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Kann man solche BZ-Werte wahrnehmen?

  • Rang: Anfänger
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    Mitglied seit: 19.03.2021
    am 19.03.2021 11:50:10 | IP (Hash): 65650428
    Hi,
    Ich bin neu hier und auf der Suche nach Expertenrat.
    Vor 2 Tagen bin ich mit Heißhunger kurz nach dem Weckerklingeln wach geworden, dennoch ca. 20minuten später erst aufgestanden. BZ war bei 137. weil ich solche Werte bisher nicht kannte, habe ich noch 2x nachgemessen:
    Also 1. Wert 137, danach 114, danach 92.
    Meine Interpretation: der BZ war nachts zu hoch und fiel dann zügig ab, was ich durch Heißhunger auf Schokolade bzw. Süßem interpretiert habe. Da ich nicht sofort gegessen habe, ging es dann nach weiteren 10 Minuten ins Zittern. Und dann musste ich sehr schnell süßes essen.
    Mein Arzt meinte, dass man so etwas bei so geringen Werten nicht merken würde. Er glaubt, dass der 1. Wert ein Messfehler war.
    Nun meine Frage: kann man so etwas merken oder nicht?
    Zu meiner Vorgeschichte:
    Ich hatte 2008 einen SSW Diabetes, allerdings nicht im üblichen Verlauf, sondern beginnend ab der 6. SSW bis zur Entbindung. Durch Ernährungsberatung ist es mir gelungen, nicht spritzen zu müssen. Rückwirkend wurde davon ausgegangen, dass in der 1. SSW 2006 schon Aufgälligkeiten bestanden haben müssten.
    Genau vor 1 Jahr hatte ich einen schweren Bronchialinfekt, bei dem auch meine Asthmamedikamente umgestellt wurden. Hier zeigte sich nachweislich auch eine Blutzuckertoleranzstörung (Gtt). Da ich einige Nahrungsmittelunverträglichkeiten habe, nehme ich wenig Brot/Brötchen etc. zu mir. Eine Weizen-, Kuhmilch- und Eiweiß Unverträglichkeit schränkt ziemlich ein. Ich glaube, dass ich durch diese Einschränkungen in der Ernährung viele Ernährungsfehler vermeide und daher den Blutzucker recht gut dadurch kontrolliere: zb. Kann ich nicht spontan beim Bäcker etwas zu essen holen, muss oft Einladungen zum Essen absagen etc.
    In den letzten 2 Jahren habe ich dadurch 6 Kilo abgenommen und wiege inzwischen konstant 62kg bei 175cm.
    Zum Frühstück muss ich zb. Haferflocken essen, um langanhaltend satt zu sein. Esse ich morgens ein Gluten/Weizenfreies Brötchen, habe ich nach ca. 2 Stunden Heißhunger auf süßes, oft mit zittern.
    Da meine Werte bisher weder dramatisch hoch noch niedrig sind, kommt es halt zu zweifeln meines Arztes. Der langzeitblutzucker ist aktuell gestern getestet worden und liegt bei 5,4.
    Das heißt, das was ich „empfinde und wahrnehme“ lässt sich so nicht erklären, meint der Arzt.
    Kann man es wirklich nicht wahrnehmen?
    Ich bin generell eher ein Sensibelchen in der Körperwahrnehmung... 😉
    Lieben Dank für eure Antworten


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    am 19.03.2021 11:59:18 | IP (Hash): 2039835967
    Hi

    Unterzuckerung liegt deutlich tiefer als ~90.
    So richtige Symptome stellen sich da erst so bei ca. 70 und darunter ein.

    Wobei das auch etwa individuell ist. Ich hatte auch schon bei über 70 das Gefühl es geht los aber das war nach meiner Diagnose wo ich wohl jahrelange mit Werten über 300 untwegs war.

    Daher würde ich vermuten das es bei dir eher nicht an den BZ Werten lag.
    Wobei es auch das Dawn Phänomen gibt, dabei steigen bei Diabetikern in den Morgenstunden die BZ Werte stark an auch ohne Essen weil die Leber nach einem tief in den frühen Morgenstunden Zucker produziert.

    Einmaliges messen ist aber da sehr unzuverlässig, müsstest du schon über Tage vergleichen.
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    Mitglied seit: 19.03.2021
    am 19.03.2021 12:36:04 | IP (Hash): 65650428
    Ich möchte noch ergänzen, dass ich sehr viel trinke. Vor 1 Jahr war meine Trinkmenge bei 4-4,5 Litern, hat sich inzwischen bei 3-3,5l eingependelt. Nieren wurden überprüft, es wurde keine Ursache gefunden. Trinkmenge passte auch nicht zu den Zuckerwerten, da diese wie gesagt, nicht wirklich extrem entgleisen.
    Zudem habe ich immer mal Nächte mit sehr starken Schweißausbrüchen, auch das kann nicht erklärt werden.
    In der Regel liegt mein nüchternerer Text. 90-110.
    Und wenn ich nicht die Zuckerwerte fühle, was ist es dann?
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    am 19.03.2021 12:42:20 | IP (Hash): 65650428
    Ich möchte noch ergänzen, dass ich sehr viel trinke. Vor 1 Jahr war meine Trinkmenge bei 4-4,5 Litern, hat sich inzwischen bei 3-3,5l eingependelt. Nieren wurden überprüft, es wurde keine Ursache gefunden. Trinkmenge passte auch nicht zu den Zuckerwerten, da diese wie gesagt, nicht wirklich extrem entgleisen.
    Zudem habe ich immer mal Nächte mit sehr starken Schweißausbrüchen, auch das kann nicht erklärt werden.
    In der Regel liegt mein nüchternerer Wert 90-110.
    Und wenn ich nicht die Zuckerwerte fühle, was ist es dann?

