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TIR - die neue Blutzucker-Messlatte?
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am 06.04.2019 11:56:12 | IP (Hash): 1226303290
OK,
dann sehen wir das durchaus ähnlich...
Ich hatte ein paar solcher wirklich schweren Hypo... ist aber schon lange her.
Heute sage ich zu meinem Mann auch schon mal: "Brauche dringend `ne Cola oder `ne Saft, sonst könnte es ein spontanes unfreiwilliges Nickerchen geben."
Aber sicher nicht, weil ich das nicht ernst nehme, sondern um der Situation die Dramatik zu nehmen... -
am 06.04.2019 13:14:31 | IP (Hash): 105091383
Elfe schrieb:
Aber der Langzeitwert HbA1c-Wert zeigt an, wie sich Zucker im Blut mit den roten Blutkörperchen als wirklich feste chemische Verbindung auswirkt.
Dafür braucht es einige Stunden erhöhten Blutzucker, vorher bildet sich ein chemisches Gleichgewicht
http://www.medizinische-biochemie.de/Lerntext06.pdf
Wie ich's verstanden hab, wirkt sich da im Blut gar nix aus. Da bindet Glukose an ne bestimmte Sorte rote Blutkörperchen, und zwar in Abhängigkeit von der Menge Glukose, die über wenigstens 3-4 Stunden anhält. Sinkt der BZ in dieser Zeit wieder ab, lösen sich die neuen Bindungen schlicht wieder auf, die in der vorübergehenden Spitze neu entstanden sind.
Interessant finde ich, dass so zeitlich kurze postprandiale Spitzen auch über 300 meinen 5er HBA1c überhaupt nicht stören, auch wenn ich mir 5-10 davon am Tag leiste. - Ist das jetzt das angeschriebene chemische Gleichgewicht?
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Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;) -
Michael74
Rang: Gastam 06.04.2019 15:04:05 | IP (Hash): 626136507
Witzig, oder
Wenn man hier noch vor einer Woche über den hba1c kritisch berichtet hat würde man gekeult. Nun stellt sich heraus das dies der Wahrheit entspricht und selbst einer der 4 Heiligen sieht es ein. Ach wie traurig das es Jahre bräuchte um dies zu begreifen.
Auch wenn sich die Ideen und Vorschläge meinerseits sehr professionell und logisch anhören, ersetzen sie nicht den Gang zum Doktor, um sich dies bestätigen zu lassen; sie dienen nur einer ersten Beratung. -
Elfe
Rang: Gastam 06.04.2019 16:26:09 | IP (Hash): 419473483
Hallo Jürgen,
hast du mehrere Sorten rote Blutkörperchen = Erythrozyten
oder verwechselst du da was - mit weißen oder Blutplättchen ;-)
Im Prinzip habe ich das aber so gemeint, daß hoher Blutzucker längere Zeit bestehen muss, um eine feste chemische Verbindung einzugehen.
Was du beschreibst, daß kurzzeitige hohe BZ-Spitzen sich im HbA1c-Wert nicht auswirken, kann ich bestätigen.
Mein Langzeitwert liegt so um die 5,5, was mein Diabetologe schon fast für zu niedrig hält - und zählt kritisch meine niedrigen Werte.
Schimpft: "Von 270 mg/dl stirbt man nicht - Hypos sind gefährlich …"
Mein mulmiges Gefühl bei BZ-Werten über der Nierenschwelle 180 mg/dl interessiert Mediziner wohl eher weniger, soll nicht 'so scharf' korrigieren.
Kann da dem Arzt nur vertrauen, ein Mediziner hat weit mehr Erkenntnisse als ich.
Hat recht, da trotz Blutzuckerausreißer bisher keine Nachfolgeerkrankungen aufgetreten sind (hatte Angst vor Blind & Amputation damals).
Reime mir das so zusammen, daß der HbA1c-Wert eben nur ein Indikator dafür ist (den man messen kann) um indirekt Rückschlüsse auf die Gesundheit zu schließen.
