen ob es einen in meiner Gegend gibt.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    am 26.03.2019 08:55:30 | IP (Hash): 1552368144
    datobi schrieb:
    Elfe schrieb:
    Medikamente als alleinigen toxischen Grund zu sehen, ist mehr als oberflächlich.
    Wurde denn seitens der Ärzte ev. Kontakt mit Giften in deinem Umfeld besprochen, ev. per Blutanalyse bestimmt !?
    Wohnsituation - Altbau, Bleirohre z.B.
    Arbeitsumfeld - Umgang mit gefährlichen Stoffen per Einatmen, Aufnahme per Hautkontakt z.B.


    Kein Altbau, Insgesamt Privat nichts verändert, Beruflich nur am PC daher keine gefährlichen Stoffe.

    Hallo Datobi,

    ich denke nicht, dass du dich zu diesem Punkt weiter verteidigen musst. Wenn deine Leberschädigung bei der Einnahme der Tabletten entsteht und beim Absetzen wieder verschwindet, kann man die Tabletten mit ziemlicher Sicherheit als Verursacher annehmen.

    Warum testest du nicht einfach durch, ob es eventuelle nur an einem Medikament liegt. So viele Varianten müsstest du doch nicht testen:
    - Metformin weglassen, Januvia und Jardiance nehmen,
    - Januvia weglassen, Metformin und Jardiance nehmen,
    - Jardiance weglassen, Metformin und Januvia nehmen.
    Durch den Wegfall eines Medikaments wird zwar dein BZ etwas höher verlaufen. Das ist aber bei weitem nicht so schlimm, als eine kaputt gespielte Leber.

    Die andere Möglichkeit wäre, gleich ein anderes Medikament auszuprobieren und zu testen, ob deine Leber dieses verträgt. Auf der Hand liegt da, wie schon mehrfach beschrieben, Trulicity. Das wirkt etwas stärker als Januvia und reicht deshalb vielleicht als Monotherapie aus. Die zusätzliche Unterstützung der Abnahme wäre auch nicht zu verachten.

    Egal, was du machst - handele schnell, du hast nur eine Leber.

    Alles Gute, Rainer
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 26.03.2019 17:54:18 | IP (Hash): 824047619
    Hallo Datobi,
    möchte dir nochmals antworten.
    Du bezeichnest dich als Einzelfall, ich selber würde mich als 'schwierigen' Patienten bezeichnen.
    Allein die Diagnose der grundsätzliche Bauchspeicheldrüsenerkrankung hat paar Jahre gedauert,
    für andere Symptome (Stuhl bzw. Verdauungsprobleme und Hautjucken - wie du das auch beschrieben hast), habe ich bis heute keine verlässliche Diagnose.
    Ausgeschlossen wurde dies und das, aber wie ich offensichtliches Problem angehen soll !?
    So ein Konglomerat wird angenommen, teils Veranlagung, teils falsches Verhalten, aber eben auch Insulin notwendig + andere Tabletten.
    ~
    Mein PC-Arbeitsplatz war insofern nicht ganz so Emissionsfrei per Feinstaub, da Laserdrucker und ztw. auch Kopierer im Raum.
    Per Arbeitsschutz wurde der Kopierer zumindest in einen anderen größeren Bereich verfrachtet.
    ~
    Selbstversuch mit Medikamenten á la Rainer (Bananenvergleich, Produkt reift beim Kunden), ist nicht gut !
    Mit Kenntnis über Zulassung von Medikamenten ist bekannt, daß Wirkung strengen Zulassungsrichtlinien unterliegt. Ein Manko aber dabei ist, daß klinische Studien an gesunden (männlichen) Probanden getestet wird (gegen Placebo).
    Probleme zeigen sich z.T. erst später, wenn mit anderen Gesundheitsproblemen solche Medikamente angewendet werden (da gibt's etliche Klagen - wer denn die Tagespresse liest).
    Um alle Symptome und Kriterien einzuschätzen, braucht es einen kompetenten Arzt, der uns als einzelnen Patienten einschätzen kann, was eben auch beinhalten kann, dieses Medikament in Summe eben nicht.

    Gruß Elfe
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    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 26.03.2019 21:13:58 | IP (Hash): 1480485782

    Neben dem Fett in der Leber sorgt vor allem bei uns T2 ein insgesamt höherer alltäglicher BZ-Verlauf für einen höheren Insulinbedarf. Bei nüchtern meistens um 200 brauche ich z.B. für eine Scheibe Brot mehr als doppelt so viel Insulin zum Ausgleich mit Auslauf wieder bei 200, wie ich für eine gleiche Scheibe von 100 auf 100 brauche.

