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Diagnose: Diabetes! Angst um Erblindung
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Philipp
Rang: Gastam 06.10.2010 03:24:49
Ich habe heute die Diagnose Diabetes Typ2 erhalten. Mein Arzt meinte auch das es nicht so schlimm sei bei mir. Geahnt habe ich es aufgrund meiner ständigen Müdigkeit schon länger was jetzt auch nicht sonderlich schlimm ist. Was ich eher schockierend finde ist das ich jetzt viel über Erblindung gelesen habe was mir natürlich gar nicht gefällt und weswegen ich mich jetzt untersuchen lassen möchte.
Dazu habe ich allerdings ein paar Fragen
Kann eine solche Untersuchung jeder Arzt durchführen?
Welche Tests werden dort durchgeführt?
Auf was sollte ich dabei achten bzw. was darf nicht vergessen werden falls der Arzt was falsch macht?
Gibt es soetwas wie Ratgeber die ich befolgen kann um das Risiko einer möglichen Erblindung so gering wie möglich zu halten.
von Philipp -
Philipp
Rang: Gastam 06.10.2010 03:29:55
Also eigentlich weiß ich momentan gar nicht so recht was, wie und wo und überhaupt. Vielleicht könnt ihr mir auch ein paar allgemeine Tipps geben. Am wichtigsten ist aber momentan das Augenthema.
Andere Frage wäre ob man sich registrieren kann in diesem Forum? von Philipp -
fb t ttttb
Rang: Gastam 06.10.2010 04:27:44
Ich fang mal bewusst flapsig an: Du hast sicher ein Auto (was an sich nicht so schlimm ist). aber jetzt hast du viel über Verkehrsunfälle gelesen...
°Kann eine solche Untersuchung jeder Arzt durchführen?" JEDER Augenarzt!
"Welche Tests werden dort durchgeführt?"
Angiografie (Augenhintergrundsbetrachtung) + allg.
Sehtest
"Auf was sollte ich dabei achten bzw. was darf nicht vergessen werden falls der Arzt was falsch macht?"
Ein Arzt, der was falsch macht, hat den Beruf verfehlt
"Gibt es so etwas wie Ratgeber die ich befolgen kann um das Risiko einer möglichen Erblindung so gering wie möglich zu halten."
Den DM gesund mit möglichst "gesundem" BZ-Werten führen...
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Philipp
Rang: Gastam 06.10.2010 04:34:07
Naja, die Angst eines Verkehrsunfalls hatte ich auch 2 Tage nach meinem Führerschein. Ich sehe das also nicht so wild. DIe Angst ist da und ich möchte mich sorgfältig darüber erkundigen. Daher auch die etwas "unsicheren" Fragen. Schade das deine Antworten nur sehr oberflächlich und daher unbrauchbar sind. Ist ja irgendwie logisch das ich mich jetzt mit meiner Krankheit auseinander setzen muss. von Philipp -
Jürgen
Rang: Gastam 06.10.2010 10:09:45
Moin Philip,
zunächst am einfachsten vorstellbar: die Automatik is defekt, die Deinen Blutzucker sonst unter allen Umständen so gesund regeln würde, wie Du hier in der Grafik sehen kannst http://www.phlaunt.com/diabetes/16422495.php
Nun besorgst Du dir Messgerät und Streifen und schaust, wie im Vergleich dazu Dein Blutzucker verläuft. Und dann probierst Du aus, wie Du ihn ggf. mit ner geänderten Auswahl und Portionierung Deines Essens möglichst deckungsgleich mit der gesunden Kurve bringst. Der möglichst gesund verlaufende Blutzucker ist unser aller beste Versicherung gegen diabetische Folgeschäden, und je weniger Medis wir dafür brauchen, umso weniger unerwünschte Wirkungen müssen wir zu den gewünschten ertragen.
Deine Angst vor Schäden an Augen, Nerven, Nieren und vor allem generell an den Pipelines ist berechtigt. Denn von 100 zeitnah neu diagnostizierten haben schon 10-12 wenigstens einen davon, weil auch der Blutzucker schon krank machen kann, der höher als gesund, aber noch nicht hoch genug für die Diagnose-Definition verläuft. Und bis man etwas hat, geht es immer um krank machen KANN. Das ist wie ein negatives Lotto-Spiel, bei dem man mit jeder Stunde höher als gesundem Blutzucker miese Punkte sammelt. Und wenn man in diesem Spiel Glück hat, kann man viele sammeln, ohne irgendwelchen Mist zu bekommen.