Messwerte sind das eine, Interpretation dieser, eine andere.
Bei den anderen Blutwerten ist das ja auch nicht anders, nur sind wir da wirklich auf Laborwerte angewiesen und können das nicht selber messen.
Je nachdem werden dann Medikamente verschrieben, um wieder im Normbereich zu landen.
Gruß Elfe
@Michael: Seltsamer Humor, den HBA1c 'witzig' zu finden.
Den einzigen glückseligen Messwert für ein langes Leben gibt's nicht !
Da kannst du auch an den Weihnachtsmann oder Osterhasen glauben :-(
Bearbeitet von User am 06.04.2019 16:27:55. Grund: - -
am 06.04.2019 17:40:40 | IP (Hash): 1226303290
Michael74 schrieb:
Witzig, oder
Wenn man hier noch vor einer Woche über den hba1c kritisch berichtet hat würde man gekeult. Nun stellt sich heraus das dies der Wahrheit entspricht und selbst einer der 4 Heiligen sieht es ein. Ach wie traurig das es Jahre bräuchte um dies zu begreifen.
Mooooment,
TIR, GVI und PGS sind nur bei kontinuierlicher Messung wirklich sinnvoll. Bei wenigen punktuellen Messungen pro Tag ist und bleibt der HbA1c die beste Möglichkeit der Beurteilung der Glucosekontrolle.
1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 06.04.2019 18:31:39 | IP (Hash): 105091383
UND wer unbehandelt im ganz nomalen Leben morgens nüchtern um 90 und 2 Stunden nach dem Essen häufig über 200 messen kann, wird sich selten in der Stunde drauf so intensiv bewegen, dass der BZ dann regelmäßig eben bis zum Ende der 3. Stunde/Anfang der 4. nach dem Essen wieder bei um 90 landet und damit den unzutreffenden 1c von 5,und macht. Normaler ist allerdings das langsamere Absinken ohne die Auflösung der Zuckerbindung und damit dann auch der höhere 1c.
UND Michael74
geht es bei der Diskussion hier und sonst ja nicht um den 1c zur Kontrolle der Behandlung - davon haben wir von ihrer/seiner Seite bisher NullkommaNix erfahren - sondern um den 1c als Größe zur Erstdiagnose!
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Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;)
Bearbeitet von User am 06.04.2019 22:01:06. Grund: Ergänzung -
am 06.04.2019 20:08:43 | IP (Hash): 105091383
Elfe schrieb:
Hallo Jürgen,
hast du mehrere Sorten rote Blutkörperchen = Erythrozyten
oder verwechselst du da was - mit weißen oder Blutplättchen ;-)
https://www.netdoktor.de/laborwerte/haemoglobin/hba1c/
Hämoglobin ist der rote Blutfarbstoff und ermöglicht den Transport von Sauerstoff und Kohlenstoffdioxid im Körper. Es gibt verschiedene Hämoglobin-Typen, wobei das normale Hämoglobin beim Erwachsenen als HbA bezeichnet wird.
Bindet ein Zuckerteilchen im Blut an das Hämoglobin, bezeichnet man das als Glykierung. Glykiertes, also „verzuckertes“ Hämoglobin erhält in der Namensgebung den Zusatz 1(HbA1). Der größte Teil dieser Zuckeranlagerungen hängt an einer bestimmten Untereinheit des Hämoglobins – das wird durch den Zusatz c ausgedrückt (HbA1c). Ist unser Blutzuckerspiegel recht hoch, binden naturgemäß mehr Zuckerteilchen an das Hämoglobin; sinkt der Zuckerspiegel, so lösen sich die Teilchen wieder.
Ein Patient mit Diabetes hat jedoch längerfristig einen erhöhten Blutzuckerspiegel. Dadurch wird die Bindung zwischen Zucker und Hämoglobin fest und unlösbar. Sie bleibt so lange bestehen, bis die roten Blutkörperchen am Ende ihrer Lebenszeit abgebaut werden.