    Bearbeitet von User am 19.03.2021 12:42:56. Grund: Vertippt
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    am 19.03.2021 13:49:30 | IP (Hash): 385273895
    Hallo liebe Leute,
    eine Unterzuckerung kann sich durchaus schon bei Werten unter 80 und 90 bemerkbar machen. Dann nämlich, wenn man schon lange Zeit unbemerkt einen hohen BZ hatte und dieser plötzlich auf 90 und weniger absinkt. Das ist der Körper dann nicht gewohnt.
    Bei einem beobachteten und behandelten BZ passiert eine Unterzuckerung so ab 75 - 70.

    Gruß,
    Biggi
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    am 19.03.2021 14:20:40 | IP (Hash): 389568765
    cosili schrieb:
    Esse ich morgens ein Gluten/Weizenfreies Brötchen, habe ich nach ca. 2 Stunden Heißhunger auf süßes, oft mit zittern.

    Hallo Co sili,

    hast du mal in so einer Situation den BZ gemessen? Das musst du aber sofort machen, wenn das unangenehme Gefühl anfängt. Normal geht der BZ gleich wieder nach oben, die Leber gleicht den BZ aus den Glykogenspeichern schnell aus, während das dumme Gefühl noch eine ganze Weile anhält. Das beste, was du dagegen machen kannst, ist, weiter wie bisher auf das richtige Essen zu achten. Die ärztliche Kunst ist dagegen ziemlich hilflos.

    So ein Unterzuckerungsereignis am Morgen, unabhängig von Essen und von Bewegung, ist ungewöhnlich, aber nicht ausgeschlossen. Auch hier kommst du nur zu weiteren Erkenntnissen, wenn du sofort den BZ misst. Der hohe BZ 20 Minuten später wäre auch erklärbar, wenn die Gegenreaktion der Leber überschießend ausgefallen ist.

    Wenn es darum geht, ab wann man niedrigen BZ merken kann, wird dir jeder was anderes erzählen. Das ist wirklich sehr individuell. Niedriger BZ ist (ohne aktiv BZ-senkende Diabetesmedikamente) auch kein Problem. Zum Problem wird es nur, wenn man sich damit häufig mies fühlt und dadurch eine schlechte Lebensqualität bekommt.

    Beste Grüße, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 19.03.2021 14:21:19. Grund: .
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    am 19.03.2021 14:23:26 | IP (Hash): 65650428
    Also ist es möglich, das schnelle Abfallen zu bemerken, egal wo der BZ vorher war und schließlich landen wird?
    Denn das ist ja meine Frage 🤔
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    am 19.03.2021 14:42:08 | IP (Hash): 389568765
    cosili schrieb:
    Denn das ist ja meine Frage 🤔

    Antwort: Nein.

    Merken kannst du niedrigen BZ, wenn er unter eine für dich geltende individuelle Schwelle abfällt. Wenn du keine Diabetes hast, wovon du bei deinen Werten ausgehen kannst, dürfte diese Schwelle bei 60mg/dl oder niedriger liegen.
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    am 19.03.2021 16:05:27 | IP (Hash): 198135563
    Bist du beim Diabetologen wegen deines diabetes
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    am 19.03.2021 17:03:04 | IP (Hash): 65650428
    Nein, während der SSW war ich bei einem tollen Diabetologen, der inzwischen in Rente ist. Der Nachfolger hatte zwar vor 1 Jahr noch die Blutzuckertoleranzstörung diagnostiziert, aber mir dann Vorträge über Sahnetorten, ungesunde Snacks für zwischendurch und Coca Cola gemacht 🤦🏼‍♀️ Bei meinen Unverträglichkeiten wäre allenfalls Cola im Rennen- mag ich aber nicht...
    Zur Zeit läufts nur über den Hausarzt, der ja keine Anhaltspunkte sieht. Aber erklären kann er es mir auch nicht... muss ich schauen, was ich damit jetzt mache...
    Solange ich immer nur Tageweise/ wochenweise Problemchen habe und sonst läufts gut bzw. weiß ich ja was ich essen kann und was besser nicht - werde ich wohl selbst damit umgehen müssen 🤷🏼‍♀️
    Danke trotzdem für euren Rat (wird sicher nicht der letzte gewesen sein😉)....
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    am 19.03.2021 19:11:04 | IP (Hash): 198135563
    Wieder mal eine diagnose von Doktor Rainer, bitte unterlass das doch. Bei NBZ von 137 spricht viel für einen Verdacht auf Diabetes, welcher aber von einem Arzt ausgeschlossen oder bestimmt wird.

    Rainer schrieb:
    cosili schrieb:
    Denn das ist ja meine Frage 🤔

    Antwort: Nein.

    Merken kannst du niedrigen BZ, wenn er unter eine für dich geltende individuelle Schwelle abfällt. Wenn du keine Diabetes hast, wovon du bei deinen Werten ausgehen kannst, dürfte diese Schwelle bei 60mg/dl oder niedriger liegen.

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    am 19.03.2021 19:55:43 | IP (Hash): 630882368
    Wenn da keinen Diabetes stünde, könntest Du das als Diagnose missverstehen. Aber eine Diabetes geht gar nicht zu diagnostizieren, weil's die allenfalls als Sprechkrankheit gibt, und da gerne als ganz schweeere ;)

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    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.