Daumendrück, Jürgen -
peter
Rang: Gastam 06.10.2010 11:30:38
eigentlich fand ich die erste anrwort nicht oberflächhlich sondern im verhältnis zu der recht oberflächlichen ausgangsposition (nicht schlimmer diabetes - was immer das ist)
kompetent und richtig.
augenarzt und netzhautkontrolle - mehr ist nicht.
ob der arzt das gut also sorgfältig macht oder nicht,
kann der patient ohne die erfahrung bei unterschiedlichen augenärzten nicht beurteilen.
mehr ist bevor ein ergebnis da ist nicht zu sagen. -
Meinung
Rang: Gastam 06.10.2010 12:41:05
Hallo Phillipp,
deine Aussage bzw,. die des Arztes: Es sei nicht so schlimm, ist so, dass man eigentlich damit gornix anfangen kann. Du hast doch sicher eine Kopie deiner Laborwerte?
Welche Werte sind denn erhöht? Worüber reden wir eigentlich?
Bei welchem Arzt bist du? Hausärzte haben schon oft gesagt, der Diabetes sei nicht schlimm und haben Tabletten verordnet, wo man hätte schon lange Insulin spüritzen sollen.
Das Gute beim Diabetes ist, dass DU es in der Hand hast und die BZ-Werte selbst beeinflussen kannst, es gibt Diagnossen, die man NICHT beeinflussen kann.
Das Schlechte ist, dass die möglichen Spätfolgen wie Amputation, Nierenversagen und Erblindung und Nervenschmerzen irreversibel also nicht rückgängig zu machen sind....
Schreib mal ein paar exakte Werte, dann kann man dir auch exakte Antworten geben.
Lass dich zu einem Diabetologen überweisen und zu einer Schulung dort anmelden.
Der Diabetologe wird dich auch zum Augenbarzt schicken in regelmäßigen Abständen.
Wichtig noch: Zu den Augen. Wenn man ständig zu hohe BZ-Werte hat, kann es zur Verschlechterung der Augen kommen, die aber wieder besser wird, sobald man in gutem BZ-bereich ist. Also nicht gleich ne neue Brille kaufen oder machen lassen, sondern z.B. am PC die Auflösung ändern und ein paar Wochen abwarten.
DEIN Job ist es, dass du dich um Wissen bemühst, der Arzt kann dich immer nur begleiten.
Bekommst du denn Medikamte und wenn ja, welche?
von Meinung -
Philipp
Rang: Gastam 06.10.2010 14:54:48
Also mein Hausarzt war am überlegen ob er mir Tabletten verschreiben soll oder nicht und hat sich letztendlich dagegen entschieden. Jetzt überprüfe ich immer 4 mal am Tag diesen Blutzuckerwert und trage ihn in ein Tagebuch ein.
Meine Werte kann ich euch zwar mal aufschreiben aber ich weiß nicht genau was diese bedeuten da ich noch ein wenig darüber lesen muss.
Gewicht: 115
Blutdruck: 110/70
Blutglukose: 232
HbA1c: 8,9
Gesamt-Cholesterin: 187
HDL/LDL Choles.: 40/100
Triglyceride: 333
Das sind soweit alle Werte die ich jetzt hier habe. Das hilft euch sicherlich weiter. Gegen 12:00 Uhr hatte ich auf nüchtern Magen 200 auf meinem Messgerät falls das noch wochtig ist. von Philipp -
Jürgen
Rang: Gastam 06.10.2010 16:13:14
Und was könnte Dich jetzt daran hindern zu schauen, wie weit Richtung gesund Du es noch ähnlich wie der Drucker Frank in diesem Beispiel schaffst http://www.onmeda.de/foren/forum-diabetes/bz
-messen-als-schluesselwerkzeug/1662710
/page=6/read.html#msg-1662710
von Jürgen -
peter
Rang: Gastam 06.10.2010 19:46:24
@ philip,
genau solche werte hatte ich befürchtet.
von wegen nicht schlimm.