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Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;) -
Elfe
Rang: Gastam 08.04.2019 18:59:34 | IP (Hash): 419473483
Was soll denn das in Bezug auf angebliche mehrere Arten von roten Blutkörperchen, wie du behauptest.
Zitiere mal aus einem Artikel, den ich mir vor vielen Jahren aus dem Diabetes-Ratgeber ausgeschnitten habe nebst Bild aus der Kinderseite:
"HbA1c ist die Abkürzung für eine mit Zucker beladene Form des roten Blutfarbstoffes Hämoglobin".''
Als Grafik dazu die roten Blutkörperchen als rundliches Männchen dargestellt mit Tragekorb auf dem Rücken, gefüllt mit Zucker.
Einfaches Bild - sagt mehr als tausend Worte :-)
und steht im Bilderrahmen zu meinen Diabetes-Utensilien.
Bearbeitet von User am 08.04.2019 19:01:24. Grund: - -
am 09.04.2019 21:35:42 | IP (Hash): 23347864
hjt_Jürgen schrieb:
Wie ich's verstanden hab, wirkt sich da im Blut gar nix aus. Da bindet Glukose an ne bestimmte Sorte rote Blutkörperchen, und zwar in Abhängigkeit von der Menge Glukose, die über wenigstens 3-4 Stunden anhält. Sinkt der BZ in dieser Zeit wieder ab, lösen sich die neuen Bindungen schlicht wieder auf, die in der vorübergehenden Spitze neu entstanden sind.
Interessant finde ich, dass so zeitlich kurze postprandiale Spitzen auch über 300 meinen 5er HBA1c überhaupt nicht stören, auch wenn ich mir 5-10 davon am Tag leiste. - Ist das jetzt das angeschriebene chemische Gleichgewicht?
@Jürgen, Ich hoffe es ist in Ordnung, dass ich meine Frage zum HbA1C auch in deinem Thread stelle.
Weil hier geht es ja die ganze Zeit über den HbA1C. Und auch das Abbilden von BZ-Spitzen im HbA1c.
Wie sich hohe Werte im HbA1C auswirken, ist mir bekannt. Aber wie wirkt das ganze bei Hypoglykämien. Es heißt ja, ein niedriger HbA1C ist nur dann erstrebenswert, wenn er nicht durch zu viel Hypos erkauft wurde.
Aber wie senken Hypos den HbA1C? Müssen dann die Hypos auch über 3-4 Stunden vorkommen, dass die Verbindung im HbA1C festverankert bleibt und deshalb erst den HbA1C senken??? Das kann ja theoretisch nicht sein. Oder stimmt der Satz mit den erkauften niedrigen HbA1C nicht?
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am 09.04.2019 22:01:15 | IP (Hash): 389568789
July95 schrieb:
Wie sich hohe Werte im HbA1C auswirken, ist mir bekannt. Aber wie wirkt das ganze bei Hypoglykämien. Es heißt ja, ein niedriger HbA1C ist nur dann erstrebenswert, wenn er nicht durch zu viel Hypos erkauft wurde.
Aber wie senken Hypos den HbA1C? Müssen dann die Hypos auch über 3-4 Stunden vorkommen, dass die Verbindung im HbA1C festverankert bleibt und deshalb erst den HbA1C senken??? Das kann ja theoretisch nicht sein. Oder stimmt der Satz mit den erkauften niedrigen HbA1C nicht?
Das kann theoretisch nicht sein und ist auch praktisch natürlich nicht so.
Es ist einfach so, dass in den Zeiten mit niedrigem BZ weniger Hämoglobin glykiert wird. Deshalb wird bei vielen Phasen mit BZ unter den in etwa normalen 80mg/dl das HbA1c am Ende niedriger ausfallen. Dadurch werden Phasen mit höherem BZ ausgeglichen und sind im HbA1c nicht mehr zu sehen. Mehr steckt nicht dahinter.
Bearbeitet von User am 09.04.2019 22:03:51. Grund: .