    Für meinen gesunden Abweg von meistens um 200 auf meistens um 100 hatte ich einen gnadenlosen T1 als Coach. Unter seiner Anleitung dürfte ich erst BEs essen, wenn mein BZ bei 120-100 war, besser 100. Also nix auf 200 noch ausgiebig frühstücken :(
    Aber ich hatte schließlich nach der Anleitung gefragt und hab bisher auch noch keine zielführendere gefunden.

    Warum dieser Beitrag? Weil Insulin das am längsten genutzte Zuckermittel mit den wenigsten bisher bekannten Nebenwirkungen ist, und weil sich der BZ damit sehr zuverlässig in dem Rahmen steuern lässt, den man einhalten will. Unter einer Voraussetzung: Man muss sich schon die systematische Mühe machen und über einige Wochen testen, wie viele Einheiten vom jeweils verfügbaren Insulin in welcher Situation zu wie vielen BEs passen. Könnte ein HBA1c um 8 sagen wollen, dass Dein Dok Dich zu Deiner INSULINER-Zeit dazu nie angeleitet hat?
    ---------------------------------------------
    Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;)
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    am 26.03.2019 21:16:36 | IP (Hash): 1480485782
    Gelöscht
    Bearbeitet von User am 26.03.2019 21:21:48. Grund: Doppelt
  • Elfe

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    am 27.03.2019 19:50:45 | IP (Hash): 824047619
    hjt_Jürgen schrieb:

    Für meinen gesunden Abweg von meistens um 200 auf meistens um 100 hatte ich einen gnadenlosen T1 als Coach. Unter seiner Anleitung dürfte ich erst BEs essen, wenn mein BZ bei 120-100 war, besser 100. Also nix auf 200 noch ausgiebig frühstücken :(
    Aber ich hatte schließlich nach der Anleitung gefragt und hab bisher auch noch keine zielführendere gefunden.


    Hallo Jürgen,
    wie viele Jahrzehnte ist das her ?
    Als oller LADA-1er bin ich in den Schulungen tatsächlich mit langjährigen 'wirklichen' 1ern zusammengekommen, die doch noch etwas Nachhilfe brauchten, trotz jahrzehntelanger Erfahrung.

    Besonders die Einschätzung des schnell wirkenden Mahlzeiteninsulins ist nicht so ganz einfach.
    Die Carbs müssen in Gesamtzustellung der Mahlzeit mit verlangsamenden Bestandteilen passen, sich treffen ~ m.E. so rund 3-4 h.
    Dauert die Verdauung der Mahlzeit zu lange an (Pizza mit 7 h war Schulungsbeispiel), ist schnelles Insulin in Wirkung schon verbraucht und dann kommen sehr viel später doch noch Kohlenhydrate als Blutzucker messbar an (LCHF ev. kontraproduktiv).

    Im übrigen bietet das Mahlzeiteninsulin eine Super-Möglichkeit, per Korrektur-Einheit den Eingangsblutzucker zu berücksichtigen.
    Als vorsichtigen Ausgangswert wird angenommen, daß eine Einheit Mahlzeiteninsulin den Blutzucker um 50 mg/dl senkt - bei mir ist die Korrekturregel mit 40 mg/dl stabil.
    Die 2te Rechnungsgröße ist der sogenannte IE/BE-Faktor.
    Beschreibt die natürliche Insulinempfindlichkeit über 24 h - morgens/abends mehr Insulin nötig als mittags/nachts ~ gerundet bei ca. 2 zu 1.
    In praktischer Anwendung bedeutet dies, daß die Scheibe Brot (dein Testobjekt) zum Frühstück und Abendbrot 2 x soviel Insulineinheiten benötigt als mittags.

    Mit so einfachen Grundlagen lässt sich Blutzuckerwirkung einer Scheibe Brot durchaus erklären, ohne ständig auf das Libre zu gucken.
    Solltest Du eigentlich alles wissen, da du per Schreibe schon in Hypo-Schulung warst.

    Basalinsulindosis ist nicht ganz so schwierig.
    Bevorzuge dabei Gabe 2 x morgens und abends, da versprochene gleichmäßige über 24 h bei mir eben nicht so ist, brauche tagsüber mehr Basal als nachts (nicht verwunderlich, eigentlich).
    Auch vor Schlafengehen dann ggfs. Korrektureinheiten und dann Basal.
    Ob's passt, sehe ich dann morgens am Nüchternblutzucker.

    Wichtig ist mir, wirklich über sinnvolle Anwendung des Insulins nachzudenken, egal ob 1er oder 2er.
    Im persönlichen Umfeld habe ich 2er, die mit Insulin nicht wirklich wissen, was sie tun.
    Nur Mischinsulin nach Einheiten-Vorgabe, und dann Mandarinen als 'so gesund' vorm TV zu schnubbeln.
    Eine andere heult und jammert - darf nix mehr essen.
    Hören mir real auch nicht zu ~ weil Arzt hat gesagt ~
    Bearbeitet von User am 27.03.2019 19:56:51. Grund: +
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    am 27.03.2019 21:45:55 | IP (Hash): 521351027
    War so 1-2 Jahre vor der Jahrtausendwende. Wer erst essen darf, wenn der BZ im Zielbereich ist, findet mit systematischem Protokollieren sehr schnell heraus, was beim letzten Spritzen & Essen bzw Basal zu wenig gewesen ist und in welcher Menge dann wirklich passt. Damit werden die Zeiten mit höher als gesundem BZ in Phasen der Einstellung bzw. Anpassung sehr effizient auf das jeweils mögliche Minimum gesetzt.