über 180 ist über der nierenschwelle damit werden die nieren langsam aber sicher geschädigt.
nur zur info, der zielwert hba1c ist <6,5%
und über 140 sollte der bz nur kurzfristig sein.
dein hausarzt ist ein traumtänzer.
von peter -
Philipp
Rang: Gastam 06.10.2010 22:38:18
Ja, ich war heute schon in der Apotheke und habe mir ausführliche Hilfe geholt und Adressen. Werde morgen Termine mit einem Diabetologen holen. Einen Augenarzttermin machen etc. Habe auch ein paar Rezepte bekommen und Adressen für Schulungen wie man mit Diabetes umgeht. Mein Arzt war da doch eher zurückhaltend. Habe heute mal nach einer Mahlzeit gemessen da ich mein Messgerät leider zu Hause hatte und hab gerade mal 369, was ja auch nicht so prickelnd ist.
Ich hätte nicht gedacht das es so schwer ist am Anfang, man muss ja doch einiges extrem umstellen. von Philipp -
Jürgen
Rang: Gast -
Meinung
Rang: Gastam 07.10.2010 15:19:54
Lieber Philipp,
danke für die Werte.
DAs hatte ich auch befürchtet. Bei diesem HBA1C von 8,9 (Das ist ein Wert, der aussagt, wie sich dein Blitzucker (BZ) so in den vergangenen Wochen verhalten hat) hätte der Hausarzt NICHT überlegen dürfen.
Der Dussel.
Zumindest hätte er mit Tabletten,bis du einen Termin beim Diabetologe hast, nix groß verkehrt machen können....
Vom Aufschreiben der Werte sinkt der BZ leider nicht.
Hat er dir wenigstens eine Überweisung gegeben für den Diabetologen? Du bist leider nicht der Erste, der das genauso berichtet...
Was du machen kannst bis zum Diabetologentermin, ist, so wenig Kohlehydrate zu dir zu nehmen wie möglich, auch an die denken, die durch Spaltung von Stärke entstehen, anfangen, zu lesen, was auf den Lebensmittelpackungen hintendrauf steht.....
Mal googeln nach kh-freie Lebensmittel...
Rainer hat sicher noch den entscheidenden Tipp für dich.
Die Überweisung zum Augenarzt bekommst du vom Diadoc, auch die Schulungstermine bekommst von dort. Die finden sogar meist in den Praxisräumen statt. Bzw. Seminarraum.
Hast du denn das Gefühl, dass du schlechter gucken kannst z.B. TV-Text?
Oder Zeitung? FALLS das so ist, dann geh zum Optiker oder frage auch beim Augenarzt nach. Lass dir bloß nicht gleich ne Brille verpassen, denn das bessert sich wieder, sobald du gute BZ-Werte hast. Die, denen das so ging, haben sich dann ne Brille bei Schlecker oder Rossmann gekauft für die Zeit.
Aber keine Panik, immer schön step by step, die Fragen kommen ja erst nach und nach im Alltag. Und dann hau sie hier ruhig alle raus..
Es könnte passieren, dass du nicht sofort einen termin bekommst, dann quengel ruhig rum am Telefon, dass es dir so schlecht geht....und du nimmst halt auch Wartezeit notfalls in Kauf...meist geht das dann früher und die Wartezeit im Vorzimmer ist auch nicht länger.
Beim Diabetologen ist das meist so, dass man 2 Termine bekommt. 1. Labor und meist 1 Woche später dann beim Diabetologen, der mit dir dann den "Schlacht-und Kriegsplan" auseinanderklamüsert.
Schreib ALLE Fragen, die dir bis dahin so übern Weg laufen, am Besten direkt auf einen Zettel.
Man vergisst leicht was, wenn man aufgeregt vorm Doc sitzt..
Und dann ist man draußen und sagt sich: möööönsch, ich wollte doch noch das fragen...
Der überweiegende Teil des BZ-Management besteht dann aus Messen und gucken und testen und messen und gucken. Was macht mein BZ, wenn ich DAS esse..und dazu hat Jürgen die Richtwerte als Orientierung..
Gutes Gelingen.
von Meinung -
machma
Rang: Gastam 09.10.2010 20:14:17
Dein Sorge um die Augen ist berechtigt. Du brauchst einen Diabetologen und eine Schulung. Wie es mit Deiner Netzhaut jetzt steht sagt Dir der Augenarzt. Der sollte Fotos machen und regelmäßig prüfen.
Dann wird man Dir vermutlich sagen, dass Du etwas unternehmen mußt. Wenn Du nix machst wirst Du vermutlich erblinden, das ist sehr wahrscheinlich. Es geht aber langsam und das ist trügerisch, also pack es jetzt an noch ist Zeit.
Bei richtiger Führung Deines BZ werden Deine Augen wenig Probleme machen.
Wenn Du noch Hilfe brauchst melde Dich bei mir.
Gruß
machma
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eh
Rang: Gastam 10.10.2010 12:30:06
@machma
Deinen Auftritt als Kassandra finde ich sehr daneben.
Es ist durchaus nicht wahrscheinlich, daß jeder Diabetiker zwangsläufig erblindet.
Ich selbst habe einwandfrei gesunde Augen und das nach 30 Jahren Diabetes. Meine Einstellung war höchstwahrscheinlich nicht immer optimal, denn als ich Diabetes bekam wurde diese Krankheit nicht sehr ernst genommen und ein Messen des BZ zu Hause war nicht möglich.
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Auch meine Schwester, die ihren Diabetes nicht besonders gut gemanagt hat, mußte sich zwar einer Laserbehandlung unterziehen, erblindet ist sie aber trotzdem nicht.
Also hör auf, Neulinge zu verunsichern.
@Philipp
Wie dir schon andere geraten haben, solltest du dir einen guten Diabetologen suchen.
Deine Augen laß bei einem Augenarzt untersuchen. Der kann dir genau sagen, was Sache ist.
Noch ein Rat: Glaub nicht alles, was so in den Foren verbreitet wird.
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Rudi
Rang: Gastam 10.10.2010 22:59:02
>>Glaub nicht alles, was so in den Foren verbreitet wird.<< Also trifft dies auch auf deinen Beitrag (aus dem Hause "eh") zu. So verkehrt fand ich "machmas" Beitrag gar nicht - man warnt halt, schreibt aber: "Bei richtiger Führung Deines BZ werden Deine Augen wenig Probleme machen." Was bitte ist daran ein "Kassandra-Auftritt"? Es ist doch nicht schlimmer, als deine "Verharmlosung". Da jeder Diabetiker anders ist, wird auch alles andere anders sein! Und Fakt ist, dass ein Grossteil der neu erkannten Typ-2er schon Spätschäden hat, was beim 1er nicht zutrifft! Somit ist in jedem Fall ein guter Diabetologe, Augenarzt und 'ne intensive Schulung das A und O. von Rudi -
eh
Rang: Gastam 11.10.2010 11:38:48
@Rudi
Warum glaubst du wohl, habe ich ihm einen Besuch beim Augenarzt nahegelegt?
Das ist der einzige, der dazu etwas konkretes sagen kann.
Und die Warnung vor den falschen Behauptungen irgendwelcher Besserwisser ist durchaus berechtigt, gerade in diesem Forum.
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thomas2002
Rang: Gastam 12.10.2010 13:04:11
auch wenn ich einiges nochmals durchkaue:
* diadoc quartalsweise
* augenarzt jährlich bis der kerl panik schiebt
* cardiologe und/oder venenarzt, nephrologe zumindest initalbesuch für check in deren fachbereich.
das tagebuch ist - wenn auch nicht immer "ars legis" - pflicht. bei INSULINER.de gibt es optische teststreifen für 10-15 euro, die man teilen kann. ernährung ist zumindest im übergang waldbeeren, erbsen, bohnen. erkundige dich mal über die glykämische last. wan immer möglich einen verdauungsspaziergang machen. von thomas2002 -
Philipp
Rang: Gastam 13.10.2010 22:41:00
Ich habe heute Tabletten verschrieben bekommen von meinem Arzt da ich nicht unter die 200. Zumindest nicht regelmäßig, war erst 3 Mal bei 170. Die Tabletten bekomme ich allerdings erst morgen weil die Apotheke sie nicht hatte. Dann kann ich euch mal sagen was das ist und hoffentlich wirken die dann auch gut. von Philipp