    Meine Libre-Sensoren haben zur Zeit Pause, weil ich noch die reizenden Klebestellen von Dezember sehen und die von vor 14 Tagen und vor 4 Wochen noch jeden Tag kratzen mag :(
    Hab meine alte Pieks-Routine wieder mit unregelmäßigen Stichproben, die mir sagen, wie der BZ in meinen Rahmen (nach Möglichkeit 20 von 24 Stunden im Bereich von 70-140) passt. Da können mir 3-4 Piekse am Tag reichen, heute z.B. bislang 3. Aber es können auch schon mal doppelt bis dreimal so viele werden, wenn so eine Stichprobe einen Wert weit außerhalb meines Rahmens zeigt.

    Um zu wissen, wie mein BZ wann verläuft, hab ich mir vor Jahren mal Tagesschablonen mit 24 Stunden im A5 Format gedruckt und da immer in die jeweiligen Zeiten eingetragen, was wann gespritzt und gegessen und gemacht und gemessen. Hat mir sehr deutlich gemacht, dass die Zeit gleich in mehrfacher Hinsicht ne wichtige Rolle zum Verstehen des BZ-Verlaufs spielt und war ne super Grundlage für systematisches Austesten und gesunde Optimieren. Kann ich nur wärmstens weiter empfehlen :)

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    Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;)
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  • Elfe

    Rang: Gast
    am 02.04.2019 00:18:31 | IP (Hash): 419473483
    Hallo Jürgen,
    wir sind per Diabetes-Diagnose eigentlich nur paar Jahre auseinander.
    Dennoch liegen wir per Umgang manches mal gegensätzlich (Du Typ 2, ich LADA Typ 1 und untergewichtig, war bei dir auch anders)-

    Zielwert ist bei mir 100 mg/dl, allerdings mit Bereich 70 - ?, wobei mein Unbehagen so ab 180 anfängt = Nierenschwelle, mein Arzt sieht selbst bei weit höheren Werten kein Problem °~°.
    Da Insulinkorrektur mit bei normal zusammengestellten Hauptmahlzeiten sich bei ca. 3 h befindet, ist dies so mein Kontrollzeitpunkt zur Überprüfung ~ mal o.k., mal + Gummibärchen, mal Korrektureinheit Insulin ~ trotz gleichem Frühstück z.B..
    Was auch immer da innerlich da zusätzlich stattfindet ~ am Essen alleine liegt's nicht.
    Versuche so gut wie möglich (auch per Wiegewaage) KHs zu ermitteln x IE/BE-Faktor = Einheiten Mahlzeiteninsulin,
    Was wann gespritzt täglich im Papier-BZ-Tagebuch ~ mit anderen Notizen jeweils.
    In Summe Erkenntnisse auch zu Spritzzeitpunkt: Normal vor der Mahlzeit, bei schwer verdaulich mit viel Fett/Eiweiß nach der Mahlzeit = Puffer ca. 0,5 h ~ ggfs. teilen ist mir übrigens zu lästig ~

    Nutze das Libre nicht ~ meine Haut spinnt sowieso - bei ganz normaler Hautpflege, geschweige denn der Kleber von dem Ding.
    Mein Arzt will mir dieses Dings als Unterzucker-'Wächter' andrehen, zumindest.
    Ach nee - unsympathisch: Vertrieb, Kosten, ungenau u.a.m..

    BZ-Messung per Handgerät unterliegt durchaus nachvollziehbaren Regeln - s.o..
    Morgens vor Frühstück und abends vor Zubettgehen = Pflicht.
    Weitere Kontrolle notwendig per Anzahl der Mahlzeiten und Vorhaben plus (vor Autofahren!, Sport z.B.).
    4 - 6 x bei mir so pro Tag nötig.

    Übersichtstabellen habe ich bzgl. Daten zu Insulinen per Einheiten und IE/BE-Faktoren - Insulinwechsel und erhöhen. Im Quartal nur minimal, im Jahrzehnte-Überblick dennoch deutlich.
    Ansonsten auch mal nur einfach Textnotizen - wie eben Verdaulichkeit von Mahlzeiten zur Insulinanwendung oder auch so jahreszeitlich gesehen, brauche im Sommer weniger Insulin als im Winter.

    Irgendwie die Insuline dosieren, so gut wie möglich.
    Gruß Elfe